Calgary Stampede

Die Calgary Stampede ist eine Landwirtschaftsausstellung. Die Stampede gilt als die größte Rodeoshow der Welt. Sie wird auch als „The Greatest Outdoor Show on Earth“ bezeichnet.

So hieß uns dann Calgary auch willkommen. Na, das kann ja toll werden. Dann schob Frau Traumradlerin unsere Räder zum Bus nach Calgary Downtown.

Eigentlich hätten wir die Räder gleich zusammen gebaut, doch es regnete heftig und 10 kanadische Dollar für den Bustransfer zum Hotel waren auch ok. Im Hotel konnte ich dann die Räder für unsere Kanada-Traumradeltour ganz entspannt zusammen bauen.

Übrigens, so passen die Räder in die Kartons. Die Kartons überlassen uns die Fahrradhändler der Heimatstadt gerne.

Etwas „gejetlagt“ ging es am nächsten Morgen zur Parade der Stampede.

Zwei Stunden lang zogen Musikkapellen, hunderte Pferde mit und ohne Cowboys, indianische Tänzer, Royal Canadian Mounties, Clowns und toll geschmückte Fahrzeuge und Kutschen an uns vorbei.

Dann setzten wir uns auf die Räder und suchten den Bow River. Noch nie vorher im Leben waren wir so weit im Westen. Mal schauen, wohin uns unsere Räder tragen?

Bitte bleibt neugierig.

vor zum Beitrag über die Firs Nations

Katalonien – Libertat presos politics

Sonntag 0:00 Uhr, Flughafen El Prat, Barcelona: Wir fünf stehen vor dem Ticketautomaten der Metro. Wir kaufen ein 48- Stunden Ticket. 15,20 Euro je Person, da ist der Flughafen Transfer schon mit drin. Wir finden das günstig.

Auf unserer Metrofahrt in die Innenstadt spüren wir das Leben dieser Stadt. Vier junge Mädchen singen uns ihre Hits. Die wirkliche Überraschung steht uns noch bevor. Den Schlüssel für unser Appartment holen wir in einem Hotel direkt an der „La Rambla“. Zwei Uhr in der Nacht, was ist hier los? Eine riesige Menschenmenge feiert.

Barça ist vor ein paar Stunden spanischer Meister geworden.

Glückwunsch Barça.

Nach einem Frühstück in einem Seitenstraßencafe schauen wir uns die Stadt an. Die gelben Schleifen an den Jacken der Menschen und an den Balkonen sind nicht zu übersehen.

„Libertat presos politics“ – „Freiheit für politisch Gefangene“ Liebe spanische Regierung in Madrid, die Sache mit dem Separatismus geht so nicht vorbei.

„Drainspotting“- Űber Gullydeckel sind wir natürlich auch gelaufen.

Bitte bleibt neugierig.

Superlative, heute: Cabo da Roca

Es ist Freitag, unser zweiter Tag in Portugal. Geografische Superlative sind klasse. Uli, unser Organisator, findet das auch. So fügt es sich, dass wir auf dem Cabo da Roca stehen.

Cabo da Roca ist der westlichste Punkt Festlandeuropas. Grandiose Landschaft umgibt uns auf dem 140 Meter über dem Meer liegenden Felsen.

… und schon regt sich unsere Sammelleidenschaft. Vor knapp fünf Jahren radelten wir zum Nordkap, dem beinahe nördlichsten Punkt Festlandeuropas.

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Da fehlen also noch der östlichste und südlichste Punkt. Der südlichste Punkt liegt in Griechenland, da kann ein Besuch klappen. Der östlichste Punkt Festlandeuropas liegt am nördlichen Ende des Ural am Nordpolarmeer. Ein Besuch ist dort kurzfristig eher unwahrscheinlich. Kasan wird vorerst unser östlichster Europaaufenthaltsort bleiben. Diese Stadt Ist auch empfehlenswert.

Am Ende eines wunderschönen Tages zeigte uns Uli noch eine Bucht. Was für ein grandioser Sonnenuntergang.

Ihr wisst schon, „Insgesamt sitzt man zu wenig am Meer“.

Bis Montag sind wir noch auf der iberischen Halbinsel. Bitte bleibt neugierig.

