Amazonasrodung und was war mit unseren Urwäldern?

Bereits im 16. Jahrhundert haben unsere Vorfahren alle Wälder in der Nähe der Wirtschaftszentren komplett gerodet. Ganz oben in den Bergen der kursächsischen Territorien gab es noch Wälder, so im Vogtland.

Der Transport des Holzes erfolgte über die Flößerei. Über viele hundert Kilometer wurden Floßteiche …

… und Floßgräben angelegt.

Wenn Holz geflößt werden sollte und das Wasser in den Floßgräben nicht genügte, ließ man das Wasser aus den Floßteichen und konnte Holz über große Strecken transportieren. Zum Beispiel wurde Holz aus dem Vogtland erst über Floßgräben, dann über die Göltzsch, die Elster, den Elsterfloßgraben und die Luppe nach Leipzig und Halle transportiert. In Halle wurde das Holz für das Salzsieden genuzt. Das Salz ging dann zum Teil wieder zurück nach Sachsen.

Bei der Abholzung unserer Wälder ging es um das Überleben, um wirtschaftliche Vorteile und um Macht. In der Motivation gibt es keinen Unterschied zwischen uns Europäern und den Südamerikanern.

Die Fotos sind auf einer Radtour in der Nähe von Klingenthal im Vogtland entstanden. Der Herbst ist schön. Bitte bleibt neugierig.

Über 2-Euro Münzen und den 3. Oktober

Am 3. Oktober 1990 traten die fünf neu gegründeten Länder auf dem Gebiet der DDR dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bei. Somit feiern wir heute den 29. Tag der deutschen Einheit. Die große Einheitsfeier richtet das Bundesland aus, welches die Bundesratspräsidentschaft inne hat.

Wann hat ein Bundesland die Feier ausgerichtet? Wir können das auf unseren Geldmünzen sehen. An dieser 2-Euro Münze können wir erkennen, dass 2006 die Einheitsfeier in Schleswig-Holstein stattfand.

Seit 2006 lässt die Bundesregierung 2-Euro-Gedenkmünzen prägen, auf denen jeweils ein Bauwerk aus dem Bundesland abgebildet ist, welches gerade den Bundesrat führt.

Wir habe unser Portemonnaie ausgeschüttet. Zufällig lag eine Karte der Bundesrepublik auf dem Tisch.

2019 macht die Bundesländerserie eine Pause. Dieses Jahr ist die 2-Euro- Münze dem Bundesrat in Berlin gewidmet. Der Bundesrat wird 70 Jahre alt.

2020 wird die Länderserie mit mit einem Motiv aus Brandenburg fortgesetzt. Wir machen schon mal unser Portemonnaie auf.

Wir feiern den 3. Oktober mit einer schönen Wanderung im Harz. Mal schauen, wie weit die Laubfärbung ist.

Bitte bleibt neugierig.

Ich wollte dich nicht wieder sehen!

Vor ziemlich genau einem Jahr schrieben wir über diesen Hungerstein.

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Der Elbepegel stellte am 1. August 2019 beinahe einen neuen Minusrekord auf. Der Pegel an der Strombrücke in Magdeburg zeigt 45 cm. Einen Zentimeter weniger als 2018. Anders als beim Hochwasser zählt dieser Wert noch nicht als Rekord. Beim Niedrigwasser, muss dieser Wert mindestens einen Tag Bestand haben. Egal, wir dachten, das passiert so bald nicht wieder. Weit gefehlt. 

Den Hungerstein entdeckten wir tatsächlich etwas verblichen auch wieder.

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Ich wollte dich doch nicht wieder sehen. Was kommen noch für Rekorde?

Bitte bleibt neugierig.

zum Artikel über Hungersteine

 

 

Die Sache mit dem Kettle Valley Railway Trail

„Ja Schatz, wenn wir zum Myra Canyon mit dem Kettle Valley Railway Trail wollen, müssen wir jetzt rechts in den Waldweg abbiegen und 8 Kilometer und ca. 700 Höhenmeter fahren, wohl eher schieben.“

Kurz nach Mittag waren wir auf dem spektakulärsten Stück des Kettle Valley Railway Trail (KVR). Auf einem 12 Kilometer langen Stück reihen sich 18 Tressles und zwei Tunnel aneinander.

Tressles sind Holzgerüstbrücken. Was für eine Leistung, die so in den Berg zu bauen? Großartig.

Kommt aber bitte nicht auf die Idee mit normalen Rädern den KVR bis Princeton zu fahren. Die Steine und Felsen sind auf diesem Abschnitt so groß, dass der Weg nur etwas für „Fatbikes“ ist.

Es war Zeit für die zweite Panne der Tour. Frau Traumradlerin hat mein Tun bei unserer ersten Panne dokumentiert. Da war das Licht einfach besser.

Wir haben je zwei Ersatzschläuche und Flickzeug dabei. Wenn Luft entweicht, wechsle ich sofort den Schlauch. Haben wir nur noch zwei intakten Ersatzschläuchen, flicke ich abends im Hotel die defekten Schläuche. Die kommen dann auch schon mal zum Test, ob sie Luft halten, auf den Bügel.

Heute haben wir in der Tierlotterie einen Chipmunk gewonnen. Hallo Chipmunk.

Morgen geht es weiter in Richtung Vancouver und wir werden mit einem kanadischen Pickup fahren.

Bitte bleibt neugierig.

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Statistik:
Tageskilometer Tag 13: 97
Tageshöhenmeter Tag 12: 1220
Gesamtkilometer: 1206
Spenden: 120,60 Euro

Die Sache mit den Bären

Also, in Alberta und British Columbia dreht sich ganz viel um Bären. Es gibt Denkmale mit Bären.

