„Übernachter“ in Hessen

Ein Termin verschlug mich nach Fulda.

Wenn ich schon hier bin, kann ich auch mal wieder eine Etappe der „unendlichen Rundfahrt“ bestreiten. Ich suchte mir den Bismarckturm von Schotten auf dem Taufstein aus.

Als Flachlandradler hatte ich die Geografie mal wieder komplett unterschätzt. Der Bismarckturm von Schotten liegt im Vogelsberg. Was zum Teufel ist der Vogelsberg?

Der Vogelsberg ist ein echtes Mittelgebirge in Hessen und das größte geschlossene Basaltmassiv Europas. Nach einem ausgiebigen Schwätzchen mit einer Einheimischen über die Schönheiten dieses Fleckens radelte ich auf dem Vulkanradweg, einer alten wunderschönen Bahnstrecke, meinem Schlafplatz entgegen.

In der Nacht umschwirrten Leuchtkäfer mein Zelt. Wie cool war das denn? Kurz nach 5 Uhr fing mein Tag mit perfektem Sommerwetter an. Ich packte meine Sachen.

Der 94 Kilometer lange Vulkanradweg schlängelt sich mit feinstem Asphalt auf der Trasse der ehemaligen Oberwaldbahn durch die herrliche Wald- und Wiesenlandschaft Nordhessens. Ein Traum.

Erst überquerte ich ein paar mal die Fulda und dann auch die Werra. Schließlich erreichte ich mein Ziel Eisenach. Von dort ging es mit der Bahn zurück in die Heimat.

Ich habe in diesen zwei Tagen viel erlebt und empfehle einen spontanen „Übernachter“. Er kann ja auch komfortabler sein.

Bitte bleibt neugierig.

Wegweisend – Schildersonntag #114

Da kannst du machen was du willst, denn da bist du …

Wir wünschen einen schönen heißen Sonntag und bitte bleibt neugierig.

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Was für ein Landstrich? – Schildersonntag #113

So sieht man sich in Ostwestfalen-Lippe. Wir lieben Landstriche mit Kläffern, Kleppern und Käffern.

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Mit der Ferkeltaxe durch die Börde

Wer in der Magdeburger Börde unterwegs ist, denkt an endlose Felder, den fruchtbarsten Ackerboden Deutschlands, schnurgerade Straßen und Bördedörfer, die irgendwas mit „-leben“ heißen.

Genau hier entstand auf einer alten Bahnstrecke zwischen Eilsleben und Nordgermersleben ein wunderschöner Radweg, der Ferkeltaxenradweg.

Die „Ferkeltaxe“ war früher der liebevolle Spitzname der DDR-Schienenbusse mit runder Front. Diese Schienenbusse tuckerten über die Nebenstrecke zwischen Eilsleben und Haldensleben. Heute rollen auf der alten Bahntrasse keine Triebwagen mehr. Auf den ersten 15 Kilometern können wir seit Kurzem entspannt auf glattem, hellem Asphalt radeln.

Wir starten unsere Entdeckungstour auf dem Bahnhof in Eilsleben, den man stündlich mit dem Zug erreichen kann. Schon kurz hinter Eilsleben merkt man den Vorteil einer alten Bahnstrecke: kaum Steigungen, sanfte Kurven und ein entspanntes Dahinrollen. Der Weg führt vorbei an Feldern, alten Brücken und stillen Dorfansichten. Besonders toll sind die Rasthütten. Dort gibt es sogar zwei Sonderstempel der Harzer Wandernadel. Wie cool ist das denn?

Am Ferkeltaxenradweg gibt es keine großen Sehenswürdigkeiten. Stattdessen lebt er von dem besonderen Gefühl, mitten durch die Landschaft zu gleiten und den alten Bahnhofsgebäuden beim Verfall zuzuschauen.

Der Ferkeltaxenradweg ist eine kleine Zeitreise auf zwei Rädern mitten durch das Herz der Börde. Wenn ihr in der Nähe seid, probiert ihn aus.

Bitte bleibt neugierig.

Von Nordgermersleben kann man auf dem „Holunderradweg“ weiter radeln.

Unendlich Rundfahrt – Herford und Bad Salzuflen

1871, nach der Gründung des deutschen Kaiserreiches war es notwendig die innere Einheit herzustellen. Das ist offenbar eine wiederkehrende Aufgabe.

Damals wurden Persönlichkeiten der Einigungskriege und der Reichsgründung heroisiert. Es wurden zahlreiche Denkmäler von Kaiser Wilhelm I., aber auch von Otto von Bismarck errichtet. Ab 1890 und besonders nach Bismarcks Tod wurden in ganz Deutschland Bismarcktürme gebaut. Hier seht ihr den Bismarckturm von Herford.

Sind wir mit dem Fahrrad unterwegs und in der Nähe gibt es einen Bismarckturm, dann besuchen wir diesen Turm. Nach einer Idee von Kreuzbube ist das unsere „unendliche Rundfahrt“.

Letztes Wochenende war es mal wieder so weit. Vor und nach einem tollen Wochenende mit Freunden in Gütersloh, erradelten wir zwei neue Bismarcktürme bei Herford und Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen.

Wie sieht es mit einer „unendlichen Rundfahrt“ bei euch aus?

