Moskauer Impressionen

Im letzten Beitrag sind wir Metro gefahren. Nun steht die Abreise unmittelbar bevor. Moskau ist wirklich riesig.

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Einheimische sprachen davon, dass in Moskau inwischen 15 Millionen Menschen leben. Die offizielle Zahl von 12 Millionen sei längst überholt. Natürlich gibt es nicht nur das glitzernde Moskau in der City, sondern auch riesige Plattensiedlungen in den äußeren Stadtbezirken.

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Als wir durch solche Siedlungen liefen  …

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… mussten wir gelegentlich auch schmunzeln.

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Das deutsche Wort „Bier“ hat es in kyrillischen Buchstaben zwischen die englischen Worte „The“ und „Shop“ geschafft.

Bei der Enge in den Siedlungen sind Parks eine wichtige und tolle Sache. Moskau hat sehr viele Parks. Wir sahen in Kolomenskoje alte Zarenresidenzen.

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aus Stein

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und aus Holz

In der City ist der Gorkipark unbedingt einen Besuch wert.

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Wir sitzen auf einer Bank und essen ein „мороженое“, ein leckeres Eis. Wir sehen den Menschen beim Bummeln zu. Zwangsläufig kommt uns hier im Gorkipark das Lied der Scorpions in den Sinn.

I follow the Moskva
And down to Gorky Park
Listening to the wind of change

An August summer night
Soldiers passing by
Listening to the wind of change

The world is closing in
And did you ever think
That we could be so close, like brothers

The future’s in the air
I can feel it everywhere
Blowing with the wind of change

Take me to the magic of the moment
On a glory night
Where the children of tomorrow dream away
In the wind of change

So endet unsere Osttour. Wir möchten uns bei euch Lesern bedanken und ganz besonders natürlich bei allen Unterstützern unserer Spendenaktion. Vielleicht wird morgen unsere Welt ein kleines wenig besser.

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Ein Foto von den Spatzen im Gorkipark geht noch😉.

Bitte bleibt neugierig ☺.

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Die Moskauer Metro ist eine Reise wert

Zur Schule des heiligen Georg sind wir mit der Metro gefahren. In Moskau fährt man Metro. Die Stationen der Moskauer Metro sind teilweise so prunkvoll, dass man sie mit Palästen vergleicht. Das können wir bestätigen. Klicken macht die Bilder größer.

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Metrostation Kiewskaja

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drei Damen pflücken Obst

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Erzieherinnen bei der Arbeit?

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mein Favorit – Arbeiter, die mit einer Maßleere einen Radsatz prüfen

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… oder doch die Erntefrauen?

Man hat soooo viel zu schauen. Nehmen wir die Metrostation Komsomolskaja. Schon wenn man mit der Rolltreppe, in unserem Fall hoch zur Station fährt, beeindrucken die Decken Mosaike.

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Metrostation Komsomolskaja

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Wenn man eine Metro verpasst ist das gar nicht schlimm, denn zwei Minuten später fährt bereits die nächste Bahn.

Es geht natürlich auch plastisch.

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Zug fährt in Metrostation „Platz der Revolution“ ein

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Das Huhn der Bäuerin mögen viele.

Ohne Lenin geht es natürlich nicht …

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… und die Sowjetsymbolik ist auch allgegenwärtig.

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Metrostation Pawelskaja

Wir haben bestimmt noch 50 Bilder dieser Art. Dabei haben wir unsere 20-Metrofahrtenkarte für 650 Rubel, das sind weniger als 10 Euro, noch lange nicht aufgebraucht. Wir werden weiter die Augen offen halten.

Bitte bleibt neugierig ☺.

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… oder sind doch die Damen mit dem großen Gemüse die Nummer 1?

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Die Schule des Heiligen Georg in Moskau

Moskau mit seinen ca. 15 Millionen Einwohnern ist riesig. Die Schule des Heiligen Georg liegt im Südwesten ca. 15 Kilometer vom Roten Platz entfernt. Wir fahren mit der Metro und werden von Sveta, einer Lehrerin, von der Metro-Station abgeholt. Von außen sieht die Schule so aus.

