Mecklenburger Seen Runde – ups, she did it again! 

Vor zwei Jahren wollten wir Traumradler gemeinsam die 300 Kilometer mit dem Rennrad um die Müritz und ein paar andere Mecklenburger Seen radeln. Ich hatte „Knie“, aber Susanne hat die Runde mit Bravour gemeistert.

So war also noch etwas offen, was der Erledigung bedurfte. Wir haben uns wieder zur MSR – Mecklenburger Seen Runde angemeldet. Um 5 Uhr gingen wir mit vielen anderen auf die Strecke.

rps20170527_191840_890

Wir hatten perfektes Wetter und es lief.

rps20170527_193146

Unser großer Dank geht wieder an die Helfer. Sie sorgten für unsere Sicherheit und unser Wohl. Sie lasen uns jeden Wunsch von den Augen ab.

rps20170527_192104_845

Trotzdem mussten wir uns auch richtig quälen. An Kilometer 100 sahen wir das erste Schild mit dem Hinweis „Noch 200 km zum Ziel“. Ab Kilometer 200 folgten dann diese Schilder im 10 Kilometerabstand. Zwischendurch tat es weh, uns jedenfalls!

20170527_150843 (1024x575)

Um so glücklicher waren wir, als wir dieses Mal gemeinsam unter dem Zielbogen hindurchfuhren.

Für Neubrandenburg ist so ein großes Ereignis mit Tausenden Teilnehmern und Besuchern auch wirtschaftlich ganz wichtig. Liebe Organisatoren und liebe Helfer, danke für das tolle Event!

Bitte bleibt neugierig.

Hab‘ mein Wagen voll geladen …

Am sonnigen 14. Mai sah ich das:

1705_Coswig (1024x683)

Circa 150 Radler setzen während der Radrundfahrt „Rund um Dessau“ mit der Fähre Coswig über die Elbe. Die Fähre war voll!

Kennt ihr das alte Scherzlied „Hab‘ mein Wagen voll geladen“?

1.Hab‘ mein Wagen voll geladen
Voll mit alten Weibsen,
Als wir in die Stadt n’ein kamen
Hub sie an zu keifen.
Drum lad ich all mein Lebentage
Nie alte Weibsen auf mein‘ Wage‘
Hieh, Schimmel, hieh!

2. Hab‘ mein Wagen voll geladen
Voll mit Männer alten,
Als wir in die Stadt n’ein kamen
Murrten sie und schalten.
Drum lad ich all mein Lebentage
Nie alte Männer auf mein‘ Wage‘
Hieh, Schimmel, hieh!

3. Hab‘ mein Wagen voll geladen
Voll mit jungen Mädchen
Als wir zu dem Tor n’ein kamen
Sangen sie durchs Städtchen
Drum lad ich all mein Lebentage
Nur junge Mädchen auf mein‘ Wage‘.
Zieh Schimmel,zieh!

Wie der Fährmann zu seiner Ladung Radler stand, ist mir nicht bekannt.

Coswig2

Wann habt ihr euch das letzte Mal gemütlich mit einer Gierfähre auf die andere Seite bringen lassen?

Coswig1

 

Bitte bleibt neugierig.

Everesting am Brocken

8848 Meter ist der Mount Everest hoch. Everesting am Brocken bedeutet, diese Höhenmeter durch wiederholtes Brockenhochradeln zum Beispiel von Schierke aus zu sammeln. 18 Auffahrten und mehr als 340 Kilometer sind dazu notwendig.

Nein, 18 mal haben wir das nicht hinbekommen. Aber an diesem Osterregensamstag habe ich mich von zu Hause auf den Weg gemacht. Auf dem Weg „discoverte“ ich im Regen kurz vor Schleibnitz bei N52° 04.557 E011° 29.797 einen weiteren preußischen Ganzmeilenstein.

