Insgesamt sitzt man zu wenig am Meer

Eine Seebrücke ist ein Steg aus Holz-, Stahl- oder Betonpfählen. Dieser Steg ragt vom Ufer auf das Meer. An einer Seebrücke können Schiffe anlegen. Somit ist eine Seebrücke auch eine Landungsbrücke.

In Mecklenburg-Vorpommern, zwischen Boltenhagen und Usedom, gibt es 19 Seebrücken. Für ganz Deutschland nennt Wikipedia 41 Orte. Na, da sind wir doch neugierig. Fünf Seebrücken haben wir schon in Blogbeiträgen besucht.

Auf der Seebrücke von Zingst, unserer Nummer sechs, waren wir bei super klarem Winterwetter.

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Für unsere Orientierung wäre eine Karte toll. Bitte schön.

Habt ihr schon Seebrücken besucht? Welche Seebrücken fehlen uns noch?

Insgesamt schaut man zu wenig von Seebrücken auf das Meer ;-).

Bitte bleibt neugierig.

zu den Seebrücken #7 bis #10

Fragen führen zu „Win-Win-Situationen“

Heute geht es um eine Win-Win-Situation. Diese Woche erreichte uns per Mail eine Frage zu unserer NordTour. Bernd fragte uns:

War es schwierig, das Fahrrad auf dem Flughafen in Alta Richtung Berlin aufzugeben?
Hättet Ihr vielleicht ein paar Tipps was dabei zu bezüglich Verpackung zu beachten ist?

Wir freuen uns über Fragen. Es lesen tatsächlich Menschen unseren Blog. Diese Freude ist auf jeden Fall eine Win-Situation.

Die Antwort auf die Fragen war einfach:

Nein, es war gar nicht schwierig. Wir mussten nur den Lenker quer stellen und Luft ablassen. Verpacken mussten wir die Räder auf dem Flughafen von Alta gar nicht.

Wenn die Antworten Bernd bei der Planung helfen, haben wir die nächste Win-Situation.

Dann gibt es noch eigene Erinnerungen und Emotionen, die uns während der Antwort wieder in das Bewusstsein kommen: Wir sitzen auf einer Bank im Hafen von Honningsvåg. Das Städtchen Honningsvåg liegt auf der Insel Magerøya nur 40 Kilometer vom Nordkapp entfern. Die Nordlys der Hurtigrouten schiebt sich majestätisch in den Hafen.

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Nordlys bedeutet Nordlicht. Susanne und ich spüren dieses Licht des Nordens.

Wir sind ganz weit oben in Norwegen, ganz weit oben in Europa und ganz weit weg von unserem Alltag. Gleich erleben wir, wie sich der Touristenstrom aus dem Kreuzfahrtschiff in den 3.000 Seelenort ergießt. Als erstes geht Personal der Reederei von Bord. In den schmucken Uniformen und mit Schildern auf denen Nordkap steht, lenken sie am Kai den Strom der Kreuzfahrtouristen zu den Bussen.

Wir sind nicht mit dem Kreuzfahrtschiff, Flugzeug oder Auto gekommen. Eine unglaubliche Kette von perfekten und unvergesslichen Momenten liegt hinter uns. Wie viele dieser Momente werden es wohl gewesen sein? Wir wissen es nicht. Wie sind wir nur hier her gekommen? Was hatten wir nicht für unglaubliche Erlebnisse?

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Hinter uns stehen unsere zwei treuen Fahrräder, die uns von Deutschland bis an das Nordkap gebracht haben! Diese Erinnerungen stellen eine weitere Win-Situation dar. So bleibt festzustellen, dass die zwei Fragen von Bernd mindestens zu einer Win-Win-Win-Situation geführt haben.

Und was ist, wenn ihr am Lesen dieses Beitrages auch noch Spaß habt? Dann wäre es ja eine Win-Win-Win-… , Ach, lassen wir das. Was ich sagen möchte, wer Fragen hat, der stelle sie, denn nur so geht es voran.

Bitte bleibt neugierig.

