1871, nach der Gründung des deutschen Kaiserreiches war es notwendig die innere Einheit herzustellen. Das ist offenbar eine wiederkehrende Aufgabe.
Damals wurden Persönlichkeiten der Einigungskriege und der Reichsgründung heroisiert. Es wurden zahlreiche Denkmäler von Kaiser Wilhelm I., aber auch von Otto von Bismarck errichtet. Ab 1890 und besonders nach Bismarcks Tod wurden in ganz Deutschland Bismarcktürme gebaut. Hier seht ihr den Bismarckturm von Herford.
Sind wir mit dem Fahrrad unterwegs und in der Nähe gibt es einen Bismarckturm, dann besuchen wir diese Turm. Nach einer Idee von Kreuzbube ist das unsere „unendliche Rundfahrt“.
Letztes Wochenende war es mal wieder so weit. Vor und nach einem tollen Wochenende mit Freunden in Gütersloh, erradelten wir zwei neue Bismarcktürme bei Herford und Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen.
Wie sieht es mit einer „unendlichen Rundfahrt“ bei euch aus?
Wusstet ihr, dass das Grand Egyptian Museum, das GEM in Kairo, mit rund 480.000 Quadratmetern Gebäudefläche viel, viel größer ist als das Hauptterminal des Berliner Flughafens?
Das Terminalgebäude vom BER hat „nur“ 360.000 Quadratmeter. Das GEM wurde am 1. November 2025 neu eröffnet und ist echt cool.
Die Eintrittskarten kosteten 26 Euro je Person. Wir haben die Karten im Internet gekauft und der Zugang funktionierte problemlos ohne Wartezeit. Die gut 3 Kilometer von unserem Hotel zum GEM fuhren wir mit Uber.
Nach unserm Besuch in der Antike gönnten wir uns in der Gegenwart einen Trip in die Wüste. Unser Ziel war der älteste Geocache von Ägypten. Dieser Geocache liegt ca. 100 Kilometer südwestlich von Kairo im Norden des Qarun-Sees. Unser Uberfahrer war über das Ziel unserer Fahr völlig irritiert.
Zwischendurch drohte er sogar die Polizei zu alarmieren, weil er vermutete, dass wir archäologische Schätze suchen wollten. Er tat es nicht und am Ende hatten wir einen Fund und ein kleines Abenteuer erlebt. Wir werden das Wochenende in Ägypten immer in Erinnerung behalten.
Der Main mündet bei Rheinkilometer 496,63 in den Rhein. Die Mündung befindet sich in der Nähe von Mainz-Kostheim.
Auf dem Foto seht ihr links den Main, wie er in den Rhein mündet. Im Hintergrund seht ihr die Südbrücke Mainz, eine Eisenbahnbrücke über den Main.
Spannend ist, dass man von hier per Schiff bis ins Schwarze Meer fahren kann. Das liegt „nur“ 2.967 Schifffahrtskilometer entfernt.
Dabei erklimmen die Schiffe über den Rhein-Main-Donau-Kanal eine Höhe von 406 Höhenmeter und überqueren die Fränkische Alb. Das müssen wir uns bei Gelegenheit auch noch anschauen. Dann gelangen die Schiffe in die Donau und können beim rumänischen Constanza in das Schwarze Meer fahren.
Dieses Mal wollen wir aber nur ein Stück den Main aufwärts radeln, um einen weiteren Bismarckturm zu „discovern“. Von einer Landstraße umschlungen, auf einer kleinen Verkehrsinsel grüßt uns der Bismarckturm von Hanau.
Auch dieser Bismarckturm ist vom Typ „Götterdämmerung“. Der Entwurf stammt vom Architekten Heinrich Wilhelm Kreis aus Dresden. Zirka 50 weitere Bismarcktürme wurden nach dem selben Typentwurf gebaut.
Das war unser 37. Bismarckturm. Es gilt noch so viele zu entdecken.
Der Totensonntag wird am letzten Sonntag vor dem ersten Advent begangen. Der Totensonntag lädt uns zu Stille, Besinnung und dem Gedenken an unsere Verstorbenen ein. Falls man sonst dazu im Leben nicht kommt, wäre dieser Sonntag eine Gelegenheit.
Wir wünschen einen schönen Sonntag und bitte bleibt neugierig.
