Sonnenaufgang auf dem Brocken!

Samstag 3:45 Uhr, der Wecker klingelt. 4:10 Uhr, wir sitzen im Auto und fahren gen Harz. 5:35 Uhr, Einfahrt in das Parkhaus in Schierke. Nach und nach kommen die anderen. 6:00 Uhr, die Stirnlampen sind eingeschaltet und die Wanderung beginnt. 7:50 Uhr, wir sind oben auf dem Brocken und das Wetter sieht so gut aus.

Bald geht die Sonne auf.

Wir haben den perfekten Tag erwischt.

Bitte bleibt neugierig :-).

Wer hat Lust? Sonnenaufgang auf dem Brocken!

Heinrich Heine bezeichnete ihn als den „deutschesten aller Berge“. Goethe ließ im Faust Hexen auf den „Blocksberg“ fliegen. Die Rede ist von unserem Brocken. Nun gibt es von Geocachern die Idee, gemeinsam den Sonnenaufgang auf dem Brocken zu erleben.

Rechnet man mit ca. 2 Stunden Zeit für den Aufstieg, müsste man im Sommer sehr, sehr früh aufstehen. Im Winter ist das deutlich später. Kurz vor Weihnachten haben wir die längsten Nächte. Ein Samstag sollte es auch sein. Also ist dieses Jahr der 17. Dezember 2016 der ideale Zeitpunkt für so ein Event, denn die Sonne geht erst gegen 8:18 Uhr auf.

Hier findet ihr den Eventaufruf: Sonnenaufgang auf dem Brocken: 4. Brockenfrühstück Sonnenaufgang auf dem Brocken.

Wir werden nächsten Sonnabend kurz nach 4 Uhr mit dem Auto aufbrechen und uns gegen 6 Uhr von Schierke aus zu Fuß zum Gipfel des Brockens aufmachen. Den atemberaubenden Sonnenaufgang erwarten wir dann mit vielen Freunden oben gegen 8:18 Uhr.

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Im letzten Jahr waren wir auch schon dabei. Allerdings hatten wir nahezu keine Sicht. Bericht hier klicken

Mal sehen, wie die Sicht vom höchsten norddeutschen Berg dieses Jahr ist.

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Wer mag und nicht zu weit weg wohnt, ist eingeladen uns zu begleiten. Wir werden hunderte Frühaufsteher jenseits der Komfortzohne sein. Vielleicht gelingen mir ein paar schöne Fotos, die gibt es hier dann natürlich zu sehen.

Bitte bleibt neugierig :-).

Farbbild im Herbst!

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am Brocken – Bäume im Nebel

 

Teneriffa – Tunnel und Barrancos

Liebe Traumradelfreunde, mein Blog verweilt noch etwas im alten Jahr. Nachdem es im letzten Beitrag um den Aufstieg zum Teide ging, geht es heute um Tunnel und Schluchten. Die Schluchten heißen auf Teneriffa Barrancos.

Im Nordwesten Teneriffas fanden wir das Teno-Gebirge. Dieses Gebirge erhebt sich auf bis zu 1.345 Meter und ist von einer großen Zahl tiefer Barrancos durchzogen. Diese Barrancos fallen zur Küste hin sehr steil ab. Da kommen gerne mal 500 Höhenmeter zusammen. Der bekannteste ist wohl die Mascaschlucht, die wir auch besuchten.

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Heute sind die Ortschaften im Tenogebirge durch Landstraßen gut erschlossen. Ich vermute, dass das vor 100 Jahren noch nicht der Fall war. Wollte man damals etwas in den Nachbarort transportieren, konnte es gut sein, dass man es 500 Höhenmeter durch unwegsames Gelände hochschleppen musste, um es dann mühsam wieder ins Tal hinunterzubugsieren. Da kann man doch wirklich auf die Idee kommen, einen Tunnel durch die Bergmassive zu bauen.

