Schildersonntag #22 – Kaisers Handy

Wenn wir durch unsere Umgebung radeln, finden wir Schilder, die auf die preußische optische Telegrafenlinie hinweisen.

Die Preußen waren sich ihrer westlichen Provinzen am Rhein nicht sicher. Sie dachten damals auch anders als unsere Regierung. Die Preußen wollten die schnellste und beste Infrastruktur besitzen.

So bauten sie durchschnittlich alle 11 Kilometer von Berlin bis Koblenz optische Telegrafenstationen.

Quelle: Wikipedia, Lencer unter cc-Lizenz

Die Stationen standen auf erhöhten Punkten. Das heißt, es musste Sichtkontakt zwischen den Stationen bestehen. Oben auf den Stationen gab es ein Holzgestell mit sechs „Winkarmen“.

Station 18, Neuwegersleben

Jede Stellung der Arme hatte eine Bedeutung. Diese Stellung wurde von Station zu Station optisch weitergegeben. So konnte der Kaiser in eineinhalb Stunden eine Nachricht von Berlin nach Köln übermitteln. Das war im Vergleich zu einer Depeche per Pferd eine unglaubliche Geschwindigkeit. Wir sehen das coolste Handy der damaligen Zeit. Wir finden das großartig.

Die meisten Stationen gibt es heute nicht mehr. Aber Schilder kann man noch häufig finden. Gibt es in eurer Nähe auch ein Schild oder sogar noch eine Station? Wir freuen uns immer über Fotos.

Bitte habt einen schönen Sonntag und bleibt neugierig.

Und was war letzten Schildersonntag ausgeschildert?

Hoywoy – Gerhard Gundermann

In Hoyerswerda wandelten wir auf Gundermanns Spuren. Wir können die schöne Melancholie in seinen Texten nachvollziehen:

man konnte hier klaus oder janek heissen
das war egal
warn alle nur teig fürs waffeleisen
das war egal
dick oder doof schnell oder arm
das war egal
hier war ja nur ne maschinistenfarm
das war egal hier in hoywoy

die wecker klingeln hier früh um vier
alle zugleich
am zahltag gabs immer radeberger bier
für alle gleich
und schlief der janek mit der frau vom klaus
alles gleich
das fiel nicht weiter auf hier sehn ja alle aus wie klaus
alle gleich hier in hoywoy

Natürlich besuchten wir Feuersteins Musikpalast.

nur eins war seltsam hier
gleich hinter dem ortseingangsschild
war es plötzlich ganze vier grad wärmer
und der wind so mild
ich riss mein helmvisier
hier immer weit auf weil ich nicht mehr so fror
du lachtest hinter mir
und die kinder krochen kichernd
unter der seitenwagenplane vor

nur eins war seltsam hier
gleich hinter dem ortseingangsschild
war es plötzlich ganze vier grad wärmer
und der wind so mild
ich riss mein helmvisier
hier immer weit auf weil ich nicht mehr so fror
du lachtest hinter mir
und die kinder krochen kichernd
unter der seitenwagenplane vor

das war hoywoy
das ist hoywoy
aber nur für uns

Warum „Feuerstein“? Alle lebten vom Braunkohletagebau und die Braunkohle war der Feuerstein.

Bitte bleibt neugierig.

Link zum Hoywoy-Video

Schildersonntag #21 – wichtiges Gedenken

Gedenksteine sind ja auch so etwas wie Schilder ;-). Über diesen Stein in Kyritz haben uns gefreut.

Bitte bleibt neugierig.

Und war sonst noch ausgeschildert?

Schneeglöckchenrunde 2021

Es gibt viele tolle Organisatoren und Vereine. Mit Engagement und Herzblut stellen sie für uns Veranstaltungen auf die Beine. Durch die Pandemie ist alles in Frage gestellt. Wir hatten 2019 bei der Schneeglöckchenrunde in Ortrand (Lausitz, Brandenburg) viel Spaß.

Die Schneeglöckchenrunde wird dieses Jahr auch wieder angeboten, virtuell. Wir haben uns für die kleine 40 Kilometerrunde angemeldet und hatten in unserer Heimatzone einen schönen Tag.

Als Belohnung gab es einen Funktionsschal und ein grünes Porzellan-Schneeglöckchen. Bimmelt echt schön.

Liebe Organisatoren, vielen Dank für euer Engagement.

Habt ihr auch schon mal an einem virtuellen Lauf oder Rennen teilgenommen und damit das Event unterstützt?

