Baumbarts Verwandte #3

In unserem letzten Beitrag über Baumbarts Verwandte #2 haben wir ein Bild über eine uns völlig unbekannte Baumart gepostet.

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Es handelt sich bei unserer Sichtung um einen sogenannten Flaschenbaum, den pinus botilias. Dass diese Baumart doch nicht so selten ist, wie wir dachten, beweist ein Bild vom „Ländersammler“ Wolfgang Stoephasius. Auf seiner Reise entlang der Route 66 hat er das Exemplar unten bei Helendale in Kalifornien gesehen. Herzlichen Dank für das Schicken des Bildes.

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Das Auftreten dieser wirklich sehr schönen neuen Baumart brachte uns zu der Überlegung, ob sich in jüngster Zeit nicht weitere neue Arten entwickelt haben könnten. Gibt es Flaschenbäume, müsste es doch auch Büchsenbäume geben. Beide zusammen würden dann die Gattung der Flaschen- und Büchsenbäume bilden.

Und siehe da, nach intensiven, weltweiten Forschungsarbeiten fanden wir in Öresund in Schweden einen ersten Hinweis.

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Dieses noch junge und kleine Exemplar eines Büchsenbaumes genügte uns aber noch nicht. So forschten und recherchierten wir weiter und wurden schließlich auf Kuba fündig. Ein schönes erwachsenes Exemplar eines Büchsenbaumes kam uns dort vor die Linse.

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Ich glaube, nun sollten wir mal den Gürtel enger schnallen.

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Mal sehen, was uns beim Radeln sonst noch alles vor die Linse kommt.

Bitte bleibt neugierig :-).

unsere Osttour – Radeln für einen guten Zweck

Uns geht es persönlich gut und so überlegten wir Anfang dieses Jahres, ob es zu einer Spendenaktion kommen soll: „Ja, das wollen wir! In diesem Sommer wollen wir mit dem Fahrrad nach Moskau. Wir wollen “Traumradeln“ nach Osten. Wir wollen für Menschen, denen es nicht so gut geht, etwas tun.

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Nach Moskau sind es mit dem Fahrrad mehr als 2.100 Kilometer. Ob wir diese Strecke schaffen, ist ungewiss. Schlechtes Wetter, Pannen, Unfälle oder eigene Wehwehchen können den Plan zunichte machen. Aber eines ist sicher, für jeden von uns geradelten Kilometer spenden wir mindesten 4 Cent. Schaffen wir es zum Beispiel „nur“ bis nach Vilnius, der Hauptstadt Litauens, so wären das 1.200 Kilometer und wir spenden 48 Euro.

An wen sollen die Spenden gehen? Wir wollen zwei Projekte für Menschen mit Behinderung unterstützen. Ein Projekt soll in Deutschland und eines in Moskau sein. Dazu arbeiten wir mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e.V. und dem Verein Perspektiven Russland e.V. zusammen.

Wir haben schon einigen Menschen von unserer Idee erzählt und 39 davon wollen uns unterstützen. Damit man das auch gut sehen kann, haben wir uns ein Spendenbarometer ausgedacht. Es steht heute auf dem tolle Wert von 65 Cent je geradeltem Kilometer.

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Falls jemand da draußen unsere Idee gefällt und sie unterstützen möchte, der schreibe uns ein Mail an:

spende@osttour.de

Sollte das Spendenbarometer den Wert von 156 Cent je geradeltem Kilometer erreichen (die Rekordmarke unseres letzten Projektes), werden wir unseren eigenen Beitrag noch einmal von 4 Cent auf 8 Cent je geradeltem Kilometer verdoppeln. Mal sehen, ob das gelingt.

Die „OstTour“ startet am 25. Juni in Magdeburg und endet am 16. Juli hoffentlich in Moskau.

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Abgerechnet werden mögliche Spenden erst nach der Tour. Erst danach wissen wir, wie viele Kilometer zusammen gekommen sind. Das jeweils aktuelle Spendenbarometer veröffentlichen wir auf: www.osttour.de/spende/

Über den Fortschritt und die Planungen unseres Spendenprojektes werden wir auch hier berichten. Schließlich liegt uns dieses Projekt ganz besonders am Herzen. Wir sind schon ganz aufgeregt und versuchen Kontakt nach Moskau zu bekommen. Falls es Fragen zu unserem Projekt gibt, gerne auch an die Mailadresse oben.

Bitte bleibt neugierig :-).