Es gibt Elektromatten, so richtig mit Strom und Schlag und so. Rad- und Autofahrer müssen darüber fahren. Bitte nur nicht den Fuß absetzen.

Alle Mülltonnen sind mit einem bärensicheren und gelegentlich auch Traumradler sicheren Verschluss gesichert.

Ok, das ist viel Marketing, aber gibt es denn die Bären wirklich? Wir wollen auch einen Bären sehen.

Dahinten stehen ganz viele Pickups am Straßenrand. Ob da ein Bär ist? Ach nein, da ist ein Columbian Ground Squirrel, ein Columbian Ziesel oder halt Erdhörnchen.

Ein paar Meter weiter kam während das Fotoshootings die Mutter aus dem Bau und stieß hohe Pfeiflaute aus. Unser Model antwortete, rannte aber nicht weg. Der Kleine ist doch ganz süß, oder?

Hey, dahinten bewegt sich was. Das könnte ein Bär sein.

Tatsächlich, ein Bär. Dieser Kumpel ließ uns keine besseren Fotos machen. Nun wissen wir aber, worauf wir achten müssen und halten die Augen offen. Es gibt bestimmt noch bessere Fotos. Versprochen.

Bitte bleibt neugierig.

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Wir sind von Jasper nach Tete Jaune Cache geradelt.

Statistik:
Tageskilometer Tag 7: 106
Tageshöhenmeter Tag 7: 450
Gesamtkilometer: 579
Spenden: 57,90 Euro

Doctor Who, die am längsten laufende Serie der Welt

Wir fahren gerne Fahrrad. … wir gucken aber auch gelegentlich Fernsehen. Wir konsumieren einen Medienmix (Fernsehen, YouTube, auch mal SkyTicket für einen Monat,…). Ist das noch Fernsehgucken oder wie nennt man das?

Als wir in 2016 in Glasgow diese blaue Polizei-Zelle entdeckten, dachten wir sofort: „Tardis“.

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Die britischen Polizei-Zellen hatten außen ein Telefon für die Bürger. Die Bürger konnten damit die Polizei rufen. Im Inneren hatten die Polizisten auch ein Telefon um Kontakt zur nächsten Polizeistation aufzunehmen. Sie konnten Straftäter im Inneren festsetzen oder konnten auf Strafverzeichnisse oder Erste-Hilfe-Ausrüstung zugreifen.

Ist „Tardis“ inzwischen Allgemeinwissen? Gleich wird es etwas Dr. Who- und Game of Thrones-nerdig. Wer das nicht mag, höre auf zu lesen.

Die Tardis (Time and relative Dimension in Space) ist die Zeitmaschine von „Doctor Who“. Wegen eines Defektes der Tarneinrichtung sieht sie exakt wie eine blaue Polizei-Zelle aus.

Doctor Who ist eine britische Science-Fiction Serie, die seit 1963 produziert wird. Diese Serie ist in die Pop-Kultur eingegangen. Sie ist die am längsten laufende Fernsehserie der Welt und besitzt Kultstatus.

Vor ein paar Tagen schauten wir zufällig die zwölfte und letzte Folge der 9. Staffel „Doctor Who“. In der Folge „Hell Bent“ sagte Maisie Williams, die in Game of Thrones Aria Stark spielte, zum Doktor: „Wir beide wissen, dass der Sommer nicht ewig dauern kann.“ Sofort dachten wir an den Spruch aus Game of Thrones „The winter is coming“. Wir mögen solche Anspielungen. Ihr auch?

Und hier ist noch ein Foto einer blauen Polizei-Zelle auf der Earls Court Road aus London.

Ach, wie cool. Ob wir damit mal eben durch Raum und Zeit reisen? Und wohin?

Bitte bleibt neugierig.

Unsere salzige Tour

Gigantische Abraumberge des Kalibergbaus sind nördlich von Magdeburg als Landmarke weithin sichtbar. Die höchste Abraumhalde heißt Kalimandscharo. Der Kalimandscharo erhebt sich ca. 120 Meter über dem Gelände.

Mit Freunden erkundeten wir auf eine Führung diese Welt. Nach einem ca. 3 Kilometer langen Aufstieg erreichten wir das Gipfelplateau.


40.000 Tonnen neuen Abraum setzt der „Absetzer“ hier jeden Tag ab. So wird der Kalimandscharo bis auf ca. 150 Meter anwachsen. Verrückt.

Das geförderte Salzgestein hat im Durchschnitt 10,6 % Kalisalzanteil. Unter 8 % wäre es nicht mehr förderwürdig. (Danke Ronny für den Hinweis.) In riesigen Becken wird dann das Nutzsalz ausgewaschen. 4,2 Kilometer Förderband befördern ununterbrochen den Abraum auf die Halde.

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Zwei Kalikumpel führten uns. Einer zeigte uns, dass der Abraum nass ist. Diese Nässe ist auch die Antwort auf meine Frage, warum man den Abraum nicht wieder zum Verfüllen der geschaffenen Hohlräume unter Tage nutzt. Salz ist hygroskopisch und Feuchtigkeit ist der Untergang eines jeden Schachtes, erklärte der Kumpel.

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Nach ca. 3 Stunden kamen wir nach unserer „salzigen Tour“ wieder am Fuße der Halde an. Es war beeindruckend. Danke für das Zeigen.

Salz bedeutet Leben. Bitte bleibt neugierig.