Regen und Sonne im Oblast Moskau

Es regnete, wir stiegen auf unsere Räder und radelten bestimmt 50 Kilometer durch das Stadtgebiet von Moskau. Viele Gebäude waren nicht wirklich attraktiv.

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Weitere Kilometer in eher ländlicher Gegend auf einer Nebenstraße schlossen sich an.

Frei nach REM könnte es heißen „Leaving Moskau never easy“. Übrigens, wer mal New York in kyrillisch lesen möchte – bitte:

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Die Sonne lacht und wir sitzen in Ногинск (Noginsk) am See.

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Die wichtigsten Dinge, Handy links und Wasser rechts, haben wir immer am Mann und natürlich auch an der Frau. Übrigens haben wir bisher überall problemlos WLAN-Zugang. Das ist cool.

Gleich gibt es Pelmini bei russischer Musik. Englisch spricht hier keiner mehr.

Morgen wollen wir nach Владимир. Wladimir ist bekannt für die „Weißen Monumente von Wladimir und Susdal“ ein UNESCO-Weltkulturerbe. Wir sind gespannt.

Bitte bleibt neugierig.

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Etappe 1: Moskau-Noginsk 96 Kilometer

Auf nach Osten! 

Wir haben einen Flug nach Moskau gebucht. Die Fahrräder sollen mit. Also habe ich sie fein verpackt. Das zweite Rad sogar erst im Regionalexpress. Warum? Am Reisetag brachte ich Frau Traumradlerin, einen Karton mit dem Rad von Frau Traumradlerin und einen leerer Karton per Auto zum Bahnhof. Dann fuhr ich schnell nach Hause und mit meinem Rad zum Bahnhof. Ich war pünktlich, der Zug fuhr ein. Im Regionalexpress demontierte ich mein Rad und ließ es auch im leeren Karton verschwinden. Nach einem Umstieg erreichten wir Berlin-Schönefeld.

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Das Aufgeben der Räder verlief problemlos. Sieht man mal davon ab, dass wir beinahe eine Flughafenevakuierung ausgelöst hätten. Am Checkin hieß es, wir müssten erst am Aeroflot-Schalter auf der anderen Hallenseite das Sportgepäck bezahlen, 50 Euro je Fahrrad.

Erst wenn wir bezahlt hätten, würden wir wieder am Checkin die Bordkarten erhalten. Die Bordkarten wiederum sind Voraussetzung für die Aufgabe der zwei Kartons am Sperrgutschalter, der auch auf der anderen Hallenseite war.

Während des ganzen Hin- und Hergelaufe ließen wir unsere roten Radtaschen kurze Zeit alleine. Nette Herren mit Maschinenpistolen erschienen und die Checkinhalle stand kurz vor der Evakuierung. Zum Glück waren wir dann da. Kurze Zeit später landeten wir weiter im Osten.

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Bei der Einreise erhielten wir wieder das Einreiseformular.

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Teil A verblieb beim Beamten und Teil B wandert in unseren Reisepass. Wir dürfen „B“ nicht verlieren, denn wir müssen „B“ bei der Ausreise wieder vorlegen.

Unser erstes Hotel war in Flughafennähe, so dass wir die Räder mit auf die Zimmer nahmen und dort in Ruhe zusammen bauten. Am nächsten Morgen schenkten wir der Rezeptionistin zwei leere Kartons.

Es regnete, wir stiegen auf unsere Räder und radelten los.

Bitte bleibt neugierig.

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Leben im Überfluss

Schauen wir mal auf die einfachen Dinge. Wir leben hier und heute im Überfluss. Kurz vor Fürstenberg (Havel) entdecken wir einen „lost place“, eine Mauer mit russischer Schrift. Die Bilder zeigen im Detail ….

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Getreide – зерно
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Fleisch und Wurst – мясо
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Milch – молоко

Als wir uns die Fotos noch einmal in Ruhe anschauten, fiel uns noch etwas auf. In gelber Schrift steht „Millionen Tonnen“. Als die Militärgarnison noch in Funktion war, hat man vermutlich in die weißen Felder das Jahr und die Milchleistung der Sowjetunion eingetragen. Ganz schwach kann man die Werte noch erahnen.