Wir haben solche Tunnel gesucht. Wir haben den Eingang (GPS-Koordinaten: N 28° 15.789′ W 016° 49.665′) gefunden …

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… und wir haben den Tunnel durchwandert. Es war dunkel, stockdunkel, einfach finster. Kein Licht, gar kein Licht!

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Dieser Tunnel war ca. 1,2 Kilometer lang. Als Belohnung kamen wir am anderen Ende (GPS-Koordinaten: N 28° 16.531′ W 016° 49.791′) in eine menschenleere Schlucht, den Barranco Mancha.

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Zur Belohnung lag dort auch noch ein einsamer Cache.

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Auf dem Rückweg lag die Versorgungsleitung natürlich auf der anderen Seite.

In der Mascaschlucht gibt es einen weiteren Tunnel in den Barranco Seco. Diesen durchwanderten wir am nächsten Tag. Hier war die Herausforderung etwas größer, da in diesem Tunnel beinahe komplett ca. 20 Zentimeter Wasser standen und er außerdem auch noch länger war. Norman und ich hatten die Badelatschen dabei und wanderten also in der Finsternis.

Nein, Gollum trafen wir nicht, aber wir sahen viele Badelatschen, deren Dasein in diesem Tunnel endete. Verrückt.

Nach dem Tunnel wanderten wir die Mascaschlucht abwärts. Da mein Knie nicht stabil war, kehrte ich nach der Halbzeit um. Es ist übrigens nicht lustig, manche Touristen beim Wandern zu beobachten. Mit schlechter Kondition und genau so schlechten Schuhen, quälen sie sich von Felsen zu Felsen.

Ich hatte auf meinem Rückweg aufwärts viel Zeit und schloss Freundschaft mit einem hühnergroßen Vogel.

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Erst fremdelte er noch etwas. Ich näherte mich langsam und wir schlossen Freundschaft. Nach vielleicht 20 Minuten guckten wir, der Vogel und ich, uns in die Augen.

In Ornithologie bin ich schwach. Weiß jemand, welcher Art dieser Vogel angehört?

In Masca setzte ich mich dann in ein Cafe und genoss die Aussicht. Ganz am Ende der Schlucht kann man das Meer sehen, wo Norman und Uwe noch wandern.

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Nun will ich zum Ende des Beitrages kommen. Wo ist der Ausgang? Aha, da ist der Ausgang.

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Es ist doch immer wieder toll, wenn man Licht am Ende des Tunnels sieht. Danke an Uwe und Peutienaar für die Tunnelfotos.

Falls ihr Fragen oder Hinweise habt, immer her damit. Und im nächsten Beitrag geht es noch einmal um richtig coole „Lost Places“.

Bitte bleibt neugierig :-).

 

Sonnenaufgang auf dem Teide

Liebe Traumradelfreunde, nachdem es im letzten Beitrag um einen Lost-Staudamm ging, geht es heute auf den höchsten Berg Spaniens, den 3.718 Meter hohen Teide.

Am 7. Dezember kurz vor 10 Uhr parkten wir unseren kleinen Mietwagen auf 2.360 Metern Höhe. Vom Parkplatz hatten wir einen Blick auf die Montaña Blanca. Huh, es ist kalt, so um die 6 Grad. Nun packten wir die Rucksäcke. Einen kompletten Tag, ca. 24 Stunden, sollte unsere Wanderung dauern. Wir nahmen viel Wasser mit.

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3 Rucksäcke und 6 Stöcke auf Wanderschaft

Anfangs ging es sehr flach durch helle Vulkanlandschaft. Daher kommt auch der Name Montaña Blanca.

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Norman und Uwe auf dem Weg zum Gipfel

Nach einiger Zeit lagen rechts und links schwarze Gesteinsklumpen.

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Huevos del Teide

Wir befanden uns nun auf ca. 2635 m über dem Meeresspiegel. Um uns herum lagen unterschiedlichen große Kugeln aus Lava, die sogenannten Eier des Teide (Huevos del Teide). Wie sind die Lava-Eier hier her gekommen? Dazu gibt es zwei Theorien.

