Harzer-Spätsommer-Wandernadel-Sonntag

Nach unserer Tour gestern übernachteten wir in Benneckenstein. Dadurch hatten wir morgens eine kurze Anreise zum Parkplatz Wolfswarte, gleich hinter Torfhaus. Vom Parkplatz führte ein steiler Pfad zur ersten Stempelstelle. Wir schoben unsere Räder die komplette Strecke.

HWN 135 – Wolfswarte

Nach der Wolfswarte kamen wir auf den Gustav-Baumann-Weg. Unsere Räder rollten jetzt umso besser.

HWN 134 – Gustav-Baumann-Weg

Nun bogen wir nach rechts ab und kamen an den Dammgraben. Eben ging es immer entlang der Wasser.

HWN 149 – Kleine Oker
HWN 133 – Förster-Ludwig-Platz

„Haltet die Wasser hoch.“ Das kann man hier gut sehen. Über einen Bogen kamen wir schließlich zur letzten Stempelstelle des Tages.

HWN 221 – Jungfernklippen

Unsere Radrunde lag so hoch, dass wir fast den ganzen Tag in den Wolken und in leichtem Nebel unterwegs waren. Trotzdem luden wir die Räder zufrieden ins Auto und machten uns mit fünf neuen Stempeln auf den Heimweg.

Bitte bleibt neugierig.

zum Harzer-Spätsommer-Wandernadel-Samstag

Harzer-Spätsommer-Wandernadel-Samstag

Mit dem Auto geht es nach Benneckenstein. Ach nein, vorher halten wir noch einmal kurz vor Tanne. Zu Fuß machen wir einen kleinen Abstecher auf den Kapitelsberg.

HWN 44 – Kapitelsberg

Nun parken wir aber in Benneckenstein und radeln wieder Richtung Tanne und dann nach Sorge. Die Stempelstelle am Grenzmuseum ist unser Ziel.

HWN 46 – Grenzmuseum

Nun radeln wir über die ehemalige Grenze nach Niedersachsen zum Hahnestein.

HWN 206 – Hahnestein

Wenn wir schon mal bei Hohegeiß sind, dann nehmen wir auch in strömendem Regen die Stempelstelle im Wolfsbachtal mit.

HWN 45 -Dicke Tannen

Obwohl wir eigentlich nicht mittagessen wollten, gönnten wir uns doch Schnitzel und heiße Schokolade bei netten Niederländern in der Wolfsbachmühle.

Da gibt es noch eine Stempelstelle die ziemlich abseits schon in Thüringen im Steinmühlental liegt. Schaffen wir die noch?

HWN 96 – Ehemalige Steinmühle

Die letzten Kilometer zurück zum Parkplatz in Benneckenstein gehen ganz schnell. Wir hatten Spaß mit dem Fahrrad über so manchen Stein von Stempelstelle zu Stempelstelle zu fahren.

Bitte bleibt neugierig.

zur Harzer-9-Euroticket-Radelwandernadel

Grete Minde in Tangermünde

Grete Minde geschieht bitteres Unrecht. Sie wird Anfang des 17. Jahrhunderts in altmärkischen Stadt Tangermünde …

… um ihr Erbe betrogen.

In der Novelle „Grete Minde“ von Theodor Fontane legt die junge Grete aus Verbitterung und Vergeltungsdrang in Tangermünde ein Feuer. Sie kommt gemeinsam mit vielen Tangermündern in den Flammen um.

Vor dem Rathaus steht Grete Minde als Skulptur.

Grete Minde

Bei perfektem Wetter radelten wir heute nach Tangermünde und sammelten Kilometer für unsere Stadtradelnteams.

Kennt ihr Tangermünde? Habt ihr schon mal von Grete Minde gehört? Habt ihr schon mal beim Stadtradeln mitgemacht?

Bitte bleibt neugierig.

Bewegung in der Welt(Challenge)

Corona verhinderte viele kleine und große Radtouren. Nun scheint wieder mehr Bewegung zu sein.

Jesko auf der „Transcontinental“ #TCRNo8

Wir freuen uns über neue, tolle Fotos. Grenzschilder mit Fahrrad sind Zeuge von schönen Urlaubserlebnissen oder herausfordernden Radtouren. Lieber Kettenpeitscher, willkommen. Jesko und Joas, Glückwunsch zu euren Touren.

