Landkreischallenge im Spätherbst

Alles geht zu Ende, auch unsere Challenge. Mehr als zwei Jahre haben wir eure Fotos von Kreisgrenzschildern gesammelt. Wir selber haben uns am Wettbewerb nicht beteiligt. Trotzdem haben auch wir die Augen offen und den Fotoapparat bereit gehalten.

Die Challenge ist noch bis zum 31. Dezember 2018 offen, dann schließen wir unser …

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Wir sind gespannt, ob sich im Spätherbst doch noch ein bisher „unentdecktes“ Kreisgrenzschildfoto zu uns verirrt.

Bitte bleibt neugierig.

Sommer und Winter

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Carolafelsen – Sommer
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Carolafelsen – Winter (Foto von Franz)

Wir haben Jahreszeiten. Alles ändert sich. Was für ein Glück.

Bitte bleibt neugierig.

9.11. – Mauerfall 29 Jahre später

Mauerfall. Friedliche Revolution. Ein Meilenstein unserer Geschichte. Wir sind dankbar, dass ein so bedeutender Wandel ohne Einsatz von Militär stattfand.

An der konsequenten Grenzsicherung war der Ernst der politischen Lage ablesbar. Hin und wieder sehen wir Reste. Natürlich machen wir Fotos.

Es gab an der innerdeutschen Grenze Beobachtungstürme. In der DDR waren die Kurzbezeichnungen ganz oft von den Anfangsbuchstaben der Objekte abgeleitet. Für Beobachtungsturm wurde also BT verwendet. War der Turm dann noch 11 Meter hoch, so hieß er BT11. Foto? Gerne.

Im Inneren waren mehrere versetzte Plattformen eingezogen, die die Grenzsoldaten per Leiter erreichten.

Vor zwei Wochen stießen wir, versteckt hinter vielen Brombeerdornen, auf einen alten BT9.

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Neben den einfachen Beobachtungstürmen gab es die Führungsstellen. Sie hatten eine Grundfläche von ca. 4×4 Metern.

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Von den ca. 10 Meter hohen Führungsstellen wurden die Posten und die elektronischen Sicherungsanlagen eines Grenzabschnittes beaufsichtigt. Grenztürme, die mitten in Deutschland standen, sind nur noch „lost places“. Gut so!

Bitte bleibt neugierig.

zum Beitrag Mauerfall 28 Jahre später

Elektrotechnik trifft Kunst #3

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In Bülstringen sahen wir dieses Transformatorenhäuschen. Wir finden, es ist gelungen.

Bitte bleibt neugierig.

Elektrotechnik trifft Kunst #2

Es „Luthert“ immer mehr

Am 31. Oktober 1517 brachte Martin Luther mit seinem Thesenanschlag am Tor der Schlosskirche zu Wittenberg die Reformation so richtig in Gang.

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Im Jahr 2017, dem 500. Jahr des Beginns der Reformation, war der 31. Oktober einmalig ein gesamtdeutscher gesetzlicher Feiertag. Davor gab es diesen Feiertag nur in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Offensichtlich gefiel den norddeutschen Ländern die Idee vom „Luthertag“ so gut, dass der Reformationstag nun auch in Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg und Niedersachsen ein Feiertag ist.

Dass Luther eine Bedeutung hat, können wir auf unseren Radtouren in vielen Orten erkennen. Beispiele? Gerne.

Bestimmt gibt es noch viel mehr „Martins“, die unterschiedlich ein Buch halten. Da halten wir die Augen offen. Egal ob Feiertag oder nicht, habt einen schönen Tag.

Bitte bleibt neugierig.

politischer Ausrutscher

Vor dem Schlafen schaue ich oft noch mal ins Internet. Gerichte urteilen: Fahrverbote müssen für „dreckige Dieselfahrzeuge“ ausgesprochen werden. Am 22. Oktober 2018 sagte unsere Kanzlerin dazu:

„Wir wollen hierzu das Bundesemissionschutzgesetz, also die entsprechenden Gesetze ändern, dass auf dieser Basis dann auch Fahrverbote unverhältnismäßig sein werden und deshalb in der Regel auch nicht ausgesprochen werden. … Wir glauben, dass in der Regel, Fahrverbote nicht verhältnismäßig sind, wenn es sich nur um Grenzwertüberschreitungen von geringerem Umfang … handelt“.

Ach so.

Kurz danach schlief ich ein und träumte, dass es künftig für Dopingsünder mit „geringen Grenzwertüberschreitungen“ keine Sperre mehr geben wird. Andere Fälle kamen mir in den Sinn. Der Parkschein ist abgelaufen, nur „geringfügig“. Wir zahlen eine Steuerschuld nicht zu 100% oder halt geringfügig später oder … .

Grenzen und Gerichtsurteile verlieren ihre Bedeutung. Sie werden „geringfügig“ missachtet. Ich wachte auf und dachte, das ist doch bestimmt nur ein politischer Ausrutscher. Zukünftig macht unsere Politik ihre Hausaufgaben und nimmt die Verursacher eines Problems in die Pflicht. Kann das wahr werden?

Bitte bleibt neugierig.

am Wegesrand #1

Neulich radelten wir so vor uns hin. Da stand am Wegesrand „Omas Obstkiste“.

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Der Herbststand sieht doch großartig aus. Richtig klasse fanden wir den Zettel unter dem „e“ von Obstkiste.