Tick, tack – der Zimmertoren in Lier

Lier ist eine von vielen sehenswerten Städten im Nordosten von Belgien. Ganz besonders gefallen hat uns die Uhr von Louis Zimmer am Zimmerturm.

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Albert Einstein beglückwünschte den genialen Uhrmeister zu seiner „Jahrhundertuhr“. Um die zentrale Uhr sind zwölf weitere Uhren angeordnet. Die zwölf Uhren zeigen …

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Wir kennen uns mit der Zeit aus. Nein. Mit drei Uhren konnten wir schon mal gar nichts anfangen. Nehmen wir mal den Meton-Zyklus. 19 Sonnenjahre entsprechen ziemlich genau 235 Mondperioden. Erst nach 19 Jahren beginnen sich alle möglichen Sonne-Mond-Konstellationen zu wiederholen. Diese Uhr zeigt, an welcher Stelle wir uns in diesem Zyklus befinden. Die Uhren auf zwei und vier Uhr bedeuteten für uns ebenfalls Neues.

Wir sind übrigens der Meinung, dass die Sonntagsbuchstabenuhr falsch geht. Der erste Sonntag 2018 fiel auf den 7. Januar. Die Uhr zeigt aber auf den Buchstaben „A“, der, nach dem was wir gelesen haben, für den 1. Januar steht. Vermutlich fehlt uns aber auch nur das Wissen über die Zeit.

An der Seite des Turmes befindet sich ein Glockenspiel, welches die vier Phasen unseres Lebens symbolisiert.

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Mittags schlagen erst das Kind, dann der Student, der Metallarbeiter und schließlich der alte Mann die Glocken. So ist der Lauf des Lebens. Der Turm ist jede Beachtung wert.

Bitte bleibt neugierig.

eine Etappe vorwärts, auf in die Niederlande
eine Etappe zurück nach Waterloo

Geschichte erradeln – „Ich wollte, es würde Nacht oder die Preußen kämen.“

Tag drei unserer Herbstradtour.

Der Herzog von Wellington, Oberbefehlshaber der Alliierten hatte sein Hauptquartier in Waterloo bezogen. Am 18. Juni 1815 würde er mit 68.000 britischen, niederländischen und deutschen Soldaten auf Napoléon mit 77.500 französischen Soldaten treffen.

Das Zitat „Ich wollte, es würde Nacht oder die Preußen kämen.“ wird Wellington zugeschrieben. Die Preußen unter Generalfeldmarschall von Blücher waren Verbündete und stießen mit weiteren 48.000 Mann am Nachmittag zur Schlacht gegen Napoléon hinzu.

Die Franzosen verloren die Schlacht und Napoléon erlebte südlich von Brüssel sein …

Bis heute steht die Formulierung „sein Waterloo erleben“ für eine totale Niederlage.

König Wilhelm I. von Oranien ließ 1820 am Ort der Schlacht ein Denkmal errichten. In vier Jahren wurde der 40 Meter hohe Löwenhügel von Waterloo aufgeschüttet.

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Erbeutete französischen Kanonen und Waffen vom Schlachtfeld bei Waterloo wurden eingeschmolzen. Aus ihnen wurde der Löwe auf dem Hügel gegossen.

Nachdem wir uns umgeschaut und einen Regenguss abgewartet hatten, machten wir uns auf den Weg nach Brüssel.

Gab es da nicht ein Lied von ABBA …

My my
At Waterloo Napoleon did surrender
Oh yeah

Bitte bleibt neugierig.

nächste Etappe zur Zimmeruhr
eine Etappe zurück 

Mein erster öffentlicher Vortrag

Das Familienhaus in Magdeburg und der ADFC organisieren im Herbst/Winter eine Reihe von Reisevorträgen.

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Ein Freund sprach mich darauf an und so kam es, dass wir letzten Donnerstag ca. 50 Vortragsbesucher auf unsere Reise zum Nordkap mitnehmen durften.

Für uns war es eine echt tolle Sache, unsere Tour von vor zwei Jahren gedanklich noch einmal zu radeln :-). Vielleicht war das nicht der letzte Vortrag. Habt ihr schonmal solch einen Vortrag gehalten?

Bitte bleibt neugierig :-).