Jungfrauen in der Stadt #2

Seit unserem letzten Wappenpost fielen uns wieder einige Wappen in unserer Stadt auf.

Ein Wappen ist ein Zeichen auf einem Schild. Früher bedeutete das Wort „wâfen“ auch „Waffe, Rüstung“. Im 16 Jahrhundert kam es zur begriffliche Trennung von Waffe als Kampfgerät und Schild als Schutzwaffe. Auf dem Schild gab es dann auch das Wappen in der Bedeutung, die wir heute kennen.

Auch beim Stöbern in Blogs fielen mir Beiträge mit Wappen auf. Fotos von Gullydeckeln mit Wappen scheinen sehr beliebt zu sein. Da schaute ich mal nach unten und voila …

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… auf so einem schönen Wappen stehen und gehen wir. Im Juli letzten Jahres hat sich übrigens bereits ein Gullydeckel aus Melnik in diesen Blog geschlichen :-). Gibt es bei euch auch so schicke Gullydeckel?

Bitte bleibt neugierig.

Noch ein Bismarckturm und ein Brockenfrühstück im Advent

Am zweiten Advent drehten wir eine kleine Runde durch Halberstadt. Mensch, in Halberstadt gibt es ja noch einen von uns unbesuchten Bismarckturm. Bitte schön:

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Unsere Parteien versuchen eine Regierung zu bilden und sie erklären uns ihre Standpunkte. Zum Verständnis hilft vielleicht eine Weisheit von Herrn von Bismarck:

„Wenn man sagt, dass man einer Sache grundsätzlich zustimmt, so bedeutet es, dass man nicht die geringste Absicht hat, sie in der Praxis durchzuführen.“ (Otto von Bismarck)

Der Halbersädter Bismarckturm ist auf unserer Traumradeln-Karte hinzugefügt:

 

Am Samstag, den 16. Dezember geht es wieder mit mehreren Hundert Frühstaufstehern zum Frühstück auf den Brocken. Das heißt um 3:30 Uhr aufstehen und ab in den Harz nach Schierke. Dann lautet das Motto bei diesem Geocachingevent:

Walking in a Winter Wonderland

Sehen wir uns vielleicht sogar zum Sonnenaufgang um 8:19 Uhr oben auf unserem alten Blocksberg?

Ob wir mit dem Wetter wieder so ein Glück haben, wie bei unserem Brockenfrühstück 2016?

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Wir werden berichten. Bitte bleibt neugierig.

Jungfrauen in der Stadt

Das Wappen unserer Stadt ziert eine Jungfrau. Diese Jungfrau steht zwischen zwei spitzbedachten Türmen einer Burg über geöffnetem, goldenen Tor und hochgezogenem schwarzen Fallgatter.

Als ich neulich durch die Stadt radelte, sah ich plötzlich mehrfach unser Stadtwappen.

Gibt es Magdeburger unter euch? Vielleicht erkennt ihr die Orte oder wisst, wo es weitere Wappen gibt. Ich finde Wappen und deren Geschichten toll.

Bitte bleibt neugierig.

alle Bismarcktürme in Deutschland auf einen Blick

Wir mögen Bismarcktürme. Da freuen wir uns sehr, dass die Auszubildenden vom ©Bundesamt für Kartographie und Geodäsie zufällig im Oktober 2017 eine schöne Karte mit allen noch in Deutschland erhaltenen Bismacktürmen  gebastelt haben.

Bismarcktürme

Bei einem Doppelklick auf die Karte öffnet sich ein PDF, in dem ihr euch die Karte besser und größer anschauen könnt. Vielleicht entdeckt ihr ja auch einen Bismarckturm in eurer Nähe.

Folgende Bismarcktürme waren schon Thema in unseren Blogbeiträgen:

Bismarckturm Coswig,
Bismarcktürme Dresden-Räcknitz und Dresden-Plauen
Bismarckturm Berggießübel,
Bismarckturm Burg bei Magdeburg,
Bismarckturm Bonn-Gronau,
Bismarckturm Salzwedel,
Bismarckturm Sargenroth und Kirn,
Bismarckturm Mragowo/Sensburg,
Bismarckturm Osterode,
Bismarckturm Rathenow,
Bismarckturm Schnarsleben

Ups, wir sind erstaunt, dass es so viele Türme sind. Da kommen bestimmt noch welche dazu :-). Vielen Dank liebe Auszubildende für die schöne Karte.

Bitte bleibt neugierig.

9.11. – Mauerfall 28 Jahre später

Entlang der ehemaligen Grenze erinnern große Schilder an die Teilung Europas.

