9.11. – Das Schweigen der Lämmer

Heute bin ich mal allegorisch. Wölfe haben die Macht. Dazu schweigen die Lämmer.

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Der Mauerfall vor 30 Jahren war etwas ganz anderes und deshalb so besonders. Die Lämmer haben nicht geschwiegen und die Wölfe haben nicht getötet. Die Grenztore gingen auf.

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Puh, was für ein extrem seltener historischer Moment. Und was tun die Wölfe heute? Was machen die Lämmer?

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Bitte bleibt neugierig.

First Nations

In Calgary fielen uns zwei Denkmale auf. Beide erinnern an die First Nations, wir würden Indianer sagen. Zwischen den Wolkenkratzern werden die ehemals in Massen wildlebenden Büffel dargestellt.

Man schätzt, dass vor Ankunft der europäischen Siedler ca. 30 Millionen Bisons in Nordamerika lebten. Der Bestand ging bis zum Ende des 19. Jahrhunderts durch extreme Bejagung auf nur noch ca. 1.000 Tiere zurück.

Nicht weit davon steht vor einem Wolkenkratzer Sitting Eagle, Häuptling der Nakoda.

In Downtown einer modernen Millionenstadt ist für uns klar, die Indianer hatten gegen die Einwanderer nie eine Chance.

Calgary liegt am Bow River. Die Skyline ist beeindruckend.

Wir folgen dem Bow Riwer Pathway und radeln auf perfekter Infrastruktur nach Westen.

Ob wir bald die Rocky Mountains sehen?

Bitte bleibt neugierig.

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9.11. – Mauerfall 29 Jahre später

Mauerfall. Friedliche Revolution. Ein Meilenstein unserer Geschichte. Wir sind dankbar, dass ein so bedeutender Wandel ohne Einsatz von Militär stattfand.

An der konsequenten Grenzsicherung war der Ernst der politischen Lage ablesbar. Hin und wieder sehen wir Reste. Natürlich machen wir Fotos.

Es gab an der innerdeutschen Grenze Beobachtungstürme. In der DDR waren die Kurzbezeichnungen ganz oft von den Anfangsbuchstaben der Objekte abgeleitet. Für Beobachtungsturm wurde also BT verwendet. War der Turm dann noch 11 Meter hoch, so hieß er BT11. Foto? Gerne.

Im Inneren waren mehrere versetzte Plattformen eingezogen, die die Grenzsoldaten per Leiter erreichten.

Vor zwei Wochen stießen wir, versteckt hinter vielen Brombeerdornen, auf einen alten BT9.

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Neben den einfachen Beobachtungstürmen gab es die Führungsstellen. Sie hatten eine Grundfläche von ca. 4×4 Metern.

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Von den ca. 10 Meter hohen Führungsstellen wurden die Posten und die elektronischen Sicherungsanlagen eines Grenzabschnittes beaufsichtigt. Grenztürme, die mitten in Deutschland standen, sind nur noch „lost places“. Gut so!

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Es „Luthert“ immer mehr

Am 31. Oktober 1517 brachte Martin Luther mit seinem Thesenanschlag am Tor der Schlosskirche zu Wittenberg die Reformation so richtig in Gang.

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Im Jahr 2017, dem 500. Jahr des Beginns der Reformation, war der 31. Oktober einmalig ein gesamtdeutscher gesetzlicher Feiertag. Davor gab es diesen Feiertag nur in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Offensichtlich gefiel den norddeutschen Ländern die Idee vom „Luthertag“ so gut, dass der Reformationstag nun auch in Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg und Niedersachsen ein Feiertag ist.

Dass Luther eine Bedeutung hat, können wir auf unseren Radtouren in vielen Orten erkennen. Beispiele? Gerne.

Bestimmt gibt es noch viel mehr „Martins“, die unterschiedlich ein Buch halten. Da halten wir die Augen offen. Egal ob Feiertag oder nicht, habt einen schönen Tag.

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Geschichte erradeln – „Ich wollte, es würde Nacht oder die Preußen kämen.“

Tag drei unserer Herbstradtour.

Der Herzog von Wellington, Oberbefehlshaber der Alliierten hatte sein Hauptquartier in Waterloo bezogen. Am 18. Juni 1815 würde er mit 68.000 britischen, niederländischen und deutschen Soldaten auf Napoléon mit 77.500 französischen Soldaten treffen.

Das Zitat „Ich wollte, es würde Nacht oder die Preußen kämen.“ wird Wellington zugeschrieben. Die Preußen unter Generalfeldmarschall von Blücher waren Verbündete und stießen mit weiteren 48.000 Mann am Nachmittag zur Schlacht gegen Napoléon hinzu.

Die Franzosen verloren die Schlacht und Napoléon erlebte südlich von Brüssel sein …

Bis heute steht die Formulierung „sein Waterloo erleben“ für eine totale Niederlage.

König Wilhelm I. von Oranien ließ 1820 am Ort der Schlacht ein Denkmal errichten. In vier Jahren wurde der 40 Meter hohe Löwenhügel von Waterloo aufgeschüttet.

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Erbeutete französischen Kanonen und Waffen vom Schlachtfeld bei Waterloo wurden eingeschmolzen. Aus ihnen wurde der Löwe auf dem Hügel gegossen.

Nachdem wir uns umgeschaut und einen Regenguss abgewartet hatten, machten wir uns auf den Weg nach Brüssel.

Gab es da nicht ein Lied von ABBA …

My my
At Waterloo Napoleon did surrender
Oh yeah

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Höhe über dem Meeresspiegel

Wir haben schon viel über die „Zeit“ geschrieben. Aber was ist mit der „Höhe“?

Berge haben eine Höhe. Diese Höhe geben wir mit „Meter über dem Meeresspiegel“ oder „Normalhöhennull NHN“ an.

Welcher Meeresspiegel, welcher Pegel ist gemeint? Dieser hier.

Unsere Höhenangaben beziehen sich auf den Pegel in Amsterdam. Der Nullpunkt ist auf Höhe des Bronzeknopfes. Wir denken jetzt an Amsterdam, wenn wir lesen, der Berg XYZ hat eine Höhe von … .

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Jungfrauen in der Stadt #2

Seit unserem letzten Wappenpost fielen uns wieder einige Wappen in unserer Stadt auf.

Ein Wappen ist ein Zeichen auf einem Schild. Früher bedeutete das Wort „wâfen“ auch „Waffe, Rüstung“. Im 16 Jahrhundert kam es zur begriffliche Trennung von Waffe als Kampfgerät und Schild als Schutzwaffe. Auf dem Schild gab es dann auch das Wappen in der Bedeutung, die wir heute kennen.

Auch beim Stöbern in Blogs fielen mir Beiträge mit Wappen auf. Fotos von Gullydeckeln mit Wappen scheinen sehr beliebt zu sein. Da schaute ich mal nach unten und voila …

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… auf so einem schönen Wappen stehen und gehen wir. Im Juli letzten Jahres hat sich übrigens bereits ein Gullydeckel aus Melnik in diesen Blog geschlichen :-). Gibt es bei euch auch so schicke Gullydeckel?

Bitte bleibt neugierig.