Preußische Meilensteine #6 – Berga

Meilenstein Gestien

 

Diesen tollen Preußischen Ganzmeilenstein habe ich bei Berga in Sachsen-Anhalt, kurz vor der Grenze zu Thüringen gesehen. Der Meilenstein befindet sich an der Landstraße 151 (Geokoordinaten N 51° 27.3642′ E 10° 59.064′ ). 32 preußische Meilen sind es noch bis Berlin.

Vier preußische Meilen weiter, in Emseloh bei Sangerhausen, befindet sich der Preußische Ganzmeilenstein 28 Meilen bis Berlin. Beide Meilensteine sind Zeugnis der Kunststraße Langenbogen- Nordhausen um 1826. Es ist toll, dass es diese Meilensteine noch gibt. Kennt ihr noch versteckte Meilensteine?

Bitte bleibt neugierig.

zum Beitrag „Preußische Meilensteine #5“

Gurkenrunde – „Da, ein Bismarckturm!“

Gleich kommt auf unserer „Gurkenrunde“ die vorletzte Rast in Burg (Spreewald). Wir sind zu dritt unterwegs. Bis zum Ziel sind es noch ca. 50 Kilometer. Vor einer Linkskurve sehe ich nur wenige Meter rechts den schönen Burger Bismarckturm. Handzeichen nach hinten, ich schere aus. Frau Traumradlerin ist kurz verwirrt.

„Was ist los, hast du Panne?“
„Alles gut, ich will nur schnell ein Foto machen. Da, ein Bismarckturm! Wir treffen uns bei der Rast.“

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Der Burger Bismarckturm steht auf dem 62 Meter hohen Schlossberg nördlich von Burg. Wir haben ihn stolz auf unserer Traumradeln-Karte hinzugefügt:

Ach ja, nach dem Spreewaldmarathon fanden wir in Lübben am Wegesrand auch noch einen Preußischen Rundmeilenstein.

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Bei den 12 Meilen handelt es sich um Preußische Meilen. Eine Preußische Meile misst gut 7.532 Meter. Bis Berlin sind es also gut 90 Kilometer, aber da radeln wir so müde, wie wir sind, nicht mehr hin.

Bitte bleibt neugierig.

„Gurkenrunde“

Der Spreewald ist für seine Spreewaldgurken, Schmalzschnitten und seine Fließe bekannt. Die Gegend ist sehr flach und eignet sich hervorragend zum Radeln. So kam es, dass wir Traumradler uns entschieden, dieses Jahr beim Spreewaldmarathon mitzufahren. Damit es sich lohnt, sollte es auch gleich die große Schleife sein. Aua.

Pünktlich um 7:30 Uhr erfolgte der Start auf der Schlossinsel in Lübben.

Wir waren nicht alleine. Ein Polizeifahrzeug sorgte für einen geordneten Start, bevor es an Alleen, Wiesen, Wäldern und den typischen Fließen vorbei durch die tolle Spreewaldlandschaft ging.

Der Spreewald gehörte früher zu Sachsen. Das wurde uns bewusst, als die fünfte Rast in Lieberose direkt im Schatten einer sächsischen Postmeilensäule stattfand. Cool.

Wir mögen diese sächsischen Postmeilensäulen und haben schon in Beiträgen darüber berichtet. Die Organisation war perfekt. Wir hätten uns kugelrund futtern können.

Vielen Dank ihr lieben guten Helfer. Ein Stückchen Weg war es noch.

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Nach gut sieben Stunden bogen wir positiv geschafft wieder auf die Schlossinsel in Lübben. Freunde von uns jubelten uns entgegen. Danke dafür :-). Nachdem wir die goldene Spreewaldgurke um den Hals gehängt bekommen hatten, gab es erst einmal ein verdientes Radler. Es waren viele Stände, darunter auch Eis aus Polen, auf dem Festplatz aufgebaut.

Eine Band spielte und die Stimmung war super. Es war eine echt schöne Runde. Wir kommen gerne wieder.

Nach dem Rennen musste natürlich auch noch ein Foto der Postmeilensäule von Lübben her.

Solch eine RTF, eine Radtourenfahrt, ist ein tolle Sache und bringt viel Spaß. Wer wollte, hätte am Sonntag auch gleich noch einen Marathon laufen können. Verrückt und für uns undenkbar. Wir sind sooo happy und müssen jetzt erst einmal ausgiebig regenerieren.

Bitte bleibt neugierig.

Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen!

Dieser Tag begrüßte uns mit ordentlichem Regen. Etwas später als geplant starteten wir auf dem Elberadweg.

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An der heutigen Strecke gab es keine Bismarcktürme, aber alte kursächsische Postmeilensäulen sind doch auch ganz schön. Nachdem wir schon kursächsische Postmeilensäulen in Lübbenau, in Delitzsch und in Baruth festgehalten haben, kamen uns heute die Exemplare von Mühlberg/Elbe …

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… und Belgern …

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… vor die Linse. Von Belgern haben wir noch 32 Stunden bis Magdeburg.