Die eine Theorie besagt, dass es sich bei den Lava-Eiern um vulkanische Bomben handelt. Diese Bomben wurden bei einem Vulkanausbruch ballistisch herausgeschleudert.

Die zweite Theorie ist komplizierter. Beim Ausbruch des Pico del Teide wälzten sich Lavaströme den Hang hinab. Während diese Lava allmählich den Krater hinunter floss, lösten sich Teile dieser noch weichen Lava. Diese Teile rollten den sehr steilen Hang hinunter. Durch ihre warme und klebrige Oberfläche nahmen sie immer mehr vulkanisches Gestein auf und wuchsen auf mehrere Meter Größe heran. Man kann sich das, wie beim Bau eines Schneemanns vorstellen. Die Schneekugel wird beim Rollen immer größer. Nach einer Weile kamen die Lava-Eier an einer flacheren Stelle zum Liegen. Voilà, wir haben das Feld der Eier.

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Norman untersucht die „Eier des Teide“

Faszinierend!

Irgendwann erreichten wir den schwarzen und felsigen Krater und es wurde richtig steil. In engen Serpentinen ging es bis auf 3.260 Meter zum Refugio Altavista.

Was waren wir froh, als wir das Refugio sahen.

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Unser Reiseorganisator hatte die Übernachtung schon lange angemeldet. Ab 17 Uhr öffnet das Refugio zum Einchecken und ab 19 Uhr konnten wir in die Schlafsäle. Ca. 50 Wanderer können hier in Doppelstockbetten nächtigen.

Soll ich ehrlich sein? Die Nacht war schrecklich. Ich habe fast gar nicht geschlafen. Da ich erkältet war, habe ich auch die anderen durch Schnarchen und Herumwälzen im Schlaf gestört. Gegen 5 Uhr sind wir aufgestanden und 5:45 Uhr machten wir uns an den finalen Aufstieg.

Ich hatte verdrängt, wie anstrengend so ein Marsch in Dunkelheit und Kälte ist. Norman, unser Jüngster, der an diesem Tag auch noch einen runden Geburtstag feierte, eilte voran. Uwe, leuchtete mir mit einer wirklich guten Stirnlampe den Weg. In Lichttechnik muss ich zu Weihnachten unbedingt investieren. Gegen 7:00 Uhr erreichten wir die Bergstation der Seilbahn.  Ich war kurzatmig und ein Stock brach mir ab. Es begann zu dämmern und der Gipfel kam in Sicht. Ich bat Uwe, dass er nun auch sein Tempo gehen möge und machte mich an die letzten 160 Höhenmeter.

Am Ende stand das grandiose Erlebnis des Sonnenaufgangs.

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Sonnenaufgang (Foto: Uwe)

Wir erreichten alle drei den Gipfel …

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… auf 3718 Metern Höhe. Das etrex zeigt eine nur geringfügige Abweichung mit 3720 Höhenmetern.

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Ganz schön hoch! (Foto: Norman)

Uwe hat das Gefühl auf dem Gipfel so beschrieben:

„Sonnenaufgang auf 3720m Höhe – Unbeschreiblich. Alle Anstrengungen, die Kälte, der Wind, eine Nacht ohne eine Minute Schlaf, erste Symptome von Höhenkrankheit… in dem Moment war alles wie weggeblasen. Eins der 10 Dinge die jeder gemacht haben sollte im Leben, den Sonnenaufgang auf dem Teide erleben.“

Dem will ich nichts hinzufügen.

Nach diversen Fotos und Glückwünschen machten wir uns wieder an den Abstieg zur Bergstation der Seilbahn. Diese erreichten wir definitiv zu früh. Die Spanier waren zwar da, öffneten aber keine Tür. So standen wir ca. eine Stunde vor verschlossenem Tor und warteten. Um 9:10 ging es dann mit der ersten Gondel talwärts.