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Gas – газ

Beim Gas ging es um Milliarden Kubikmeter und beim Strom um Milliarden Kilowattstunden.

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Elektroenergie – електроенергия

Sicher sollte den Soldaten gezeigt werden, dass die Heimat stark ist und dass es zu Hause aufwärts geht. Das war Propaganda. Der Blick auf solche Dinge ist aber richtig und wichtig.

Bald sind diese Bilder aus vergangener Zeit völlig verblasst. Möge unsere Wertschätzung für Dinge wie Milch, Gas und Elektrizität nie verblassen.

An anderer Stelle fehlen schon Buchstaben.

Unbenannt

ПОДВИГ ТВОЙ ПЕРЕЖИВЕТ ВЕКА

Wir übersetzen es mit „Deine Heldentat überdauert die Zeiten“. Weiß es jemand besser?

Bitte bleibt neugierig.

Lenin in Fürstenberg

Tischtennis und Kuchen

Vor ein paar Wochen erhielten wir für den 14. Februar eine Einladung vom TSV Einheit Burg. Ein Teil der Spenden unserer Osttour wurde hier für den Kauf von Sportmaterialien …

… für eine neue Tischtennisgruppe für Sportler mit Handycap verwendet.

Die Freude war riesengroß. Toll war auch, dass wir danach zusammen Kaffee getrunken haben. Die Burger schenkten uns eine Torte.

Mmmmmhh, sie war lecker. Natürlich haben wir sie dann zusammen mit den Sportlern und den ehrenamtlichen Betreuern gemütlich verspeist.

Unbezahlbar sind die Geschichten, die wir gehört haben. Mit leuchtenden Augen erzählten uns die Sportler, was sie alles auf ihren Wettkämpfen in ganz Deutschland erlebt haben. Im Hintergrund ging es auch darum, dass immer noch viel getan werden muss, damit Sportler mit Handycap die gleiche Aufmerksamkeit und den gleichen Respekt erhalten, wie die Sportler ohne Behinderung.

Dieser Nachmittag beim TSV Einheit Burg war für uns voll mit neuen Eindrücken und wir werden ihn nie vergessen. Dafür sagen wir euch lieben Spendern, euch lieben Sportlern und Trainern aus Burg und dir liebe Sonja ganz dolle danke.

Bitte bleibt neugierig :-).

Der glückliche Schäfer

dsc01342-1280x853Im Sommer am dritten Tag unserer Osttour trafen wir bei Lietzen, unweit der Grenze zu Polen, diesen Schäfer. Er war mit sich und der Welt zufrieden. Wir wünschen, dass es euch genau wie dem Schäfer geht.

Bitte bleibt neugierig :-).

 

Osttour – vorläufiges Spendenergebnis

Am Wochenende erhielten wir die Frage nach dem Ergebnis unseres Spendenaufrufes zu unserer Fahrradtour gen Osten. Es ist also Zeit für ein Update zu unserer Osttour.

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Für unser Projekt in Moskau zugunsten der Schule des heiligen Georg haben 38 Unterstützer 1.543 Euro gespendet. DANKE!!!

Das Geld befindet sich jetzt auf dem Konto des Fördervereins Perspektive Russland e.V. in Frankfurt am Main. Es ist für Nichtregierungsorganisationen schwierig und nicht billig, Geld nach Russland zu überweisen. Damit das Geld hoffentlich komplett in der Schule für die geistig Behinderten ankommt, wird euer Spendenbeitrag zusammen mit anderen Geldern gesammelt und voraussichtlich im November an den Schwesterverein in Moskau überwiesen. Dieser russische Verein wird dann in der Adventszeit das Geld direkt an die Schule weitergeben. Wir hoffen, dass wir dann von den Lehrern der Schule ein „feedback“ bekommen. Mal sehen. Sobald wir etwas erfahren, werden wir hier berichten.

Für den Behindertensport in Sachsen-Anhalt haben 46 Unterstützer 1.758 Euro an den Verein zur Förderung des Behindertensports in Sachsen-Anhalt überwiesen. DANKE!!!