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Na, da wollen wir doch mal schauen, ob wir mit modernen Rädern auf modernen Straßen schneller sind als im 18. Jahrhundert.

Unser Tagesziel war Lutherstadt-Wittenberg. In diesem Jahr feiern wir 500 Jahre Reformation und das ist in Wittenberg an jeder Ecke spürbar.

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Luther vor der Stadtkirche
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Himmelskreuz im Luthergarten

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen!“ Was für ein schöner Spruch, der Luther zugeschrieben wird.

Morgen geht es auf die letzte Etappe unserer Urlaubsradtour nach Magdeburg.

Bitte bleibt neugierig.

Zurück zur Etappe davor?  oder Weiter elbabwärts?

Preußische Meilensteine #5 – Berlin

Neulich fuhr ich von Osten kommend auf der B1/B5/Frankfurter Allee nach Berlin hinein. In Berlin/Mahlsdorf entdeckte ich diesen schönen preußischen Postmeilenstein von 1792.

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N 52° 30.300′ E 013° 36.860′

Zwischen 1799 und 1802 wurde der „Fernweg“ Berlin-Frankfurt/Oder zur „Kunststraße“ bzw. Chaussee ausgebaut. In diesem Zusammenhang entstand die heutige Trasse der B1. (Quelle: Schautafel in der Nähe des Meilensteins)

Eine Preußische Meile (gut 7.532 Meter) weiter hatte ich einen tollen Blick. Ich konnte schnurgerade in das Berliner Zentrum sehen, welches ja noch 7.532 Meter entfernt war.

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Als Beweis dient dieser Meilenstein. Bis zum „Nullmeilenstein“ ist es noch eine preußische Meile.

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N52° 30.677 E13° 29.840

Im Zentrum Berlins, am Marion-Gräfin-Dönhoff-Platz, befindet sich die Rekonstruktion des ehemaligen „Preußischen Nullmeilensteins“.

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N 52° 30.646′ E 013° 23.937′

Schon gibt es drei neue Punkte auf unserer Traumradeln-Landkarte.

Keine Radtour ist langweilig. Es gibt immer etwas zu sehen.

Bitte bleibt neugierig.

zum Beitrag „Preußische Meilensteine #4“

kursächsische Postmeilensäulen

In den letzten Wochen habe ich oft an preußischen Meilensteinen gehalten und fotografiert. Sie sind schmucklos und schlicht. Das geht auch prunkvoller.

Im Kurfürstentum Sachsen sorgten im 18. Jahrhundert August der Starke und sein Sohn noch vor den Preußen für ein landesweites Wegenetz. Damit Transport- und Postgebühren berechnen werden konnten, wurden Meilensteine, die kursächsischen Postmeilensäulen errichtet. Auf meiner Festplatte schlummerten diese drei Fotos.

Lübbenau
Postsäule Lübbenau 1740 (N51° 52.0342 E13° 57.346)
Postsäule Deltzsch
Postsäule Delitzsch von 1730 (N51° 31.420 E12° 20.173)
Baruth
Postsäule Baruth von 1730 (N52° 02.984 E013° 30.250)

Habt ihr auch einen Blick für solche schönen Landmarken?

Übrigens gab es im Anhaltischen ein weiteres unabhängiges Meilensteinsystem. Verrück.

Bitte bleibt neugierig!

zum Beitrag mit weiteren Sächsischen Postmeilensäulen

 

Everesting am Brocken

8848 Meter ist der Mount Everest hoch. Everesting am Brocken bedeutet, diese Höhenmeter durch wiederholtes Brockenhochradeln zum Beispiel von Schierke aus zu sammeln. 18 Auffahrten und mehr als 340 Kilometer sind dazu notwendig.

Nein, 18 mal haben wir das nicht hinbekommen. Aber an diesem Osterregensamstag habe ich mich von zu Hause auf den Weg gemacht. Auf dem Weg „discoverte“ ich im Regen kurz vor Schleibnitz bei N52° 04.557 E011° 29.797 einen weiteren preußischen Ganzmeilenstein.

N 52° 04.557 E 011° 29.797

Irgendwann kam ich dann am letzten öffentlichen Parkplatz an der Brockenstraße zum Basiscamp der Aktion. Dort traf ich ein ganze Menge Gleichgesinnte. Grüße nach Sachsen.

Die Organisatoren sammeln für ein Kinderhospiz in Leipzig. Na dafür schwitze ich doch gerne und gebe ein paar Euro. 500 Höhenmeter weiter gab es Nebel und ein in der Pfütze stehendes Rad.

Ich habe es bei nur einer Auffahrt belassen. Danke liebe Ideengeber ich hatte einen coolen Tag, auch wenn ich mich zwischenzeitlich wie ein in einen Teich gefallene Milchbrötchen gefühlt habe.

Bitte bleibt neugierig 😀.