Insgesamt sitzt man zu wenig am Meer.

„Insgesamt sitzt man zu wenig am Meer.“ Unserer Weisheit folgend, wollten wir uns auch in diesem Jahr wieder auf den Weg an die Ostsee machen. An den Adventstagen wollten wir kurz vor dem Dunkelwerden die Düne hochstapfen und auf die kalte Ostsee sehen.

Daraus wurde nichts. Die Ryanair unterbreitete uns ein Angebot, welches wir nicht ablehnen wollten. „Fliege für 12 Euro nach Kerry.“

Erwartet blieb es zwar nicht bei den 12 Euro, aber für zwei Hin- und Rückflüge über ca. 1.500 Kilometer incl. Sitzplatzreservierung und Mehrgepäck zahlten wir für uns beide 170 Euro. Liebe deutsche Politiker, solange ihr das Fliegen so günstig (be)steuert, werden die Menschen es sehr gerne nutzen. Unsere Fahrräder blieben dieses Mal zu Hause. Die Fahrräder hätten mindestens 240 Euro zusätzlich gekostet. Das war es uns dieses Mal nicht wert.

Wir schauten uns den „Ring of Kerry“ an.

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Irisches Bier im irischen Pub bei irischer Musik ist sehr cool.

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Wir sahen alte irische Burgen und tolle Landschaft.

Natürlich saßen wir auch am Meer und dachten über die Welt im Allgemeinen und im Speziellen nach.

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Wir wünschen euch einen schönen 2. Advent. Bitte bleibt neugierig.

Und was ist mit Morgenröthe-Rautenkranz?

Als Kinder hat uns der Flug des ersten Deutschen in das Weltall begeistert. „Jähn flog am 26. August 1978 in der sowjetischen Raumkapsel Sojus 31 zusammen mit Waleri Fjodorowitsch Bykowski zur sowjetischen Raumstation Saljut 6. Der Flug dauerte 7 Tage, 20 Stunden, 49 Minuten und 4 Sekunden.“ (Quelle Wikipedia zu Sigmund Jähn)

Sigmund Jähn wurde in Morgenröthe-Rautenkranz geboren. Ein Freund schrieb uns: „Morgenröthe- Rautenkranz liegt nicht weit von Klingenthal weg. Da gibt es eine Wetterstation und das einzige Raumfahrtmuseum in Deutschland.“

Auf nach Morgenröthe-Rautenkranz.


Sigmund Jähn haben wir nicht mehr getroffen, da er vor knapp einem Monat am 21. September 2019 verstorben ist. Alles Gute, Sigmund.

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Aktuell begeistern uns die Falcon-9- und Falcon-Heavy-Raketenstarts. Dabei faszinieren vor allem die punktgenauen Landungen der Booster. Alles entwickelt sich.

Falls ihr mal im Vogtland seid, schaut mal in Morgenröthe beim einzigen deutschen Raumfahrtmuseum vorbei.

Bitte bleibt neugierig.

Und was ist mit Vogtland?

„Gibt es eigentlich noch einen Landkreis in Sachsen, in dem wir noch nie waren?“
„Ja, wir waren noch nie im Vogtland.“

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„Hey, wir besuchen das Vogtland!“
„Was wollen wir uns genau angucken?“
„In Klingenthal gab es die Seydel-Skisprungschanze und die legendäre Aschbergschanze. Heute ist die Weltcupschanze Vogtlandarena einen Besuch wert.“

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„Seydel, da klingelt was. Klingenthal ist für seine Harmonikaproduktion bekannt. Wollen wir uns die älteste Mundharmonikafertigung anschauen? Hattest du nicht mal eine Mundharmonika?“
„Ich habe keine Ahnung, wo meine Mundharmonika abgeblieben ist.“

„Jetzt hast du eine neue Mundharmonika :-). Toll, dass die Amerikaner, die extra aus Kalifornien anreisten, uns auf die Idee mit dem Besuch bei Seydel und Söhne gebracht haben.“

„In Markneukirchen werden doch auch ganz viele Musikinstrumente hergestellt. Das ist doch hier der Musikwinkel.“
„Ja, aber in Markneukirchen gibt es etwas anderes. Schaue mal da hinten. Siehst du ihn auf dem Hügel in der Mitte?“

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„Puh, ist das steil hier. Voila, wir haben einen weiteren Bismarckturm „discovert“.

