alle Bismarcktürme in Deutschland auf einen Blick

Wir mögen Bismarcktürme. Da freuen wir uns sehr, dass die Auszubildenden vom ©Bundesamt für Kartographie und Geodäsie zufällig im Oktober 2017 eine schöne Karte mit allen noch in Deutschland erhaltenen Bismacktürmen  gebastelt haben.

Bismarcktürme

Bei einem Doppelklick auf die Karte öffnet sich ein PDF, in dem ihr euch die Karte besser und größer anschauen könnt. Vielleicht entdeckt ihr ja auch einen Bismarckturm in eurer Nähe.

Folgende Bismarcktürme waren schon Thema in unseren Blogbeiträgen:

Bismarckturm Coswig,
Bismarcktürme Dresden-Räcknitz und Dresden-Plauen
Bismarckturm Berggießübel,
Bismarckturm Burg bei Magdeburg,
Bismarckturm Bonn-Gronau,
Bismarckturm Salzwedel,
Bismarckturm Sargenroth und Kirn,
Bismarckturm Mragowo/Sensburg,
Bismarckturm Osterode,
Bismarckturm Rathenow,
Bismarckturm Schnarsleben

Ups, wir sind erstaunt, dass es so viele Türme sind. Da kommen bestimmt noch welche dazu :-). Vielen Dank liebe Auszubildende für die schöne Karte.

Bitte bleibt neugierig.

Preußische Meilensteine #5

Neulich fuhr ich von Osten kommend auf der B1/B5/Frankfurter Allee nach Berlin hinein. In Berlin/Mahlsdorf entdeckte ich diesen schönen preußischen Postmeilenstein von 1792.

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N 52° 30.300′ E 013° 36.860′

Zwischen 1799 und 1802 wurde der „Fernweg“ Berlin-Frankfurt/Oder zur „Kunststraße“ bzw. Chaussee ausgebaut. In diesem Zusammenhang entstand die heutige Trasse der B1. (Quelle: Schautafel in der Nähe des Meilensteins)

Eine Preußische Meile (gut 7.532 Meter) weiter hatte ich einen tollen Blick. Ich konnte schnurgerade in das Berliner Zentrum sehen, welches ja noch 7.532 Meter entfernt war.

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Als Beweis dient dieser Meilenstein. Bis zum „Nullmeilenstein“ ist es noch eine preußische Meile.

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N52° 30.677 E13° 29.840

Im Zentrum Berlins, am Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz, befindet sich die Rekonstruktion des ehemaligen „Preußischen Nullmeilensteins“.

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N 52° 30.646′ E 013° 23.937′

Schon gibt es drei neue Punkte auf unserer Traumradeln-Landkarte.

Keine Radtour ist langweilig. Es gibt immer etwas zu sehen.

Bitte bleibt neugierig.

kursächsische Postmeilensäulen

In den letzten Wochen habe ich oft an preußischen Meilensteinen gehalten und fotografiert. Sie sind schmucklos und schlicht. Das geht auch prunkvoller.

Im Kurfürstentum Sachsen sorgten August der Starke und sein Sohn noch vor den Preußen im 18. Jahrhundert für ein landesweites Wegenetz. Damit Transport- und Postgebühren berechnen werden konnten, wurden Meilensteine, die kursächsischen Postmeilensäulen errichtet. Auf meiner Festplatte schlummerten diese drei Fotos.

Lübbenau
Postsäule Lübbenau 1740 (N51° 52.0342 E13° 57.346)
Postsäule Deltzsch
Postsäule Delitzsch von 1730 (N51° 31.420 E12° 20.173)
Baruth
Postsäule Baruth von 1730 (N52° 02.984 E013° 30.250)

Habt ihr auch einen Blick für solche schönen Landmarken?

Übrigens gab es im Anhaltischen ein weiteres unabhängiges Meilensteinsystem. Verrück.

