Schweinepest und Braunkohle

Es gibt Grenzen. Sie teilen unser Land. Zwischen Sachsen und Brandenburg radeln wir etliche Kilometer entlang von Zäunen und anderen Grenzschutzeinrichtungen.

Es geht um den Schutz vor der afrikanischen Schweinepest. Wir hatten das Thema gar nicht im Blick. Über viele Kilometer Zäune zu bauen, scheint nötig zu sein.

Weiter führt uns unser Weg nach Spremberg. Hier schauten wir uns den Bismarckturm an.

–> zu viel mehr Bismarcktürmen

Weiter ging es zum Braunkohletagebau Welzow-Süd. Am meisten hat uns seine gigantische Größe beeindruckt.

Das Kraftwerk Schwarze Pumpe braucht „Futter“.

Direkt neben dem Tagebau radeln wir durch jungen Wald. Schilder und Gedenksteine erinnern an die abgebaggerten Dörfer.

Schalten wir zu Hause den Herd zum Kochen ein, denken wir selten an den dafür nötigen Aufwand. Finden wir Wege, unsere Ressourcen mehr zu schonen.

Beeindruckend ist so ein Tagebau aber auf jeden Fall.

Bitte bleibt neugierig.

zum östlichsten Punkt Deutschlands

Wir sind 2020 vom südlichsten Punkt Deutschlands zum nördlichsten Punkt Deutschlands geradelt. Und was ist mit dem westlichsten und östlichsten Punkt?

An einem der wenigen Topwetterfrühlingstage brachte uns die DB nach Görlitz. Görlitz ist eine schöne Stadt.

In Görlitz gibt es einen Bismarckturm. Als Sammler hätten wir ihn eigentlich besuchen müssen. Das haben wir verpasst. So müssen wir noch einmal wiederkommen.

Aber die sächsische Postmeilensäule von Görlitz haben wir nicht verpasst. Um sie vor die Linse zu bekommen übertreten wir die Grenze nach Polen. Der Zugang zum Platz ist leider versperrt, so war nur ein Foto durch einen Zaun auf dem Rad stehend möglich.

Görlitz

mehr über sächsische Postmeilensäulen

Schnell noch ein Eis und dann radeln wir auf dem traumhaften Neißeradweg gen Norden. Nach kaum 20 Kilometern erreichten wir zwischen den Ortsteilen Deschka und Zentendorf in der Neißeaue den östlichsten Zipfel Deutschlands.

Ganz alleine genießen wir die Natur und tragen uns in das Zipfelbuch ein.

„Du, in Spremberg gibt es auch einen Bismarckturm.“

„Ja, dann fahren wir nach Spremberg.“

Bitte bleibt neugierig.

Auf nach Spremberg!

Erstmals Begrüßungsschilder im Landkreis Oder-Spree

Die Märkische Oderzeitung berichtete am 9. September 2020: Der Landkreis Oder-Spree stellt als identitätsstiftende Maßnahme Begrüßungsschilder auf. Die Schilder werden an der B1 bei Schöneiche, der B 246 bei Storkow, vor Müllrose und Brieskow-Finkenheerd, an der B 112 beim Amt Neuzelle, an der B168 in der Gemarkung Friedland und kurz vor Mittweide zu finden sein.

Unter dem Motto #landkreischallenge4ever rufen wir auf, uns ein Foto mit Fahrrad vor einem dieser neuen Begrüßungsschilder an …

deutschlandtour@traumradeln.de

… zu senden oder in einem Kommentar zu verlinken. Wir würden das soooooo toll finden … und im Beitragsbild müssten wir nicht das Bild eines anderen Landkreises zeigen.

Wir waren übrigens nicht untätig und haben in den letzten Wochen zwei Landkreise „discovert“, aber eben nicht den Landkreis Oder-Spree.

Bitte bleibt neugierig.

