Hallo Mitfahrerin!

Kindersitze, Kinderhelme und Kinderfahrräder waren lange schon nicht mehr im Bestand unserer Ausrüstung, doch zum Glück wiederholt sich alles.

Nachdem wir letztes Mal beim Besuch unserer „Fingerfesthalterin“ die Räder mangels Kindersitz stehen lassen mussten, hat es ein solcher inzwischen in unseren Besitz geschafft.

Der neue Kindersitz, ein sehr einfaches Modell, war schnell montiert. So konnten wir dieses Mal standesgemäß mit dem Fahrrad auf Stadttour gehen.

Aus unserer kleinen „Fingerfesthalterin“ ist nun eine „Mitfahrerin“ geworden. Man muss ja nicht immer jeden Weg mit dem Auto fahren. Wir sind gespannt, was wir jenseits der Renn- und Crossräder mit unserer „Mitfahrerin“ so alles erleben.

Bitte bleibt neugierig :-).

Osttour – vorläufiges Spendenergebnis

Am Wochenende erhielten wir die Frage nach dem Ergebnis unseres Spendenaufrufes zu unserer Fahrradtour gen Osten. Es ist also Zeit für ein Update zu unserer Osttour.

Otour[1]

Für unser Projekt in Moskau zugunsten der Schule des heiligen Georg haben 38 Unterstützer 1.543 Euro gespendet. DANKE!!!

Das Geld befindet sich jetzt auf dem Konto des Fördervereins Perspektive Russland e.V. in Frankfurt am Main. Es ist für Nichtregierungsorganisationen schwierig und nicht billig, Geld nach Russland zu überweisen. Damit das Geld hoffentlich komplett in der Schule für die geistig Behinderten ankommt, wird euer Spendenbeitrag zusammen mit anderen Geldern gesammelt und voraussichtlich im November an den Schwesterverein in Moskau überwiesen. Dieser russische Verein wird dann in der Adventszeit das Geld direkt an die Schule weitergeben. Wir hoffen, dass wir dann von den Lehrern der Schule ein „feedback“ bekommen. Mal sehen. Sobald wir etwas erfahren, werden wir hier berichten.

Für den Behindertensport in Sachsen-Anhalt haben 46 Unterstützer 1.758 Euro an den Verein zur Förderung des Behindertensports in Sachsen-Anhalt überwiesen. DANKE!!!

Das Geld liegt jetzt auf einem Konto in Halle. Über die Verteilung des Geldes entscheidet der Förderverein auf seiner Sitzung am 15. November. Sobald wir die konkreten Förderprojekte erfahren werden wir hier darüber berichten.

Zusammengefasst, für unsere zwei Projekte sind bisher 3.301 Euro zusammengekommen.

DANKE!!!

Das Geld befindet sich noch bei den Fördervereinen und wird voraussichtlich im November oder Dezember seinen Weg zu den Menschen mit Behinderung finden. Wir werden darüber berichten.

Hie noch einmal der Link zu unserem Spendenaufruf.

Bitte bleibt neugierig :-).

Sind wir nicht alle Schildbürger #11?

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Puhh, das war knapp. Glück gehabt :-)!

Zum Schubfach mit den Schildbürgerbeiträgen!

 

Von Bismarckturm zu Bismarckturm

Vermutlich zum letzten Mal geht es heute noch einmal um eine Radtour von Bismarckturm zu Bismarckturm. Warum zum letzten Mal? Nun, es wird immer schwerer die Herausforderung, einen Bismarckturm als erster zu „dicovern“, zu erfüllen. Aktuell wurden 125 der 175 noch existierenden Türme bereits „entdeckt“.

Inzwischen schauen wir vor einer Reise in eine ferne Gegend, ob es da noch unentdeckte Bismarcktürme gibt. Ja, das ist verrückt, aber es macht auch Spaß.

Wir waren zu einer „groooßen“ Geburtstagsfeier auf die Ehrenburg zu Brodenbach an der Mosel geladen. Ein Blick auf die Karte verriet uns, dort gibt es unentdeckte Türme, die auf uns warten. Die Räder reisten im Auto nach Rheinland-Pfalz. Am Morgen nach der Feier, zeigten wir ihnen die verdammt schöne Gegend. Als erstes erreichten wir den Bismarckturm zu Sargenroth.

Dann ging es dem Simmerbach und der Nahe folgend immer leicht bergab bis nach Kirn. Dort suchten wir erst an der völlig falschen Stelle nach dem Turm. Nicht immer gibt einem das Internet die korrekten Koordinaten. Ein netter älterer Herr brachte uns dann auf die richtige Spur und auch ein Stück des Weges.

Der Turm thronte über Kirn, allerdings nur zu sehen, wenn man weiß, wo man hinschauen muss. Der Weg dorthin war steil und zum Teil auch nur ein Trampelpfad. Egal, wir waren hier und wollten das Foto.

