Schweinepest und Braunkohle

Es gibt Grenzen. Sie teilen unser Land. Zwischen Sachsen und Brandenburg radeln wir etliche Kilometer entlang von Zäunen und anderen Grenzschutzeinrichtungen.

Es geht um den Schutz vor der afrikanischen Schweinepest. Wir hatten das Thema gar nicht im Blick. Über viele Kilometer Zäune zu bauen, scheint aber nötig zu sein.

Weiter führt uns unser Weg nach Spremberg. Hier schauten wir uns den Bismarckturm an.

–> zu viel mehr Bismarcktürmen

Weiter ging es zum Braunkohletagebau Welzow-Süd. Am meisten hat uns seine gigantische Größe beeindruckt.

Das Kraftwerk Schwarze Pumpe braucht „Futter“.

Direkt neben dem Tagebau radeln wir durch jungen Wald. Schilder und Gedenksteine erinnern an die abgebaggerten Dörfer.

Wenn wir zu Hause den Herd einschalten und kochen, denken wir nicht an den dafür nötigen Aufwand. Wir müssen Wege finden, unsere Ressourcen mehr zu schonen. Beeindruckend ist so ein Tagebau aber auf jeden Fall.

Bitte bleibt neugierig.

Schildersonntag #26 Wahlplakate

Am 6. Juni findet in Sachsen-Anhalt die letzte Landtagswahl vor der Bundestagswahl 2021 statt. Wahlplakate künden davon. Dieses Jahr scheinen Köpfe angesagt zu sein. Nur die Grünen fahren eine reine Zweitstimmenkampagne ohne Gesichter auf ihren Plakaten.

Wir finden die Plakate recht langweilig.

Wohnt ihr in Sachsen-Anhalt, geht bitte wählen. Wir haben es schon getan.

Bitte bleibt neugierig.

zum östlichsten Punkt Deutschlands

Wir sind 2020 vom südlichsten Punkt Deutschlands zum nördlichsten Punkt Deutschlands geradelt. Und was ist mit dem westlichsten und östlichsten Punkt?

An einem der wenigen Topwetterfrühlingstage brachte uns die DB nach Görlitz. Görlitz ist eine schöne Stadt.

In Görlitz gibt es einen Bismarckturm. Als Sammler hätten wir ihn eigentlich besuchen müssen. Das haben wir verpasst. So müssen wir noch einmal wiederkommen.

Aber die sächsische Postmeilensäule von Görlitz haben wir nicht verpasst. Um sie vor die Linse zu bekommen übertreten wir die Grenze nach Polen. Der Zugang zum Platz ist leider versperrt, so war nur ein Foto durch einen Zaun auf dem Rad stehend möglich.

Görlitz

mehr über sächsische Postmeilensäulen

Schnell noch ein Eis und dann radeln wir auf dem traumhaften Neißeradweg gen Norden. Nach kaum 20 Kilometern erreichten wir zwischen den Ortsteilen Deschka und Zentendorf in der Neißeaue den östlichsten Zipfel Deutschlands.

Ganz alleine genießen wir die Natur und tragen uns in das Zipfelbuch ein.

„Du, in Spremberg gibt es auch einen Bismarckturm.“

„Ja, dann fahren wir nach Spremberg.“

Bitte bleibt neugierig.

Lust auf Stadtradeln?

Das Netzwerk Klima-Bündnis veranstaltet den Wettbewerb STADTRADELN. Dabei tritt man 21 Tage für mehr Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in die Pedale. Wie viel sich messbar ändert, können wir nicht abschätzen. Die Idee finden wir aber super. Ob und wann eure Gemeinde dabei ist, könnt ihr auf der Webseite STADTRADELN nachlesen.

2020 nahm unsere Heimatstadt Magdeburg zum ersten Mal teil. In diesem Jahr „stadt“radelt Mageburg vom 07. Juni bis 27. Juni. Wir sind als Team am Start. Wer mag und einen Bezug zu Magdeburg hat, kann gern in unserem Team „Traumradeln und Freunde“ mit Kilometer sammeln. Wir möchten für die Teilnahme am STADTRADELN, egal in welcher Kommune und egal in welchem Team, werben.

Bitte bleibt neugierig.

Erstmals Begrüßungsschilder im Landkreis Oder-Spree

Die Märkische Oderzeitung berichtete am 9. September 2020: Der Landkreis Oder-Spree stellt als identitätsstiftende Maßnahme Begrüßungsschilder auf. Die Schilder werden an der B1 bei Schöneiche, der B 246 bei Storkow, vor Müllrose und Brieskow-Finkenheerd, an der B 112 beim Amt Neuzelle, an der B168 in der Gemarkung Friedland und kurz vor Mittweide zu finden sein.

Unter dem Motto #landkreischallenge4ever rufen wir auf, uns ein Foto mit Fahrrad vor einem dieser neuen Begrüßungsschilder an …

deutschlandtour@traumradeln.de

… zu senden oder in einem Kommentar zu verlinken. Wir würden das soooooo toll finden … und im Beitragsbild müssten wir nicht das Bild eines anderen Landkreises zeigen.

