Sind wir jetzt YouTuber :-)?

Auf unserer Deutschlandtour 2020 haben wir das erste Mal mit einer Action-Cam, einer GoPro7 experimentiert. Die Tage werden kürzer und wir haben uns die Filmschnipsel angeschaut. Kann man damit etwas anfangen? Mit welcher Software kann man die Videos bearbeiten?

Wir haben uns für die australische Videoschnittsoftware „DaVinci Resolve“ entschieden. Diese ist kostenfrei und mächtig. Man weiß nie, was man in Zukunft noch alles machen möchte.

Das Ergebnis ist ein 10-minütiges Video über unsere kombinierte Rad- und Wandertour zum südlichsten Punkt Deutschlands, dem Grenzstein 147.

Wenn wir uns schon die Mühe machen, können wir das Video doch auch veröffentlichen. Wo? YouTube bietet sich an. Natürlich haben wir schon einen Google-Account. So sind es bis zu einem eigenen YouTue-Kanal nur wenige Mausklicks. Sind wir jetzt „YouTuber“?

https://www.youtube.com/channel/UC4Odl_A-u2uYzjuqTVzWRgQ

Verrückt.

Auf unserer anschließenden Radtour vom südlichsten zum nördlichsten Punkt Deutschlands haben wir nur ab und zu gefilmt. Mal schauen, ob wir da noch ein Video zusammenbringen.

Bitte bleibt neugierig.

Schildersonntag #3

2015 besuchte uns dieses „U-Turn-Hauptstraßenschild“ auf unserem Blog. Wir unterhielten uns und wurden Freunde.

Damals haben wir euch nicht verraten, dass unser Schild einen Partner sucht. Unser Freund Uli hat bei der Suche geholfen. Danke für das Foto. So können wir verkünden, nach fünf Jahren hat es geklappt.

Haupt- und Nebenstraße passen super zusammen. Wir freuen uns für die beiden sehr. Mögen sie lange und glücklich ihren „U-Turn-Weg“ weisen.

Kennt ihr auch schöne Schildervarianten?

Bitte bleibt neugierig.

mehr Schildersonntag?

Schildersonntag #2

November Lockdown! Die Zeit ist anders.

Achtung Pferdegespanne!

Wann kreuzte das letzte Mal eine Kutsche euren Weg?

Bitte bleibt neugierig.

Mehr Schildersonntag?

Schildersonntag

Schon haben wir November. Wir gehen nicht mehr baden. Geht noch jemand baden?

Bitte bleibt neugierig.

Und welches Schild gibt es nächste Woche?

Im Anfang war das Wort, …

… heißt es im Prolog des Johannesevangeliums. Mit seiner Bibelübersetzung in das Deutsche löste Martin Luther ein geschichtliches Beben aus. Überall in Deutschland zeugen Denkmäler von Luthers Bedeutung.

Dieses Jahr führte uns unser Lutherweg endlich auch nach Eisleben, Luthers Geburts- und Sterbeort.

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

Plötzlich gab es diese Worte nicht nur auf Latein, sondern im verständlichen Deutsch. Eine Revolution brach über die Kirche herein. Großartig.

Vielleicht entdeckt ihr bei euch in der Nähe auch einen Luther.

Bitte bleibt neugierig.

etwas über Luthers Gegenspieler?

Sandmann, lieber…

Seit 1959 begleitet ein kleines Männchen mit Spitzbart die Kinder ins Bett. So lange wir denken können, waren wir auch dabei und unsere Kinder und Enkel auch.

Mit einem Sack voller Traumsand kommt jeden Abend unser Sandmännchen.

Manchmal hat es seine Freunde Pittiplatsch, Schnatterinchen und Moppi im Gepäck.

Alle diese Kindheitserinnerungen begegneten uns auf unserer Fahrradrunde durch Erfurt. Gleich hatten wir das Erkennungslied im Ohr.

„Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht soweit,
Wir sehen erst den Abendgruß,
Ehe jedes Kind ins Bettchen muss,
Du hast gewiss noch Zeit!

Sandmann, lieber Sandmann, hab nur nicht solche Eil,
Dem Abendgruß vom Fernsehfunk
Lauscht jeden Abend Alt und Jung,
Sei unser Gast dabei!

Kinder, liebe Kinder, es hat mir Spaß gemacht,
Nun schnell ins Bett und schlaft recht schön,
Dann kann auch ich zur Ruhe geh´n.
Ich wünsch´ euch Gute Nacht.“

In diesem Sinne wünschen wir euch allen eine gute Nacht und bitte bleibt auch in euren Träumen neugierig.

Kalenderblatt- Völkerschlachten

Am 15. Oktober 1813 (vor 207 Jahren) begann die Völkerschlacht bei Leipzig. Sie dauerte drei Tage. Das Ergebnis: 90.000 (neunzigtausend !) Tote und Verwundete. Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig erinnert an dieses denkwürdige europäische Drama.

Völkerschlachtdenkmal

Wir haben das Völkerschlachtdenkmal als Kulisse für eine Volksfest und eine Radtourenfahrt mit ganz viel glücklichen Menschen in Erinnerung.

Herr Napoleon, der im Herbst 1813 hier bei Leipzig seine Grenzen aufgezeigt bekam, versuchte knapp zwei Jahre später noch einmal die „Herrschaft“ zu übernehmen. Das war bei …, ihr wisst schon.