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Die Schule ist eine Privatschule, die sich um mehrfach (Downsyndrom, Epilepsie, Enzephalitis) geistig behinderte Kinder und junge Erwachsene kümmert. Da jetzt gerade Ferien sind, konnten wir keine Schüler treffen, aber Olga. Sie ist ebenfalls Lehrerin.

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Olga führte uns durch alle Klassenräume.

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Hier wurde Geburtstag gefeiert.

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Die Schule versucht die Schüler durch Kunst (malen, musizieren, basteln) zu ereichen.

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Wir waren am Montag, понедельник …

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… zu Besuch.  Am Ende der Führung gab es für uns eine Tasse Tee und Kuchen. Wir erzählten über unser Spendenprojekt und übergaben unseren Wimpel aus Magdeburg und ein „Osttour-shirt“.

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Zum Abschied drückten wir Olga und Sveta. Sie schenkten uns einen Kuchen. Es war eine tolle Begegnung und für uns ein unvergesslicher Moment. Danke an Sveta und Olga. Jetzt schauen wir uns Moskau an. Dafür nutzen wir natürlich die Metro. Über die Metro handelt der nächste Beitrag.

Bitte bleibt neugierig ☺.

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Osttour – 6 Dinge, die uns in Polen aufgefallen sind

Wir sind von West nach durch Polen geradelt. Ist in Polen etwas anders als bei uns? Was ist uns aufgefallen?

Hier kommen unsere subjektiven Top 6:

1. Es gab auf 770 Kilometer Straßenrand beinahe keinen Müll.

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Hier liegt eines unserer Fahrräder am Straßenrand, sonst nichts. In Polen gibt es auch McDonalds und Bierdosen und Plastikverpackungen und …

2. In Polen merkt man, dass es aufwärts geht. Es wird viel gebaut und fast überall mit Hilfe der EU.

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3. Die Polen messen gelegentlich die Temperatur ihrer Straßen.

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4. In Polen scheinen immer alle Bewohner eines Ortes draußen auf den Beinen zu sein. Polen machte auf uns einen quirligeren und jüngeren Eindruck als Deutschland.

5. Die Polen hupen Fahrradfahrer nicht einfach so an. Wir sind nur ein einziges Mal in Polen angehupt worden. Das Auto hatte ein Wismarer Kennzeichen.

6. In Polen war es für uns immer wieder eine Überraschung, in welche Richtung Wasserhähne auf- oder zugedreht werden. Besonders „cool“ ist es, wenn in der Dusche Warmwasser- und Kaltwasserhahn in unterschiedliche Richtung geschlossen werden. Man dreht also nach dem Duschen den Warmwasserhahn zu und den Kaltwasserhahn (?)… . Das Verhalten war reproduzierbar, erst hörte ich aus der Dusche einen Schrei von Susanne bevor ich die selbe Situation ein halbe Stunde später nachstelle.

Vielleicht besucht ihr ja auch einmal Polen. Bitte bleibt neugierig ☺.

Statistik:
Gesamtkilometer: 1.200
Spendenstand: 164 Cent je geradeltem Kilometer
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Unten haben wir mal alle Tracks unserer Osttour zusammengefügt.

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Neue Pläne und eine Challenge für unsere Osttour

Durch unseren Trauerfall haben wir unsere Osttour nach 1.200 traumhaften Fahrradkilometern abrupt und plötzlich abgebrochen. Nun haben wir alles Nötige geordnet. Bis zum Wochenende wird sich alles finden.

Und schon ist die Idee geboren, doch noch Moskau zu erreichen. Man hat ja auch nicht jeden Monat ein für Russland gültiges Visum in seinem Reisepass. Mit dem Fahrrad klappt das nun leider nicht mehr. Aber es gibt ja auch Flugzeuge. Ein Flug nach Osten ist gebucht.

