Schildersonntag #26 Wahlplakate

Am 6. Juni findet in Sachsen-Anhalt die Landtagswahl 2021 statt. Wahlplakate künden davon. Dieses Jahr sind Köpfe angesagt. Nur die Grünen fahren eine Zweitstimmenkampagne ohne Gesichter auf ihren Plakaten.

Wir finden die Plakate langweilig.

Bitte bleibt neugierig.

zu #25

Wahl des Europäischen Parlaments 2019 und Kommunalwahl

Im Stadtbild lächeln Menschen auf Großplakaten. Herr Weber von der CSU wirbt dafür, die CDU zu wählen. Unsere SPD-Justizministerin möchte gerne einen anderen Job.

Es muss Wahlkampf sein. Zur Erinnerung habe ich wieder ein paar Fotos gemacht.

Die Texte auf den Wahlplakaten zur Wahl des „Europäischen Parlaments“ sind beliebig und austauschbar (zumindest die von den Parteien der „Mitte“). Sind es die Parteien auch? Mir fällt eine Wahlentscheidung echt schwer, aber ich werde auf jeden Fall wählen gehen.

Bitte bleibt neugierig.

politischer Ausrutscher

Vor dem Schlafen schaue ich oft noch mal ins Internet. Gerichte urteilen: Fahrverbote müssen für „dreckige Dieselfahrzeuge“ ausgesprochen werden. Am 22. Oktober 2018 sagte unsere Kanzlerin dazu:

„Wir wollen hierzu das Bundesemissionschutzgesetz, also die entsprechenden Gesetze ändern, dass auf dieser Basis dann auch Fahrverbote unverhältnismäßig sein werden und deshalb in der Regel auch nicht ausgesprochen werden. … Wir glauben, dass in der Regel, Fahrverbote nicht verhältnismäßig sind, wenn es sich nur um Grenzwertüberschreitungen von geringerem Umfang … handelt“.

Ach so.

Kurz danach schlief ich ein und träumte, dass es künftig für Dopingsünder mit „geringen Grenzwertüberschreitungen“ keine Sperre mehr geben wird. Andere Fälle kamen mir in den Sinn. Der Parkschein ist abgelaufen, nur „geringfügig“. Wir zahlen eine Steuerschuld nicht zu 100% oder halt geringfügig später oder … .

Grenzen und Gerichtsurteile verlieren ihre Bedeutung. Sie werden „geringfügig“ missachtet. Ich wachte auf und dachte, das ist doch bestimmt nur ein politischer Ausrutscher. Zukünftig macht unsere Politik ihre Hausaufgaben und nimmt die Verursacher eines Problems in die Pflicht. Kann das wahr werden?

Bitte bleibt neugierig.

Bundestagswahl 2017 – War da was?

Obwohl unsere Zeit so spannend ist (Digitalisierung, Einwanderung, Finanzen, globale Konflikte), ist der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 sehr langweilig. Von den Plakaten schauen uns freundlich lächelnde Kandidaten an. Das war es dann auch schon. Konkrete Aussagen sind selten.

Typisch für diese Wahl ist dieses Wahlplakat.

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Die CDU trifft gar keine Aussagen zu ihren Zielen, vielmehr gibt sie auf ihrem Plakat lediglich eine einfache Wahlverfahrensinformation. Es ist so traurig.

Die Parteien kamen mit diesen Wahlplakaten im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 auf folgende Ergebnisse:

Partei 2013 2017
CDU 41,5 32,9
SPD 25,7 20,5
Linke 8,6 9,2
Grüne 8,4 8,9
FDP 4,8 10,2
AfD 4,7 12,5

Nach dem Motto „Herr Lindner sieht gut aus.“ hat die FDP mehr Stimmen erhalten. Alle Parteien wettern gegen die Afd, so stärkt man sie.

Bitte bleibt neugierig.

mehr Wahlplakate Bundestagswahl 2017

Ist unser System „Autobahn“ noch ok?

Innerhalb weniger Tage hatten wir in gemütlicher Runde jeweils ein gleiches trauriges Thema.

Am 5. September berichtete eine Nachbarin, dass gerade zwei freiwillige Feuerwehrleute auf der A2 zwischen Brandenburg und Netzen unter ihrem umstürzenden Feuerwehrfahrzeug getötet wurden. Ein LKW raste auf das Feuerwehrauto.

Unser „System Autobahn“ kostet Menschenleben. Es ist richtig und gut, dass heute weniger Menschen im Straßenverkehr sterben, als noch vor 10 Jahren. Die Autos sind inzwischen besser konstruiert. Man stirbt nicht mehr so leicht.

Trotzdem ist jeder einzelne Todesfall einer zu viel. Akzeptieren wir das? Ich glaube, ja. Eine Einflussgröße wäre ein generelles Tempolimit. Es muss ja nicht bei 130 km/h liegen, auch 160 oder 180 km/h wären eine Maßnahme.

Am 12. September saß ich mit Kollegen in Bielefeld zusammen. Einer von ihnen berichtete von einem Massenunfall bei Oelde, ebenfalls auf der A2. Es starben zwei Menschen.

Ist unser System „Autobahn“ noch ok? Darf man im Land der „Freien Fahrt für freie Bürger“ so eine Frage stellen?

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Bitte bleibt neugierig.

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