9.11. – Mauerfall 28 Jahre später

Entlang der ehemaligen Grenze erinnern große Schilder an die Teilung Europas.

Wir erlebten diese spannende Zeit aus Sicht der DDR-Bürger. Die Grenzöffnung verlief friedlich! Es ist also möglich, Machtstrukturen friedlich zu verändern. Das ist großartig und kann gar nicht genug Wert geschätzt werden!

Wir freuen uns jedes mal, an so einem Schild vorbei zu radeln. Habt ihr diese Schilder auch schon mal gesehen?

Bitte bleibt neugierig.

Trainspotting beim Cross – Radeln im Harz

Eher selten verstauen wir unsere Räder im Auto. Am letzten Wochenende war es aber mal wieder so weit. Ich demontierte die Laufräder. Die Räder kamen ins Auto und es ging nach Blankenburg in den Harz. Die umgebenden Hügel waren unser Ziel.

Die Wege waren richtig herbstlich.

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Auf der Otto-Ebert-Brücke, einer Brücke über die Gleise der Rübelandbahn, standen ungefähr 10 Männer wie angewurzelt. Eine Frau war auch dabei. Sie lief aber nur hin und her. Die Männer standen hinter mächtigen Stativen mit noch mächtigeren Fotoapparaten. Das sind bestimmt Trainspotter dachte ich. Sie warten auf eine alte Dampflok.

Ich: „Was machen Sie denn hier?“
erster Trainspotter in der Reihe:“Wir warten.“
Ich: „Warten Sie auf einen Zug?“ (Ich war neugierig.)
erster Trainspotter in der Reihe: „Ja“
Ich: „Kommt ein Zug mit Dampflok?
erster Trainspotter in der Reihe: „Ja“
Ich: „Wissen Sie wann?“
erster Trainspotter in der Reihe: „Nein, wir stehen hier schon mehr als zwei Stunden.“

Wenn man schon mehr als zwei Stunden auf der (Achtung Wortspiel) zugigen Brücke steht, findet man vielleicht neugierig fragende Radler nicht so lustig.

Wir holten uns noch einen Stempel für die Harzer Wandernadel. Da hörte ich ein entferntes Dampflokpfeifen.

Schnell stellte ich mich in die Reihe der Trainspotter und holte meine kleine Sony-Kompaktkamera aus der Trikottasche. Beim Einschalten gab sie ein kurzes „Piep“ von sich. Sofort wurde ich unfreundlich gebeten, mich woanders hin zu stellen. Ich lächelte höflich und verhielt mich ganz ruhig. Da kam doch tatsächlich eine Dampflok heran geschnauft. Wie immer gibt es mit Klick ein größeres Bild.

Wir sahen einen dampfbespannter Güterzug auf der Steilstrecke der Rübelandbahn. Gezogen wurde er von der „Bergkönigin“, der Dampflok 95 027. Großartig.

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Die Dampflok ist fast 100 Jahre alt. Kaum war der Zug vorbei, packten die Trainspotter ihr Equipment ein, räumten die Brücke und liefen zügig zu ihren Autos.

Ich: „Geht es zur nächsten Station?“
Trainspotter: „Ja..“
Ich „Viel Glück dabei.“
Trainspotter: „Danke“.

Ich finde es klasse, wenn Menschen mit Begeisterung ihrem Hobby nachgehen. Für uns ging es „cross“ durch den Wald zurück nach Blankenburg. Was für ein schöner Tag?

Bitte bleibt neugierig.

Reformationstag oder Halloween?

Am 31. Oktober 2017 begehen wir mit einem bundesweiten Feiertag den 500-sten Jahrestag der Reformation. An diesem Tag anno 1517 schlug Martin Luther …

… seine Thesen gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche an das Tor der Schlosskirche zu Wittenberg.

Drei Fotos von Lutherdenkmälern fand ich auf meiner Festplatte. Ich hatte gedacht, dass die Denkmäler gleich sind (eine Form, von der die Städte Abgüsse erhalten hätten). Offensichtlich ist das nicht der Fall. In Magdeburg, Erfurt und Wittenberg sind die „Luther“ unterschiedlich. Immerhin halten alle „Luther“ ein Buch in Händen.

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Frau Traumradlerin vor der Thesentür der Schlosskirche zu Wittenberg

Wer hätte damals gedacht, dass diese Kritik an der Praxis der herrschenden Religion die Weltordnung so durcheinander wirbeln würde.

Schaut man sich heute um, so könnte man glauben, dass am 31. Oktober Halloween das entscheidende Ereignis ist.

Reformationstag oder Halloween?

Reformationstag, auch wenn wir nicht „evangelisch“ sind. Wie seht ihr das?

Bitte bleibt neugierig.

alle Bismarcktürme in Deutschland auf einen Blick

Wir mögen Bismarcktürme. Da freuen wir uns sehr, dass die Auszubildenden vom ©Bundesamt für Kartographie und Geodäsie zufällig im Oktober 2017 eine schöne Karte mit allen noch in Deutschland erhaltenen Bismacktürmen  gebastelt haben.

Bismarcktürme

Bei einem Doppelklick auf die Karte öffnet sich ein PDF, in dem ihr euch die Karte besser und größer anschauen könnt. Vielleicht entdeckt ihr ja auch einen Bismarckturm in eurer Nähe.