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Wir waren 1986 das letzte Mal in Moskau. Da ist es bestimmt spannend, diese Stadt wieder zu sehen.

Ein Spender hat uns zu einer (Achtung Anglizismus) Challenge herausgefordert. Wenn wir ein Foto von MISIS posten, verdoppelt er seinen Spendenbetrag. Dazu mehr, wenn es uns gelingt dieses Foto zu machen.

Ihr seht, es gibt gute Gründe für uns nach Moskau zu reisen. Falls wir etwas Spannendes oder Schönes erleben, wollen wir auch hier berichten. Unsere Osttour ist also noch nicht ganz zu Ende.

Bitte bleibt neugierig:-).

Statistik:
Gesamtkilometer: 1.200
Spendenstand: 162 Cent je geradeltem Kilometer

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Osttour invers – Heimreise

Wie im letzten Beitrag berichtet, brachen wir unsere Osttour ab. Heute kann man zum Glück sehr flexibel einen Flug buchen. Der nächste Flughafen war Vilnius. Bei airBaltic bekamen wir problemlos einen Direktflug nach Berlin. Für die Fahrradmitnahme berechnete die Fluggesellschaft knapp 35 Euro je Rad. Für uns beide bezahlten wir incl. Fahrräder und Gepäck 305 Euro. Wir finden das in Ordnung.

Bei regnerischem Wetter radelten wir die letzten 34 Kilometer unserer Tour nach …

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… zum Flughafen. 

Übrigens haben die Fußgängerampeln in Litauen einen „count down“. Man sieht also, wie viel Zeit eine Ampel noch grün ist. Die Tankstellen sind zum Teil nicht nur Selbstbedienungstankstellen wie bei uns, sondern auch Selbstbezahltankstellen. Man zahlt direkt an der Zapfsäule per Kreditkarte und tankt. So ist kein Personal mehr an einer Tankstelle nötig.

Der Flughafen in Vilnius ist sehr klein. Wir waren rechtzeitig da. Ich präparierte die Räder, so wie es sein soll (Pedale nach innen, Lenker quer, Sattel rein, Luft raus). Dann ging es zum Check in.

Check in: „Ja, nach Berlin fliegen wir nur mit einer kleinen Propellermaschine (Bombardier DHC-8Q-402). Daher wird nur die Mitnahme eines Fahrrades möglich sein. Deshalb haben wir auch nur für ein Fahrrad die „RESERVATION CONFIRMED“. Das zweite Fahrrad steht auf „BICYCLE IN HOLD SERVICE REQUESTED“.“

Wir: „Ach, und was bedeutet das genau?“

Check in: „Sie können entscheiden, welches Rad Sie mitnehmen und welches Rad Sie hier lassen.“

Wir: „Das ist aber gar nicht schön. Können Sie da nicht etwas machen?“

Eine wilde Telefoniererei ging los. Kann man vielleicht die beiden Räder zu einem zusammenpacken? Ein Fahrrad war ja bestätigt. Es gibt ja die Mitfolienzusammenwickelmaschine. Keine Ahnung, wie diese Maschinen wirklich heißen. Leider lehnte der Mitfolienzusammelwickelmaschinenbediener das Fahrradmitfolienzusammenwickeln glatt weg ab. Dafür sei seine Mitfolienzusammenwickelmaschine nicht zugelassen.

Die nächste Idee waren unsere Schnürsenkel. Damit hätten wir die zwei Fahrräder ja auch zu einem Stück zusammenschnüren können. Übrigens wissen wir jetzt, dass es auf diesem Flughafen in all den Autovermietungen, Büros und anderen Läden unmöglich ist, Tape oder stärkere Bänder zu bekommen.

Mit offenen Schuhen standen wir also ganz am Ende der Check in time vor dem Schalter und hofften das Beste. Wir hatten Glück. Ein Chef meinte nur, die Räder kommen mit. Nun aber schnell.