Klick für alle Landkreise und ihre Begrüßungsschilder

Hoywoy – Gerhard Gundermann

In Hoyerswerda wandelten wir auf Gundermanns Spuren. Wir können die schöne Melancholie in seinen Texten nachvollziehen:

man konnte hier klaus oder janek heissen
das war egal
warn alle nur teig fürs waffeleisen
das war egal
dick oder doof schnell oder arm
das war egal
hier war ja nur ne maschinistenfarm
das war egal hier in hoywoy

die wecker klingeln hier früh um vier
alle zugleich
am zahltag gabs immer radeberger bier
für alle gleich
und schlief der janek mit der frau vom klaus
alles gleich
das fiel nicht weiter auf hier sehn ja alle aus wie klaus
alle gleich hier in hoywoy

Natürlich besuchten wir Feuersteins Musikpalast.

nur eins war seltsam hier
gleich hinter dem ortseingangsschild
war es plötzlich ganze vier grad wärmer
und der wind so mild
ich riss mein helmvisier
hier immer weit auf weil ich nicht mehr so fror
du lachtest hinter mir
und die kinder krochen kichernd
unter der seitenwagenplane vor

nur eins war seltsam hier
gleich hinter dem ortseingangsschild
war es plötzlich ganze vier grad wärmer
und der wind so mild
ich riss mein helmvisier
hier immer weit auf weil ich nicht mehr so fror
du lachtest hinter mir
und die kinder krochen kichernd
unter der seitenwagenplane vor

das war hoywoy
das ist hoywoy
aber nur für uns

Warum „Feuerstein“? Alle lebten vom Braunkohletagebau und die Braunkohle war der Feuerstein.

Bitte bleibt neugierig.

Link zum Hoywoy-Video

Schneeglöckchenrunde 2021

Es gibt viele tolle Organisatoren und Vereine. Mit Engagement und Herzblut stellen sie für uns Veranstaltungen auf die Beine. Durch die Pandemie ist alles in Frage gestellt. Wir hatten 2019 bei der Schneeglöckchenrunde in Ortrand (Lausitz, Brandenburg) viel Spaß.

Die Schneeglöckchenrunde wird dieses Jahr auch wieder angeboten, virtuell. Wir haben uns für die kleine 40 Kilometerrunde angemeldet und hatten in unserer Heimatzone einen schönen Tag.

Als Belohnung gab es einen Funktionsschal und ein grünes Porzellan-Schneeglöckchen. Bimmelt echt schön.

Liebe Organisatoren, vielen Dank für euer Engagement.

Habt ihr auch schon mal an einem virtuellen Lauf oder Rennen teilgenommen und damit das Event unterstützt?

„Schatz, bis zum 31. März kann man für 2021 noch teilnehmen. So ein silbernes Schneeglöckchen für eine 70-Kilometerrunde wäre doch auch hübsch. Hast du Samstag schon was vor?“

Bitte bleibt neugierig.

Kalenderblatt- Völkerschlachten

Am 15. Oktober 1813 (vor 207 Jahren) begann die Völkerschlacht bei Leipzig. Sie dauerte drei Tage. Das Ergebnis: 90.000 (neunzigtausend !) Tote und Verwundete. Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig erinnert an dieses denkwürdige europäische Drama.

Völkerschlachtdenkmal

Wir haben das Völkerschlachtdenkmal als Kulisse für eine Volksfest und eine Radtourenfahrt mit ganz viel glücklichen Menschen in Erinnerung.

Herr Napoleon, der im Herbst 1813 hier bei Leipzig seine Grenzen aufgezeigt bekam, versuchte knapp zwei Jahre später noch einmal die „Herrschaft“ zu übernehmen. Das war bei …, ihr wisst schon.

Wir sind ziemlich froh, dass wir uns im nassen Oktober freiwillig für eine Fahrradtour entscheiden dürfen, aber nicht zu Einhunderttausenden im tödlichen Kampf übereinander herfallen müssen.

Bitte bleibt neugierig.

nach Waterloo

Und was ist mit Morgenröthe-Rautenkranz?

Als Kinder hat uns der Flug des ersten Deutschen in das Weltall begeistert. „Jähn flog am 26. August 1978 in der sowjetischen Raumkapsel Sojus 31 zusammen mit Waleri Fjodorowitsch Bykowski zur sowjetischen Raumstation Saljut 6. Der Flug dauerte 7 Tage, 20 Stunden, 49 Minuten und 4 Sekunden.“ (Quelle Wikipedia zu Sigmund Jähn)

Sigmund Jähn wurde in Morgenröthe-Rautenkranz geboren. Ein Freund schrieb uns: „Morgenröthe- Rautenkranz liegt nicht weit von Klingenthal weg. Da gibt es eine Wetterstation und das einzige Raumfahrtmuseum in Deutschland.“

Auf nach Morgenröthe-Rautenkranz.