Wir sind ziemlich froh, dass wir uns im nassen Oktober freiwillig für eine Fahrradtour entscheiden dürfen, aber nicht zu Einhunderttausenden im tödlichen Kampf übereinander herfallen müssen.

Bitte bleibt neugierig.

nach Waterloo

Hoheit Heike Heinrike I.

9:30 Uhr, unsere Wandergruppe trifft sich auf dem Parkplatz „Bahnhof Eisfelder Talmühle“ kurz vor dem Netzkater. Im Nebel stapfen wir entschlossen den ersten Hügel hinauf.

Schon bald lacht uns die Sonne und Barbaras Wanderbär versteckt sich hinter unseren Wegweisern.

Nach unserer ersten Rast und ein paar weiteren Kilometern teilen wir uns. Die eine Gruppe erobert die Stempelstelle 93 der Harzer Wandernadel …

… und genießt einen grandiosen Dreitälerblick …

… während die andere Gruppe sich schon zur Stempelstelle 92 am Poppenbergturm aufmacht.

Gerade als wir den Turm erklimmen wollen, erhalten wir den Ruf: „Halt, zurück, hier gibt es einen Sonderstempel!“

Wo soll denn so plötzlich ein Sonderstempel herkommen?

Ihre Majestät Wanderkaiserin Heike Heinrike I. war zugegen. Sie ist die 3.236. Wanderkaiserin. Aktuell listet die Seite der Harzer Wandernadel 7119 Wanderkaiser auf.

Wanderkaiser wird, wer alle 222 Stempelstellen der Harzer Wandernadel besucht hat. Heike Heinrike I. hat sich einen eigenen Stempel machen lassen. Natürlich holten wir uns von ihr einen Stempel.

Liebe Heike Heinrike, vielen Dank für die schöne Idee. Heute ist unser Glückstag. Habt ihr schon mal einen „Harzer Wanderkaiser“ getroffen oder seid ihr gar selber einer?

Nach der „Wiedervereinigung“ unserer Gruppe ging es zur völlig verspäteten Mittagseinkehr ins Hufhaus.

Wir saßen bei traumhaftem Wetter draußen und beobachteten Ziegen. Sehr cool. Die letzten Kilometer bis zum Auto wurden dann doch etwas mehr als geplant.

Strecke: 21,1 km
Höhenmeter: 740
Stempelstellen Harzer Wandernadel: 2 (#92, #93)
92-Poppenbergturm und 93-Dreitälerblick
Wanderzeit mit Pausen: 8 Stunden

Wandern ist wie Fenster aufmachen, nur viel cooler. Bitte bleibt neugierig.

Lust auf eine andere Route?

Salzländer Kulturstempel #19 Hecklingen und #15 Abenteuerland

Lange haben wir keinen Kulturstempel mehr entdeckt. Besuchen wir doch mal wieder den Salzlandkreis. Das Auto stellen wir in der Nähe von Aschersleben ab. Über Feldwege geht es nach Hecklingen zur Basilika St. Georg und St. Pancratius.

Die ehemalige Klosterkirche befindet sich mitten in Hecklingen und der Stempelkasten #19 befindet sich verschlossen mitten in der Kirche. So klingelten wir beim Pfarramt auf der Straßenseite gegenüber und erbaten Einlass. Wir hatten Glück und ein Mann mit Schlüssel kam sofort und öffnete uns die Türe. Die romanische Kirche ist Bestandteil der „Straße der Romanik“. Sie ist ziemlich düster. Toll sind die Stuckengel im Mittelschiff und die neoromanische Ausmalung.

Aber mein Hauptaugenmerk lag dann doch auf dem Stempelkasten der auf einem Holztisch in einer Ecke stand.

Nach einer kleinen Spende für die nette Führung radelten wir gen Westen nach „Neuseeland“. „Neuseeland“ nennt sich das Gebiet um die aus Tagebaurestlöchern neu entstandenen Seen „Concordiasee“ und „Königsauer See“. Die Stempelstelle #15 ist unser Ziel.

Das Abenteuerland ist der größte Spielplatz der Region. Auch diese Stempelstelle ist nicht frei zugänglich. Sie befindet sich hinter einem Zaun und der Stempel ist im Kassenhäuschen. Da die Kasse geöffnet war, konnte ich mein Heft problemlos abstempeln.

Ohne Kinder besuchten wir diesen riesigen Abenteuerspielplatz nicht. Wir umrundeten einfach die Seen und radelten wieder zum Auto zurück. Dort verpackten wir die Räder und freuten uns über zwei neue Salzländer Kulturstempel und einen tollen Spätsommertag.

Bitte bleibt neugierig.

Mehr Salzländer Kulturstempel gibt es hier.

Besuch bei Ribbeck in Ribbeck im Havelland

’s ist Birnenzeit —- Das wunderbare Gedicht über den alten Ribbeck auf Ribbeck im Havelland in desssen Garten ein Birnbaum stand …

… hat einen unglaublichen Zauber. Er berührt uns so sehr, dass wir von Spandau einen kleinen Ausflug nach Ribbeck unternahmen. In Nauen machten wir unseren ersten Fotostopp für eine preußische Postmeilensäule und einen Gullydeckel.

Dann sahen wir das Schloss Ribbeck …

Schloss Ribbeck

… und gleich dahinter die alte Dorfkirche, an deren Seite der Segen spendende Ribbecksche-Birnbaum steht.

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.

Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn‘ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ’ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Theodor Fontane

Was für ein schöner Gedanke!

Bitte bleibt neugierig und nascht ’ne Birn.