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Bismarckturm Kirn  (N 49° 46.993 E 007° 27.960)

Die Räder geschultert ging es den Berg nach oben. Hurra, wir haben es geschafft. Mittag war vorüber und wir entschieden uns für den Rückweg. Dieses Mal ging es nur bergan. So hatten wir mehr Zeit die tolle Landschaft zu genießen. Es war toll.

Bitte bleibt neugierig :-).

GPX-Track im Zipfile

 

Moskauer Impressionen

Im letzten Beitrag sind wir Metro gefahren. Nun steht die Abreise unmittelbar bevor. Moskau ist wirklich riesig.

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Einheimische sprachen davon, dass in Moskau inwischen 15 Millionen Menschen leben. Die offizielle Zahl von 12 Millionen sei längst überholt. Natürlich gibt es nicht nur das glitzernde Moskau in der City, sondern auch riesige Plattensiedlungen in den äußeren Stadtbezirken.

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Als wir durch solche Siedlungen liefen  …

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… mussten wir gelegentlich auch schmunzeln.

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Das deutsche Wort „Bier“ hat es in kyrillischen Buchstaben zwischen die englischen Worte „The“ und „Shop“ geschafft.

Bei der Enge in den Siedlungen sind Parks eine wichtige und tolle Sache. Moskau hat sehr viele Parks. Wir sahen in Kolomenskoje alte Zarenresidenzen.

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aus Stein
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und aus Holz

In der City ist der Gorkipark unbedingt einen Besuch wert.

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Wir sitzen auf einer Bank und essen ein „мороженое“, ein leckeres Eis. Wir sehen den Menschen beim Bummeln zu. Zwangsläufig kommt uns hier im Gorkipark das Lied der Scorpions in den Sinn.

I follow the Moskva
And down to Gorky Park
Listening to the wind of change

An August summer night
Soldiers passing by
Listening to the wind of change

The world is closing in
And did you ever think
That we could be so close, like brothers

The future’s in the air
I can feel it everywhere
Blowing with the wind of change

Take me to the magic of the moment
On a glory night
Where the children of tomorrow dream away
In the wind of change

So endet unsere Osttour. Wir danken euch Lesern. Besonders danken wir allen Unterstützern unserer Spendenaktion. Vielleicht wird morgen unsere Welt ein kleines wenig besser.

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Ein Foto von den Spatzen im Gorkipark geht noch ;).

Bitte bleibt neugierig ☺.

 

Die Moskauer Metro ist eine Reise wert

Zur Schule des heiligen Georg sind wir mit der Metro gefahren. In Moskau fährt man Metro. Die Stationen der Moskauer Metro sind teilweise so prunkvoll, dass man sie mit Palästen vergleicht. Das können wir bestätigen. Klicken macht die Bilder größer.

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Metrostation Kiewskaja
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drei Damen pflücken Obst
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Erzieherinnen bei der Arbeit?
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mein Favorit – Arbeiter, die mit einer Maßleere einen Radsatz prüfen
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… oder doch die Erntefrauen?

Man hat soooo viel zu schauen. Nehmen wir die Metrostation Komsomolskaja. Schon wenn man mit der Rolltreppe, in unserem Fall hoch zur Station fährt, beeindrucken die Decken Mosaike.

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Metrostation Komsomolskaja

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Wenn man eine Metro verpasst ist das gar nicht schlimm, denn zwei Minuten später fährt bereits die nächste Bahn.

Es geht natürlich auch plastisch.

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Zug fährt in Metrostation „Platz der Revolution“ ein
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Das Huhn der Bäuerin mögen viele.

Ohne Lenin geht es natürlich nicht …

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… und die Sowjetsymbolik ist auch allgegenwärtig.

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Metrostation Pawelskaja

Wir haben bestimmt noch 50 Bilder dieser Art. Dabei haben wir unsere 20-Metrofahrtenkarte für 650 Rubel, das sind weniger als 10 Euro, noch nicht einmal aufgebraucht. Habt ihr Lust auf Moskauer Impressionen?

Bitte bleibt neugierig ☺.

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… oder sind doch die Damen mit dem großen Gemüse die Nummer 1?

Alte Hauptstadt und unvollendete Osttour

Heute verließen wir das doch sehr große Polen. Die Einreise nach Litauen gestaltete sich problemlos.

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Wir spürten deutlich, dass wir in einem anderen Land sind. So waren plötzlich die Häuser nur noch selten aus Stein, sondern aus Holz …

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… und die Ortschaften wirkten weniger lebendig.

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Unser Tagesziel war die alte Hauptstadt Trakai. Die Stadt hat ganz viel Festung. Die brauchte man, um sich gegen uns Teutonen zu wehren. Trakai liegt unheimlich malerisch an einem See und die Festungen liegen am See und auf einer Insel im See.

