Course de la Paix – Friedensfahrtmuseum

Neulich brachte mich meine kleine Radrunde nach Kleinmühlingen. Wer kennt es nicht? Eigentlich wollte ich nur den „Salzländer Kulturstempel #36“ einsammeln.


In Kleinmühlingen gibt es den Kulturstempel wegen des Friedensfahrtmuseums. Ich stand verschwitzt vor dem Museum und wusste, es hat zu. Ich hatte keine Erwartung hinein zu kommen. Da ging die Tür auf und eine Frau bat mich herein. Sie hätte mich gerade auf der Landstraße überholt.

Was soll ich sagen, ich bekam eine Privatführung. Nebenbei erfuhr ich, dass die nette Frau aus Hamburg stammt und über eine ABM das Museum kennen und lieben gelernt hat. Nun ist die Leidenschaft so groß, dass sie heute im Ehrenamt das Museum weiter betreut.


Die Geschichte der Friedensfahrt begann 1948 in der Tschechoslowakai und Polen. Anfangs gab es jährlich zwei Radrennen und demzufolge zwei Sieger. Einmal ging es von Warschau nach Prag und dann umgekehrt. So konnten in beiden Hauptstädten Sieger geehrt werden.

1952 kam die DDR und damit Berlin hinzu. Abwechselnd waren Prag, Warschau oder Berlin die Start- oder Zielorte. Nach 1989 begann der Niedergang der Internationalen Friedensfahrt. 2006 fand nach 58 Austragungen die letzte Friedensfahrt statt.

Im Museum sind viele Radsportexponate zu bewundern. Früher wurden Felgen und Schutzbleche sogar aus Holz hergestellt.

Täve Schur war ein Held der Friedensfahrt. Offensichtlich schrieben auch ganz viele Menschen an Täve. Hier ist ein Blick in den Sack noch ungeöffneter Post. Verrückt.

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Täve ist übrigens immer noch mit dem Rennrad unterwegs. Wir treffen ihn immer wieder und wechseln ein paar Worte.

Wir erinnern uns auch noch sehr gut an die Friedensfahrt. Sie fand im Mai statt und ging über zwei Wochen. Um 19 Uhr gab es dann jeden Tag eine halbe Stunde Zusammenfassung der aktuellen Etappe. Die Friedensfahrthymne ist unvergessen. In manchen Jahren war Magdeburg Start- und Zielort. Dann waren wir Kinder natürlich an der Strecke und jubelten den Rennradsportlern zu.

Draußen am Museum zeigte mir die nette Frau noch das Bild mit Täve, den Siegern der Friedensfahrt und der zum Kult gewordenen steilen Wand von Meerane.

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Olaf Ludwig oder Jens Voigt sind deutsche Friedensfahrtsieger, die ihr vielleicht kennt.

Dieser Besuch in Kleinmühlingen war total schön und ich radelte glücklich und mit vielen schönen Eindrücken nach Hause. Habt ihr auch Erinnerungen zum Beispiel an die Friedensfahrt oder an andere Sportereignisse, die euch als Kinder total beeindruckt haben?

Bitte bleibt neugierig.

Salzländer Kulturstempel #13 Schloss Bernburg

Das Renaissanceschloss Bernburg wird auch als Krone Anhalts bezeichnet. Es erhebt sich auf hohem Sandsteinfelsen am östlichen Saaleufer.

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Stolz liegt es auf unserem Weg entlang der Saale vor uns. Natürlich wollten wir uns die „Krone Anhalts“ anschauen. Puhh, der Weg nach oben ist steil. Wir mussten auf dem Weg zum Schlosshof absteigen.

Der dortige Salzländer Kulturstempel #13 ist leider nicht frei zugänglich. An den Stempel kommt man nur, wenn man auf eine Führung auf den Eulenspiegelturm wartet. Dieser eingeschränkte Zugang ist schade.

Der Stempelkasten befindet sich dann im Eingangsbereich.

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Als wir an einem Samstag dort waren, fand alle Stunde eine Führung statt. Wir mussten nicht an der Führung teilnehmen, um zum Stempelkasten zu gelangen. Wir warteten also ein wenig und konnten dann unsere #13 abstempeln.

Es warten noch 33 weitere Stempelstellen. Gibt es bei euch auch solche Aktionen?

Bitte bleibt neugierig.

Salzländer Kulturstempel #32 Sankt Petri Kirche Brumby

Den Salzländer Kulturstempel Nummer 32 gibt es in der Sankt Petri Kirche in Brumby, einer Autobahnkirche. Natürlich bin ich nicht über die A14 angereist.

