9.11. – Mauerfall 28 Jahre später

Entlang der ehemaligen Grenze erinnern große Schilder an die Teilung Europas.

Wir erlebten diese spannende Zeit aus Sicht der DDR-Bürger. Die Grenzöffnung verlief friedlich! Es ist also möglich, Machtstrukturen friedlich zu verändern. Das ist großartig und kann gar nicht genug Wert geschätzt werden!

Wir freuen uns jedes mal, an so einem Schild vorbei zu radeln. Habt ihr diese Schilder auch schon mal gesehen?

Bitte bleibt neugierig.

9.11. – Mauerfall- 27 Jahre später

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Grenzturm bei Helmstedt

Bitte bleibt kritisch, bitte bleibt neugierig :-).

verlassene Jugendhochschule der FDJ

Heute wollen wir von unserem Besuch der verlassenen Gebäude am Bogensee berichten. Der Bogensee liegt in der Mark Brandenburg nördlich von Berlin. Es ist wirklich ein schöner Flecken. Logisch, dass dies schon länger bekannt war. 1939 ließ sich dort Reichspropagandaminister Goebbels einen Landsitz bauen.

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Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude als Lazarett genutzt, bevor sie 1946 der FDJ übergeben wurden. Zu DDR-Zeiten kam ein gigantischer Gebäudekomplex, die Jugendhochschule Wilhelm Pieck  im sozialistischen Klassizismus dazu.

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Lektionsgebäude der Jugendhochschule
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Blick auf die Villa Bogensee

Die „Villa Bogensee“ wurde einzig und alleine für Repräsentationszwecke und Feierlichkeiten gebaut. Hier hatten wir Glück und ein Herr fragte uns, ob wir mal einen Blick in das Innere werfen wollten. Natürlich!

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um den riesigen zweigeschossigen fliederfarbenen Festsaal verlaufen Säulen
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über zwei zentrale Treppen gelangt man zur Empore
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es gibt diverse Klubräume

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Bis vor drei Jahren wurden alle Gebäude noch durch das Heizhaus im Winter erwärmt. Nun dringt die Feuchtigkeit ein und verrichtet ihr Werk. So hebt sich zum Beispiel das Parkett. Wer mag, der Komplex steht zum Kauf. Wie wär’s?

Skulpturen gibt es auf dem Gelände ebenfalls zu bewundern.

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Den Beitrag wollen wir mit einem Bild von einigen vergessenen Tischtennisplatten schließen. Man findet sie auf dem Gelände und kann sich gut vorstellen, wie die Jugendlichen sich hier früher die Zeit vertrieben.

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Ein Blick in unsere Geschichte ist spannend.

Bitte bleibt neugierig :-).

 

 

Fensterblicke #2

Vor beinahe genau einem Jahr habe ich einen Beitrag über meinen Blick auf Fenster geschrieben. Zeit für ein Update. Den folgenden Fensterblick habe ich 19…, ämh …

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… ach nein, diesen Fensterblick habe ich am 1. Mai 2016 …

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… aufgenommen. Da hält wohl jemand an einer Tradition fest.

An einem unpolitischen Fensterblick möchte ich euch auch noch teilhaben lassen.

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„Mein kleiner grüner Kaktus steht draußen am Balkon,
hollari, hollari, hollaro!
Was brauch‘ ich rote Rosen, was brauch‘ ich roten Mohn,
hollari, hollari, hollaro!
Und wenn ein Bösewicht was ungezog’nes spricht,
dann hol‘ ich meinen Kaktus und der sticht, sticht, sticht.
Mein kleiner grüner Kaktus steht draußen am Balkon,
hollari, hollari, hollaro!“

Hoffentlich ist der Kaktus da geblieben, wo er war :-).

Habt ihr auch schon Fensterblicke riskiert?

Bitte bleibt neugierig :-).

„Mit Bleistift und Lineal gehen wir zur Wahl!“

13. März 2016, Wahl von drei Landesparlamenten!

„Mit Bleistift und Lineal gehen wir zur Wahl!“ Das war eine Losung, die wir uns bei einer unserer ersten Wahlen zuriefen. Das war am 7. Mai 1989.

Es standen nur die Kandidaten der nationalen Front zur Wahl. Wenn man irgendeinen Kandidaten ankreuzte und den Wahlzettel in die Urne warf, war es eine Ja-Stimme für die Regierung. Wenn man keinen Kandidaten ankreuzte und den Wahlzettel in die Urne warf, war es eine Ja-Stimme für die Regierung. Wenn man einen Kandidaten durchstrich und den Wahlzettel in die Urne warf, war es eine Ja-Stimme für die Regierung.

Es heißt doch Wahl, wie konnte man damals gegen die Regierung stimmen? Genau hier kommt die Losung „Mit Bleistift und Lineal gehen wir zur Wahl.“ ins Spiel.

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Eine Stimme wurde nur dann als Nein-Stimme gezählt, wenn alle Kandidaten auf dem Wahlzettel sauber und waagerecht durchgestrichen wurden.

Ich habe alle Kandidaten mit dem Lineal fein säuberlich durchgestrichen. Am Abend saßen wir aufgeregt vor dem Fernseher und erfuhren, dass es uns nur 1,15% der Wähler gleich getan hatten. Komisch, wir kannten schon so viele, die mit Bleistift und Lineal zur Wahl gegangen sind und das sollen nur 1,15% gewesen sein? Ihr kennt die Geschichte. Der Staat, in dem dies passierte, ist Geschichte.

Jeder sollte eine politische Überzeugung haben und sollte dafür eintreten. Wie zu jeder vorausgegangenen Wahl gehe ich auch heute zur Wahl. Zum Glück muss ich weder Bleistift noch Lineal mitnehmen.

Bitte bleibt neugierig :-).