Brombeere in einer alten Industriemühle

Heute haben wir wieder ein Bild von einem verlassenen Ort, einer alten Industriemühle, in der es leider schon gebrannt hat.

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Die Erkenntnis ist und bleibt: Am Ende ist alles wieder Natur und die Ordnung von uns Menschen löst sich auf.

In the end everything is nature again.

Bitte bleibt neugierig.

Leben im Überfluss #2

Vor ein paar Tagen habe ich einen Beitrag über eine sowjetische Propagandamauer veröffentlicht. Wir entdeckten sie am Straßenrand. Auf den Tafeln der Mauer sind grundlegende Dinge unseres Lebens abgebildet, wie zum Beispiel Milch.

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Milch – молоко

Als wir uns gestern die Fotos noch einmal anschauten, fiel uns noch etwas auf. In gelber Schrift steht „Millionen Tonnen“. Als die Militärgarnison noch in Funktion war, hat man vermutlich in die weißen Felder das Jahr und die Milchleistung der Sowjetunion eingetragen. Ganz schwach kann man die Werte noch erahnen.

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Gas – газ

Beim Gas ging es um Milliarden Kubikmeter und beim Strom um Milliarden Kilowattstunden.

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Elektroenergie – електроенергия

Sicher sollte den Soldaten gezeigt werden, dass die Heimat stark ist und dass es zu Hause aufwärts geht. Das war Propaganda. Der Blick auf solche Dinge ist aber richtig und wichtig.

Bald sind diese Bilder aus vergangener Zeit völlig verblasst. Möge unsere Wertschätzung für Dinge wie Milch, Gas und Elektrizität nie verblassen!

Bitte bleibt neugierig.

Leben im Überfluss

Schauen wir auf die einfachen Dinge, leben wir hier und heute im Überfluss. Auf dem Weg nach Neubrandenburg entdeckten wir eine Mauer mit russischer Schrift. Die Bilder zeigten im Detail ….

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Getreide – зерно
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Fleisch und Wurst – мясо

Bald sind diese Bilder aus vergangener Zeit völlig verblasst. Möge unsere Wertschätzung für die einfachen Dinge wie Getreide und Wurst nie verblassen!

Bitte bleibt neugierig.

untergegangene Spaßgesellschaft #3 Waldbad Colbitz

Nach unserem Besuch im Waldbad Jerichow, gibt es heute Impressionen aus dem Waldbad in Colbitz (N 52° 19.820′ E 011° 38.040′).

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Auch hier hört und sieht man förmlich noch die Kinder auf den Klettergerüsten.

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Das Wasser ist abgelassen.

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Die letzte Bahn ist geschwommen.

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Wie üblich, würden wir uns über Fotos aus besseren Tagen riesig freuen.

Der Übersichtlichkeit halber haben wir eine Seite mit einer „Lost Badeanstalten Karte“ angelegt. Gibt es in eurer Nähe auch eine „Lost Badeanstalt“?  Über einen Kommentar, eventuell mit Geokoordinaten, freuen wir uns.

Bitte bleibt neugierig.

Am Ende ist Rost!

Das Frachtschiff wurde 1953 in Dundee in Schottland gebaut. Auf seiner letzten Fahrt mit einer Ladung Baumstämme von San Pedro an der Elfenbeinküste nach Thessaloniki schlug es am 31. Oktober 1981 vor Lanzarote leck. Um die Mannschaft zu retten, legte es der Kapitän auf Grund. Seitdem rostet es. Wo kann man ein Wrack so nah am Ufer sehen?

Am Ende ist Rost!

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Im nächsten Beitrag radeln wir mit den Rädern über die Insel.

Bitte bleibt neugierig 😀.

Wäsche und Bunker auf unserer Osttour

Je leichter das Gepäck, um so leichter der Tritt. Wir haben also sehr wenige Sachen eingepackt. Deshalb ist jeder Tag auf unserer Osttour ein Waschtag. Wenn wir in unserer Unterkunft sind, duschen wir sofort und waschen per Hand.

