Herbsteszeit

Wenn wir jetzt die Chausseen entlangradeln, sehen wir Birnbäume voller reifer Birnen. Uns kommt da das wunderbare Gedicht von Theodor Fontane in den Sinn. Wenn ihr es komplett lest, erliegt ihr vielleicht auch seinem Zauber😉.

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.

Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn‘ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ’ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Was für ein schöner Gedanke? Bitte bleibt neugierig🙂.

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Ein Bismarckturm im gemütlichen Rheinland.

Wer hier öfter vorbei schaut, weiß, dass wir angestachelt durch die „Unendliche Rundfahrt“ gerne den einen oder anderen Bismarckturm besuchen. Dieses Mal war unser Ziel so ganz ohne Fahrrad ein schönes Exemplar, welches überhaupt nicht auf einem Hügel oder Berg thront. Der Turm in Bonn-Gronau steht ganz gemütlich in der Rheinaue, unweit des Rheins.

Übrigens, geht man in Berlin vom Kronprinzessinnenweg zum Hafen Wannsee über eine Haveldüne, steht man direkt vor diesem Herrn Bismarck.

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Bismarckdenkmal am Wannsee in Berlin

Herr Bismarck hat uns auch eine ganze Reihe von Zitaten hinterlassen. Ein Beispiel gefällig:

„Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.“

Ob das heute nach mehr als 100 Jahren auch noch gilt?

Bitte bleibt neugierig 😀.

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Dornröschenschlaf

Letztes Wochenende fand der Tag des offenen Denkmals statt. Wir haben uns für einen Besuch in Dornburg entschieden. Unser Dornburg liegt nahe des Elbkilometers 300.

In Dornburg liegt ein prächtiges Schloss im Dornröschenschlaf. Wie üblich, bei Klick gibt es großes Bild.

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Schloss Dornburg – Ansicht von hinten

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Schloss Dornburg – Ansicht von vorn

Das Schloss wurde 1751 für die Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst, die Mutter der russischen Zarin Katharina der Großen, erbaut. Obwohl es in keinem guten Zustand ist, kann man sich an Details erfreuen.

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… und kaufen kann man es für kleines Geld auch😉.

Zu DDR-Zeiten wurde das Schloss als Archiv genutzt. Ein paar Dokumente von Siemens & Halske zum Beispiel über den Bau einer Wasserkraftanlage in Niederschlesien sind noch da.

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Nach der Schlossbesichtigung hatten wir noch Zeit am schönen Elbestrande den Anglern beim Hegefischen zuzuschauen.

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Gibt es bei euch vielleicht auch Schlösser im Dornröschenschlaf oder ein Denkmal, welches ihr am Tag des offenen Denkmals besucht habt?

Bitte bleibt neugierig🙂.

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Badebereich Ende?!

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15. September 2016

Ich kann mich an keinen so heißen September erinnern. Gerade waren wir baden. Was für ein grandioser Sommer.

Haben wir jetzt das Ende des Badebereiches erreicht?

Bitte bleibt neugierig🙂.

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Die unbeachtete Challenge

Nach dem Sommer sind fünf Landkreise „discovert“. Ihr fragt, worum geht es eigentlich?

Wir riefen im Frühjahr auf, Landkreisschilder beim Radeln zu beachten. Wenn ihr ein solches Landkreisschild seht, könnt ihr euer Fahrrad mit Landkreisschild fotografieren. Wer uns dann noch das Foto schickt (deutschlandtour@traumradeln.de) oder es im Kommentar verlinkt, nimmt an der Challenge teil.

zur Traumradeln Deutschland-Challenge

Wir konnten uns bisher über fünf Fotos freuen.

Wir selber haben natürlich ab und zu beim Erreichen einer Landkreisgrenze angehalten und auch ein Foto „erbeutet“🙂.

Da wir selber außerhalb der Konkurrenz an der Challenge teilnehmen, sind die Landkreise „Börde“ und „Harz“ noch nicht vergeben.

Wir haben auch festgestellt, es gibt Landkreise, die haben auf allen Straßen an der Landkreisgrenze Schilder aufgestellt. Es gibt Landkreise, da findet man nur an wenigen Straßen Landkreisschilder und es gibt Landkreise, da findet man gar keine Schilder.

Natürlich freuen wir uns auch über Kommentare, wie: Wir haben kein „Oberhavel“-Landkreisschild gefunden. Wir könnten dann ja mal den betreffenden Landkreis anschreiben und fragen, warum er keine Schilder hat😉. Auf unserer interaktiven Karte haben wir heute die fünf vergebenen Landkreise grün markiert.

Mal sehen, ob diese Challenge auch in Zukunft eher unbeachtet bleibt. Wir werden auch weiterhin Fotos von Landkreisschildern schießen.

Vielleicht radelt ihr ja auch mal an einem Landkreisschild  vorbei. Bitte bleibt neugierig🙂.

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Gucke mal, ein Freilauf!

Heute wird es wieder mal etwas „nerdig“. Gibt es das Wort?

