Salzländer Kulturstempel #40 Schloss Plözkau

Bisher haben wir das Schloss Plötzkau nur auf einem braunen Schild auf der A14 zwischen Halle und Magdeburg wahr genommen.

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Heute ist alles viel schöner. Wir kommen aus Halle und radeln auf dem Saaleradweg. Vor Plözkau mäandert er wunderschön auf dem Deich. Vor uns taucht das echte Schloss Plötzkau auf.

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Bereits seit 1049 gibt es hier eine Ritterburg. Wir biegen ab und wollen uns einen „Salzländer Kulturstempel“ holen. Ein paar steile Meter müssen wir bergauf. Der Stempelkasten befindet sich frei zugänglich auf einer Art Parkplatz vor dem Eingang zum Schloss.

 

Hurra, jetzt haben wir den begehrten Salzländer Kulturstempel #40. Für den Trägerverein des Schlosses ist es bestimmt nicht leicht eine so große Burg zu unterhalten.

Nur wenige Kilometer weiter und man kann kurz vor Gröna auf einem Schiff lecker Kaffee trinken. Es ist echt schön hier.

Dann geht es weiter nach Bernburg. Dort besuchten wir auch schon den „Salzländer Kulturstempel #13“. Hier haben wir noch einmal einen Blick auf alle Stempelstellen.

Genießt die verbleibenden Sommertage vielleicht mit einer Radtour an einem Fluss entlang. Bitte bleibt neugierig.

Friedensfahrtmuseum – Salzländer Kulturstempel #36

Neulich brachte mich meine kleine Radrunde nach Kleinmühlingen. Wer kennt es nicht? Eigentlich wollte ich nur den „Salzländer Kulturstempel #36“ einsammeln.


In Kleinmühlingen gibt es den Kulturstempel wegen des Friedensfahrtmuseums. Ich stand verschwitzt vor dem Museum und wusste, es hat zu. Ich hatte keine Erwartung hinein zu kommen. Da ging die Tür auf und eine Frau bat mich herein. Sie hätte mich gerade auf der Landstraße überholt.

Was soll ich sagen, ich bekam eine Privatführung. Nebenbei erfuhr ich, dass die nette Frau aus Hamburg stammt und über eine ABM das Museum kennen und lieben gelernt hat. Nun ist die Leidenschaft so groß, dass sie heute im Ehrenamt das Museum weiter betreut.


Die Geschichte der Friedensfahrt begann 1948 in der Tschechoslowakai und Polen. Anfangs gab es jährlich zwei Radrennen und demzufolge zwei Sieger. Einmal ging es von Warschau nach Prag und dann umgekehrt. So konnten in beiden Hauptstädten Sieger geehrt werden.

1952 kam die DDR und damit Berlin hinzu. Abwechselnd waren Prag, Warschau oder Berlin die Start- oder Zielorte. Nach 1989 begann der Niedergang der Internationalen Friedensfahrt. 2006 fand nach 58 Austragungen die letzte Friedensfahrt statt.

Im Museum sind viele Radsportexponate zu bewundern. Früher wurden Felgen und Schutzbleche sogar aus Holz hergestellt.

Täve Schur war ein Held der Friedensfahrt. Offensichtlich schrieben auch ganz viele Menschen an Täve. Hier ist ein Blick in den Sack noch ungeöffneter Post. Verrückt.

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Täve ist übrigens immer noch mit dem Rennrad unterwegs. Wir treffen ihn immer wieder und wechseln ein paar Worte.

Wir erinnern uns auch noch sehr gut an die Friedensfahrt. Sie fand im Mai statt und ging über zwei Wochen. Um 19 Uhr gab es dann jeden Tag eine halbe Stunde Zusammenfassung der aktuellen Etappe. Die Friedensfahrthymne ist unvergessen. In manchen Jahren war Magdeburg Start- und Zielort. Dann waren wir Kinder natürlich an der Strecke und jubelten den Rennradsportlern zu.

Draußen am Museum zeigte mir die nette Frau noch das Bild mit Täve, den Siegern der Friedensfahrt und der zum Kult gewordenen steilen Wand von Meerane.

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Olaf Ludwig oder Jens Voigt sind deutsche Friedensfahrtsieger, die ihr vielleicht kennt.

Dieser Besuch in Kleinmühlingen war total schön und ich radelte glücklich und mit vielen schönen Eindrücken nach Hause. Habt ihr auch Erinnerungen zum Beispiel an die Friedensfahrt oder an andere Sportereignisse, die euch als Kinder total beeindruckt haben?

Bitte bleibt neugierig.

Auf nach Neuaskanien – Salzländer Kulturstempel #24

Am 11. August 1828 machten sich 25 Bauern mit 2.286 Schafen, zwei Stieren, acht Kühen und acht Pferden aus Anhalt auf den Weg nach Askania-Nova.

Askania-Nova ist eine Kolonie, die der Herzog von Anhalt-Köthen im Süden der Ukraine, über 2.000 Kilometer entfernt, erworben hat. Die Krim ist gleich in der Nähe. Bis auf 35 Schafe erreichten die Menschen und Tiere ihre neue Heimat. Beeindruckend.

Angekommen in Askania-Nova bauten sie Schafställe nach den Entwürfen des Architekten Bandhauer. Man spricht vom klassizistischen Nienburger Modell.

Auf unserer Saaleradtour lockte uns der Stempelkasten 24 des Salzländer Kulturstempels nach Grimschleben. Hier schauten wir uns den Schafstall von Christian Gottfried Bandhauer aus dem Jahr 1827 an.

Der Stall hat ein pagodenartig unterbrochenes Zeltdach, welches eine gute Lüftung ermöglicht.