Wer schon mal mit Fahrrädern geflogen ist, weiß, dass auch die Fahrräder durchleuchtet werden müssen und auf Sprengstoff geprüft werden. In der Regel passt ein normales Rad durch die Maschine. Mein Rad passt in der Regel nicht durch die Maschine, da ich mit meinen zwei Metern auch ein großes Rad habe. So war es auch in Vilnius. Man kann doch den Sattel abschrauben. Ja, kann man, wenn man das nötige Werkzeug nicht gerade als Gepäck aufgegeben hätte. Die Zeit bis zum Abflug wird knapp. So baute ich schnell das Hinterrad aus und zwängte das Fahrrad durch das Röntgengerät.

Puhhh, dann hat alles geklappt und wir sind gut in Berlin gelandet. Nach dem Zusammenbau radelten wir zum Bahnhof.

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Dort trafen wir unsere Tochter, die mir einen Liter Milch und Susanne ihr Lieblingsgetränk mitgebracht hat. Danke schön. Mit dem RE 1 ging es dann zurück nach Magdeburg.

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Mal sehen, ob uns beim Sichten der Fotos noch ein paar Fotos auffallen und mit welchem Ergebnis wir unser Spendenprojekt abschließen.
Bitte bleibt neugierig:-).
 

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Alte Hauptstadt und unsere unvollendete Osttour

Heute verließen wir das doch sehr große Polen. Die Einreise nach Litauen gestaltete sich problemlos.

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Wir spürten deutlich, dass wir in einem anderen Land sind. So waren plötzlich die Häuser nur noch selten aus Stein, sondern aus Holz …

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… und die Ortschaften wirkten weniger lebendig.

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Unser Tagesziel war die alte Hauptstadt Trakai. Die Stadt hat ganz viel Festung. Die brauchte man, um sich gegen uns Teutonen zu wehren. Trakai liegt unheimlich malerisch an einem See und die Festungen liegen am See und auf einer Insel im See.

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Gestern haben wir die Nachricht erhalten, dass Susannes Papa verstorben ist. Ein Leben hat sich vollendet. So muss unsere Osttour unvollendet bleiben.

Wir haben für morgen den nächsten möglichen Direktflug mit Fahrradmitnahme von Vilnius nach Berlin gebucht. Gleichzeitig hatten wir Kontakt mit Lidia, einer Lehrerin aus der Schule des Heiligen Georg, der Schule für schwer geistig behinderte Menschen in Moskau. Diese Schule soll auch von unserem Spendenprojekt profitieren. Unser Besuch in der Schule sollte ein Höhepunkt unserer Tour sein.

Viele Kilometer nach Osten werden nun nicht mehr geradelt und viele Erfahrungen, auf die wir uns gefreut haben, werden nicht gemacht.

Aber, wir hatten 11 tolle und sehr intensive Tage und wir wollen ein ganz klein wenig von unserem Glück durch unsere eigene Spende, aber auch durch die Osttour-Spendenaktion weitergeben.

Auch wenn die 156 Cent je Kilometer noch nicht erreicht wurden, werden wir unseren eigenen Beitrag verdoppeln und jeweils zur Hälfte nach Russland und Deutschland gehen lassen. Über das Ergebnis der gesamten Spendenaktion werden wir hier natürlich berichten.

Herzlichen Dank an euch Spender und danke auch euch Lesern unseres Blogs.

Statistik:
Tageskilometer: 134 – Zum Flughafen nach Vilnius kommen morgen noch gute 30 km hinzu. Gesamtkilometer: 1.200
Tageshöhenmeter: 766, Gesamthöhenmeter: 5.558
Standort N 54°38.324 O 24° 55.958
Spendenstand: 147 Cent (neuer Spender: Sven Uschmann – danke)
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Wäsche und Bunker auf unserer Osttour

Je leichter das Gepäck, um so leichter der Tritt. Wir haben also sehr wenige Sachen eingepackt. Deshalb ist jeder Tag auf unserer Osttour ein Waschtag. Wenn wir in unserer Unterkunft sind, duschen wir sofort und waschen per Hand.