N 52° 04.557 E 011° 29.797

Irgendwann kam ich dann am letzten öffentlichen Parkplatz an der Brockenstraße zum Basiscamp der Aktion. Dort traf ich ein ganze Menge Gleichgesinnte. Grüße nach Sachsen.

Die Organisatoren sammeln für ein Kinderhospiz in Leipzig. Na dafür schwitze ich doch gerne und gebe ein paar Euro. 500 Höhenmeter weiter gab es Nebel und ein in der Pfütze stehendes Rad.

Ich habe es bei nur einer Auffahrt belassen. Danke liebe Ideengeber ich hatte einen coolen Tag, auch wenn ich mich zwischenzeitlich wie ein in einen Teich gefallene Milchbrötchen gefühlt habe.

Bitte bleibt neugierig 😀.

Ciclistas en Lanzarote #2

Von unserer Basis in Costa Teguise haben wir Lanzarote in „gemütlichen“ Tagestouren erkundet. Warum die Anführungsstriche? Wind ist auf Lanzarote ein Thema. Die Wetterapp sprach regelmäßig von Windgeschwindigkeiten von 30 km/h, in Böen auch gerne mehr. Zum Zweiten ist die Insel gar nicht so flach, wie man denkt. Da ist die alte Hauptstadt Teguise, sie liegt auf gut 300 Höhenmetern.

Sehr fein! Dann gibt es natürlich den Timanfaya Nationalpark.

rps20170208_182453_244.jpg

Ab 1730 gab es hier 6 Jahre lang ständig Vulkanausbrüche. Was für eine wüste Gegend?

rps20170210_125632_319.jpg

Wenn man durch die Lavafelder fährt, könnte man sich fast einbilden auf Hawaii zu sein.

rps20170210_125459_543.jpg

Kakteen sind genügsam. Somit wachsen sie auf Lanzerote hervorragend.

rps20170210_150824_459.jpg

Dieser Kaktus ist aber künstlich.Er steht vor dem Eingang des Kakteen Gartens in Guatiza. Mal sehen, ob uns noch ein paar schöne Motive vor die Kamera kommen.

Bitte bleibt neugierig 😀.

Die Mecklenburger Seen Runde – Finale und Regenbogen

was vor 11:55 Uhr passierte

11:55 Uhr: Es ist fünf vor 12 und ich bin mit dem Auto in Malchow. Die Natur bietet ein tolles Schauspiel. Ob das die Radfahrer auch genießen?

DSC_0180 (1280x853)

Susanne habe ich das letzte Mal an der Verpflegungsstation in Röbel bei Kilometer 128 gesehen. Übrigens muss Susanne gar nicht alleine fahren. Sie hat Hilfe von Ralf, einem Radlerfreund. Übrigens sind die Straßen nicht abgesperrt. Dieses „Radrennen“ über 28 Stunden findet komplett im öffentlichen Straßenverkehr statt.

image

Nun geht es zur Verpflegung bei Kilometer 176. Unsere Tochter wird mit Mann dort sein. Gemeinsam wollen wir Susanne anfeuern.

13:20 Uhr: Juliane und ihr Mann sind da, die Freude ist groß. Es sind nur noch 134 Kilometer und einige Regenschauer. Die Natur ist wirklich ein Traum.

DSC_0203 (1280x853)

16:48 Uhr: Ich erhalte eine SMS: „Bitte mit grüner Tasche zu Km 260.“ Dort befindet sich die vorletzte Verpflegungsstation. Sofort bin ich unterwegs. Mit dem Auto versuche ich extra nicht die Strecken zu fahren, die die Radler nehmen. Es wäre gefährlich. Es gibt viele Hügel und viele Kurven, so dass ein Überholen nicht möglich ist. Spaß macht ein hinterhertuckerndes Auto weder den Radlern, noch dem Autofahrer. Ich komme zusammen mit Susanne an der Verpflegungsstation an. In der Tasche habe ich Wechselsachen. Dies ist ein Luxus. Ich sehe viele Radler durchnässt zittern. Noch 40 Kilometer.