Die Siedlung Askania-Nova mit dem Namensbezug zum Geschlecht der Askanier existiert bis heute in der Ukraine. Ohne den Stempelkasten hätten wir davon nie erfahren.

Bitte bleibt neugierig.

zum Kulturstempel #29

Pretziener Wehr – Salzländer Kulturstempel #29

Das Pretziener Wehr befindet sich südöstlich von Magdeburg am Elberadweg. Das Wehr ist Teil eines Deichsystems an der Elbe, welches zum Hochwasserschutz der Städte Magdeburg und Schönebeck vor ca. 150 Jahren angelegt wurde. Das Wehr stellt einen Riegel im Umflutkanal dar und ist grundsätzlich geschlossen. Das sieht man hier ganz gut.

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In den neun Jochen des Wehrs hängen jeweils 36 Schützentafeln.

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Die 100 Kilogramm schweren Schützentafeln können nach oben geöffnet werden. Dazu liegen Gleise auf dem Wehr. Auf den Gleisen bewegen sich zwei elektrische Winden von Joch zu Joch und ziehen die Schützentafeln mittels Seilzügen über Ketten nach oben.

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Am 15. Januar 2011 waren wir beim „Ziehen des Wehrs“ dabei. Das ist gigantisch.


Bitte stellt euch die plötzliche Flucht der Tiere in dem Gebiet vor, welches innerhalb von Sekunden überflutet wird. Ist das Wehr geöffnet, wird ca. ein Viertel des Elbehochwassers um die Städte Schönebeck und Magdeburg umgeleitet. Es ist eine gute Idee, hier den Salzländer Kulturstempelkasten #29 aufzustellen.

Wir bewundern die Ingenieursleistung. Das Bauwerk ist so weitsichtig geplant worden, dass es auch heute noch seinen Dienst tut. Ungefähr 64 Mal wurde es in seiner 150-jährigen Geschichte „gezogen“ und hat Schaden von Tausenden von Menschen abgewendet. Respekt.

Gibt es bei euch auch solche technischen Meisterleistungen, die nach wie vor in Betrieb sind?

Bitte bleibt neugierig.

Hier noch einmal unsere Karte mit den „Salzländer Kulturstempelstellen“. Die lila eingefärbten haben wir schon besucht.

zum Kulturstempel #27 oder zum Kulturstempel #24

Salzländer Kulturstempel #13 Schloss Bernburg

Das Renaissanceschloss Bernburg wird auch als Krone Anhalts bezeichnet. Es erhebt sich auf hohem Sandsteinfelsen am östlichen Saaleufer.

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Stolz liegt es auf unserem Weg entlang der Saale vor uns. Natürlich wollten wir uns die „Krone Anhalts“ anschauen. Puhh, der Weg nach oben ist steil. Wir mussten auf dem Weg zum Schlosshof absteigen.

Der dortige Salzländer Kulturstempel #13 ist leider nicht frei zugänglich. An den Stempel kommt man nur, wenn man auf eine Führung auf den Eulenspiegelturm wartet. Dieser eingeschränkte Zugang ist schade.

Der Stempelkasten befindet sich dann im Eingangsbereich.

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Als wir an einem Samstag dort waren, fand alle Stunde eine Führung statt. Wir mussten nicht an der Führung teilnehmen, um zum Stempelkasten zu gelangen. Wir warteten also ein wenig und konnten dann unsere #13 abstempeln.

Es warten noch 33 weitere Stempelstellen. Gibt es bei euch auch solche Aktionen?

Bitte bleibt neugierig.

Salzländer Kulturstempel #32 Sankt Petri Kirche Brumby

Den Salzländer Kulturstempel Nummer 32 gibt es in der Sankt Petri Kirche in Brumby, einer Autobahnkirche. Natürlich bin ich nicht über die A14 angereist.

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Mein Verkehrsmittel parkt direkt vor dem Eingang. Das besondere an dieser Kirche ist der markante fünfspitzige Turm.

Erst suchte ich draußen nach dem Stempelkasten. Vergebens.

Die Kirche wird heute auch als Autobahnkirche genutzt. Sie ist täglich ab 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet (Quelle Wikipedia). So schaute ich natürlich hinein und war beeindruckt von den 92 farbenfrohen Bildertafeln im Stile des norddeutschen Barock. Sie zeigen die Heilsgeschichte.

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Und gleich innen neben dem Eingang fand ich den gesuchten Stempelkasten.

Ich hatte Spaß. Mit einem Lächeln machte ich mich auf den Heimweg.

Es warten noch 34 weitere Stempelkästen. Wie wäre es mit Bernburg?

Bitte bleibt neugierig.

Salzländer Kulturstempel #27 – Salzblume

Die Skulptur der Salzblume ist 16 Meter hoch und 12 Meter breit. Sie steht im Zentrum von Schönebeck direkt an der Elbe. Die Salzblume wurde 1996/97 vom dänischen Künstler Anders Nyborg entworfen. Diese Blume ist aus Eisen und Stahl und wiegt 25 Tonnen.

Nun gibt es unmittelbar neben der Salzblume den Stempelkasten #27 vom Salzländer Kulturstempel.

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In Schönebeck gibt es noch drei weitere Stempelstellen. Das Industriemuseum (SKS #25) und das Salzlandmuseum (SKS #26). Leider waren beide Einrichtungen geschlossen und die Stempelkästen befinden sich vermutlich auf den Geländen oder in den Räumen, sind also nicht frei zugänglich. Das halten wir für unglücklich und finden es schade.

Es warten noch 35 andere Stempelstellen. Wie wäre es mit Brumby?

… und wir hoffen auf schönes Radelwetter.

Bitte bleibt neugierig.