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Konzept Wäscheleine

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Konzept Deckenlampe (klassisch)

Es gibt natürlich auch noch das Konzept Gardinenstange, Konzept Stehlampe, Konzept Fenster, …. Im Ergebnis haben wir jeden Tag frisch gewaschene Sachen an:).

Heute wiesen uns Schilder rechts und links des Weges auf Bunker des Ostwalls hin. Wir entschieden uns, einen genauer anzuschauen. Es war ein Panzerwerk mit 20 Mann Besatzung.

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Von Außen sieht man nur die mindestens 40 Zentimeter dicke Stahlpanzerung. Von Innen sieht das dann so aus.

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Auch hier gilt, wir könne dankbar sein, dass wir diese Bauwerke als Besucher kennen lernen.

Kurze Zeit später erreichten wir Suwałki.

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Alexanderkirche in Suwałki

Das ist schon wieder eine große Stadt mit ca. 70.000 Einwohnern. Wir haben uns ganz oft bei den Ortsgrößen verschätzt.

Einige Kilometer hinter Suwałki erhielten wir eine Nachricht, die Einfluss auf unsere Tour hat und die wir erst noch verarbeiten müssen. Außerde feierten einen Meilenstein unserer Osttour.

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Osttour 1.000 Kilometer für uns und einen guten Zweck nach Osten

Da wir ein wenig abergläubisch sind, haben wir das Blatt mit der 1.000 erst gestern Abend mit einem Kugelschreiber gemalt.

Heute schlafen wir noch in Polen. Es sind aber nur noch 4 Kilometer bis nach Litauen.

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Bitte bleibt neugierig:-).

Statistik:
Tageskilometer: 114, Gesamtkilometer: 1034
Tageshöhenmeter: 727, Gesamthöhenmeter: 4.792
Standort N 54°08.644 O 23° 27.950
Spendenstand: 145 Cent

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Schnecken auf unserer Osttour

Wir haben heute etwas vom Hotel mitgenommen. Das macht man aber nicht, sagt ihr. Recht habt ihr. Wir wollten es auch nicht haben. Aber es wollte mit. Es war ein Band. Ein dickes Wolkenband, das sich etwa um 5.00 Uhr morgens über uns eingenistet hat. Es regnete heftig aus ihm. Und es war geduldig und hat gewartet, bis wir unser Frühstück beendet und die Sachen gepackt hatten. Auch das Googeln in allen bekannten Wetterportalen konnte es nicht abschütteln. Als wir schließlich um 10.00 Uhr vor dem Hotel saßen und es auch noch dicke Blasen regnete, war klar, dass heute so ein Tag ist, den kein Radfahrer so richtig möchte. Dauerregen. Wir ergaben uns und fuhren los.

Kurz nach dem Start gab es eine nette Unterhaltung : Ich meinte, dass ein Wassertropfen meine ganze Einstellung komplett ändern würde. Frank guckte traurig, sagte aber nichts. Etwa 2 Minuten später an einer Ampel schniefte ich und sagte denselben Satz nochmal. Diesmal fing Frank an zu lachen. Ich verstand nun gar nichts mehr. Frank erklärte, dass er dachte, dass ich wegen eines Regentropfens meine Einstellung zur Osttour grundsätzlich geändert hätte und und jetzt Hause wollte. Ich hatte aber über mein GPS geredet, bei dem ein gut platzierter heftiger Tropfen die ganze Bildschirmeinstellung verändern könnte, was gewaltig nervte. So fing der verregnete Tag doch lustig an.

Unterwegs kamen uns immer wieder Rennradfahrer mit Startnummer entgegen. An diesem Wochenende fand das Nonstopradrennen Lubomino -Sejny – Lubomino statt. Mit einer Länge von 610 km ist das ziemlich anständig. Das Wetter war ganz knapp an ideal vorbei. Aber fast alle Fahrer hatten die Kraft, mit uns einen kurzen Radfahrergruß auszutauschen.

Mittags erreichten wir Lötzen und nahmen Burg Boyen in Augenschein.

