31. Oktober – Ich bin Team Reformationstag.

„Süßes, sonst gibt’s Saures!“ ist der klassische Ausruf, mit dem verkleidete Kinder am 31. Oktober, an Halloween von Haus zu Haus ziehen und Süßigkeiten erbitten. Wenn ich ehrlich bin, ist es leider oft ein Fordern.

Am 31. Oktober 1517 brachte Martin Luther mit seinem Thesenanschlag am Tor der Schlosskirche zu Wittenberg die Reforma Wtion so richtig in Gang.

1. Eisleben (1483 – 1484 und ca. 2 Monate 1546)

Martin Luther wurde in Eisleben 1443 geboren und starb am 18. Februar 1546 auch dort.

2. Mansfeld (1484 – 1497)

Seine Familie zog bereits im folgenden Jahr wegen der beruflichen Tätigkeit seines Vaters nach Mansfeld, wo er bis 1497 seine Kindheit verbrachte.

3. Magdeburg (1497 – 1498)

Für die Schule ging Luther nach Magdeburg und besuchte die Dom- bzw. Ratsschule und lebte bei den „Brüdern vom gemeinsamen Leben“.

4. Eisenach (1498 – 1501 und Mai 1521 bis März 1522)

In Eisenach ging er in der Pfarrschule St. Georgen weiter zur Schule. Außerdem versteckte er sich vom Mai 1521 bis März 1522 auf der Wartburg.

5. Erfurt (1501 – 1511)

In Erfurt studierte Luther und wurde Mönch.

6. Wittenberg (1511 – 1545)

In Wittenberg war die Hauptwirkungsstädte von Martin Luther. 1512 promovierte er an der dortigen Universität. 1517 kam es zum Anschlag der 95 Thesen gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche. 1525 heiratete er Katharina von Bora. 1534 wurde erstmals die gesamte Bibelübersetzung (Altes und Neues Testament) von Martin Luther in Wittenberg als Vollbibel gedruckt.

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge,
würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen!“

Was für ein schöner Spruch? Martin Luther hat mit seinen 95 Thesen die Reformation der Kirche und die Entstehung des Protestantismus angestoßen. Zudem schuf er durch seine Bibelübersetzung ins Deutsche ein Meisterwerk, das maßgeblich unsere moderne deutsche Schriftsprache formte.

Bestimmt kennt ihr auch Sprüche und Sätze, die auf Martin Luther zurück gehen. Ich bin am 31. Oktober Team Reformationstag.

Bitte bleibt neugierig.

Geiseltal, 16 Dörfer überbaggert

Für den Braunkohletagebau wurden im Geiseltal 16 Dörfer vollständig und 2 Dörfer teilweise weg gebaggert.

Heute umfasst das wunderschöne Geiseltalseegebiet mehrere Tagebauseen, den Geiseltalsee, den Runstedter See, den Großkaynaer See, bzw. Südfeldsee und den Hassesee.

Entstanden sind diese Seen durch Rekultivierungsmaßnahmen in ehemaligen Braunkohletagebaulöchern des Mitteldeutschen Reviers. Nach dem Ende des Kohleabbaus im Jahr 1993 wurden die riesigen Gruben ab den 2000er Jahren unter anderem mit Wasser aus der Saale über viele Jahre geflutet. Auf diese Weise verwandelte sich die alte Bergbaulandschaft schrittweise in eine neue, zusammenhängende Seen- und Erholungslandschaft. Sogar Weinanbau gibt es inzwischen.

Der Geiseltalsee-Rundweg ist ca. 25 bis 28 Kilometer lang. Wir hatten bei herbstlichem Wetter auf dem durchweg guten Asphalt unseren Spaß und freuten uns an den immer wieder schönen Ausblicken.

Übrigens war der Geiseltalsee lange Zeit, bis zum 23. Dezember 2024 der größte künstliche See Deutschlands. Heute ist er hinter dem Cottbuser Ostsee auf Platz 2. Wart ihr schon einmal am Geiseltalsee?

Bitte bleibt neugierig.

zum Braunkohletagebau im Lausitzer Revier

Fahrradfahren macht … #118

Bist du traurig oder glücklich, fahr einfach Rad.

Wir wünschen einen schönen Sonntag.

zurück zum Schildersonntag #118

Schengen, Dreiländerpunkt

In Schengen unterzeichneten am 14. Juni 1985 die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande das „Schengener Abkommen“. Darin verabredeten die Unterzeichner auf Personenkontrollen an den Grenzen zwischen den Staaten zu verzichten.