Sigmund Jähn haben wir nicht mehr getroffen, da er vor knapp einem Monat am 21. September 2019 verstorben ist. Alles Gute, Sigmund.

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Aktuell begeistern uns die Falcon-9- und Falcon-Heavy-Raketenstarts. Dabei faszinieren vor allem die punktgenauen Landungen der Booster. Alles entwickelt sich.

Falls ihr mal im Vogtland seid, schaut mal in Morgenröthe beim einzigen deutschen Raumfahrtmuseum vorbei.

Bitte bleibt neugierig.

Amazonasrodung und was war mit unseren Urwäldern?

Bereits im 16. Jahrhundert haben unsere Vorfahren alle Wälder in der Nähe der Wirtschaftszentren komplett gerodet. Ganz oben in den Bergen der kursächsischen Territorien gab es noch Wälder, so im Vogtland.

Der Transport des Holzes erfolgte über die Flößerei. Über viele hundert Kilometer wurden Floßteiche …

… und Floßgräben angelegt.

Wenn Holz geflößt werden sollte und das Wasser in den Floßgräben nicht genügte, ließ man das Wasser aus den Floßteichen und konnte Holz über große Strecken transportieren. Zum Beispiel wurde Holz aus dem Vogtland erst über Floßgräben, dann über die Göltzsch, die Elster, den Elsterfloßgraben und die Luppe nach Leipzig und Halle transportiert. In Halle wurde das Holz für das Salzsieden genuzt. Das Salz ging dann zum Teil wieder zurück nach Sachsen.

Bei der Abholzung unserer Wälder ging es um das Überleben, um wirtschaftliche Vorteile und um Macht. In der Motivation gibt es keinen Unterschied zwischen uns Europäern und den Südamerikanern.

Die Fotos sind auf einer Radtour in der Nähe von Klingenthal im Vogtland entstanden. Der Herbst ist schön. Bitte bleibt neugierig.

Wandern im Elbsandsteingebirge – Prebischtor

Unser Töchterchen wird 25 und wir bekommen sogar ein Geschenk. Am Sonntag nach der Feier nimmt sie uns mit zum Wandern in das Elbsandsteingebirge. Um 7:50 Uhr startet der Wanderexpress „Bohemica“ ab Dresden Hauptbahnhof.

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Die Kinder haben Frühstück und Kaffee dabei. So wird die Fahrt durch das Elbtal kurz. In Schöna steigen wir aus und setzen über die Elbe nach Hrensko über.

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Im letzten Jahr waren wir am kleinen Prebischtor. Es entspricht uns, dass wir auch das große Prebischtor sehen wollen. Da wir etwas gehandycapt sind, wollen wir den Weg möglichst kurz halten und nutzen ab Hrensko den Bus. Einen Euro zahlen wir für die vier Stationen. Nach einem kräftigen Anstieg sehen wir dann die größte natürliche Sandsteinbrücke Europas.

Von oben sieht diese geologische Besonderheit noch beeindruckender aus.

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Zurück wandern wir entlang der Elbe bis Schmilka und nehmen dort die Fähre. Diese Fähre ist übrigens im Bahnticketpreis enthalten.

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Wir sitzen gerade im Zug und ein Gewitter geht nieder. Das Elbsandsteingebirge und speziell das Prebischtor ist einen Besuch wert. Danke liebe Kinder für den schönen Tag.

Bitte bleibt neugierig.

Sachsens Glanz

Letztes Wochenende waren wir mal wieder zu Besuch im schönen Sachsen. Natürlich sind die sächsischen Postmeilensäulen prächtiger als die preußischen. So schauten wir uns ein wenig um und lichteten eben solche schönen Messpunkte in Moritzburg, Radeberg und Ortrand ab.

14 dieser Schmuckstücke haben wir inzwischen auf unserer Karte. Die Symbole für die sächsischen Postmeilensäulen sind nach der Farbe Sachsens grün.

Schön, dass es Menschen gibt, die sich um den Erhalt oder die Nachbildung dieser früheren Gebührenzähler kümmern.

Bitte bleibt neugierig.