Das Geld liegt jetzt auf einem Konto in Halle. Über die Verteilung des Geldes entscheidet der Förderverein auf seiner Sitzung am 15. November. Sobald wir die konkreten Förderprojekte erfahren werden wir hier darüber berichten.

Zusammengefasst, für unsere zwei Projekte sind bisher 3.301 Euro zusammengekommen.

DANKE!!!

Das Geld befindet sich noch bei den Fördervereinen und wird voraussichtlich im November oder Dezember seinen Weg zu den Menschen mit Behinderung finden. Wir werden darüber berichten.

Hie noch einmal der Link zu unserem Spendenaufruf.

Bitte bleibt neugierig :-).

Landessportspiele für Behinderte und ihre Freunde – Spendenzwischenstand

Heute durften wir in Beetzendorf in der schönen Altmark zu Gast bei den 27. Landessportspielen sein. Solch ein Getümmel möchte ich sehen!

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Die Idee dieser Veranstaltung ist, dass Menschen mit und ohne Handycap gemeinsam in wirklich originellen Wettbewerben Sport treiben. Da gibt es den Altmärker Rundkurs. Hand in Hand läuft ein Paar (mit und ohne Handycap) an fünf verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Altmark vorbei.

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Kennt ihr den Salzwedeler Baumkuchen? Logischerweise hat man in der Altmark daraus ein Spiel gemacht, den Baumkuchen-Zielwurf.

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Zu sehen, welchen Spaß die vielen 100 behinderten und nichtbehinderten Teilnehmer gemeinsam haben, ist einfach großartig.

Übrigens haben wir im Vorfeld dieser Veranstaltung erfahren, dass 44 Unterstützer unserer Osttour zu Gunsten des Behindertensports 1.585 Euro gespendet haben. Wir freuen uns riesig und werden weiter berichten. Am 15. September wollen wir einen symbolischen Abschlussermin für unsere Spendenaktion setzen. Wir sind sehr gespannt, für welches Projekt der Förderverein eure und unsere Spenden einsetzt. Herzlichen Dank allen Unterstützern unserer Spendenaktion.

Bitte bleibt neugierig :-).

Wer kennt sie noch?

Gesehen auf unserer Osttour in Gorzów Wielkopolski, ehemals Landsberg an der Warthe.

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Kennt ihr sie noch?

Bitte bleibt neugierig :-).

Osttour – Challenge erfüllt?!

Drei Wochen sind seit unserem Abflug aus Moskau ins Land gegangen. Unsere Spenden sind inzwischen auf die Konten der Fördervereine überwiesen. Wir sind auf das Ergebnis und die Verwendung gespannt. Da wollen wir nicht versäumen, euch von unserer Herausforderung, neudeutsch Challenge, zu berichten.

Vor unserem Start trug es sich zu, dass wir folgende Mail erhielten:

„Liebe Susanne, lieber Frank,
schön dass Ihr Euch wieder auf die Radels macht, und auch wieder für einen guten Zweck.
Eurer Ziel ist schon toll. Ich spende gern 5Cent pro Kilometer.
Wenn Ihr mir von Eurer Tour ein Foto vom Gebäude der Hochschule МИСиС , Ленинский проспект 4 schickt, erhöhe ich auf 10Cent.
Schräg gegenüber, auch auf dem Leninskij Prospekt, ist der schönste Souvenirladen Moskaus. Viel Spaß auf der Fahrt, ich werde sie verfolgen.“

Das nennen wir eine Herausforderung. Definitiv trug diese Mail dazu bei, dass wir Moskau, zwar anders als gedacht, schließlich doch noch erreichten. Gleich am zweiten Tag setzten wir den Rucksack auf und machten uns auf den Weg zum „МИСиС“.

Hier ist schon mal ein Foto vom Lenin Prospekt.

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Übrigens gibt es in Moskau noch deutlich breitere Straßen, als diese 10-spurige.

Voilà, hier sind unsere Fotos vom Misis.

