Jugendherbergen und Lake Louise

Wir schaffen es immer wieder in Gegenden zu radeln, in denen es nur wenige oder sogar keine Unterkünfte gibt oder es doch sehr „hochpreisig“ zugeht. Dem sind wir auch in diesem Jahr treu.

Banff, Lake Louise, Jasper sind klangvolle Namen und echte „Touriorte“. Und wir mitten drin.

So kam Frau Traumradlerin auf die Idee einer Jugendherbergsmitgliedschaft. Vor vielen Jahren ließen wir still und leise unsere DJH-Mitgliedschaft auslaufen. Und nun sind wir wieder Neumitglied :-).

Natürlich haben wir unsere Mitgliedsausweise zu Hause vergessen. Das war aber nicht schlimm, denn der DJH- Service schickte uns den Mitgliedsnachweis per Mail. Danke schön.

Nun stehen wir nach knapp 60 Radkilometern mittags in Lake Louise vor einer superschönen idyllisch gelegenen Jugendherberge.

Wir können noch nicht ins Zimmer, also essen wir erst einmal lecker und rustikal im angeschlossenen Restaurant. Unsere Taschen verstauen wir im „locker room“. Dann machen wir uns mit leichtem Gepäck auf den Weg zum höher gelegen Lake Louise.

Ein klein wenig waren wir noch in der Mitteleuropäischen Zeit und nach einem langen Tag an der frischen Luft störte es uns gar nicht, dass wir zu fünft im Zimmer waren.

Morgen geht es richtig in den Banff Nationalpark und auf den Icefields Parkway.

Bitte bleibt neugierig.

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Statistik:
Tageskilometer Tag 3: 72
Tageshöhenmeter Tag 3: 600
Gesamtkilometer: 215
Spenden: 21,50 Euro

Traumradler crossing the Rockies

Von Calgary radelten wir auf dem Bow Valley Trail bis Banff.

Auf dieser Tour wird nicht so viel Geschichte oder Kultur zu erradeln sein. Dieses Jahr werden wir Landschaft sehen und zwar nicht zu knapp. Vor uns liegen die Rocky Mountains.

Ein sehr frischer Wind weht. Alles fühlt sich wie an einem klaren Wintertag an. Rockies, wir kommen!

Uns geht es gut. Wir werden für jeden Kilometer, den wir durch diese atemberaubende Landschaften radeln …

…. 10 Cent für Familien spenden, die in schwierigen Lebenslagen oder Krisen geraten sind. Das Familienhaus in Magdeburg hilft genau dort, also wird unsere Spende an das Familienhaus gehen.

Wir mögen Statistik und nun haben wir auch einen Grund, unsere Kilometer zu zählen.

Statistik:
Tageskilometer Tag 2: 95
Tageshöhenmeter Tag 2: 670
Gesamtkilometer: 143
Spendenstand: 10 Cent 143 = 14,30 Euro

Unsere GPX-Tourdaten und eine interaktive Karte ergänzen wir nachträglich am heimischen PC. Vielleicht möchte ja jemand die Tour nachradeln 😉.

Morgen geht es an den Lake Louise, einem UNESCO Weltkulturerbe. Wir freuen uns schon. Wir machen Fotos, versprochen.

Bitte bleibt neugierig.

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Calgary Stampede

Die Calgary Stampede ist eine Landwirtschaftsausstellung. Die Stampede gilt als die größte Rodeoshow der Welt. Sie wird auch als „The Greatest Outdoor Show on Earth“ bezeichnet.

So hieß uns dann Calgary auch willkommen. Na, das kann ja toll werden. Dann schob Frau Traumradlerin unsere Räder zum Bus nach Calgary Downtown.

Eigentlich hätten wir die Räder gleich zusammen gebaut, doch es regnete heftig und 10 kanadische Dollar für den Bustransfer zum Hotel waren auch ok. Im Hotel konnte ich dann die Räder für unsere Kanada-Traumradeltour ganz entspannt zusammen bauen.

Übrigens, so passen die Räder in die Kartons. Die Kartons überlassen uns die Fahrradhändler der Heimatstadt gerne.

Etwas „gejetlagt“ ging es am nächsten Morgen zur Parade der Stampede.

Zwei Stunden lang zogen Musikkapellen, hunderte Pferde mit und ohne Cowboys, indianische Tänzer, Royal Canadian Mounties, Clowns und toll geschmückte Fahrzeuge und Kutschen an uns vorbei.

Dann setzten wir uns auf die Räder und suchten den Bow River. Noch nie vorher im Leben waren wir so weit im Westen. Mal schauen, wohin uns unsere Räder tragen?

Bitte bleibt neugierig.

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Geschichte erradeln – „Ich wollte, es würde Nacht oder die Preußen kämen.“

Tag drei unserer Herbstradtour.

Der Herzog von Wellington, Oberbefehlshaber der Alliierten hatte sein Hauptquartier in Waterloo bezogen. Am 18. Juni 1815 würde er mit 68.000 britischen, niederländischen und deutschen Soldaten auf Napoléon mit 77.500 französischen Soldaten treffen.

Das Zitat „Ich wollte, es würde Nacht oder die Preußen kämen.“ wird Wellington zugeschrieben. Die Preußen unter Generalfeldmarschall von Blücher waren Verbündete und stießen mit weiteren 48.000 Mann am Nachmittag zur Schlacht gegen Napoléon hinzu.

Die Franzosen verloren die Schlacht und Napoléon erlebte südlich von Brüssel sein …

Bis heute steht die Formulierung „sein Waterloo erleben“ für eine totale Niederlage.