„Schatz, bis zum 31. März kann man für 2021 noch teilnehmen. So ein silbernes Schneeglöckchen für eine 70-Kilometerrunde wäre doch auch hübsch. Hast du Samstag schon was vor?“

Bitte bleibt neugierig.

Schildersonntag #20 – Flugbetrieb

Das Verkehrszeichen 101-10 zeigt Flugbetrieb an. Übernachtungen an der Ostsee sind verboten, aber nach Mallorca fliegen ist fein. Verrückte Zeit.

Bitte bleibt gesund und neugierig.

Was war letzten Sonntag ausgeschildert?

Harzer-Wandernadelwinter

In der dunklen Jahreszeit fahren wir weniger Fahrrad. Außerdem gab es die Pandemieeinschränkungen. Trotzdem hatten wir einen echt schönen Winter.

Wir sind zum Beispiel in die Nähe von Bad Lauterberg gefahren und haben an unserem Projekt „Harzer Wandernadel“ „gearbeitet“.

Zwei Wanderungen eröffneten uns tolle Ein- und Ausblicke.

Andreas, danke für die Routenplanung. Auf jeden Fall machten wir viele Eierlikörrasten.

Das Leben muss ja weiter gehen, oder wie seht ihr das?

Bitte bleibt neugierig.

zum Poppenbergturm?

Bei Interesse findet ihr hier etliche Wandertracks zu den Harzer-Wandernadel-Stempelstellen:

Schildersonntag #19 – über den Jordan

Letzte Woche hatten wir schon Spaß mit Flussschildern. Da geht noch was. Wie wäre es mit dem längsten Fluss in Europa?

Der „Reka Wolga“ ist an dieser Stelle schon mal einen Kilometer breit. In der Heimat gibt es natürlich kleinere und auch sehr hübsche Flüsse.

Wir sind auch schon mal über den Jordan gegangen.

Wobei wir auf der anderen Seite nicht wirklich gestorben sind und auch kein Himmelreich gefunden haben. Wir hatten uns den Jordan auch größer vorgestellt. Vielleicht liegt das daran, dass unser Jordan in Schleswig-Holstein und nicht im Nahen Osten lag.

Passend zur Jahreszeit haben wir noch ein Quellenschild.

Habt einen schönen Sonntag und bitte bleibt neugierig.

Was gab es eigentlich am ersten „Schildersonntag“?

Schildersonntag #18 – alles im Fluss

Wir sind an vielen tollen Flüssen entlang geradelt. Da ist natürlich die Elbe, die wir von der Quelle bis fast zur Mündung gesehen haben.

Schön war es an der Maas, Richtung Westen, aber auch an der Weichsel, Richtung Osten.

Und dann gibt es noch die vielen kleinen Flüsse. Wer kennt sie nicht, die wunderschöne Fuhne.

Habt ihr auch vielleicht ganz weit entfernte, sehr unbekannte oder lustige „Flussbilder“?

Bitte bleibt neugierig.

Was war denn letzten Sonntag ausgeschildert?

Schildersonntag #17 – Schutzeulen

Auf dem Beitragsfoto seht ihr die niedersächsische „Schutzeule“. Die gibt es erst seit 1996. Wir sahen diese Eule und dachten, kümmern wir uns mal um Eulen auf Schildern.

Eulen zeigen uns ein „Landschaftsschutzgebiet“ oder ein „Naturschutzgebiet“.

Worin unterscheiden sich diese Schutzgebiete?

Landschaftsschutzgebiete sind meist größer als Naturschutzgebiete. Landschaftsschutzgebiete sind mit geringeren Nutzungseinschränkungen verbunden. Landschaftsschutzgebiete können leichter ausgewiesen werden. Das Ziel der Ausweisung ist auch unterschiedlich. Das Naturschutzgebiet zielt auf den Schutz einer wenig vom Menschen veränderten Landschaft ab. Das Landschaftsschutzgebiet schützt vom Menschen kultivierte Natur.

Nun wissen wir Bescheid. Gibt es bei euch Schilder mit anders aussehenden Eulen? Wir freuen uns über ein Fotos.

Aber warum gibt es auch Adler auf Landschaftsschutzgebietsschildern? Darum kümmern wir uns, wenn uns so ein Adlerschild vor die Linse kommt.

Bitte bleibt neugierig.

Was war letzten Sonntag ausgeschildert?

Schildersonntag #16 – Redundanzen

Was muss ich als Radfahrer noch mal tun?

Hier kommt ihr zu den Laichschonbezirken.

Bitte bleibt neugierig.