„Was gibt es im Vogtland noch?“

„Die 574 Meter lange Göltzschtalbrücke ist die größte Ziegelstein­brücke der Welt. Dieses Viadukt aus 98 Bögen überspannt seit 1851 für die Bahnstrecke Leipzig–Hof das Tal der Göltzsch. Das nenne ich mal ein technisches Denkmal.“

„Kommt nicht der erste Deutsche im All auch aus dem Vogtland?“
„Ja, der kommt aus dem Vogtland, aber nicht mehr in diesem Beitrag.“

Bitte bleibt neugierig.

Ein Landkreisschild, sogar mit tschechischem Gruß, haben wir auch noch gefunden.

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Landkreis Vogtland

Lissabon, Straßenbahnen und Armillarsphären

Es ist Donnerstag. Wir fliegen mit Freunden nach Lissabon. Bis Samstagabend, also gut zwei Tage, sind wir in Portugal. Lissabon ist toll. Die Stadt überrascht uns.

Lissabon hat „nur“ etwas über eine halbe Million Einwohner. Die Stadt macht einen unkomplizierten und gemütlichen Eindruck. Lissabon ist auf sieben, wie kann es anders sein, Hügeln erbaut. Zwischen den Hügeln quietschen und rumpeln nostalgische, alte Straßenbahnen.

Natürlich haben diese alten „Kisten“ WLAN (liebe deutsche Verkehrsbetriebe, ohne ist echt Mittelalter).

Wir stolpern in Lissabon immer wieder über Armillarsphären. Armillar, was? Der Smartphoneübersetzer portugiesisch-deutsch verrät, die Übersetzung von Armillarsphäre ist Armillarsphäre. Ok.

Wikipedia hilft. Armillar ist lateinisch und bedeutet „Armreif“. Sphaera ist die „Kugel“. Die Armillarsphäre oder auch Weltmaschine ist ein astronomisches Gerät. Es stellt die Bewegung von Himmelskörpern dar. Es besteht aus mehreren gegeneinander drehbaren Metallringen, die die Form einer Kugel bilden. Solche Kugeln sehen wir im Land der Seefahrer und Entdecker oft.

Zum Abschluss schauen wir nach unten und stellen fest, wir stehen neben diesem wunderschönen Gullydeckel.

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Was für ein schöner Fund. … und falls ihr irgendwo Armillarsphären seht, denkt an uns :-).

Bitte bleibt neugierig.

In Carcassonne

Wir hielten an einer roten Ampel in Carcassonne. „Warum stehen hier so viele Reporter und schwer bewaffnete Polizisten?“ Als wir das Blumenmeer vor der Gendarmerie direkt neben uns sahen, war es klar. Vor zwei Tagen, am 23. März 2018, wurde hier der 44-jährige Polizist Arnaud Beltrame getötet, der sich dem islamistischen Geiselnehmer als Austausch für die letzte verbliebene Geisel angeboten hatte. In der südfranzösischen Provinz starben vier Menschen durch diesen Terroristen. Plötzlich vor dem Blumenmeer zu stehen, war ein extrem berührender Moment.

In Carcassonne muss man einfach …

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Es gibt so viel zu sehen.

 

 

Vielleicht kennt ihr ja das Brettspiel „Carcassonne“. Die Festung gibt es wirklich und sie ist gigantisch.

Freud und Leid liegen nahe. Bitte bleibt neugierig.

Wer sein Fahrrad liebt, der …

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Frau Traumradlerin erklimmt den Schlachtberg

Auf dem Schlachtberg in Bad Frankenhausen ganz in der Nähe des Kyffhäuser steht ein riesiger zylindrischer Rundbau, das Panorama Museum. Es wurde extra für das Bauernkriegspanorama gebaut. Das Monumentalbild von Werner Tübke zählt mit seinen 1.722 Quadratmetern zu den größten Tafelbildern der Welt. Man kann sich in mehr als 3.000 Einzelfiguren hineinschauen. Der Besuch lohnt!

Außerdem ist Bad Frankenhausen für den schiefen Turm der Oberkirche bekannt.

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Die Spitze des 56 Meter hohen Kirchturms ist inzwischen mit 4,60 Metern aus dem Lot. Das heißt der Turm hat einen Neigung von 4,93° und ist damit der schiefste Turm Deutschlands. Wenn ihr in Bad Frankenhausen seid. unbedingt anschauen. Auf dem Heimweg kamen wir dann auch noch an einem Landkreisgrenzschild vorbei.

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Bitte bleibt neugierig :-).

Ostseeblick – unbezahlbar