Bitte bleibt neugierig.

hier geht es zu noch viel mehr Bismarcktürmen

Tutanchamun gucken

Wusstet ihr, dass das Grand Egyptian Museum, das GEM in Kairo, mit rund 480.000 Quadratmetern Gebäudefläche viel, viel größer ist als das Hauptterminal des Berliner Flughafens?

Das Terminalgebäude vom BER hat „nur“ 360.000 Quadratmeter. Das GEM wurde am 1. November 2025 neu eröffnet und ist echt cool.

Die Eintrittskarten kosteten 26 Euro je Person. Wir haben die Karten im Internet gekauft und der Zugang funktionierte problemlos ohne Wartezeit. Die gut 3 Kilometer von unserem Hotel zum GEM fuhren wir mit Uber.

Nach unserm Besuch in der Antike gönnten wir uns in der Gegenwart einen Trip in die Wüste. Unser Ziel war der älteste Geocache von Ägypten. Dieser Geocache liegt ca. 100 Kilometer südwestlich von Kairo im Norden des Qarun-Sees. Unser Uberfahrer war über das Ziel unserer Fahr völlig irritiert.

Zwischendurch drohte er sogar die Polizei zu alarmieren, weil er vermutete, dass wir archäologische Schätze suchen wollten. Er tat es nicht und am Ende hatten wir einen Fund und ein kleines Abenteuer erlebt. Wir werden das Wochenende in Ägypten immer in Erinnerung behalten.

Bitte bleibt neugierig.

hier könnt ihr Pyramiden gucken

Pyramiden gucken

Auf unserer Weltreise nehmen wir euch heute zu einem Weltwunder, den Pyramiden von Gizeh mit.

Zu sechst flogen wir mit Egyptair für ein langes Wochenende von Donnerstag bis Sonntag nach Kairo.

Damit wir wirklich Pyramiden gucken können, mieteten wir uns in Gizeh in ein kleines Hotel in Sichtweite der Pyramiden ein.

Nach dem Frühstück spazierten wir ca. 300 Meter zum Sphinx-Eingang. Dort zeigten wir unsere im Internet gekauften Tickets, 12 Euro für das Gizeh-Plateau und 28 Euro für den Besuch der Grabkammer in der Cheops-Pyramide.

Ein Ägypter half uns am Kontrolldrehkreuz. Sekunden später begriffen wir warum. Der Ägypter wollte uns mit unangenehmem Druck eine Kamel- oder Kutschentour verkaufen. Wir brauchten richtig Standhaftigkeit, um uns dagegen zu wehren.

Bis zum frühen Nachmittag schauten wir uns touristenmäßig, ohne Führer und ohne Kamelquälerei alles an.

Wir waren sogar in der „Great Pyramid of Khufu“, der Cheops-Pyramide. Es war voll. Die Ägypter ließen ohne Limit ein und die Menschen stauten sich in der Enge. Die Luft war sehr schlecht. Wir sahen viele nach Luft ringen und sie kamen uns nassgeschwitzt entgegen. Wir waren auch dabei und es war sehr cool in der ca. 4.500 Jahre alten Grabkammer zu stehen.

Die alten Steine und das UNESCO-Weltkulturerbe sind echt klasse. Alles drumherum ist leider dreckig und überall wird gebettelt.

Am Samstag, unserem zweiten vollen Tag ging es in das neue „Große Ägyptische Museum“ und sogar ca. 100 Kilometer in die Wüste.

Bitte bleibt neugierig.

Weltwunderverbot – Schildersonntag #112

Verbot und Ewigkeit teilen sich an der Menkaure- Pyramide von Gizeh denselben Stein.

Nicht das Verbot wird bleiben, sondern der Stein.

Circa 200 Generationen konnten schon so schauen wie wir. Verrückt.

Mögen es noch viele weitere Generationen werden.

Bitte bleibt neugierig.

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Das Beste der Welt – Schildersonntag #111

Was könnte es Besseres geben?

Bitte bleibt neugierig.

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Im Schatten der Hexen – Huysburg

Der Huy ist ein sanfter Höhenzug im nördlichen Vorland des Harzes. Er ist mit seiner maximalen Höhe von etwa 315 Metern eine beliebte Wanderregion. Oben auf dem Höhenzug erhebt sich die Huysburg mit ihrem beeindruckenden Kloster. Ein Ort voller Geschichte und Atmosphäre.

Hier befindet sich eine der beliebten Sonderstempelstellen „Im Schatten der Hexen“. Allerdings gibt es keinen blutroten Stempelkasten. Den Stempel erhält man an der Kasse im Klosterladen. Heute hatten wir sogar unser Stempelheft dabei.

Die mystische Stimmung des Huy mit alten Klostermauern, Wäldern und Ausblicken passt perfekt zum Thema. Nicht weit von der Huysburg finden wir mitten im Wald die Sargstedter Warte.

Ob als Ergänzung zur Harzer Wandernadel oder als eigene kleine Tour, die Stempelstelle „Im Schatten der Hexen“ auf der Huysburg verbindet Natur, Kultur und ein bisschen Gruselfaktor auf wunderbare Weise. Viel Spaß beim Stempeln und Wandern im Huy!

Bitte bleibt neugierig.

zu weiteren Stempelstellen „Im Schatten der Hexen“