Willkommen Kettenpeitscher

Takeshi wurde just vom ersten Platz verdrängt. Ob wir von ihr noch ein Foto bekommen? Voilá, da ist ja schon eins.

Takeshi in Dänemark

Wir freuen uns über jedes Foto für unsere Weltchallenge. Es gibt ja so viele Länder. Viel Spaß beim Ländersammeln wünschen die Traumradler.

Bitte bleibt neugierig.

zur Rangliste und den Spielregeln der Weltchallenge

Kein Imperium existiert ewig – unser Inca trail

Die Inka hatten ein Straßensystem. Der bekannteste Inkapfad beginnt bei Bahnkilometer 82 in den Schluchten des Urubambaflusses in Peru. Genau dahin sind wir aufgebrochen.

Die Strecke führt über drei Gebirgspässe (Abra Warmiwañusqa 4198 m, Runkurakay Pass 3998 m, Phuyupatamarca 3700 m) und bietet eine Aussicht auf schneebedeckte Berge …

… und in Schluchten …

Entlang des Weges sahen wir den Versorgungsstützpunkt Runkurakay …

 … die Festung Sayacmarca …. 

… die Ruinen von Phuyupatamarca …

… und landwirtschaftlichen Anbauflächen von Wiñay Wayna.

Alle diese Inkabauwerke sind nur über den Inca-Trail erreichbar.

Wir erlebten vier sehr harte Tage. Wir stiegen über Stunden auf Incasteinstiegen in den Himmel. Wir liefen mitten in der Nacht durch den Regenwald. Als absoluten Höhepunkt erreichten wir Macchu Picchu. Genau zur richtigen Zeit rissen die Wolken auf.

Das Inkaimperium ist untergegangen. Kein Imperium existiert ewig. Es ist krass, was alles erhalten ist.

Bitte bleibt neugierig.

zurück zu den Rainbowmountains

Rainbowmountains

Tag 14 unseres Peruabenteuers, heute machen wir von Cusco aus einen Tagesausflug zu den Rainbowmountains.

In Cusco gibt es wohl Hunderte kleine Büros, die Flugtickets, Tages- und Mehrtagesausflüge verkaufen. Hinzu kommt, dass man auch auf den Straßen oft angesprochen wird, einen Ausflug zu buchen. So betraten wir ein Büro, welches uns seriös erschien und ließen uns den gewünschten Tagesausflug für 80 Soles pro Person verkaufen.

In Peru steht man früh auf. 4:40 Uhr wurden wir vom Hostal abgeholt. Danach sammelten wir weitere Leute ein, bis der Kleinbus mit ca. 20 Leuten voll war.

Mit den 80 Soles haben wir auch Frühstück und Lunch gekauft. Unser Kleinbus hielt an einem Straßenkaffee, wo es ein Buffet gab und lange Tische vorgedeckt waren.

Nach dem Frühstück bogen wir gegen 7:30 Uhr von der befestigten Straße ab und fuhren ca. eine Stunde zum Parkplatz auf ca. 4.400 Metern Höhe hoch in die Berge. Man hatte uns einen Startpunkt auf 4.800 Metern versprochen, aber in Peru muss man die Dinge halt nehmen, wie sie kommen und was sind schon 400 zusätzliche Höhenmeter? Gegen 8:40 Uhr gingen wir los. Wir waren Reisegruppe „Maria Familia“.

Gegen 10:15 Uhr waren wir außer Atem und ziemlich geschafft oben. Der Ausblick war überwältigend.

Natürlich wollten wir dann auch noch auf den Vinicunca (5.036 müdM), dem höchsten Punkt.

Wir hatten Druck, da Maria gesagt hatte, dass wir Punkt 12 Uhr wieder am Bus sein sollten. Nach ein wenig Alpakatalk schafften wir die Zeit auch fast.

Gegen 13 Uhr war dann der letzte aus der Gruppe „Maria Familia“ da und wir fuhren zum Lunch.

Die Mühe um diese farbenfrohen, abgegrenzten, mineralischen Schichten zu sehen hat sich gelohnt.

