Die Sache mit den Elchen

Wir haben im Falkland Motel geschlafen. Als es aufgehört hat zu regnen ging es in den Saloon.

Alle Gäste kommen hier mit riesigen Pickups. Die Männer tragen Bärte wie die von ZZ Top und für die nächste Stampede ist auch schon alles vorbereitet. Es ist sehr urig hier.

Wir wurden öfters gefragt, ob wir schon Elche gesehen hätten. Dann wurde uns erklärt, dass man in, bei und um Jasper ganz oft und einfach Elche sehen kann.

Dort hatten wir dann ja auch diese Schönheit getroffen.

Und den männlichen Teil trafen wir auch.

Für uns waren das keine Elche. Dann sahen wir im Regen an einem Strommast dieses Plakat.

Kann ich noch mal die Kühe im Vergleich sehen?

Ok, wir haben Elche gesehen, aber eben Elche nach amerikanischem Verständnis. Die amerikanischen Elche heißen bei uns Wapiti und die Elche nach unserem Verständnis heißen in Nordamerika offensichtlich nicht Elch sondern Moose. Das wäre dann auch geklärt.

Machen wir!

Morgen wollen wir auf den Kettle Valley Trail. Wir sind gespannt. Bitte bleibt neugierig.

zurück zur Sache mit der Uhrzeit

Am 12. Tag ging es von Falkland nach Kelowna.

Statistik:
Tageskilometer Tag 12: 97
Tageshöhenmeter Tag 12: 600
Gesamtkilometer: 1109
Spenden: 110,90 Euro

First Nations

In Calgary fielen uns zwei Denkmale auf. Beide erinnern an die First Nations, wir würden Indianer sagen. Zwischen den Wolkenkratzern werden die ehemals in Massen wildlebenden Büffel dargestellt.

Man schätzt, dass vor Ankunft der europäischen Siedler ca. 30 Millionen Bisons in Nordamerika lebten. Der Bestand ging bis zum Ende des 19. Jahrhunderts durch extreme Bejagung auf nur noch ca. 1.000 Tiere zurück.

Nicht weit davon steht vor einem Wolkenkratzer Sitting Eagle, Häuptling der Nakoda.

In Downtown einer modernen Millionenstadt ist für uns klar, die Indianer hatten gegen die Einwanderer nie eine Chance.

Calgary liegt am Bow River. Die Skyline ist beeindruckend.

Wir folgen dem Bow Riwer Pathway und radeln auf perfekter Infrastruktur nach Westen.

Ob wir bald die Rocky Mountains sehen?

Bitte bleibt neugierig.

einen Beitrag vor

einen Beitrag zurück

Calgary Stampede

Die Calgary Stampede ist eine Landwirtschaftsausstellung. Die Stampede gilt als die größte Rodeoshow der Welt. Sie wird auch als „The Greatest Outdoor Show on Earth“ bezeichnet.

So hieß uns dann Calgary auch willkommen. Na, das kann ja toll werden. Dann schob Frau Traumradlerin unsere Räder zum Bus nach Calgary Downtown.

Eigentlich hätten wir die Räder gleich zusammen gebaut, doch es regnete heftig und 10 kanadische Dollar für den Bustransfer zum Hotel waren auch ok. Im Hotel konnte ich dann die Räder für unsere Kanada-Traumradeltour ganz entspannt zusammen bauen.

Übrigens, so passen die Räder in die Kartons. Die Kartons überlassen uns die Fahrradhändler der Heimatstadt gerne.

Etwas „gejetlagt“ ging es am nächsten Morgen zur Parade der Stampede.

Zwei Stunden lang zogen Musikkapellen, hunderte Pferde mit und ohne Cowboys, indianische Tänzer, Royal Canadian Mounties, Clowns und toll geschmückte Fahrzeuge und Kutschen an uns vorbei.

Dann setzten wir uns auf die Räder und suchten den Bow River. Noch nie vorher im Leben waren wir so weit im Westen. Mal schauen, wohin uns unsere Räder tragen?

Bitte bleibt neugierig.

zu den Firs Nations

Auf nach Neuaskanien – Salzländer Kulturstempel #24

Am 11. August 1828 machten sich 25 Bauern mit 2.286 Schafen, zwei Stieren, acht Kühen und acht Pferden aus Anhalt auf den Weg nach Askania-Nova.

Askania-Nova ist eine Kolonie, die der Herzog von Anhalt-Köthen im Süden der Ukraine, über 2.000 Kilometer entfernt, erworben hat. Die Krim ist gleich in der Nähe. Bis auf 35 Schafe erreichten die Menschen und Tiere ihre neue Heimat. Beeindruckend.

Angekommen in Askania-Nova bauten sie Schafställe nach den Entwürfen des Architekten Bandhauer. Man spricht vom klassizistischen Nienburger Modell.

Auf unserer Saaleradtour lockte uns der Stempelkasten 24 des Salzländer Kulturstempels nach Grimschleben. Hier schauten wir uns den Schafstall von Christian Gottfried Bandhauer aus dem Jahr 1827 an.

Der Stall hat ein pagodenartig unterbrochenes Zeltdach, welches eine gute Lüftung ermöglicht.

Die Siedlung Askania-Nova mit dem Namensbezug zum Geschlecht der Askanier existiert bis heute in der Ukraine. Ohne den Stempelkasten hätten wir davon nie erfahren.