Das Abkommen steht aufgrund von Migrationsbewegungen und Sicherheitsfragen unter größer werdendem Druck. Funktionieren die Kontrollen an den europäischen Außengrenzen nicht ausreichend, werden die Probleme größer und die Akzeptanz für die Freizügigkeit wird schwinden. Hoffentlich macht unsere Politik ihre Hausaufgaben.

Schengen ist ein kleiner Ort in Luxemburg an der Mosel unweit der deutschen und der französischen Grenze.

Wir profitieren von der Freizügigkeit und radeln entspannt in wenigen Minuten gleich über drei Staatsgrenzen. Das ist super für unsere Weltchallenge. Seid ihr schon mal über Staatsgrenzen geradelt und habt ein Foto gemacht?

Bitte bleibt neugierig.

zu unserer „Weltchallenge“

deutsche Spezialität– Schildersonntag #118

In Schottland gibt es leckere deutsche Spezialitäten. Conny, danke für das Foto.

Bitte bleibt neugierig.

zurück zum Schildersonntag #117

alles Privatsache – Schildersonntag #117

Bitte lest das nicht.

Bitte bleibt neugierig.

zurück zum Schildersonntag #116
vorwärts zum Schildersonntag #118

Sommer mit Ida

Vier volle Tage und drei Nächte radeln wir mit Enkelin Ida. Ida ist jetzt 10 Jahre. Man radelt zu selten mit seinen Enkeln. Man radelt zu selten durch Brandenburg.

Man schläft zu selten in einem Zelt. Man liest sich gegenseitig zu selten Erich Kästner vor … und lässt sich zu selten von dessen Weisheit überraschen.

Man paddelt zu selten auf dem Finowkanal. Man lässt sich zu selten von Störchen beobachten.

Es gibt Momente im Leben, die sind perfekt. Die vier Tage mit Ida gehören dazu. Danke für die tolle Zeit.

Bitte bleibt neugierig.

zurück zum Bikepacking mit Ida im Jahr 2025

Handel mit West und Ost – Schildersonntag #116

In der stolzen Handelsstadt Salzwedel entdeckten wir einen schönen Wegweiser. Damals trieb man offensichtlich Handel mit Brügge im Westen und Nowgorod im Osten.

Mögen die Zeiten des Handels in allen Himmelsrichtungen wieder kommen.

Bitte bleibt neugierig.

zurück zum Schildersonntag #115
vorwärts zum Schildersonntag #117

Le Fleischwurst – Schildersonntag #115

Le Fleischwurst bei Ingenheim am Marne-Rhein-Kanal in Frankreich ist ein origineller Rastplatz für Radfahrer und Wanderer. Er besteht aus einer Schutzhütte und einem ausrangierten Kahn.

Es lebe der Mix aus Französisch und Deutsch – Vive „Le Fleischwurst“.

Bitte bleibt neugierig.

zurück zum Schildersonntag #114
vorwärts zum Schildersonntag #116

#3, Canal de la Marne au Rhin

Der 310 Kilometer lange Canal de la Marne au Rhin gehört zu den beeindruckendsten Wasserstraßen Frankreichs.

Auf unserer Radtour von Vitry-le-François bis Straßburg begleiteten wir den Kanal durch abwechslungsreiche Flusstäler, Wälder und die Vogesen.


Technisch ist der Kanal eine außergewöhnliche Ingenieurleistung des 19. Jahrhunderts. Auf den 310 Kilometern gibt es mehr als 150 Schleusen. Diese 150 Schleusen heben die Schiffe von der Marne (ca. 100 Höhenmeter) auf den Kanalscheitel in den Vogesen auf 270 Höhenmeter. Dann geht es wieder auf 130 Rheinhöhenmeter abwärts. Als Radfahrer merkt man davon nichts, da dies ja nur ungefähr einen Höhenmeter je Kilometer entspricht.

Ein besonderer Höhepunkt ist die große Schleuse von Réchicourt (Écluse de Réchicourt). Sie hat eine riesige Fallhöhe von über 15 Metern und ersetzt sechs alte Schleusen und verkürzte die Durchfahrtzeit von sechs Stunden auf nur etwa 30 Minuten.

Der Tunnel von Arzviller, der den Kanal auf einer Länge von über 2,3 Kilometern durch den Berg führt ist auch klasse.


Zu den kulturellen Höhepunkten der Reise zählt Straßburg mit seiner historischen Altstadt Grande Île. Das ist ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe.

Nach den ruhigen Tagen entlang des Kanals bildet die Ankunft in Straßburg mit ihrem weltberühmten Münster den krönenden Abschluss unserer Fahrradtour von Belgien nach Frankreich.

Wann fahrt ihr in die Ardennen, nach Lothringen oder ins Elsaß?

Bitte bleibt neugierig.

zurück Beitrag #2 unserer Sommertour 2026