Wir waren übrigens nicht untätig und haben in den letzten Wochen zwei Landkreise „discovert“, aber eben nicht den Landkreis Oder-Spree.

Bitte bleibt neugierig.

Klick für alle Landkreise und ihre Begrüßungsschilder

Schildersonntag #25 – Hühner

Diese Woche entdeckten wir das Gefahrenzeichen „Achtung Hühner“.

Wer sein Federvieh liebt, der schützt es. Gut, dass es so ist. In unserer kleinen Serie stießen wir schon auf die Gefahren durch Pferdegespanne, Schafe und Wildwechsel. Ob es noch mehr tierische „Gefahrenzeichen“ gibt?

Für diejenigen, die mehr über Hühner wissen möchten, wie wäre es mit diesem mehr als 100 Jahre alten Vierzeiler von Joachim Rngelnatz:

Ein Huhn, das fraß, man glaubt es kaum,
ein Blatt von einem Gummibaum,
dann ging es in den Hühnerstall,
und legte einen Gummiball.

Wir wünschen ein schönes Wochenende und bitte bleibt neugierig.

Und was war letzten Sonntag ausgeschildert?

Salzländer Kulturstempel #25 – Industriemuseum Schönebeck

In den Gebäuden des ehemaligen Schönebecker Gas- und Elektrizitätswerkes wurde 2013 das Schönebecker Industriemuseum eröffnet. Das Museum nutzt das besonders schöne 1908 im Jugendstil errichtete historische Maschinenhaus.

Elektrotechnik (Quecksilberdampfgleichrichter), Metallverarbeitung, Traktoren und Sprengstofftechnik sind die Schwerpunkte des iMUSEt (Industrie Museum Schönebeck und Erlebniswelt Technik).

Die Sprengstofftechnik spielte in Schönebeck eine große Rolle. 1829 eröffneten Sellier und Bellot eine Zündhütchenfabrik für das preußische Militär. Das daraus hervorgegangene Sprengstoffwerk ist heute ein „lost place“, aber das ist eine andere Geschichte.

Der Stempelkasten befindet sich im Museumsinneren und ist leider nur während der Öffnungszeiten zugänglich. In Coronazeiten können wir dazu gerade nichts schreiben. Davor war das Museum von April bis Oktober geöffnet.

Das große Tor war offen und ich ging um das Gebäude. Eine Tür gab Einlass und einige Vereinsmitglieder waren fleißig beim Filmen. Ein Film für Youtube sollte es werden. Freundlich zeigten sie mir den Stempelkasten. So hatte ich Glück. Vielen Dank dafür.

Bitte bleibt neugierig.

Zum Überblick über alle Salzländer Kulturstempel

Schildersonntag #24 – 1.Mai

Am 1. Mai 1886 streikten Arbeiter in den USA für den Achtstundentag. Dabei kam es zu Unruhen und Toten.

Drei Jahre später, auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationale, wurde der 1. Mai zum Gedenken an die Opfer als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen.

Auch heute sind Solidarität und Gemeinschaft wichtig. Falls ihr Fotos mit Schildern zu dem Thema habt, würden wir uns darüber freuen.

Bitte bleibt neugierig.

Und was war letzten Sonntag ausgeschildert?

Salzländer Kulturstempel #39 – Alte Ziegelei

Für Mitte April ist es sehr kalt. Im Salzlandkreis rütteln unsere Räder über die alte Kopfsteinpflasterstraße, die uns am Rand von Westeregeln zur „Alten Ziegelei“ bringt. Seit 1803 gibt es diese Ziegelei. Selbst vor dieser Zeit wurde hier schon Gips gebrannt.

Das Tor ist verschlossen und wir schauen über den Zaun.

2013 waren wir letztes Mal hier. Wir kamen wegen eines Geocaching-Events. Damals hatten wir sogar eine tolle Führung mit vielen Menschen. Das ist aktuell irgendwie nur schwer vorstellbar.

In langen Reihen stehen Regale zum Trocknen der Ziegel.

Für den Transport sind Ketten durch den Saal gespannt.

An den Ketten hängen Transportgondeln für je vier Ziegel. Wir mögen solche Technik.

Foto: Ralf Patela – Vielen Dank dem Team der Alten Ziegelei

Genug in Erinnerungen geschwelgt. Wo ist denn der „Salzländer Kulturstempel“?

Aha, an der Infotafel steht „Stempelkasten auf der Rückseite“. Dieser Stempelkasten hängt frei zugänglich vor dem Eingang an der Infotafel.

Wir setzen glücklich den Stempel ins Heft und machen uns auf den Weg zum nächsten Stempel nach Egeln.

Bitte bleibt neugierig.

mehr über Salzländer Kulturstempel

Schildersonntag #23 – deutsche Teilung

Entlang der ehemaligen Grenze erinnern große Schilder an die Teilung Europas. 

Wir freuen uns über jedes dieser Schilder und das Gefühl, einfach vorbeizugehen oder vorbeizurollen. Wann habt ihr das letzte Mal ein solches Schild gesehen? Erinnert ihr euch daran?

Bitte bleibt neugierig.

Und was war letzten Sonntag ausgeschildert?