Folgende Bismarcktürme waren schon Thema in unseren Blogbeiträgen:

Bismarckturm Coswig,
Bismarcktürme Dresden-Räcknitz und Dresden-Plauen
Bismarckturm Berggießübel,
Bismarckturm Burg bei Magdeburg,
Bismarckturm Bonn-Gronau,
Bismarckturm Salzwedel,
Bismarckturm Sargenroth und Kirn,
Bismarckturm Mragowo/Sensburg,
Bismarckturm Osterode,
Bismarckturm Rathenow,
Bismarckturm Schnarsleben

Ups, wir sind erstaunt, dass es so viele Türme sind. Da kommen bestimmt noch welche dazu :-). Vielen Dank liebe Auszubildende für die schöne Karte.

Bitte bleibt neugierig.

Elektrotechnik trifft Kunst #2

Es gibt tolle Graffiti. Übrigens kommt das Wort aus dem Italienischen. Zu oft sehen wir leider Farbschmierereien an Hauswänden, Straßenbahnen, Zügen oder auch auf Schildern. Ihr wisst, was ich meine.

Man kann diese Verschmutzung verurteilen, aber es bleibt die Frage, wie Städte, Gemeinden, Unternehmen oder auch Privatleute damit umgehen. Ein Ansatz ist, potentielle Flächen vor den Schmierfinken zu gestalten. Das tun zum Beispiel die Energieversorger. So sind viele Trafohäuschen, wie das auf dem Beitragsbild in Schöningen (Niedersachsen) mit ganz tollen Bildern bemalt.

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Da kommt in Nieps, in der Nähe von Klötze (Sachsen-Anhalt) ein Schäfer gemütlich mit Hund und Schafen des Weges.

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Bei Wandlitz (Brandenburg) hat jemand seinen Campinganhänger geparkt.

Trafohaus

In Haldensleben will man sich gleich anstellen, um auch auf ein paar Dosen zu werfen (Uta, danke für das Foto.).

Gibt es bei euch auch so toll gestaltete Trafohäuschen?

Bitte bleibt neugierig.

zu Elektrotechnik trifft Kunst #1

 

Unser Great Glen Way – Finale in Inverness

In sieben Tagen wanderten wir in 127 Kilometern den gesamten Great Glen Way. Es war einfach nur super!

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In unserem Reiseführer stand, dass es eine „leichte“ Wanderung wäre. Ganz ehrlich, wir fanden es nicht leicht. Der Weg war gut ausgeschildert und beeindruckend, aber wir waren auch jeden Tag froh, unser „Guesthouse“ erreicht zu haben.

Wir trafen eine junge Frau, die den Weg in vier Tagen lief. Viele gehen sechs Tage. Für uns waren sieben Etappen in Ordnung. Ein Blick auf den gesamten Great Glen:

Das Land ist karg.

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Neben den unvermeidlichen Schafen trafen wir auch einige andere Tiere.

Erstmals hatten wir uns für den Service des Gepäcktransportes durch „Abenteuer Wege“, das deutsche Brand von „Macs Adventure“ entschieden. Es ist sehr komfortabel, wenn man nur einen Tagesrucksack auf dem Rücken hat und abends sein Gepäck im Zimmer vorfindet. Wir haben den Service sehr genossen.

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unser Ziel, Castle of Inverness

Fazit:
Wir mögen Einsamkeit. Wir mögen Skandinavien. Wir mögen einfache, karge Landschaft. Wir können auch Regenwetter leiden. Wir mögen britische Pubs und „full english breakfast“. Wer das ebenfalls mag, für den ist Wanderurlaub in Schottland genau das Richtige.

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Zu Hause wartet jetzt aber wieder mein Fahrrad auf mich.

Bitte bleibt neugierig.

 

 

Unser Great Glen Way – Loch Ness

englisch Englisch?

Am Nachmittag unseres dritten GGW-Tages erreichten wir Fort Augustus. Dort übernachteten wir. In Fort Augustus steigt der Caledonian Canel wieder über mehrere Schleusen ab, bevor er in den sagenumwobenen Loch Ness mündet.

Tagsüber ist der Ort durch unzählige Touristen überfüllt. Wie überall auf der Welt wälzen sie sich durch die Souvenirshops, machen Fotos mit ihren Smartphones und sind mit Bussen angefahren worden.

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Aber abends kehrte Ruhe ein und wir konnten die Stimmung auf uns wirken lassen. (Wie üblich macht Klick die Fotos größer.)

Am nächsten Morgen ging es gleich an den See.

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Natürlich haben wir geschaut, ob wir das Seeungeheuer Nessi sichten.

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Yes, we did! Cool ;-).

Nach Wasservolumen ist der Loch Ness der größte See Schottlands. Der See ist 37 Kilometer lang und wir wanderten erst nach Invermoriston, wo wir im Bracarina House schliefen. Dann wanderten wir nach Drumnadrochit. Was für ein Name? Dort schliefen wir zwei Nächte im Kilmore Farmhous.

Der Great Glen Way hat manchmal eine „upper“ und eine „lower“ Variante. Die Ausblicke sind von der oberen Variante natürlich beeindruckender.

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Atemberaubend schön!

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Der Blick auf die weit entfernte Ruine von Urquhart Castle machte uns neugierig.

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Von Nahem betrachtet sieht man die Ruine einer seit 1692 verlassenen Burganlage. Das ganze passt aber toll in die Gegend und über allem weht voller Stolz die schottische Flagge.

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Morgen wandern wir von Loch Laide nach Inverness (Cavell Guest House). Bitte bleibt neugierig.