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Konzept Wäscheleine
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Konzept Deckenlampe (klassisch)

Es gibt natürlich auch noch das Konzept Gardinenstange, Konzept Stehlampe, Konzept Fenster, …. Im Ergebnis haben wir jeden Tag frisch gewaschene Sachen an :).

Heute wiesen uns Schilder rechts und links des Weges auf Bunker des Ostwalls hin. Wir entschieden uns, einen genauer anzuschauen. Es war ein Panzerwerk mit 20 Mann Besatzung.

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Von Außen sieht man nur die mindestens 40 Zentimeter dicke Stahlpanzerung. Von Innen sieht das dann so aus.

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Auch hier gilt, wir könne dankbar sein, dass wir diese Bauwerke als Besucher kennen lernen.

Kurze Zeit später erreichten wir Suwałki.

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Alexanderkirche in Suwałki

Das ist schon wieder eine große Stadt mit ca. 70.000 Einwohnern. Wir haben uns ganz oft bei den Ortsgrößen verschätzt.

Einige Kilometer hinter Suwałki erhielten wir eine Nachricht, die Einfluss auf unsere Tour hat und die wir erst noch verarbeiten müssen. Außerde feierten einen Meilenstein unserer Osttour.

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Osttour 1.000 Kilometer für uns und einen guten Zweck nach Osten

Da wir ein wenig abergläubisch sind, haben wir das Blatt mit der 1.000 erst gestern Abend mit einem Kugelschreiber gemalt.

Heute schlafen wir noch in Polen. Es sind aber nur noch 4 Kilometer bis nach Litauen.

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Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 114, Gesamtkilometer: 1034
Tageshöhenmeter: 727, Gesamthöhenmeter: 4.792
Standort N 54°08.644 O 23° 27.950
Spendenstand: 145 Cent

mehr zu unserem Spendenaufruf

zum Tag 11 – weiter nach Osten

verlassene Jugendhochschule der FDJ

Heute wollen wir von unserem Besuch der verlassenen Gebäude am Bogensee berichten. Der Bogensee liegt in der Mark Brandenburg nördlich von Berlin. Es ist wirklich ein schöner Flecken. Logisch, dass dies schon länger bekannt war. 1939 ließ sich dort Reichspropagandaminister Goebbels einen Landsitz bauen.

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Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude als Lazarett genutzt, bevor sie 1946 der FDJ übergeben wurden. Zu DDR-Zeiten kam ein gigantischer Gebäudekomplex, die Jugendhochschule Wilhelm Pieck  im sozialistischen Klassizismus dazu.

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Lektionsgebäude der Jugendhochschule
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Blick auf die Villa Bogensee

Die „Villa Bogensee“ wurde einzig und alleine für Repräsentationszwecke und Feierlichkeiten gebaut. Hier hatten wir Glück und ein Herr fragte uns, ob wir mal einen Blick in das Innere werfen wollten. Natürlich!

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um den riesigen zweigeschossigen fliederfarbenen Festsaal verlaufen Säulen
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über zwei zentrale Treppen gelangt man zur Empore
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es gibt diverse Klubräume

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Bis vor drei Jahren wurden alle Gebäude noch durch das Heizhaus im Winter erwärmt. Nun dringt die Feuchtigkeit ein und verrichtet ihr Werk. So hebt sich zum Beispiel das Parkett. Wer mag, der Komplex steht zum Kauf. Wie wär’s?

Skulpturen gibt es auf dem Gelände ebenfalls zu bewundern.

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Den Beitrag wollen wir mit einem Bild von einigen vergessenen Tischtennisplatten schließen. Man findet sie auf dem Gelände und kann sich gut vorstellen, wie die Jugendlichen sich hier früher die Zeit vertrieben.

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Ein Blick in unsere Geschichte ist spannend.

Bitte bleibt neugierig :-).