Der Zipfelbund ist ein loser Zusammenschluss folgender vier Gemeinden Deutschlands: List auf Sylt (nördlichster Punkt), Selfkant in Nordrhein-Westfalen (westlichster Punkt), Görlitz in Sachsen (östlichster Punkt) und Oberstdorf in Bayern (südlichster Punkt).
Der Zipfelbund wurde 1999 gegründet, um die Vielfalt und Einheit Deutschlands symbolisch zu betonen. Die Kommunen fördern gegenseitige Besuche, kulturellen Austausch und gemeinsame Aktionen wie den jährlichen Zipfelpass für Reisende.
Wir haben alle vier „Zipfel“ mit dem Fahrrad besucht. Beim südlichsten Punkt geben wir einschränkend zu Protokoll, dass unsere Räder auf den letzten Metern nicht dabei waren, aber es fast geschafft haben.
Egal, ob Norden, Süden, Westen oder Osten, eart ihr schon an einem der vier Punkte? Ist so der Besuch so eines Punktes eine Idee für euch?
8. Tag Der Name Tbilisi bedeutet „warme Quelle“. Heute war der Tag, an dem wir ein Schwefelbad ausprobieren wollten. Die Wahl fiel auf das Chreli-Abano Bad.
Wir waren ziemlich früh dort und bekamen ohne vorherige Reservierung eine private Kabine für eine Stunde (146 Lari, 47 Euro). Ich wollte außerdem das Kisi scrub ausprobieren und musste mir dafür einen Handschuh zum Abrubbeln aussuchen. Ich nahm den etwas weicheren.
Dann ging es ins über 40 °C warme Wasser, nach einigen Minuten ging es unter die kalte Dusche, wieder ins heiße Wasser. Dann kam die Masseurin. Brav legte ich mich auf die Steinliege, wurde mit 2 Eimern heißem Wasser übergossen und dann zog die Frau Masseurin den Handschuh an und waltete ihres Amtes. Das war die Stelle, an der ich ganz froh war, nicht den ganz so harten Handschuh ausgesucht zu haben. Als gefühlt keine Haut mehr vorhanden war, wurde ich tüchtig eingeseift und alle alten Hautschuppen abgewaschen. Mir ging es gut.
Schnell zogen wir uns an. Wir machten uns auf zur Friedensbrücke, denn heute war es an uns, ein kurzes Geocacher-Event auszurichten. Drei Gäste aus Åalborg in Dänemark folgten unserer Einladung und wir erzählten über Ausflugsziele in Georgien, das Cachen und natürlich über Handball, denn unser SC Magdeburg hat derzeit einen Spieler aus Åalborg im Kader und beide Mannschaften hatten schon diverse Spiele gegeneinander bestritten. Nach einer halben Stunde trennten sich unsere Wege und wir mieteten uns für die nächsten beiden Tage ein Auto. Das wird spannend.
9. Tag Ausschlafen, frühstücken, runter in die Stadt, Auto holen. Kurz vor 10 Uhr saßen wir in unserem Mazda3, Automatik. In Tbilisi fahren sie wild auf den Spuren, die man teilweise gar nicht als solche erkennt. Es wird dicht aufgefahren und oft gehupt. Ohne google maps nur ganz schwer machbar. Nach etwa 30 Minuten hatten wir den Stadtverkehr gemeistert und die Straßen waren freier, der Verkehr weniger. Wir fuhren nach Norden. Nach etwa 1,5h erreichten wir die 65 km entfernt liegende Festung Ananuri.
Die Festung Ananuri ist zugleich Burg und georgisch-orthodoxes Kloster und befindet sich auf einer Anhöhe über einem großen Stausee an der Georgischen Heerstraße. Die Georgische Heerstraße ist eine mehr als 200 Kilometer lange Fernstraße durch den Großen Kaukasus. Hier zogen schon vor tausenden von Jahren Händler und Soldaten von Wladikawkas nach Tbilisi und andersherum.
Unseren nächsten Stopp hatten wir in Gudauri geplant. Gudauri ist ein Skiort auf etwa 2200m Höhe, hier gibt es etwa 35 km Skipisten aller Schwierigkeitsstufen und 17 Lifte, mit denen man sie erreichen kann. Aber es lag ja noch gar kein Schnee. Wir waren nicht wegen des Skifahrens hier, sondern um den ältesten Cache von Georgien zu finden. „Georgia on my mind“ heißt er und liegt an seinem Platz seit dem 27. März 2006. Erst 220 Cacher haben ihn gefunden und jetzt wir auch.