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Genau an der historischen Drehbrücke in Lötzen, die der Brückenwärter noch per Handantrieb dreht, (Er tut es gerade links neben dem kleinen Wärterhäuschen.)…

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… konnten wir uns bei einem Italiener vor dem Regen verstecken. Dann fand er uns nicht wieder. Juhu.

Bei nasser Straße fangen Schnecken an, über den Asphalt zu kriechen.

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Auffallend war, dass es nur Weinberschnecken und Schnirkelschnecken gab. Die hässlichen spanischem braunen oder deutschen schwarzen Nacktschnecken tauchten hier überhaupt nicht auf.

Leider wird wohl kaum eine Schnecke den Weg über die Landstraße überlebt haben, denn wenn sie wirklich den Kampf gegen die Autos gewonnen hat, wartet auf der Wiese neben der Straße ein Storch.

Zu den Schnecken fällt mir noch ein Kinderreim ein.

Sieben kecke Schnirkelschnecken
saßen einst auf einem Stecken,
lachten ho ho ho.
Doch vom vielen ho ho Lachen, Schnirkelschneckenwitzemachen
fielen sie von ihrem Stecken,
Sieben kecke Schnirkelschnecken.

Und wie viele Schnecken haben sich hier zum Gruppenfoto vor unserer Linse versammelt?

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Morgen wollen wir mal schauen, ob Polen auch irgendwo ein Ende hat. Bitte bleibt neugierig:-).

Statistik:
Tageskilometer: 67, Gesamtkilometer: 920
Tageshöhenmeter: 519, Gesamthöhenmeter: 4.065
Standort N 53°59.241 O 22° 01.200
Spendenstand: 145 Cent

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Bretonen auf unserer Osttour

Wir haben in Olsztyn nicht gleich beim Einchecken bezahlt. Vielleicht bleiben wir ja zwei Nächte und machen einen Ruhetag. Das Zimmer war aber so warm, dass wir diesen Gedanken verwarfen. Zum Ausgleich entschieden wir uns die Etappen zu verkürzen. So war heute Mrągowo, das frühere Sensburg, unser Ziel.

Uuuuuups, meine Scheibenbremsen hatten fast gar keine Wirkung mehr – vorn und hinten. Ich vermutete, dass sich irgend etwas „Fettiges“ auf die Bremsbeläge gelegt hat. Also baute ich die Räder aus, suchte das Flickzeug mit einem kleinen Stück Sandpapier und schliff die Bremsbeläge etwas an. Wirkung: Jetzt bremst es noch schlechter. Toll. Schlussfolgerung: An einem Fettfilm auf den Bremsbelägen kann der Bremskraftverlust nicht gelegen haben. Ich justiert die Abstände der Bremsbeläge neu und alles war wieder gut. Wie sich Vorder- und Hinterradbremse zur selben Zeit verstellt haben können bleibt ein Rätsel. Egal.

Unterwegs trafen wir erstmals Tourenradler. So wenige Tourenradler, wie auf dieser Tour, haben wir noch nie getroffen. Ob das an der Route liegt? Ist sie wirklich so ungewöhnlich ;)? Jedenfalls unterhielten wir uns mit Alain und Luis.

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Die beiden sind am 11. Juni in der Bretagne losgeradelt und wollen nach Tallin. Respekt.

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Da die Sonne brannte, trafen wir uns unter Brücken. Bei der zweiten Rast sagte uns Alain, dass er einen Blog hat. Und schon hatte er ein Foto von uns gepostet. Er meint mit jungem Paar uns:). Die zwei machen längere Etappen, so wünschten wir gute Reise.

Gegen 13:30 Uhr waren wir im Hotel mit Blick auf den See, den wir gleich zum Baden nutzten. Und am Abend gab es den Fussbalkrimi Deutschland – Italien.

Statistik:
Tageskilometer: 63, Gesamtkilometer: 853
Tageshöhenmeter: 390, Gesamthöhenmeter: 3.546
Standort N 53°52.000 O 21° 18.000
Spendenstand: 145 Cent

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