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Mein Verkehrsmittel parkt direkt vor dem Eingang. Das besondere an dieser Kirche ist der markante fünfspitzige Turm.

Erst suchte ich draußen nach dem Stempelkasten. Vergebens.

Die Kirche wird heute auch als Autobahnkirche genutzt. Sie ist täglich ab 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet (Quelle Wikipedia). So schaute ich natürlich hinein und war beeindruckt von den 92 farbenfrohen Bildertafeln im Stile des norddeutschen Barock. Sie zeigen die Heilsgeschichte.

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Und gleich innen neben dem Eingang fand ich den gesuchten Stempelkasten.

Ich hatte Spaß. Mit einem Lächeln machte ich mich auf den Heimweg.

Es warten noch 34 weitere Stempelkästen. Wie wäre es mit Bernburg?

Bitte bleibt neugierig.

Salzländer Kulturstempel #27 – Salzblume

Die Skulptur der Salzblume ist 16 Meter hoch und 12 Meter breit. Sie steht im Zentrum von Schönebeck direkt an der Elbe. Die Salzblume wurde 1996/97 vom dänischen Künstler Anders Nyborg entworfen. Diese Blume ist aus Eisen und Stahl und wiegt 25 Tonnen.

Nun gibt es unmittelbar neben der Salzblume den Stempelkasten #27 vom Salzländer Kulturstempel.

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In Schönebeck gibt es noch drei weitere Stempelstellen. Das Industriemuseum (SKS #25) und das Salzlandmuseum (SKS #26). Leider waren beide Einrichtungen geschlossen und die Stempelkästen befinden sich vermutlich auf den Geländen oder in den Räumen, sind also nicht frei zugänglich. Das halten wir für unglücklich und finden es schade.

Es warten noch 35 andere Stempelstellen. Wie wäre es mit Brumby?

… und wir hoffen auf schönes Radelwetter.

Bitte bleibt neugierig.

Salzländer Kulturstempel #7 – Ringheiligtum

Letztes Wochenende war es mal wieder so weit. Bei sehr starkem Wind haben wir die Räder gesattelt und sind nach Süden zum Ringheiligtum nach Pömmelte gefahren. Warum, wird es da wärmer? Nicht bei nur 20 Kilometern. Ist es ein neues Ziel? Nein, wir waren schon etliche Male dort.

Warum sind wir also dann bei schlechtem Wetter nach Pömmelte geradelt? Wir wollten uns die neue Stempelstelle des Salzländer Kulturstempels anschauen und einen Stempel holen.


Von diesen Stempelstellen gibt es ganz neu im Salzlandkreis 40 Stück.

Die Koordinaten in der Karte stimmen sicher bei den lila Symbolen (Pömmelte, Salzblume, Pretziener Wehr und Hoym). Bei den braunen Symbolen muss man wohl darauf hoffen, dass die Museen offen haben. Alle anderen Koordinaten müssen wir erst noch durch eigene Anreise präzisieren. Wir freuen uns schon auf tolle Fahrradtouren.

Bitte bleibt neugierig.

Die Harzer Wandernadel hat ein „Spin-off“, den Salzländer Kulturstempel

Die Harzer Wandernadel ist ein Riesenerfolg. Viele Wanderer sind fleißig zwischen den 222 sehenswerten Plätzen mit Stempelbox …

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… unterwegs und sammeln Wanderstempel.

Es ist doch eine gute Idee, dieses erfolgreiche Konzept zu übertragen. Neudeutsch nennt man das auch „spin-off“. Dieser Begriff lief mir mehrfach im Zusammenhang mit „Game of Thrones“- Nachfolgeserien über den Bildschirm. Aber das ist ein anderes Thema.

Ein „spin-off“ der Harzer Wandernadel ist der Salzländer Kulturstempel. Neulich waren wir bei Minusgraden mit den Crossrädern in Hoym unterwegs. „Gucke mal ein roter Kasten! Der sieht aus wie von der „Wandernadel“. Nur rot, statt grün.“

„Da ist ja ein Stempel drin. Super.“

Zu Hause haben wir gleich „gegoogelt“. Wir haben einen der 40 neuen „Salzländer Kulturstempel“ gefunden. Wer 40 „Salzländer Kulturstempel“ gesammelt hat, darf sich „Kulturkonsul des Salzlandkreises“ nennen. Na, wenn das nichts ist?

Einen Stempel haben wir und es werden noch mehr. Das könnt ihr hier sehen. Her mit dem Stempelheft und raus auf das Land :-).

Bitte bleibt neugierig.