Die Heerstraße führt fast ausnahmslos durch unwirtliches Gebiet und erreicht ihre höchste Höhe am Ivaripass oder Kreuzpass, der sich auf knapp 2.400 Metern über dem Meer befindet.
Steil war es, die Sicht war wegen aufliegender Wolken sehr eingeschränkt und ich war ganz froh, als es nun wieder bergab ging.
150 Kilometer nördlich von Tbilisi und nur noch 50 Kilometer vor der russischen Grenze entfernt erreichten wir Stepantzminda am Fuße des etwa 5.050 Meter hohen Kasbek im Großen Kaukasus. Oberhalb des Ortes, auf dem 2.170 m hohen Kwemi Mta, liegt die im 14. Jahrhundert erbaute Gergeti Dreifaltigkeitskirche.
Der Wallfahrtsort ist durch eine Straße und einen Pilgerweg mit Stepanzminda verbunden. Zu Sowjetzeiten gab es eine Seilbahn zwischen Ort und Kirche, jedoch Ende der 1980er Jahre wurde sie abgebaut, da sie von Gläubigen als Entweihung des Wallfahrtsortes empfunden wurde. Pilger bevorzugen den Aufstieg zu Fuß. Man kann aber auch mit dem Trabi fahren.
Wir machten uns wieder auf den Weg zurück nach Tbilisi. Inzwischen war es etwa 15 Uhr und wir würden es wohl nicht mehr im Hellen schaffen, unser Hotel zu erreichen. Schließlich hatten wir uns auch noch einen Stopp für den Rückweg aufgehoben.
Das Gudauri Panorama, auch bekannt als Russisch-Georgisches Freundschaftsdenkmal, ein markantes Bauwerk aus dem Jahr 1983. Die runde, aus Beton und Stein gefertigte Struktur ist mit beeindruckenden sowjetischen Mosaiken geschmückt, welche Helden, Märchen und Alltagsszenen darstellen. In der Mitte hält Mütterchen Russland ihre schützenden Arme um Georgien, in Form eines unschuldigen Knaben.
Erst im Dunklen stellte Frank den Motor vor unserem Hotel ab. Georgien ist ein zerrissenes Land. Hier stehen sich die Machtansprüche von EU und Russland, von China oder der NATO, vom Iran oder der Türkei auf kleinstem Raum gegenüber. Wir haben das sehr kleine Land bereist und hoffen, dass es sich weiter im Frieden entwickeln darf.
Tag 4. – 15. Oktober Um 7.30 Uhr sind wir aufgestanden. Für 5 Lari brachte uns ein Taxi zum Startpunkt für unseren Ausflug nach Oberswanetien, zum Bahnhof Kutaisi 2.
Wir dachten, dass mehrere Marschrutkas an diesem Tag nach Mestia aufbrechen würden, aber nein, es war nur diese eine. Es gilt, es wird gewartet, bis die Marschrutka voll ist, ansonsten wird um 10 Uhr gestartet. Wir warteten also zwei Stunden, um dann mit einer fast vollen Marschrutka zu starten.
In etwa 6 Stunden kamen wir auf einer inzwischen ganz gut ausgebauten Straße in der Hauptstadt von Swanetien an. In Mestia gibt es noch 42 Wehrtürme, die den hier lebenden Familien gehören.
Der Großteil der Türme wurde während des Goldenen Zeitalters Georgiens zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert errichtet. Die 30 Meter hohen Türme waren nach einem Lawinenabgang die einzigen Gebäude, die noch aus dem Schnee herausragten. Bei Kriegen wurden sie zur Verteidigung genutzt, indem man von oben Steine auf die Angreifer warf.
Gleich nach unserer Ankunft kauften wir für 50 Lari pro Person ein Ticket für eine Marschrutka für den nächsten Tag. Das 2.100 m hoch gelegene Uschguli war unser Ziel. Uschguli ist die bekannteste Dorfgemeinschaft unter den Bergdörfern von Oberswanetien und besteht aus vier Ortsteilen am oberen Ende der Enguri-Schlucht.