Bitte bleibt neugierig!

Preußische Meilensteine #4

Nach „Preußische Meilensteine #3“ geht noch ein weiterer Beitrag.

Südlich von Magdeburg findet ihr den ältesten preußischen Ganzmeilenobelisken.

Dieser Ganzmeilenstein wurde im Zusammenhang mit dem Bau der ersten preußischen Fernchaussee von Magdeburg über Salza, Calbe, Könnern, Halle nach Großkugel aufgestellt. Die unfahrbaren Wege im Herzogtum Magdeburg sollten in einen guten Stand versetzt werden.

Großkugel lag an der damaligen Grenze zwischen Preußen und Sachsen und liegt heute, welch eine Überraschung, an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Sachsen. Von Großkugel sollte die Chaussee in Richtung Leipzig weitergeführt werden.

1787 begann die Planung der Fernchaussee und 1788 war bereits die erste preußische Meile, nach heutigem Maß 7,532 Kilometer, fertig gestellt. Da die Meilensteine in der Regel direkt mit der Fertigstellung an den einzelnen Abschnitten aufgestellt wurden, haben wir hier einen Obelisken aus dem Jahr 1788 vor uns.

Auf der Nordseite liest man „1 Meile von Magdeburg“ als Entfernungsangaben.

Die Entfernungsangaben auf der Südseite kann man nicht mehr wirklich entziffern.

4 1/2 Meilen bis Bernburg

Verantwortlich war Fredericus Wilhelmus Rex III, dessen Wappen man auf der Ostseite des Ganzmeilensteins leider nur noch erahnen kann.

Auch diesen preußischen Ganzmeilenstein haben wir auf unserer Traumradelnkarte eingetragen:

Bitte bleibt neugierig :-).

Die Tante Ju von Junkers

Gelegentlich radeln wir durch die Hugo-Junkers-Allee.

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Hugo Junkers war ein bekannter deutscher Ingenieur (1859 -1935). Anfangs war er mit der Entwicklung von Badeöfen erfolgreich.

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Wir hatten übrigens in unserer ersten Wohnung einen solchen Badeofen. 10 Brikett genügten, um 80 Liter Wasser und unser kleines Bad heimelig warm zu machen.

Kennt ihr noch Badeöfen?

Bekannt wurde Hugo Junkers mit seinen Junkers Flugzeugwerken. Er baute die ersten Ganzmetallflugzeuge.  Sein wohl bekanntestes Flugzeug ist die ab 1932 produzierte  „Tante Ju“, die JU 52.

In Dessau kann man sich eine „Tante Ju“ im Technikmuseum ansehen. Heute gibt es weltweit noch 8 flugfähige Ju 52.

Habt ihr schon mal eine Tante Ju gesehen?

Bitte bleibt neugierig 🙂

9.11. – Mauerfall- 27 Jahre später

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Grenzturm bei Helmstedt

Bitte bleibt kritisch, bitte bleibt neugierig :-).

Die unendliche Rundfahrt – Bismarckturm Mragowo/Sensburg

Übrigens, auf unserer Osttour konnten wir nach dem Bismarckturm in Osterode auch den Bismarckturm in Mragowo, früher Sensburg „discovern“.

Der Turm steht im heutigen General Wladyslaw Sikorski Park von Mragowo bei den Geokoordinaten N53° 51.970′ E21° 17.820′ . Wladyslaw Sikorski war ein polnischer Offizier, Oberbefehlshaber, Politiker und Ministerpräsident Polens. Der Turm ist eingezäunt und verschlossen. An Bismarck erinnert gar nichts mehr.

Da es in Strömen regnete, haben wir schnell die zwei Fotos geschossen. So konnten wir zwei der vier Bismarcktürme, die es heute noch im polnischen Teil von Ostpreußen gibt, besuchen. Gibt es in eurer Nähe auch einen Bismarkturm?

Bitte bleibt neugierig :-).