Bitte bleibt neugierig.

zum Alpakatalk

Alpaka-Talk – Peru

Peru ist nach Brasilien und Argentinien das drittgrößte Land Südamerikas und etwa 3,5 mal größer als Deutschland.

Die Währung in Peru heißt Sol. Für einen Euro bekommen wir ungefähr 4 Soles.

Colectivos sind Transporter, die an zentralen Stellen warten. Manchmal fahren sie nach Zeit, aber eigentlich immer erst, wenn sie voll sind. Wenn das nicht ökologisch ist? Mit Colectivos sind wir mehrfach sehr günstig (10 und 20 Soles) gereist.

Peru ist die Heimat der größten fliegenden Vögel der Welt, den Condoren.

Der Titicacasee ist auf ca. 3.800 Metern über dem Meeresspiegel der höchste schiffbare See der Erde.

In Peru findet man mit ca. 3.200 Metern Tiefe den tiefsten Canyon der Welt. Es ist der Cotahuasi Canyon. Er ist ungefähr doppelt so tief wie der Grand Canyon in Arizona. Wir begnügten uns mit dem zweittiefsten Canyon der Welt.

Colca-Canyon

Das Bruttoinlandsprodukt je Kopf liegt in Peru bei gut 6.000 Euro (Deutschland ca. 45.000 Euro). In Peru gibt es Aufstände wegen steigender Propangaspreise.

Ein Nein zu steigenden Lebenshaltungskosten, Energiepreisanstiegen oder zu Monopolen in der Lebensmittelproduktion wären doch auch für Deutschland wichtige Ziele, oder?

Es gibt ungefähr 10 Millionen Alpakas auf der Welt. 3/4 davon leben in Peru.

Unser nächstes Ziel sind die Rainbow Mountains.

Bitte bleibt neugierig.

zurück zum Titicacasee oder zu den Rainbowmountains

Disneyland – Titicacasee

Wir sind in der „Nähe“, darum wollen wir den größten und höchstgelegenen schiffbaren See Südamerikas besuchen.

Titicacasee

Für 120 Soles geht es mit einem Touristenbus von NativaExpress über den Patapampapass von Chivay nach Puno an den Titicacasee.

Im Bus schreiben wir gegen 18 Uhr unser Hotel an und bitten um einen Pickup-Service. Unser Bus kommt um 19:40 Uhr in Puno an und ein Taxifahrer hält ein großes Smartphone mit unserem Namen hoch. Für 25 Soles müssen wir unsere drei Rucksäcke nicht durch die fremde Stadt tragen.

die Uros-Insel Mauri

Bei der guten Erfahrung fragen wir an der Rezeption gegen 21 Uhr nach einem Ausflug zu den schwimmenden Uros-Inseln.

die Welt der schwimmenden Inseln

„Kein Problem, Sie werden morgen um 7 Uhr aus dem Hotel abgeholt und dann geht es mit einem Katamaran zu den Uros-Inseln und danach auf die Insel Amantani.“

„Ab wann gibt es denn Frühstück?“

„Ab 6 Uhr.“

„Super, dann kaufen wir den Tagesausflug für 95 Soles pro Person.“

Bildungsvortrag und Werbeverkauf

Die Urosinseln sind schwimmende Inseln aus Schilf mit einem Durchmesser von ca. 25 Metern. Jede Insel gehört einer Familie und es leben ca. 20 Menschen auf ihr. Jeden Monat muss eine neue Lage Schilf auf die Insel, die ca. einen Meter mächtig ist.

Alicia und Frank

Übrigens holte sich Thor Heyerdahl für den Bau seiner Ra II Baumeister aus dem Volk der Aymara vom Titicacasee. Hier wurden und werden noch Schilfboote gebaut. Das sieht ungefähr so aus:

Das, was wir heute erlebten, hatte etwas von Disneyland.

sie nannten es Mercedes-Benz

Um 16:30 Uhr legten wir wieder in Puno an und sahen einen altes Schraubendampfer.

Nicht dieser, aber seine zwei Vorgänger wurden im 19. Jahrhundert im «knock-down»-Verfahren gebaut. Jedes der über 2000 Schiffsteile wurde so groß gebaut, dass es von einem Maultier getragen werden konnte. Über 350 Kilometer trugen es dann die Maultiere zum 3.800 Meter hoch gelegenen See. Dort wurden dann die zwei Schiffe wieder zusammen gebaut.