Die Welt, in der ich lebe

„Jeder von uns kennt zwei Welten. Eine große mit Meeren und Ländern, Musik und Malerei, Liebe und Hass und vielem, vielem anderen. Die zweite Welt ist viel kleiner, sie ist von der Größe unserer Seele und unserem Denkvermögen begrenzt. Es gibt auch Menschen, die in ihrer eigenen besonderen Welt leben, über die viele von uns nichts wissen oder die in der ständigen Hektik des Alltags vergessen wird.“ (Zitat центр перспектива Kalender 2016)

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Unsere Welt ist groß und uns geht es gut. Grund genug ein Spendenprojekt für den Sommer vorzubereiten. Natürlich hat es mit „Traumradeln“ zu tun. Darüber wollen wir im nächsten Beitrag berichten.

Bitte bleibt neugierig :-).

Liebster Blog Award #2

„Was ist der “Liebster Award”? Der “Liebster Award” wurde ins Leben gerufen, um kleine Blogs mit bis zu 400 Followern etwas bekannter zu machen. Der Leser hat mithilfe eines Interviews die Möglichkeit, ein wenig mehr über den Autor des nominierten Blogs zu erfahren. Dies ist für Neulinge im Blogger-Universum eine nette Idee der Vernetzung. Für „alte Hasen“ im übrigen auch.“ (Zitat vom Blog  „alltagseinsichten“)

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Vielen Dank an Kerstin für die Nominierung. Es war nach 10 Monaten die zweite. Bei der ersten habe ich die Fragen beantwortet, aber die Nominierung der neuen Blogs bin ich schuldig geblieben (sorry). Mal sehen, wie es dieses Mal läuft. Fangen wir mal mit der Beantwortung der Fragen von Kerstin an.

1.Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

Im Sommer 2014 haben wir unsere Urlaubsradtour, unsere NordTour von Rostock mit dem Fahrrad an das Nordkap, mit einer Spendenaktion für den Behindertensport in Sachsen-Anhalt verbunden. Für jeden geradelten Kilometer haben wir einige Cent gespendet und haben Freunde gefragt, ob sie es uns gleich tun. Am Ende beteiligten sich 83 Freunde. Die Aktion wurde ein großer Erfolg. Wir wollten die Spender an unserem Vorankommen und unseren Erlebnissen teilhaben lassen. Da kam uns die Idee mit dem Blog. Das Bloggen hat uns dann so viel Spaß gemacht, dass wir bis heute dabei geblieben sind.

2.Was wünscht Du Dir für Deinen Blog?

Ziele in Zahlen habe ich für traumradeln.de nicht. Mögen die Leser ihn authentisch und ehrlich finden. Das wäre schon sehr viel.

3.Liebstes Hobby neben dem Bloggen?

Das ist einfach. Fahrradfahren und Fotografieren und Geocachen und …

4. Würdest Du gern oder hast Du schon mal jemanden von Deinen Blogger-Kollegen kennen gelernt?

Eine Blogger-Kollegin kenne ich. Allerdings wusste ich am Anfang gar nicht, dass sie bloggt. Irgendwann las ich einen Artikel und mir wurde klar, mensch das muss doch … geschrieben haben. Zum Kennenlernen würde ich aber nie drängen.

5.Schnittblumen oder Topfpflanze?

Ehrlich? Weder noch. Gutes Werkzeug, das ist klasse!

6.Was möchtest Du in Deinem Leben auf alle Fälle noch tun?

Ich möchte gerne mit meiner Frau auf dem Fahrrad über den roten Platz in Moskau fahren. (Daran arbeiten wir. Vielleicht lest ihr darüber auf diesem Blog.)

7.Würdest Du gern eine Deiner Entscheidungen ändern? Warum?

Nein. Da wo ich jetzt bin, ist das Ergebnis aller Entscheidungen, die ich getroffen habe. Ich möchte keine missen.

8.Beschreibe Dich in drei Worten.

Das kann ich nicht. Sorry. Bitte fragt dazu Familie oder Freunde.

9.Gibt es etwas, das Du beim/durchs Bloggen gelernt hast?

Ja, ich lese sehr viele tolle Geschichten von anderen Bloggern und ich denke, dass ich dabei immer wieder dazu lerne.

10.Wie und wo siehst Du Dich in zwei Jahren?

Da alles ziemlich gut passt, hoffe ich, dass ich in zwei Jahren immer noch hier bin und ihr immer noch den einen oder anderen Artikel von mir lest.

11.Wenn Du in Deinem Land eine Sache ändern könntest, was wäre das?

Ich wünsche mir Ehrlichkeit. Ein Autobauer wird Autos mit ehrlicher Software bauen. Eine deutsche Bank wird ihren Kunden mit Ehrlichkeit gegenübertreten und nicht zum Schaden der kleinen Leute Zinssätze manipulieren, Eliten wie Fussball- oder Konzernmanager zahlen ehrlich ihre Steuern. Politiker sagen immer die Wahrheit. Das wäre eine Sache, die ich so ändern würde. Ist das naiv?