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Blick auf die Bergstation der Teideseilbahn

 

Ca. 1.200 Höhenmeter, die wir gestern mit Anstrengung gewonnen hatten, gondelten wir in nur 7 Minuten nach unten.

Von der Talstation wanderten wir dann noch knapp 3 Kilometer auf der Straße, ehe wir wieder an unserem Parkplatz ankamen. Es war eine echt tolle Tour. Zur Orientierung füge ich hier den GPX-Track ein.

Da wir noch viel mehr erlebt haben, geht es auch im nächsten Beitrag um Teneriffa und zwar um Tunnel und Schluchten.

Bitte bleibt neugierig :-).

 

 

 

19. Dezember ’15, 8:19 Uhr – keine Sonne auf dem Brocken

Schlafen wird generell überbewertet. Nach unserer Anreise trafen wir uns heute gegen 5:40 Uhr mit einer ganzen Menge Freunde auf einem Parkplatz in Schierke. Dann wanderten wir auf den Brockengipfel.

Es wirkt surreal, wenn durch den stockfinsteren Harzwald Lichtpunkte schweben. Dabei handelte es sich um unsere Stirnlampen, die uns den Weg durch den stockfinsteren Tann wiesen.

Zwei Stunden später saßen wir mit vielen Hundert Frühaufstehern im Touristensaal des Brockenhotels.

Um 8:19 Uhr ging die Sonne auf. Wo?

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verrückte Frühaufsteher feiern auf dem Brocken den Sonnenaufgang

Durch Nebel war nix oder vielmehr fast nix zu sehen.

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Brockenhotel bei Sonnenaufgang
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Brockenmuseum bei Sonnenaufgang

Auch wenn die Fernsicht heute noch Luft nach oben hatte, haben wir mit vielen anderen Verrückten viel Spaß gehabt. Manchmal muss man sich etwas aus seiner Komfortzohne heraus begeben. Dazu möchte ich immer wieder ermutigen.

Jede Wanderung beginnt mit einem ersten Schritt. Vielleicht macht ihr ja auch mal wieder eine Wanderung.

Bitte bleibt neugierig :-).

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Blick in den mystischen Brockenwald beim Abstieg

 

Sonnenaufgang auf dem Brocken?

Heinrich Heine bezeichnete ihn als den „deutschesten aller Berge“. Goethe ließ im Faust Hexen auf den „Blocksberg“ fliegen. Die Rede ist von unserem Brocken. Nun gibt es von Geocachern die Idee, gemeinsam den Sonnenaufgang auf dem Brocken zu erleben.

Rechnet man mit ca. 2 Stunden Zeit für den Aufstieg, müsste man im Sommer sehr, sehr früh aufstehen. Im Winter ist das deutlich später. Kurz vor Weihnachten haben wir die längsten Nächte. Ein Samstag sollte es auch sein. Also ist der 19. Dezember 2015 der ideale Zeitpunkt für so ein Event, denn die Sonne geht erst gegen 8:19 Uhr auf.

Hier findet ihr den Eventaufruf: Sonnenaufgang auf dem Brocken: 3. Brockenfrühstück

Wir werden nächsten Sonnabend kurz nach 4 Uhr mit dem Auto aufbrechen und uns gegen 6 Uhr von Schierke aus zu Fuß zum Gipfel des Brockens aufmachen. Den atemberaubenden Sonnenaufgang erwarten wir dann mit vielen Freunden oben gegen 8:19 Uhr.

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Im letzten Jahr waren wir auch schon dabei. Allerdings hatten wir nahezu keine Sicht.

Mal sehen, wie die Sicht vom höchsten norddeutschen Berg dieses Jahr ist.

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Wer mag und nicht zu weit weg wohnt, ist eingeladen uns zu begleiten. Wir werden hunderte Frühaufsteher jenseits der Komfortzohne sein. Vielleicht gelingen mir ein paar schöne Fotos, dann mache ich einen Beitrag über unseren Brockenaufstieg.

Bitte bleibt neugierig :-).