6-Fährentour

Unsere Südskandinavientour geht zu Ende. Wir verlassen Helsingborg gen Süden.

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Ein letzter Blick fällt auf die Fährverbindung, die alle 15 Minuten die Partnerstadt Helsingör in Dänemark anläuft.

Doch einen vollen Tag haben wir noch. Malmö ist unser nächstes Ziel. Malmö hat uns überrascht. Was für eine schöne Stadt.

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Rathaus von Malmö
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Leuchtturm Malmö-Innenhafen
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Susanne vor dem Turning Torso

Der „Turning Torso“ in Malmö ist mit seinen 190 Metern der höchste Wolkenkratzer Skandinaviens.

Dann sahen wir sie, die Öresundbrücke. Leider ist sie für Fahrradfahrer gesperrt.

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So nutzten wir die kleine Brücke im Vordergrund. So ganz bis Dänemark reichte diese aber nicht. Wir unterquerten dann die große Öresundbrücke und radelten nach Trelleborg.

Vor einem Jahr nahm unsere Nordtour nach Verlassen der „Tom Sawyer“ ihren Anfang. Dieses Jahr sollte unsere Tour mit der Überfahrt nach Rostock auf dem Schwesternschiff, der Huckleberry Finn enden. Was toll ist, wir erhielten für das Anbordgehen unsere eigene Aufstellspur :-). Die Tage sind schon wieder kürzer. Die Sonne ist bereits vor 22:00 Uhr untergegangen.

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Die Fähre läuft um 23 Uhr aus und wir verschwinden ganz schnell in unserer Kabine. Das gleichmäßige Stampfen des Motors wiegt uns in den Schlaf.

Wir erinnern uns noch einmal an unsere Rundreise. Sie begann in Niebüll im Norden Deutschlands. Wir flogen nicht. Wir fuhren aber sechs Mal mit einer Fähre:

Aggerfähre

Hirtshals- Langesund

Skar – Finnsbro (Gullmarsleden)

Helsingborg – Helsingör und Helsingör – Helsingborg

Trelleborg – Rostock

Mit ein wenig Wehmut sagen wir, tschüß Schweden!

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Und zum letzten Mal füge ich einen Song zu unserem Skandinaviensommerurlaubssoundtrack hinzu. Dieses Mal wähle ich einen Aktuellen. Wir kehren zurück in die „Reality“ (Lost Frequencies feat Janieck Devy). Falls du Fragen zu unserer Tour hast, immer her damit.

Bitte bleibt neugierig.

1 x Oslofjord komplett bitte

Der Oslofjord ist ein ausgewachsener Fjord in Südnorwegen. Luftlinie ist er in Süd-Nordrichtung etwa 118 Kilometer lang. Als Radler ist man da schon ein wenig unterwegs. Da ich heute viel zu früh wach wurde, habe ich mir die Zeit mit etwas „nerden“ vertrieben. Es wäre doch toll, wenn ich eine Karte mit unserer Route in den Blog einfügen könnte. Die Route „tracken“ wir mit einem Garmin-GPS-Gerät mit. Den Blog schreibe ich auf einem Smartphone. Nach ungefähr zwei Stunden probieren habe ich ein Ergebnis.

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Geht doch! So sieht also der Oslofjord aus, um den herum ca. 40% der norwegischen Bevölkerung wohnt. Fahrradtechnisch ist die Strecke nicht so einfach gewesen, da doch ziemlich viel Verkehr war.

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Da nun unser letzter Tag in Norwegen …

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… ist, füge ich heute den Song „If a song could get me you“ von der Norwegerin Marit Larsen zu unserem Skandinaviensommerurlaubssoundtrack hinzu. Schweden wir kommen!

… und im nächsten Blog erfahrt ihr, was Ingrid Bergmann und Ronja Räubertochter miteinander zu tun haben.

Auf nach Fjälbacka. Bitte bleibt neugierig.