Und damit zu den Nominierungen.

mitkleinenschritten, weil alles so beginnt

Ride. Breathe. live. – schöne Berichte über unser Hobby

Geowandern im Harz – das macht auch Spaß

Inchs Blog Nr. 2 – Oma … Tagträumer … Radfahrerin

BiketourGlobal – für die etwas extremeren Tourene

Schmetterlingsfamilie – berührend und lesenswert

Guter Bubi – beim Radeln, immer schön die Augen auf

Und natürlich gibt es soooo viele andere tolle Blogs. Wir können wir gar nicht alle nominieren.

Und hier die Fragen:

  1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
  2. Wie würden deine Eltern deinen Blog beschreiben?
  3. Was ist dein liebstes Hobby neben dem Bloggen?
  4. Gibt es ein Thema über das du schon lange einmal schreiben wolltest, aber es noch nicht in die Tat umgesetzt hast?
  5. Du hast drei Wünsche frei! Was würdest du dir wünschen?
  6. Was möchtest du in deinem Leben auf alle Fälle noch tun?
  7. Welche Person würdest du gerne mit etwas Zeit in einem Restaurant treffen?
  8. An welchem Ort kannst du Kraft tanken?
  9. Gibt es etwas, das du beim Bloggen gelernt hast?
  10. Wenn du in deinem Land eine Sache ändern könntest, was wäre das?
  11. Was oder wen würdest du auf einen Weltraumflug mitnehmen?

 

Wie lauten die Regeln?
Danke der Person, die Dich für den “Liebster Award” nominiert hat und verlinke die Adresse dieses Bloggers in Deinem Beitrag.
Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den “Liebster Award”. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen. Schreibe diese Regeln in Deinen “Liebster Award”-Beitrag.
Informiere Deine nominierten Blogger über diesen Beitrag, z.B. über einen Kommentar.

Viel Spaß beim Lesen und bei der Award-Dankesrede.

Eure Traumradler

 

Herzogin Anna Amalia Bibliothek

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden belebenden Blick. …

Wo kann man die Luft der Klassik besser atmen als in Weimar. Wenn man zur Musik Bachs den Rokokosaal der Anna Amalia Bibliothek betritt, ist das einfach nur traumhaft.

 

Wenn man dann noch weiß, dass dieses Haus am 2. September 2004 lichterloh in Flammen stand, ist der Anblick dieses Saales um so beeindruckender.

Der Besuch dieses Ortes ist ein echte Empfehlung!

Bitte bleibt neugierig :-).

 

40 Wagenladungen russische Erde

Maria Pawlowna gehört der russischen Zarenfamilie an und ist  russisch-orthodoxen Glaubens.  Das Protokoll verlangt, dass sie in russischer Erde beerdigt werden müsse. Andererseits war sie auch die Regentin Sachsen-Weimar-Eisenachs und musste demzufolge in Weimar begraben werden. Was tun?

Man lässt 40 Wagenladungen russischer Erde aus der Nähe von Sankt-Petersburg nach Weimar kommen, baut darauf eine russisch-orthodoxe Kapelle und beerdigt Frau Pawlowna in Weimar in russischer Erde.

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Voilà, das Problem ist gelöst. Es gibt immer eine Lösung.

Bitte bleibt neugierig :-).

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Baumbarts Verwandte #2

In der großartigen Trilogie „Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien haben wir Baumbart (original Treebeard), einen Ent, kennen lernen dürfen. Ents sind Figuren in Baumgestalt.

Gibt es auch in unserer Welt Ents? Da halten wir natürlich auf unseren Touren die Augen auf. Und was soll ich sagen, wir sehen immer wieder Bäume, die Verwandte von Baumbart sein könnten. Was haltet ihr von diesem Kandidaten?

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Eine abstraktere Version eines Baumes haben wir in Brumby bei Magdeburg entdeckt. Diese Skulptur ist von Salvador Menjibar aus dem Jahr 2005.

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„Korbweide“ heißt dieses Werk. Erkennt ihr eine Korbweide?

Diese „Korbweide“ entstand im Auftrag des AKKU e.V.. Der Verein ist ein sozio-kultureller Verein, dessen Themen Autismus, Kunst und Kultur sind. Großartig.

Auch der folgende Flaschenbaum hat es uns angetan.

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Habt ihr auch schon Ents am Rande eurer Wege gesehen?

Bitte bleibt neugierig :-).