20:00 Uhr: Susanne rollt über den Zielstrich. Klasse.

image

Immer wieder regnete es. Hagel war auch dabei. Da gab es auch gerne mal einen Regenbogen.

DSC_0225 (1280x853)

Für mich war dieser Tag total berührend. Wie groß müssen die Emotionen bei den Teilnehmern erst gewesen sein? Viele Fahrer haben heute emotional und körperlich eine Grenzerfahrung gemacht.

Ich hörte wie ein Finisher sagt: „Mir war noch nie im Leben so elend. Das mache ich nächstes Jahr wieder.“

Was bringt uns Menschen dazu?

Danke an die Helfer

Die Mecklenburger Seen Runde – 300.000 Meter zum Ziel

3:35 Uhr, Unser Wecker würde zwar erst in ein paar Minuten klingeln, doch Susanne und ich ziehen uns schon mal an. Es ist ja Samstag und da muss man ja nicht so lange im Bett rumliegen. Wir sind in Neubrandenburg, in Mecklenburg und stehen halt früher auf. Schlaf haben wir nicht viel gehabt. Wir sind aufgeregt.

Im Oktober letzten Jahres müssen wir auch unter Schlafmangel gelitten haben. Wir haben uns bei der MSR, der Mecklenburger Seen Runde angemeldet. Das ist eine Art Radrennen um die Mecklenburger Seen. Allerdings starten nicht alle Teilnehmer zur selben Zeit sondern zwischen Freitag 21:00 Uhr und Samstag 8:00 Uhr. Warum so ein großes Startfenster? Die MSR ist halt etwas länger. Sie führt über 300 (!) km. Das Vorbild der MSR ist die Vättternrundan. Wie wir auf die Idee einer Teilnahme gekommen sind, weiß ich gar nicht mehr genau. Vielleicht hat das mit unserem Besuch am Vätternsee im letzten Jahr zu tun.

4:00 Uhr, Das Hotel hat Kekse, Riegel und heiße Getränke zum Frühstück bereit gestellt. Vermutlich frühstücken sonst nicht so viele Leute um diese Zeit. Susanne trinkt und isst etwas, während ich ein Fahrrad aus dem Auto hole. Nur ein Fahrrad für Zwei?

Vor knapp 6 Wochen wollten sich mein Knie und mein Chirurg ganz intensiv kennenlernen. Leider bedeutete das für mich, dass ich von der MSR nur noch träumen durfte. Allerdings war das auch für Susanne nicht lustig. Wir sind immer zusammen gefahren. Wenn dann ein Partner plötzlich als Radfahrer komplett ausfällt, so hat das für den Verbliebenen Auswirkungen auf die Motivation. Ganz nebenbei hat sie auch ihre Schmerzpunkte. Es war jedenfalls gar nicht leicht.

4:10 Uhr Susanne fährt den Kilometer zum Start. Didi Senft, der Teufel begrüßt uns.

image

4:45 Uhr, Alle 10 Minuten geht eine Gruppe von ca. 50 Radlern auf die Strecke. Die Startgruppe von Susanne geht jetzt auf die Runde.

DSC_0130 (1280x853)

Lieber Schatz, ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute!!!!

5:16 Uhr, Es beginnt kräftig zu regnen, ohne wäre ja auch zu einfach.

image

6:12 Uhr, Ich bin nach dem Start noch einmal ins Hotel gegangen und schreibe diese Zeilen. Wenn ich diesen Beitrag fertig habe, gehe ich frühstücken und dann werde ich mich ins Auto setzen und zu einer der 7 Verpflegungsstationen fahren und gucken, ob meine durchweichte Frau noch Radfahren kann und mag. Ich wünsche euch allen einen schönen guten Morgen.

Wie es weiter geht, lest ihr im nächsten Blogbeitrag.