Uschguli ist eine der vier UNESCO-Welterbestätten Georgiens und eine der höchstgelegenen dauerhaften Siedlungen Europas. Da die Straße von Mestia nach Uschguli inzwischen gut ausgebaut ist, dauerte unsere Fahrt durch die spektakuläre Landschaft nur eine Stunde.
Vier Stunden Zeit hatten wir, um ausgiebig durch den Ort zu spazieren. Die Menge an Touristen war überschaubar und so schafften wir es, zwischen den frei laufenden Hunden und Kühen hindurch 3 der 4 uralten Ortsteile zu besuchen. Die Zeit scheint, nein, ist hier stehen geblieben.
Die Lamari Kirche thront über Uschguli unter den Ausläufern des 5,201 Meter hohen Shkhara. Sie ist sogar Bischofssitz der Georgisch Orthodoxen Kirche in Oberswanetien.
In manche der Wehrtürme kann man hineinklettern, was Frank dann auch getan hat.
Mit mehr Zeit ist eine mehrtägige Wanderung der spektakulärste Weg von Mestia nach Uschguli. Eine Freundin von uns ist diesen atemberaubenden Teil des Transcaucasian Trail vor ein paar Wochen gegangen. Wir ließen uns bequem wieder durch die Marschrutka zurückbringen.
Fazit: Oberswanetien ist im Mittelalter festgefahren, aber der Kaukasus mit seinen 5.000-ern ist atemberaubend.
5. Tag – 16. Oktober Reisetag Es geht nach Tbilisi. Die Marschrutka kostet 50 Lari. Dieses Mal starten wir pünktlich um 8 Uhr. Die Fahrt dauert 9 Stunden. In Georgien braucht man auf den Straßen viel Zeit. Wir haben schon Pläne für Tbilisi und für Armenien.
Vor Jahren konnten wir bedenkenlos Flüge nach Syrien oder in die Ukraine buchen. Heute ist die Welt kleiner geworden. Wir haben uns entschieden, Länder zu bereisen, die wir noch nicht kennen und wo es keinen Krieg gibt. Georgien ist dieses Mal unser Ziel, ohne Fahrrad.
Tag 1 – 12. Oktober Um 4.30 Uhr klingelte der Wecker. Kaffee kochen, Brötchen sind schon geschmiert. Um 5 Uhr ging es los nach Berlin. Da die Parkplätze am BER reichlich teuer sind, fuhren wir nach Saarmund auf den P+R-Parkplatz. Die restlichen Kilometer legten wir mit der Bahn zurück.
Die Abfertigung am BER lief völlig entspannt, der Flieger war um 8.55 Uhr pünktlich und brachte uns nach Kutaisi. Kutaisi ist die drittgrößte Stadt Georgiens. Wegen der zweistündigen Zeitverschiebung verließen wir den Flughafen kurz vor 16 Uhr. 400 GEL, Georgische Lari hatten wir nach dem Treffen mit einem Geldautomaten in der Tasche.
Für 20 Euro nahmen wir ein Taxi und ließen uns bis zur Touristinformation ins Stadtzentrum bringen. Wir liefen einmal quer durch Kutaisi, vorbei am Kolchisbrunnen …
… und direkt in unser Hotel, das Hotel Veneto. Sophia zeigte uns das Zimmer und machte uns eine Tasse Kaffee. Das tat gut. 10 Minuten später wussten wir, wo wir hier typisch georgisch zu Abend essen können, wo der Busbahnhof ist und dass bei Sophia zu Hause selbst Cognac hergestellt wird, den wir natürlich direkt probieren sollten.
Dann ging es wieder los in Richtung Restaurant Magnolia an der Roten Brücke. Die Rote Brücke war die erste eiserne Brücke im Transkaukasien und wurde im selben Werk wie der Eiffelturm hergestellt. Bier aus Tbilisi, selbstgemachte Limonade und zwei Sorten Khatchapuri standen auf dem Speiseplan. Lecker.
Auf dem Rückweg zum Hotel begann es zu regnen, wir unterhielten uns noch kurz mit ein paar polnischen Gästen und schliefen dann zufrieden ein.