Bitte bleibt neugierig.

zum Kulturstempel #29

Plan fehlgeschlagen

Ein Plan ist ein Plan. Unser Plan war es die #Festive500 zu fahren. Nun meinten aber ein paar kleine fiese Viren, dass wir gute Wirte wären. Wir bekommen das trotzdem hin. Wir radeln einfach über das Land und suchen uns ein einsames Wäldchen, in welchem wir unsere Viren lassen. Schau dahinten, die Baumgruppe vor den Windrädern im Nebel ist doch perfekt. Dort lassen wir einfach alles, was uns krank macht.

Unser Plan ging nicht auf. Die Erkältung blieb uns sehr treu und wir müssen vernünftig sein. Frau Traumradlerin hatte nach drei Tagen die Hälfte der 500 Kilometer schon erradelt und ich hatte nach zwei Radtagen gut 150 Kilometer im GPS. Unsere Räder stehen nun unbewegt im Keller. Vermutlich sind sie über die unerwartete Ruhe sogar froh. Das Jahr war trotzdem ein gutes Jahr.

Nun drücken wir euch allen die Daumen, mögen eure Pläne gelingen.

Bitte bleibt neugierig.

Tschüß Japan

Drei Wochen radelten wir durch Japan. Es gab noch einen Wunsch.

9. Wir fotografieren „Hachikō“.

Der treue Hund Hachikō holte jeden Tag sein Herrchen vom Bahnhof Shibuya in Tokio ab. Nachdem sein Herrchen starb, lief Hachikō noch fast 10 Jahre jeden Tag zum Bahnhof von Shibuya und wartete auf sein Herrchen. Dies tat Hachikō bis zu seinem eigenen Tod. 1934 errichteten die Japaner in Erinnerung an den treuen Hachikō dieses Denkmal.

rps20180728_093506_230.jpg

—-

Jeder Urlaub geht einmal zu Ende. In Yokohama machten wir eine tolle Stadtrundfahrt mit den dortigen Nostalgiebussen. Sie funktionieren nach dem Prinzip „Hop on, hop off.“ – sehr zu empfehlen.

rps20180718_182656_792.jpg

An einer Station stiegen wir aus, um „Homes“, den Baumarkt unseres Vertrauens, zu besuchen. Dort kauften wir für ca. 7 Euro eine 50 Zentimeter breite dicke schwere Rolle dünner Folie. Wozu das?

Am Abflugtag radelten wir noch einmal ca. 23 Kilometer durch die Megapolis von Tokio.

Im Flughafen Haneda umwickelten wir unsere Räder mit der mitgebrachten Folie. So vorbereitet, ging es zum Check-In.

File0941 (533x800)

Am Schalter klebte die ANA-Mitarbeiterin ohne jede Nachfrage Gepäckaufkleber auf unsere „Fahrrad-Kokons“, rief einen Kollegen und schloss ihren Schalter. Die beiden brachten uns zur Sperrgepäckaufgabe. Dort wurden unsere Räder geröntgt und erst als alles erfolgreich erledigt war, verneigte sich die Mitarbeiterin und wünschte uns einen schönen Flug. So einen Service hatten wir bei der Fahrradaufgabe noch nie erlebt.

Wir sind von der Freundlichkeit und Höflichkeit der Japaner begeistert.
Wir finden es prima, dass keine Glasscherben am Straßenrand liegen.
In Japan ist es sauber und die Eisenbahn ist pünktlich. Das ist großartig. Wir werden noch lange an unsere erste Tour nach Asien zurückdenken.

Wart ihr schon mal in Japan? Habt ihr Fragen?

rps20180719_170518_252.jpg

Bitte bleibt neugierig.

<— einen Tag zurück oder Etappenübersicht

Über den neunköpfigen Drachen

Nach dem Fujisan führten uns schweißtreibende Anstiege nach Hakone. Hakone ist ein Kurort im Fujinationalpark. Die Tokioter schätzen Hakone als Ausflugsort, um der Großstadt zu entkommen.

Vor langer Zeit trug es sich nun zu, dass auf dem Grund des Sees Ashi, nahe Hakone, ein neunköpfiger Drache lebte.

Dieser Drache terrorisierte die Dorfbevölkerung.

Erst ein wandernder Priester, …

… mit modernem Pflaster an der Fersen, konnte diesen wilden neunköpfigen Drachen …

… nach hartem Kampf zähmen.

Seitdem leben Drache und Dorfbevölkerung friedlich miteinander.

Bis heute ist die Bevölkerung für die Erlösung so dankbar, dass sie dem Priester zu Ehren mit viel Musik einen Schrein durch Hakone tragen.

Bei diesem wilden Treiben lassen sie sich auch gerne von weitgereisten Traumradlern helfen.

Hakone war ziemlich cool.

Nach Hakone rollten wir in die Kantoregion mit 42 Millionen Einwohnern und den Großstädten Tokio und Yokohama. Wir nahmen im weltoffenen Tor von Japan, der Hafenstadt Yokohama, für vier Tage Quartier. Hier ließen wir unseren Urlaub ausklingen. Viele Erlebnisse und auch Anstrengungen müssen wir noch verarbeiten.

Wir hatten in Japan eine tolle Zeit. Dabei haben uns auch die vielen Informationen aus dem Internet geholfen. Danke an alle Informationsgeber. Besonders oft haben wir die Beiträge von Wanderweib und Sascha Brüggemann gelesen. Danke für die tollen Beiträge.

Bitte achtet auf neunköpfige Drachen oder ähnliches …

… und bleibt neugierig.

<— einen Tag zurück     —    einen Tag weiter —>