Hühner in der Stadt

Unser „Familienhaus“ hat eine tolle Idee. „Unser Ziel ist es, einen Erlebnisraum zu schaffen, der Kindern und Eltern Spaß macht.“ Hühner passen doch super dazu.

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Nun können unsere Stadtkinder sehen, wo die Eier herkommen. Apropos Eier, wir haben heute von „unserem Huhn“ …

Susanne

ein Ei bekommen.

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Nun warten acht Hühnerdamen auf den Besuch von Kindern und Erwachsenen. Das ist doch großartig :-). Danke schön.

Gibt es bei euch die Gelegenheit Kindern und Enkeln Hühner, Schweine oder Schafe zu zeigen? Wenn sich die Gelegenheit ergibt, schaut doch mal nach unseren Nutztieren.

Bitte bleibt neugierig.

Übrigens ist die Susanne ein Hampshire Huhn.

Gullydeckel

1648 endete der 30-jährige Krieg mit dem Abschluss des Westfälischen Friedens in Osnabrück und Münster. Gestern sehe ich bei uns in Magdeburg, 300 Kilometer östlich von Münster, diesen Gullydeckel.

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„350 Jahre Westfälischer Friede“, mmmh, wie kommt dieser Deckel vor unser Kloster nach Magdeburg? Ich recherchierte und las, 21 dieser Gullydeckel wurden 1998 in Münster gegossen und dort verteilt. Warum und wie dieser Deckel nach Magdeburg kam, habe ich nicht gefunden. Weiß jemand etwas dazu? Gibt es solche „Friedensdeckel“ noch in anderen Städten? Wir freuen uns über einen Kommentar oder eine Mail.

Bitte bleibt neugierig.

noch mehr Gullydeckel

Echo einer Fahrradtour

Wir entscheiden uns eine Reise zu unternehmen. Wir planen mit mehr oder weniger Aufwand. Die Reise kommt, wir gewinnen neue Eindrücke und Erfahrungen.

2018 beradelten wir Japan. Verrückte Idee.

Jetzt, ein halbes Jahr später, sind wir eingeladen, im Rahmen der Vortragsreihe „Hinter dem Horizont geht es weiter …“ einen Vortrag im Familienhaus zu halten. Der Vortrag ist für einen guten Zweck. Ich suche die Bilder.

Der Fotoapparat stellte sich nicht automatisch auf die japanische Zeit um. Außerdem hatte er eh ein falsches Datum. Manche Bilder sind mit Handy geknipst. Somit sind die Bilder weder nach Namen, noch nach Zeit richtig sortiert. Ich muss die Bilder erst einmal in die richtige Reihenfolge bringen, bevor ich auswähle, welche es in den Vortrag schaffen. Ermahnung an mich selbst: „Am Start der Reise Datum und Uhrzeit im Fotoapparat prüfen und ggf. korrigieren!“

Beim Bilder Sichten passiert etwas Tolles. Kleine Erlebnisse fallen mir wieder ein und manchmal entdecke ich auf den Bildern Dinge, die ich vor Ort gar nicht gesehen habe. Ich recherchiere zu Dingen auf den Fotos und erfahre dabei Neues.

Der Tag des Vortrags ist da. Mehr als 50 Gäste wollen mir zuhören.

Ich bin aufgeregt. Ich tauche noch einmal in unsere Tour ein. Ich habe Spaß. Die Gäste stellen immer wieder Fragen. Toll. Am Ende gibt es Beifall und einige Teilnehmer sprechen uns noch an. Einer bedankt sich und stellt sich als Mitglied der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt vor. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt.

Danke liebes Familienhaus für die Plattform und danke liebe Besucher für eure Neugierde. Ich bin sehr froh. Ich konnte noch einmal in die eigene Tour eintauchen und ich habe wieder sehr viel Neues erfahren. Ein wenig Mut gehört dazu.

Bitte bleibt neugierig und traut euch.

Unser Reisevortrag – Onsen, Hiroshima und Fujisan – mit dem Fahrrad durch Japan

Im Sommer 2018 radelten wir drei Wochen durch Japan. Wir starteten auf Kyūshū, der südlichen Hauptinsel und radelten in einem Bogen über elf der mehr als 6000 japanischen Inseln. Unser Ziel war Tokio.