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Schade, dass es diese Leute gibt, aber Daumen hoch für die Reaktion. Habt ihr so etwas in der Art auch schon mal gesehen?

Bitte bleibt neugierig.

Wir stellen unsere GPX-Dateien gerne zum Download bereit.

Heute ist es wieder etwas technisch. Gelegentlich erhalten wir Anfragen nach GPX-Dateien unserer Touren. WordPress, unsere Blogsoftware, unterstützt das Dateiformat GPX nicht. Wir versenden die GPX-Dateien dann gerne per Mail.

Nun haben wir zu unserer Herbsttour durch Belgien und die Niederlande wieder eine Frage nach GPX-Daten erhalten. Wir haben etwas probiert. Gepackte ZIP-Dateien können wir gut in unseren Blog einbinden. Hinter folgendem Bild …

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… haben wir den Link zu einem Zipfile hinterlegt. In diesem Zipfile befinden sich die acht GPX-Dateien unserer Herbstradtour von Aaachen über Maastricht, Brüssel, Nimegen, Arnheim nach Osnabrück. Klickt ihr auf den Link, so wird die Datei auf euer Endgerät heruntergeladen. Nun könnt ihr die Dateien auspacken und sie auf eigene Navigationsgeräte oder für die eigene Tourenplanungen nutzen.

… und falls es Bedarf an GPX-Dateien zu weiteren Touren (Japan, Russland, Nordkap, …) gibt, eine Kommentar hier oder eine Mail an info(at)traumradeln.de und wir werden uns Mühe geben 🙂 .

Die GPX-Dateien zur Japan- und Russlandradtour sind inzwischen hinterlegt.

Bitte bleibt neugierig.

von Bismarckturm zu Bismarckturm

Wer hier schon länger liest, weiß, dass wir „Bismarcktürme“ sammeln. Wir starteten unsere Herbstradtour in Aachen und besuchten natürlich den dortigen Bismarckturm.

Der Turm stellt ein stilisiertes „B“ dar und er steht mitten auf einem Friedhof. Beides ist besonders.

Nach einer Woche Fahrradtour durch Belgien und die Niederlande erreichten wir Osnabrück, die Stadt des Friedens.

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1648 wurde hier das Prinzip Recht vor Macht angewendet und der 30-jährige Krieg wurde durch den Westfälischen Frieden beendet.

Auch in der Nähe von Osnabrück gibt es einen Bismarckturm.

Das ist der Bismarckturm von Tecklenburg. Er steht auf einem Höhenzug des Teutoburger Waldes. Ja, hier ist es hügelig. Wir freuen uns über jeden neuen Turm.

Wir haben eine Anfrage nach GPX-Dateien erhalten. Die stellen wir gerne bereit. Gebt uns bei Bedarf ein Signal. Darum kümmern wir uns jetzt.

Bitte bleibt neugierig.

eine Etappe zurück

Willkommen in den Niederlanden

Wir reisen in die Niederlande ein. Es ist mehr als 25 Jahre her, dass wir hier Rad gefahren sind. Obwohl wir gute Radwege erwartet hatten, übertrifft deren Qualität unsere Erwartungen.

Wie eine „Fahrrad-Autobahn“ aussieht, erleben wir auf dem „RhijnWaalpad“ zwischen Arnheim und Nimwegen. Er besitzt einen leichtläufigen, durchgehend rot eingefärbten Asphalt. Es gibt an großen Kreuzungen Vorfahrt für Radfahrer. Es gibt gut sichtbare Wegweiser.

Noch einmal, da wir aus Deutschland kommen: Es gibt an großen Kreuzungen Vorfahrt für Radfahrer! Warum soll der ökologisch gute und gesunde Verkehr nicht bevorzugt werden?

Die Niederländer ernten die Früchte ihrer guten Fahrradinfrastruktur. Jedes Prozent mehr Fahrradverkehr bedeutet weniger Autoverkehr. Und diese Prozente weniger Autoverkehr sind die Prozente, die den Unterschied zwischen Stau und keinem Stau ausmachen. Wir finden, Deutschland könnte weniger Stau gut zu Gesicht stehen. Da haben wir noch viel zu tun.

So radelten wir ganz entspannt über die „Brücke von Arnheim“.

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Gab es da nicht den gleichnamigen Film? Genau. Verfilmt wurde die größte Luftlandeoperation, die es jemals gab. In drei Wellen wurden zwischen dem 19. und dem 23. September 1944 insgesamt 39.620 Fallschirmjäger hinter den deutschen Linien abgesetzt. Unglaublich.

Ziel der Alliierten war es, einen schnellen Vorstoß in das deutsche Reich zu ermöglichen. Dafür sollten diverse Brücken erobert werden. Die Brücke von Arnheim gehörte dazu. Sie konnte nicht gehalten werden. Sie war die „A Bridge Too Far“.

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Heute heißt diese Brücke „John Frostbrug“ nach dem amerikanischen Leutnant, der diese Brücke mehrere Tage gegen die Deutschen verteidigte.

In den Niederlanden sind Straßen ohne Radwege so markiert.

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Es ist keine Überraschung, wenn wir den Niederlanden eine „1“ für ihre Fahrradinfrastruktur geben. Wir blieben noch so lange wie möglich im Gelderland, um die Radwege zu genießen. Dann geht es am letzten Tag unserer Herbstradtourwoche wieder zurück nach Deutschland.

Bitte bleibt neugierig.

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eine Etappe zurück