Wir erlebten diese spannende Zeit aus Sicht der DDR-Bürger. Die Grenzöffnung verlief friedlich! Es ist also möglich, Machtstrukturen friedlich zu verändern. Das ist großartig und kann gar nicht genug Wert geschätzt werden!

Wir freuen uns jedes mal, an so einem Schild vorbei zu radeln. Habt ihr diese Schilder auch schon mal gesehen?

Bitte bleibt neugierig.

Trainspotting beim Cross – Radeln im Harz

Eher selten verstauen wir unsere Räder im Auto. Am letzten Wochenende war es aber mal wieder so weit. Ich demontierte die Laufräder. Die Räder kamen ins Auto und es ging nach Blankenburg in den Harz. Die umgebenden Hügel waren unser Ziel.

Die Wege waren richtig herbstlich.

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Auf der Otto-Ebert-Brücke, einer Brücke über die Gleise der Rübelandbahn, standen ungefähr 10 Männer wie angewurzelt. Eine Frau war auch dabei. Sie lief aber nur hin und her. Die Männer standen hinter mächtigen Stativen mit noch mächtigeren Fotoapparaten. Das sind bestimmt Trainspotter dachte ich. Sie warten auf eine alte Dampflok.

Ich: „Was machen Sie denn hier?“
erster Trainspotter in der Reihe:“Wir warten.“
Ich: „Warten Sie auf einen Zug?“ (Ich war neugierig.)
erster Trainspotter in der Reihe: „Ja“
Ich: „Kommt ein Zug mit Dampflok?
erster Trainspotter in der Reihe: „Ja“
Ich: „Wissen Sie wann?“
erster Trainspotter in der Reihe: „Nein, wir stehen hier schon mehr als zwei Stunden.“

Wenn man schon mehr als zwei Stunden auf der (Achtung Wortspiel) zugigen Brücke steht, findet man vielleicht neugierig fragende Radler nicht so lustig.

Wir holten uns noch einen Stempel für die Harzer Wandernadel. Da hörte ich ein entferntes Dampflokpfeifen.

Schnell stellte ich mich in die Reihe der Trainspotter und holte meine kleine Sony-Kompaktkamera aus der Trikottasche. Beim Einschalten gab sie ein kurzes „Piep“ von sich. Sofort wurde ich unfreundlich gebeten, mich woanders hin zu stellen. Ich lächelte höflich und verhielt mich ganz ruhig. Da kam doch tatsächlich eine Dampflok heran geschnauft. Wie immer gibt es mit Klick ein größeres Bild.

Wir sahen einen dampfbespannter Güterzug auf der Steilstrecke der Rübelandbahn. Gezogen wurde er von der „Bergkönigin“, der Dampflok 95 027. Großartig.

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Die Dampflok ist fast 100 Jahre alt. Kaum war der Zug vorbei, packten die Trainspotter ihr Equipment ein, räumten die Brücke und liefen zügig zu ihren Autos.

Ich: „Geht es zur nächsten Station?“
Trainspotter: „Ja..“
Ich „Viel Glück dabei.“
Trainspotter: „Danke“.

Ich finde es klasse, wenn Menschen mit Begeisterung ihrem Hobby nachgehen. Für uns ging es „cross“ durch den Wald zurück nach Blankenburg. Was für ein schöner Tag?

Bitte bleibt neugierig.

Reformationstag oder Halloween?

Am 31. Oktober 2017 begehen wir mit einem bundesweiten Feiertag den 500-sten Jahrestag der Reformation. An diesem Tag anno 1517 schlug Martin Luther …

… seine Thesen gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche an das Tor der Schlosskirche zu Wittenberg.

Drei Fotos von Lutherdenkmälern fand ich auf meiner Festplatte. Ich hatte gedacht, dass die Denkmäler gleich sind (eine Form, von der die Städte Abgüsse erhalten hätten). Offensichtlich ist das nicht der Fall. In Magdeburg, Erfurt und Wittenberg sind die „Luther“ unterschiedlich. Immerhin halten alle „Luther“ ein Buch in Händen.

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Frau Traumradlerin vor der Thesentür der Schlosskirche zu Wittenberg

Wer hätte damals gedacht, dass diese Kritik an der Praxis der herrschenden Religion die Weltordnung so durcheinander wirbeln würde.

Schaut man sich heute um, so könnte man glauben, dass am 31. Oktober Halloween das entscheidende Ereignis ist.

Reformationstag oder Halloween?

Reformationstag, auch wenn wir nicht „evangelisch“ sind. Wie seht ihr das?

Bitte bleibt neugierig.