Schraubendampfer Ollanta

Neun Jahre vergingen, bis die peruanische Marine ihre zwei in England gebauten Schiffe auf dem Titicacasee nutzen konnte. Verrückt.

Wir hatten einen tollen Tag im Disneyland Uros-Inseln. Nun müssen wir noch zum Busbahnhof unseren Transport für morgen organisieren. Wohin?

Bitte bleibt neugierig.

zurück zum Colca-Canyon oder weiter zum Alpakatalk

Im tiefsten Canyon der Welt …

… bringt uns der Lodgehund Cocablätter.

Sonntag, 11 Uhr, wir starten unser Colca-Trecking.

Am Kilometer Null unweit von Cabanaconde kontrolliert eine Peruanerin unser Colca-Ticket (70 Soles je Person). 

Normalerweise gehen wir nach dem Start bergan und wenn es ein sehr, sehr hoher Berg ist, können es auch mal über 3.000 Meter werden. Heute starten wir auf ca. 3.300 Höhenmetern und unser Tagesziel liegt auf 2.200 Höhenmetern. Verkehrte Welt.

Mit einer Tiefe zwischen 1.000 und 2.000 Metern ist unser Wanderziel der zweittiefste Canyon der Welt. Für uns ist es der tiefste Canyon. Wir spüren das in unseren Beinen.

Nach ca. 4,5 h erreichen wir die Colibri-Lodge. Inca-Tee (Cocablätter, Chachacoma und Muña) und tolle Gespräche auf der Veranda sind unser Lohn.

Montag, wir verabschieden uns von Rivelino, der uns noch seinen Meerschweinstall zeigt. Mmmh, lecker.

Noch haben wir keine Meerschweinchen gegessen, aber wir sind ja noch ein paar Tage in Peru.

Heute laufen wir im Canyon von San Juan de Cuchcho flußabwärts zur Oase  Sangalle. Dort schwimmen wir sogar in einer Therme.

Dienstag, 4:30 Uhr, warum machen wir das hier?

Darum:

Außerdem steigen sich 1.200 Höhenmeter besser ohne pralle Sonne. 9:30 Uhr, wir sind geschafft und glücklich am Canyonrand. Das war megaklasse. Was machen wir als nächstes?

Bitte bleibt neugierig.

zurück nach Arequipa oder zum Ttiticacasee

Arequipa, la blanca

Dieses Jahr machen wir keinen Fahrradurlaub. Frei nach dem alten Hit von UKW – „Haben wir hier schlechtes Klima, fahren wir sofort nach Lima.“ – buchten wir Flüge nach Lima. Und weil uns das nicht genügte, flogen wir gleich weiter nach Arequipa.

Arequipa, Plaza de Armas

Wir flogen vom BER um 6:15 Uhr. In Arequipa landeten wir um 20:22 Uhr am selben Tag. Das war durch die Zeitverschiebung von plus sieben Stunden möglich. Ob wohl dieser Tag mit 31 Stunden Länge der längste Tag unseres Lebens war?

Am Flughafenausgang hielt ein Taxifahrer unser Namenschild in die Höhe und in hupender und um Milimeter kämpfender Fahrt ging es zu unserem Hostal. Wir hatten es direkt an der Plaza de Armas gebucht.

Blick vom Balkon Hostal Casablanca

Am Tag 2 war nach dem Frühstück auf der Dachterasse ein Stadtrundgang Pflicht. Arequipa liegt auf 2.300 Höhenmetern und wird von Vulkanen mit über 6.000 Höhenmetern eingerahmt.

Iglesia de La Compañía

Weißes vulkanisches Tuffgestein findet man an vielen Bauten in der Stadt. Daher wird Arequipa auch die weiße Stadt genannt.

Arequipa, Markthalle
Früchte im Überfluss

Die Straßen sind voll von Leben, aber in der Markthalle San Camillo war es noch mal bunter und quirliger.

Übrigens nehmen es die Peruaner mit den Hygienemaßnahmen ernster als wir Deutschen.

Müde ging unser erster voller Tag in Südamerika zu Ende. Morgen wollen wir nach Chivay.

Bitte bleibt neugierig.

weiter zum tiefsten Canyon der Welt

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