Was macht das „МИСиС“so besonders? Auch hier wollen wir unseren Unterstützer zitieren:

„Liebe Susanne, lieber Frank,
die Hochschule MISIS hat eine Schlüsselrolle für die Metallurgie des 20. Jahrhunderts. Der Kurzname bedeutet: Moskauer Institut für Stähle und Legierungen.
Es hat wissenschaftliche Beziehungen u.a. zur Bergakademie Freiberg. Das heutige Hauptgebäude ist ein eher uninteressanter Betonklotz aus den 70er Jahren.
Einer seiner bedeutendsten Mitarbeiter war Professor Smirnow. Er hat als Aspirant den Stahl für den legendären Panzer T34 entwickelt.
Ihr werdet auf Eurem Weg viele Spuren aus der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges, so bezeichnen die Russen noch heute den 2.Weltkrieg, sehen.“

Natürlich haben wir vom Fahrrad auf unserem Weg nach Moskau immer wieder die Spuren des „Großen Vaterländischen Krieges“ gesehen. In unseren Beiträgen über die Seelower Höhen und die Bunker des Ostwalls berichteten wir darüber. Die beschriebenen T34 standen natürlich auch am Wegesrand.

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Es gibt so viele Gedanken, denen man auf so einer Fahrradtour in den Osten nachhängen kann. Herzlichen Dank, für diese tolle Herausforderung, die wir sehr, sehr gerne erfüllt haben!!!

Bitte bleibt neugierig :-).

Noch mal zum Start? 

 

Bücherfund und warum Pokémon Go so erfolgreich ist

Gestern haben wir einen Schrank im Keller geöffnet. Lange haben wir nicht mehr in diese Fächer geschaut. Sie waren voll mit Büchern. Darunter waren auch Bücher über Helden der Vergangenheit.

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Nie hätte ich gedacht, dass die eine Gruppe der „Helden“ ein so beachtliches „come back“ feiert. Damit sind nicht die Radfahrer gemeint.

Der Erfolg von Pokémon Go ist leicht nachzuvollziehen. Es ist das erste Spiel, welches erfolgreich und massenwirksam die Realität ganz vieler Menschen erweitert.

Wie erweitert das Spiel unsere reale Welt?

Pokémon Go blendet via Smartphonebildschirm kleine süße Monster weltweit in unsere Realität ein. Das Spiel ergänzt die reale Welt um Zusatzinformationen. Man spricht dabei von „augmented reality“. Dadurch wird für die Spieler jede Straße und jeder Weg zum Spielplatz.

Warum ist das Spiel so erfolgreich?

1. Pokémon Go spricht den Sammel- und Jagdinstinkt in uns an.
2. Pokémon Go ist durch seine Erweiterung der Realität innovativ und neu. Es spricht somit unsere Neugierde an.
3. Pokémon Go ist „niedlich“. Damit löst es bei den Spielern eine Emotion der Fürsorge aus.
4. Die Pokémons sind bekannt und schon Kult. Das Ur-Pokémon-Spiel wurde bereits 1996 veröffentlicht und erreichte damals vor allem unter Kindern und Jugendlichen eine gigantische Verbreitung. 20 Jahre später kann Pokémon Go so auf dieser breiten Basis aufbauen. Selbst in unserem Haushalt gibt es ja Pokémonprodukte, wie das Bild oben beweist ;-).

Auch wir konnten uns auf unserer Osttour dem Reiz von Pokémon Go nicht entziehen. Ein Moskauer erklärte uns abends gegen 22 Uhr das Spiel. Das ist verrückt. Man muss bedenken, dass zu dem Zeitpunkt das Spiel in Russland noch gar nicht veröffentlicht war.

Pockemon

So trifft im Gorkipark unser kleiner „Deichbiber“ (Der ist real.) ein Pummeluff (Das ist nicht real.). Verrückte Welt, oder?

Wir sind uns ziemlich sicher, dass die Scorpions in ihrem Lied „Wind of Change“ nicht von dem Spiel Pokémon Go gesungen haben.

Könnt ihr den Hype um das Spiel nachvollziehen? Bitte bleibt neugierig :-).