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Festung Fredriksten

MS Bergensfjord oder eine kleine Kreuzfahrt

Wir sitzen auf der MS Bergensfjord. Wenn ich jetzt einen Song nennen sollte, dann wäre es „Don’t pay the ferryman“ von Chris de Burgh. Natürlich haben wir den Fährmann schon vorher bezahlt. Da wir uns ganz kurzfristig für die Fährfahrt entschieden haben, hat sich der Fährmann die Hände gerieben.

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Die Bergensfjord ist ein Fährschiff, das in 4 1/2 Stunden von Hirtshals in Dänemark nach Langesund in Norwegen fährt. Diese Fähre ist riesig. Sie bietet bis zu 1.500 Passagieren und 600 Autos Platz.

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Selbst große LKW fahren weit hinten hinter Susanne ganz locker um die Ecke. In drei Spuren stehen sie nebeneinander und können direkt vorwärts die Fähre wieder verlassen.

Unsere Räder haben wir sicherheitshalber fest gezurrt.

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Es wären da noch ein paar Gurte übrig ;-).

Als Radfahrer sind wir vor dem an Bord gehen locker an der langen Autoschlange vorbei gerollt. Ganz vorne angekommen wurden wir dann aufgefordert, als erste an Bord zu gehen. Das hat auch den Vorteil, dass wir eine völlig leere Fähre sahen und uns die Plätze an Bord aussuchen konnten. Heute sind die Fähren kleine Luxusliner. So kommen wir zu einer kleinen Kreuzfahrt. Cool!

Mal sehen, was ob wir in Norwegen Fjorde sehen?

Bitte bleibt neugierig :-).

Rubjerg Knude – Sand in my shoes

A song by Dido is called „Sand in my shoes“. I thought of this song on the way to our today’s special point of interest. We visited the sandy lighthouse of Rubjerg Knude. With our bicycles it was a hard hike to the lighthouse.

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The lighthouse of Rubjerg Knude was built in 1900. In 1968 the lighthouse had to be switched off because its light was not seen at the sea. What was happened?

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The stormy wind in Rubjerg Knude piled up a dune of 90 (!) meters high that buried the lighthouse and the outbuildings. The nature was so strong. Nothing helps to stop the sand. Today the lighthouse of Rubjerg Knude is one of the best-visited tourist attractions with a fantastic view over the area.

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The dunes are always moving by the wind and we are always moving with our bicycles. But we take in our shoes a little bit of sand with us.

Please stay curious.
… und morgen machen wir eine kleine Kreuzfahrt.

Vestkystruten

Die dänische nationale Fahrradroute 1 folgt der Westküste Jütlands von der deutschen Grenze bis Skagen. Sie ist 560 Kilometer lang.

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Die Route ist außerdem ein Teil des Nordseeküstenradweges (North  Sea Cycle Route), einer Fahrradroute, die 2001 etabliert wurde. Dieser Nordseeküstenradweg führt durch acht Länder und ist zusammenhängend etwa 6000 Kilometer lang. Damit soll er der längste Fahrradweg der Welt sein.

Am ersten Tag unserer Tour trafen wir ein Pärchen aus Naumburg. Sie sind vor sechs Wochen auf den Shetlandinseln gestartet und erreichten nach Schottland, England, Belgien, Niederlande und Deutschland nun Dänemark.

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Fällt euch an der Fahne etwas auf? Die Fahne flattert kräftig im Wind! … und das macht sie Tag und Nacht! Dänemark ist flach und wenn der steife Nordwestwind über die Nordsee auf das Land trifft, bekommt man sehr viel frische Luft.

Leider lässt die Qualität des Nordseeküstenradweges hier und da Wünsche offen. Auf Schotter sind die 16 Kilometer bis zum nächsten Ort nicht unbedingt ein Vergnügen.

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Alledings gibt es immer gute Alternativrouten auf denen das Radeln Spaß ohne Ende bereitet.

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Und abends geht es an den Strand der Jammerbucht. Da ist er, einer der perfekten Momente.

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Morgen geht es zu einem Leuchtturm, der von einer bis zu 50 Meter hohen Wanderdüne verschüttet war, dem Rubjerg Knude.