2.Tag – 13.Oktober Wir dachten, Frühstück um 9 Uhr ist ziemlich spät, aber dann haben wir doch ganz schön lange geschlafen. Frisch geduscht erwartete uns ein gutes Frühstück mit Weißbrot, Kuchen, imeretischem Käse und Lobiani, einem traditionellen georgischen Gericht aus mit Bohnen gefülltem Brot. Draußen regnet es tüchtig….. Was macht man nun an einem kompletten Regentag? Regenoutfit an und hinein ins Getümmel.
Erstmal wollten wir in die Markthatte, den Green Bazaar. Direkt vor dem Eingang sahen wir das Terrakottarelief „Kolkheti“ , das auf 217 m² Szenen aus der kolchischen Mythologie, das Goldene Vlies, Medea und die Argonauten und weitere zeigt.
Nun aber hinein in den Markt. Es riecht nach Gewürzen, Kaffee und frischem Gemüse. Das frische Fleisch sieht auch sehr appetitlich aus, aber wir schauen auf etwas anderes.
Tschurtschchela ist ein georgisches Konfekt, das als Dessert gegessen wird. Es handelt sich um Walnüsse oder Haselnüsse, die in der klassischen Form mit einer Traubensaft-Kuvertüre überzogen sind. Die Nüsse wurden dazu vorher fein säuberlich auf einen Faden aufgereiht.
Davon kaufen wir drei, einmal Karamell und zweimal Granatapfel. Insgesamt macht das 6 Lari, also etwa 2 Euro. Lecker.
So mit Snacks versorgt fahren wir eine Station mit dem Bus bis hoch zur Bagrati-Kathedrale.
Leider regnet es immer noch. Beim Spaziergang in die Stadt, sahen wir zufällig die Marschrutka Nummer 30, von der wir wussten, dass sie nach Tskaltubo fährt, wo sich die alten Sanatorien aus der Sowjetzeit befinden. Zwanzig von ihnen kann man als lost places besichtigen.
Also 2 Lari pro Person gezückt und los. Da es hier Thermalquellen mit leicht radioaktivem Wasser gibt, wurde hier das größte Sanatorium für Rheumaerkrankungen der Sowjetunion erbaut.
Viele Hunde sind unsere ständigen Begleiter. Alle sind gechipt, sehr zutraulich, warten auf kleine Snacks und reagieren sehr auf schnelle Bewegungen. Sie haben bestimmt schon viele Steinwürfe und Fußtritte erlebt.
Nun verfällt alles. Die Anlage wird stückweise verkauft und hoffentlich wieder so schön saniert wie dieses Badhaus, das Badehaus Nr.6.
Der Weg zurück nach Kutaisi ist einfach. Hand raushalten, wenn die nächste Marschrutka kommt, einsteigen, 2 Lari bezahlen und schon ist man am Busbahnhof. Hier fährt morgen unsere Marschrutka nach Mestia. Für 40 Lari pro Person kaufen wir schonmal Tickets nach Oberswanetien zu den mitteralterlichen Wehrtürmen.
Der Weltpostkartentag wurde 2019 ins Leben gerufen, um zum Schreiben von Postkarten zu animieren.
In einem Buchladen in Erfurt sahen wir dieses Schild.
Früher (vor gerade mal 25 Jahren – ups), haben wir auf unserer Fahrradtour durch Schleswig-Holstein und Dänemark neun Übernachtungen in Jugendherbergen jeweils nacheinander mit Postkarten verabredet.
Wir haben ein halbes Jahr im voraus an Weihnachten im Jahr 2000 die erste Jugendherberge mit der Bitte um eine Übernachtung vom 30. Juni bis zum 1. Juli 2001 angeschrieben.
Nachdem wir die positive Bestätigung erhalten haben, schrieben wir die nächste Jugendherberge an. So waren wir mehrere Wochen mit der Planung beschäftigt. Beispiel gefällig?
Heute gibt es Buchungsportale und ein derartiger Papierprozess ist schier undenkbar.
Auch der einfache Urlaubsgruß per Postkarte wird in Zeiten der e-Mail und des Instant Messaging immer seltener.
Auf unseren großen Touren gönnen wir uns und unseren Freunden „old fashioned“ einen Gruß mit echten handgeschriebenen Postkarten.
So eine Postkarte kann man dann vielleicht Wochen später bei Freunden noch am Spiegel stecken oder auf dem Schrank stehen sehen. Das ist schön.
Rettet eure Handschrift und schreibt an eure Liebsten Postkarten, gerne auch am 1. Oktober, am Weltpostkartentag.