Besuch in der „Karl-Marx-Stadt“

Aus Luxemburg kommend radeln wir nun in die Stadt, die Karl Marx ihren bekanntesten Sohn nennt.

Wie kein anderer hat Karl Marx die atemberaubende Dynamik seiner und wohl auch unserer Zeit analysiert und beschrieben.

Er erkannte die sich ständig weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich. Wer arm ist, hat nur die Chance seine Arbeit zu verkaufen. Er trägt damit zum immer größer werdenden Reichtum einiger Weniger bei.

Das Marx-Denkmal ist ein Geschenk der Volksrepublik China. Es wurde am 5. Mai 2018 enthüllt. An diesem Tag hätte Karl Marx seinen 200. Geburtstag gefeiert.

Das Werk von Karl Marx gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Hätte es ohne die Schenkung eines asiatischen Staates ein Denkmal für diesen Philosophen in Trier gegeben? Dass diese Frage überhaupt möglich ist, ist schon erstaunlich.

Jetzt freuen wir uns auf den Moselradweg und guten Wein.

Bitte bleibt neugierig.

Salzländer Kulturstempel #39 – Alte Ziegelei

Für Mitte April ist es sehr kalt. Im Salzlandkreis rütteln unsere Räder über die alte Kopfsteinpflasterstraße, die uns am Rand von Westeregeln zur „Alten Ziegelei“ bringt. Seit 1803 gibt es diese Ziegelei. Selbst vor dieser Zeit wurde hier schon Gips gebrannt.

Das Tor ist verschlossen und wir schauen über den Zaun.

2013 waren wir letztes Mal hier. Wir kamen wegen eines Geocaching-Events. Damals hatten wir sogar eine tolle Führung mit vielen Menschen. Das ist aktuell irgendwie nur schwer vorstellbar.

In langen Reihen stehen Regale zum Trocknen der Ziegel.

Für den Transport sind Ketten durch den Saal gespannt.

An den Ketten hängen Transportgondeln für je vier Ziegel. Wir mögen solche Technik.

Foto: Ralf Patela – Vielen Dank dem Team der Alten Ziegelei

Genug in Erinnerungen geschwelgt. Wo ist denn der „Salzländer Kulturstempel“?

Aha, an der Infotafel steht „Stempelkasten auf der Rückseite“. Dieser Stempelkasten hängt frei zugänglich vor dem Eingang an der Infotafel.

Wir setzen glücklich den Stempel ins Heft und machen uns auf den Weg zum nächsten Stempel nach Egeln.

Bitte bleibt neugierig.

mehr über Salzländer Kulturstempel

Im Anfang war das Wort, …

… heißt es im Prolog des Johannesevangeliums. Mit seiner Bibelübersetzung in das Deutsche löste Martin Luther ein geschichtliches Beben aus. Überall in Deutschland zeugen Denkmäler von Luthers Bedeutung.

Dieses Jahr führte uns unser Lutherweg endlich auch nach Eisleben, Luthers Geburts- und Sterbeort.

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

Plötzlich gab es diese Worte nicht nur auf Latein, sondern im verständlichen Deutsch. Eine Revolution brach über die Kirche herein. Großartig.

Vielleicht entdeckt ihr bei euch in der Nähe auch einen Luther.

Bitte bleibt neugierig.

etwas über Luthers Gegenspieler?

Schönhausen – Bismarck und die Rote Armee

Letzte Woche radelten wir durch Schönhausen. Schönhausen ist ein kleiner Ort an der Elbe. Hier wurde am 1. April 1815 Otto von Bismarck geboren. Heute zeugen ein Park und ein kleines Museum davon.

Ein paar Meter an der selben Straße weiter treffen wir auf ein jüngeres Zeugnis unserer Geschichte. An der Hauptstraße des Dorfes steht ein Denkmal für die Rote Armee.

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Denkmal für die Rote Armee

„СЛАВА ДОВЛЕОТНОЙ КРАСНОИ АРМИИ 1941 – 1945 г“

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Inschrift auf Denkmal

Vor genau 75 Jahren war der Wahnsinn vorbei. Da kann man schon inne halten.

Trefft ihr auf Ausflügen auch auf Zeitzeugen und habt ihr die Muße zu schauen?

Bitte bleibt neugierig.

Für „ДОВЛЕОТНОЙ“ haben wir keine Übersetzung gefunden. Wenn jemand die genaue Übersetzung kennt, wir würden uns über einen Kommentar freuen.

Fährmann,  hol über!

„Don’t pay the ferryman until he gets you to the other side.“
Bitte bleibt neugierig 😀.

Dornröschenschlaf

Letztes Wochenende fand der Tag des offenen Denkmals statt. Wir haben uns für einen Besuch in Dornburg entschieden. Unser Dornburg liegt nahe des Elbkilometers 300.

In Dornburg liegt ein prächtiges Schloss im Dornröschenschlaf. Wie üblich, bei Klick gibt es großes Bild.

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Schloss Dornburg – Ansicht von hinten

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Schloss Dornburg – Ansicht von vorn

Das Schloss wurde 1751 für die Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst, die Mutter der russischen Zarin Katharina der Großen, erbaut. Obwohl es in keinem guten Zustand ist, kann man sich an Details erfreuen.

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… und kaufen kann man es für kleines Geld auch ;-).

Zu DDR-Zeiten wurde das Schloss als Archiv genutzt. Ein paar Dokumente von Siemens & Halske zum Beispiel über den Bau einer Wasserkraftanlage in Niederschlesien sind noch da.

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Nach der Schlossbesichtigung hatten wir noch Zeit am schönen Elbestrande den Anglern beim Hegefischen zuzuschauen.

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Gibt es bei euch vielleicht auch Schlösser im Dornröschenschlaf oder ein Denkmal, welches ihr am Tag des offenen Denkmals besucht habt?

Bitte bleibt neugierig :-).