 

Zugverkehr und viele rote Lichter

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Hauptsache sicher!

Bitte bleibt neugierig :-).

Schaltauge, was ist das denn?

Wenn am Rad alles funktioniert, ist alles schick. Am letzten Wochenende rief mein Rennrad mal wieder nach etwas mehr Aufmerksamkeit.

Wir drehten eine etwas größere Runde ins Bebertal. Ca. 60 Kilometer waren geplant. So ziemlich genau auf halber Strecke, also bei der größten Entfernung von der Heimatbasis, gab es einen Ruck und ein noch nie gehörtes Geräusch.

Mir ist nichts passiert, aber die hintere Schaltung war komplett abgerissen und hing nur noch in der Kette.

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Sowas habe ich ja noch nie gesehen. Meine Radrunde war beendet. Frau Traumradlerin machte sich auf den Heimweg, um mich nach eineinhalb Stunden mit dem Auto einzusammeln. Puhh, mir war bei 2 Grad plus ganz schön kalt, doch so eine intensive Dorfbesichtigung hat auch etwas für sich :-).

Im ersten Moment dachte ich, das wird teuer. Doch zum Glück war nur das Schaltauge gebrochen. Das Schaltauge ist eine Art Adapter zwischen den hinteren Ausfallenden des Rahmens und der Schaltung. Hier seht ihr das neu montierte Schaltauge mit noch demontierter Schaltung.

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Es ist so schwach konstruiert, dass es brechen kann. Wenn das Rad zum Beispiel umkippt, so schützt es den Rahmen und die Schaltung vor der Zerstörung, .

Letzten Sonntag habe ich sofort bestellt. Unten seht ihr das neue und das zerstörte, alte Schaltauge.

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Beim Demontieren des defekten Schaltauges stellte ich fest, dass ich einen 10-er Torx benötigte. Diesen Schlüssel hatte ich nicht. Ich lieh mir einen und war guter Dinge, die Bastelarbeit im Keller erfolgreich zu bewältigen. Da hatte ich aber die Rechnung ohne die unterschiedlichen Hersteller gemacht.

Die drei Schrauben des neuen Schaltauges verlangten einen 8-er Torx. Also, besuchte ich meinen Kollegen erneut. Jetzt steht ein Torx-Schlüsselsatz auf meiner Oster-Wunschliste.

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Übrigens ist noch kein Radler unserem Aufruf zum Landkreisesammeln gefolgt.

Morgen wird das reparierte Rad getestet. Mal sehen, ob es sauber schaltet.

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Schön, wenn alle Teile wieder an ihrem Platz sind. Meint ihr nicht auch?

Bitte bleibt neugierig :-).

„Mit Bleistift und Lineal gehen wir zur Wahl!“

13. März 2016, Wahl von drei Landesparlamenten!

„Mit Bleistift und Lineal gehen wir zur Wahl!“ Das war eine Losung, die wir uns bei einer unserer ersten Wahlen zuriefen. Das war am 7. Mai 1989.

Es standen nur die Kandidaten der nationalen Front zur Wahl. Wenn man irgendeinen Kandidaten ankreuzte und den Wahlzettel in die Urne warf, war es eine Ja-Stimme für die Regierung. Wenn man keinen Kandidaten ankreuzte und den Wahlzettel in die Urne warf, war es eine Ja-Stimme für die Regierung. Wenn man einen Kandidaten durchstrich und den Wahlzettel in die Urne warf, war es eine Ja-Stimme für die Regierung.

Es heißt doch Wahl, wie konnte man damals gegen die Regierung stimmen? Genau hier kommt die Losung „Mit Bleistift und Lineal gehen wir zur Wahl.“ ins Spiel.

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Eine Stimme wurde nur dann als Nein-Stimme gezählt, wenn alle Kandidaten auf dem Wahlzettel sauber und waagerecht durchgestrichen wurden.

Ich habe alle Kandidaten mit dem Lineal fein säuberlich durchgestrichen. Am Abend saßen wir aufgeregt vor dem Fernseher und erfuhren, dass es uns nur 1,15% der Wähler gleich getan hatten. Komisch, wir kannten schon so viele, die mit Bleistift und Lineal zur Wahl gegangen sind und das sollen nur 1,15% gewesen sein? Ihr kennt die Geschichte. Der Staat, in dem dies passierte, ist Geschichte.

Jeder sollte eine politische Überzeugung haben und sollte dafür eintreten. Wie zu jeder vorausgegangenen Wahl gehe ich auch heute zur Wahl. Zum Glück muss ich weder Bleistift noch Lineal mitnehmen.

Bitte bleibt neugierig :-).