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demontierter Freilauf mit drei Klinken

Wenn man vorwärts in die Pedale tritt und die Kraft wird auf Hinterrad und Straße übertragen, macht radeln Spaß. Neulich trat ich kraftvoll in die Pedale und trat genauso kraftvoll ins Leere😦. Die Pedale drehte ohne jeden Widerstand durch. Mit dem nächsten Tritt war wieder alles in Ordnung. Das hatte ich noch nie.

Nach der Tour schaute ich mir das Fahrrad im Keller an. Ich konnte mit Gefühl den Fehler nachstellen. Obwohl ich die Pedale vorwärts drehte, passierte mit Zahnkranz, Kette und Hinterrad nichts. Ohhh😮, das geht ja gar nicht!

Schnell hatte ich die Vermutung, dass der Freilauf nicht mehr richtig funktioniert. Es handelte sich um ein Hinterrad von DT Swiss (X1900 Spline 29). Das Ritzelpaket hinten hatte ich schnell demontiert. Dann wollte ich den Freilauf abziehen. Das geht ohne Werkzeug, aber ich hatte es noch nie gemacht. Ich scheiterte.

Im Internet fand ich den Tipp, das Hinterrad im Schraubstock einzuspannen und es einfach mit beiden Händen an den Speichen nach oben zu drücken. Natürlich wollte ich die Nabe mit meinem groben Schraubstock nicht deformieren. Lösung: Ich bestellte mir ein Tool für den Schraubstock, welches genau den Durchmesser der Freilaufabdeckung hat.

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So ein Tool wollte ich schon immer haben🙂. Mein schickes neues Tool habe ich schnell eingespannt und mein Hinterrad zuversichtlich mit den Händen an den Speichen nach oben gedrückt. Es klappte. Die Freilaufabdeckung blieb im Schraubstock und ich bekam das Rad ins Gesicht. Wieder was gelernt😉.

Und siehe da, der Fehler war gefunden. Die Klinkenfeder war gebrochen und außerdem war alles verdreckt, so dass die Klinken nicht mehr „klinken“ konnten.

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Beim Internetversender meiner Wahl bestellte ich einen Ersatzfederring und baute alles wieder zusammen.

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Den Freilauf musste ich nun nur wieder auf die Nabe schieben. So …

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Tritt man nach vorne, drücken die Klinken nach außen und rasten an den Zähnen der Nabe ein und treiben das Rad voran.

Tritt man rückwärts werden die Klinken in den Freilauf gedrückt und rasten nicht an der Nabe ein. Bei manchen Laufrädern hört man dann das leise klackern der Klinken, wie sie an den Zähnen der Nabe vorbeigleiten.

Mal sehen, ob ich alles richtig gemacht habe. Die Probefahrt kommt erst noch. Nun habt ihr an meiner Freilaufbastelei teil genommen. Falls ihr Fragen habt, gerne. Ich habe jedenfalls verstanden, wie mein Freilauf funktioniert. Jedenfalls in diesem Moment😉.

Bitte bleibt neugierig🙂.

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Landessportspiele für Behinderte und ihre Freunde – Spendenzwischenstand

Heute durften wir in Beetzendorf in der schönen Altmark zu Gast bei den 27. Landessportspielen sein. Solch ein Getümmel möchte ich sehen!

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Die Idee dieser Veranstaltung ist, dass Menschen mit und ohne Handycap gemeinsam in wirklich originellen Wettbewerben Sport treiben. Da gibt es den Altmärker Rundkurs. Hand in Hand läuft ein Paar (mit und ohne Handycap) an fünf verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Altmark vorbei.

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Kennt ihr den Salzwedeler Baumkuchen? Logischerweise hat man in der Altmark daraus ein Spiel gemacht, den Baumkuchen-Zielwurf.

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Zu sehen, welchen Spaß die vielen 100 behinderten und nichtbehinderten Teilnehmer gemeinsam haben, ist einfach großartig.

Übrigens haben wir im Vorfeld dieser Veranstaltung erfahren, dass 44 Unterstützer unserer Osttour zu Gunsten des Behindertensports 1.585 Euro gespendet haben. Wir freuen uns riesig und werden weiter berichten. Am 15. September wollen wir einen symbolischen Abschlussermin für unsere Spendenaktion setzen. Wir sind sehr gespannt, für welches Projekt der Förderverein eure und unsere Spenden einsetzt. Herzlichen Dank allen Unterstützern unserer Spendenaktion.

Bitte bleibt neugierig🙂.

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Sind wir nicht alle Schildbürger #12?

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Einfache Wahrheit!

Nach unserem letzten „Kellnerwarnschildpost“ erhielten wir eine Mail mit diesem Bild. Uta, herzlichen Dank dafür. Wir lieben klare und ehrliche Botschaften🙂.

Bitte bleibt neugierig!

Zum Schubfach mit den Schildbürgerbeiträgen!

 

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Sind wir nicht alle Schildbürger #11?

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Puhh, das war knapp. Glück gehabt :-)!

Zum Schubfach mit den Schildbürgerbeiträgen!

 

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Wer kennt sie noch?

Gesehen auf unserer Osttour in Gorzów Wielkopolski, ehemals Landsberg an der Warthe.

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Kennt ihr sie noch?

Bitte bleibt neugierig🙂.

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