Gut 1.300 Kilometer und viele ungezählte Höhenmeter kamen dabei zusammen. Wir schliefen in Kimonos auf Futons und badeten im Onsen. Wir sahen großartige japanische Burgen und Tempel und trafen freundliche Menschen.

Der Hochsommer ist für Japan keine gute Reisezeit. Wir radelten in extremer Hitze und während extremer Regenfälle. Menschen starben. Japan ist ein extremes Land. Emotionale Höhepunkte unserer Reise waren der Besuch des Friedensparks in Hiroshima und der Aufstieg auf den Fujisan.

Viele kleine Erlebnisse am Straßenrand werden unvergessen bleiben.

Wir halten einen Reisevortrag. Unser Vortrag über unsere Erlebnisse findet am 21. Februar ab 19:30 Uhr im Familienhaus im Park statt. Der Eintritt beträgt 5,- Euro und wird komplett für die Arbeit des Familienhauses gespendet. Familienhaus, Hohepfortestr. 14, 39106 Magdeburg, Reservierungen sind ab sofort telefonisch unter der Telefonnummer 0391 – 99 00 00 99 oder per Email post@familienhaus-magdeburg.de möglich. Karten müssen dann spätestens 45 Minuten vor der Veranstaltung abgeholt werden. Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor der Veranstaltung.

Wir freuen uns darauf.

Bitte bleibt neugierig.

Sind wir nicht alle Schildbürger? – Dezember

Plötzlich sind sie da, die Weihnachtsmärkte.

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Wir legen den Schalter um und genießen die Schmalzkuchen, die Poffertjes und den Glühwein. Und es gilt:

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Habt Spaß in der Vorweihnachtszeit.

Bitte bleibt neugierig.

Sind wir nicht alle Schildbürger – November?

Hungersteine

Vor drei Jahren schrieben wir einen Beitrag über ein Niedrigwasser der Elbe. Damals verfehlte die Elbe in Magdeburg den Minusrekord von 1934 nur um Zentimeter. Dieses Jahr gibt es einen neuen Minusrekord.

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Bei Niedrigwasser werden im Flussbett Steine sichtbar, die man sonst nicht sieht. Manche Steine sieht man so nur während einer starken Dürre. Außerdem kommt bei extremem Niedrigwasser oft die Schifffahrt zum Erliegen. Früher war die Gefahr einer Hungersnot groß und die Menschen nannten diese Steine deshalb „Hungersteine“. In Děčín lautet eine Inschrift auf einem Hungerstein „Wenn du mich siehst, dann weine.“.

Gestern spazierte ich über den Domfelsen. Normalerweise ist er unter Wasser.

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Am Rand des Felsens liegt nun dieser neue „Hungerstein“.

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Bitte bleibt neugierig.

Was macht denn die Nilgans im Elbeeis?

Bevor ich mich endlich den warmen Frühlingswettern widme, möchte ich noch einen Beitrag zu den wunderschönen klaren und kalten Wintertagen schreiben. Auf der Elbe schwamm „Pfannkucheneis“. Den Begriff gibt es wirklich. Frei nach Wikipedia: Als Pfannkucheneis, engl. Pancake Ice oder Tellereis wird ein Eis bezeichnet, welches aus vorwiegend kreisförmigen Eisstücken mit einem Durchmesser von 30 cm bis 3 m besteht. Das passt doch, oder?

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Es war also bitterkalt und da watschelte mir am Elbestrand ein buntes Vogelpärchen vor die Linse.

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Ich rückte immer näher. Natürlich blieb das Pärchen nicht stehen. Was ist das denn für ein Vogelpaar?

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Zu Hause lernte ich, die Ente, die da gerade um die Scholle schwimmt, ist eine „Egyptian goose“ oder Nilgans.

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Die Nilgans hat ihr Verbreitungsgebiet in fast ganz Afrika, außer den wirklichen Wüstengebieten. Ok, ist denn die Elbe ein afrikanischer Fluss?

Nein, die Nilgans wurde von uns Menschen als Ziervogel im 18. Jahrhundert nach Europa gebracht. Irgendwann sind in Holland einige Exemplare ausgebüxt und deren Nachkommen haben sich über das Rheinland bis zu uns ausgebreitet. Die Nilgans ist ein Neobiota, eine Art, die sich selbstständig in einem Gebiet etabliert, in dem sie vorher nicht heimisch war.

Willkommen Neobiota-Nilgans! Habt ihr auch schon mal eine Neobiota-Art getroffen?

Bitte bleibt neugierig.