König Wilhelm I. von Oranien ließ 1820 am Ort der Schlacht ein Denkmal errichten. In vier Jahren wurde der 40 Meter hohe Löwenhügel von Waterloo aufgeschüttet.

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Erbeutete französischen Kanonen und Waffen vom Schlachtfeld bei Waterloo wurden eingeschmolzen. Aus ihnen wurde der Löwe auf dem Hügel gegossen.

Nachdem wir uns umgeschaut und einen Regenguss abgewartet hatten, machten wir uns auf den Weg nach Brüssel.

Gab es da nicht ein Lied von ABBA …

My my
At Waterloo Napoleon did surrender
Oh yeah

Bitte bleibt neugierig.

nächste Etappe zur Zimmeruhr
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Pay the Ferryman

14:20 Uhr fährt die Fähre von Taketazu nach Tokuyama. Die nächste Fähre wäre erst 19:00 Uhr gegangen. Ihr könnt euch vorstellen, wie froh wir waren, als wir nach vielem hoch und ab auf der Küstenstraße kurz nach 14 Uhr das Fährterminal erblickten.

Schnell kauften wir die Tickets und zwei schöne gekühlte Flaschen japanischer Cola. Das haben wir uns verdient. Der erste Schluck, upps, das ist ja schwarzer Tee. Egal, er ist kalt.

Wir durften mit unseren Rädern als erste an Bord. Was wir so noch nicht erlebt hatten, war der Service. Gleich zwei Fährleute kümmerten sich um unsere Mobile.

Sie brachten die Bremsklötze in Position und vertäuten die wertvolle Fracht. Erst beim Verlassen der Fähre bemerkten wir, dass sie mit Lappen auch dafür gesorgt hatten, dass nichts zerkratzt.

Wie toll ist das denn? Dürfen wir so einen Service bitte auch in Deutschland haben?

Oben an Deck gab es gleich die nächste Überraschung. Die Hälfte der Fläche war eben. Kopfkissen lagen bereit. Die Japaner zogen sich die Schuhe aus und legten sich zum Schlafe nieder.

Dadurch, dass wir die frühe Fähre bekommen hatten, konnten wir uns ganz entspannt ein Hotel suchen, duschen und dann in den „Touristenmodus“ schalten.

Oh, schau mal ein Shinto-Schrein!

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Um genau zu sein, das ist der Torii vor dem Schrein. Torii bedeutet soviel wie Tor. Japanisch kann so einfach sein :-).

Bitte bleibt neugierig.

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Regen und Sonne im Oblast Moskau

Es regnete, wir stiegen auf unsere Räder und radelten bestimmt 50 Kilometer durch das Stadtgebiet von Moskau. Viele Gebäude waren nicht wirklich attraktiv.

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Weitere Kilometer in eher ländlicher Gegend auf einer Nebenstraße schlossen sich an.

Frei nach REM könnte es heißen „Leaving Moskau never easy“. Übrigens, wer mal New York in kyrillisch lesen möchte – bitte:

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Die Sonne lacht und wir sitzen in Ногинск (Noginsk) am See.

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Die wichtigsten Dinge, Handy links und Wasser rechts, haben wir immer am Mann und natürlich auch an der Frau. Übrigens haben wir bisher überall problemlos WLAN-Zugang. Das ist cool.

Gleich gibt es Pelmini bei russischer Musik. Englisch spricht hier keiner mehr.

Morgen wollen wir nach Владимир. Wladimir ist bekannt für die „Weißen Monumente von Wladimir und Susdal“ ein UNESCO-Weltkulturerbe. Wir sind gespannt.

Bitte bleibt neugierig.

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Etappe 1: Moskau-Noginsk 96 Kilometer

Vorbereitung einer Radreise

Zur Vorbereitung einer längeren Radreise gehört auch ein Blick auf das Werkzeug und die Ersatzteile. Das ist umso sinnvoller, je weniger Fahrradinfrastruktur im Zielgebiet vermutet wird. In Kuba haben wir beispielsweise nicht erwartet, dass man in der nächsten Stadt Ersatz für eine gerissene Shimano-11-Gang-Fahrradkette erhält.

Ich habe letztes Jahr Werkzeuge und Ersatzteile fotografiert, die wir auf unserer Osttour mitgeführt haben.

Werkzeug

a) zwei Ersatzschläuche je Radler (da wir zu zweit sind, haben wir vier Schläuche)
b) ein paar Mantelheber je Radler
c) ein Multitool je Radler
d) ein leichtes Kabelschloss je Radler, verhindert das einfache Wegnehmen des Fahrrades
e) Flickzeug
f) Ersatzkettenglieder
g) Kettennieten
h) Adapter für Sclaverandventil (wenn man an einer Autotankstelle Luft holt)
i) sehr kleiner Inbusschlüssel (nicht am Multitool)
j) Gummistück (MacGyver-man weiß ja nie)
k) ein Teil von unseren Klick-Mountenbikeschuhen
l) Ersatzschrauben und Muttern
m) Kettenöl mit einem Stück Mantel umwickelt (MacGyver-man weiß ja nie)
n) Montagepaste
o) Maulschlüssel Größe 10/11
p) Erstazspeichen und Nippel
r) Kabelbinder (MacGyver- man weiß ja nie)

Bis auf die Speichen findet alles Platz in zwei kleinen Werkzeugsatteltaschen. Diese hängen bei uns Zweien unter den Sätteln.

Wir bereiten gerade unsere nächste Radreise vor und suchen die Ersatzteile und Werkzeuge zusammen. Wäre schön, wenn wir nichts davon bräuchten.

Bitte bleibt neugierig.