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Gestern haben wir die Nachricht erhalten, dass Susannes Papa verstorben ist. Ein Leben hat sich vollendet. So muss unsere Osttour unvollendet bleiben.

Wir haben für morgen den nächsten möglichen Direktflug mit Fahrradmitnahme von Vilnius nach Berlin gebucht. Gleichzeitig hatten wir Kontakt mit Lidia, einer Lehrerin aus der Schule des Heiligen Georg, der Schule für schwer geistig behinderte Menschen in Moskau. Diese Schule soll auch von unserem Spendenprojekt profitieren. Unser Besuch in der Schule sollte ein Höhepunkt unserer Tour sein.

Viele Kilometer nach Osten werden nun nicht mehr geradelt und viele Erfahrungen, auf die wir uns gefreut haben, werden nicht gemacht.

Aber, wir hatten 11 tolle und sehr intensive Tage und wir wollen ein ganz klein wenig von unserem Glück durch unsere eigene Spende, aber auch durch die Osttour-Spendenaktion weitergeben.

Auch wenn die 156 Cent je Kilometer noch nicht erreicht wurden, werden wir unseren eigenen Beitrag verdoppeln und jeweils zur Hälfte nach Russland und Deutschland gehen lassen. Über das Ergebnis der gesamten Spendenaktion werden wir hier natürlich berichten.

Herzlichen Dank an euch Spender und danke auch euch Lesern unseres Blogs.

Statistik:
Tageskilometer: 134 – Zum Flughafen nach Vilnius kommen morgen noch gute 30 km hinzu. Gesamtkilometer: 1.200
Tageshöhenmeter: 766, Gesamthöhenmeter: 5.558
Standort N 54°38.324 O 24° 55.958
Spendenstand: 147 Cent (neuer Spender: Sven Uschmann – danke)

zum Tag 12 – weiter nach Osten

Schnecken auf unserer Osttour

Wir haben heute etwas vom Hotel mitgenommen. Das macht man aber nicht, sagt ihr. Recht habt ihr. Wir wollten es auch nicht haben. Aber es wollte mit. Es war ein Band. Ein dickes Wolkenband, das sich etwa um 5.00 Uhr morgens über uns eingenistet hat. Es regnete heftig aus ihm. Und es war geduldig und hat gewartet, bis wir unser Frühstück beendet und die Sachen gepackt hatten. Auch das Googeln in allen bekannten Wetterportalen konnte es nicht abschütteln. Als wir schließlich um 10.00 Uhr vor dem Hotel saßen und es auch noch dicke Blasen regnete, war klar, dass heute so ein Tag ist, den kein Radfahrer so richtig möchte. Dauerregen. Wir ergaben uns und fuhren los.

Kurz nach dem Start gab es eine nette Unterhaltung : Ich meinte, dass ein Wassertropfen meine ganze Einstellung komplett ändern würde. Frank guckte traurig, sagte aber nichts. Etwa 2 Minuten später an einer Ampel schniefte ich und sagte denselben Satz nochmal. Diesmal fing Frank an zu lachen. Ich verstand nun gar nichts mehr. Frank erklärte, dass er dachte, dass ich wegen eines Regentropfens meine Einstellung zur Osttour grundsätzlich geändert hätte und und jetzt Hause wollte. Ich hatte aber über mein GPS geredet, bei dem ein gut platzierter heftiger Tropfen die ganze Bildschirmeinstellung verändern könnte, was gewaltig nervte. So fing der verregnete Tag doch lustig an.

Unterwegs kamen uns immer wieder Rennradfahrer mit Startnummer entgegen. An diesem Wochenende fand das Nonstopradrennen Lubomino -Sejny – Lubomino statt. Mit einer Länge von 610 km ist das ziemlich anständig. Das Wetter war ganz knapp an ideal vorbei. Aber fast alle Fahrer hatten die Kraft, mit uns einen kurzen Radfahrergruß auszutauschen.

Mittags erreichten wir Lötzen und nahmen Burg Boyen in Augenschein.

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Genau an der historischen Drehbrücke in Lötzen, die der Brückenwärter noch per Handantrieb dreht, (Er tut es gerade links neben dem kleinen Wärterhäuschen.)…

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… konnten wir uns bei einem Italiener vor dem Regen verstecken. Dann fand er uns nicht wieder. Juhu.

Bei nasser Straße fangen Schnecken an, über den Asphalt zu kriechen.

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Auffallend war, dass es nur Weinberschnecken und Schnirkelschnecken gab. Die hässlichen spanischem braunen oder deutschen schwarzen Nacktschnecken tauchten hier überhaupt nicht auf.

Leider wird wohl kaum eine Schnecke den Weg über die Landstraße überlebt haben, denn wenn sie wirklich den Kampf gegen die Autos gewonnen hat, wartet auf der Wiese neben der Straße ein Storch.

Zu den Schnecken fällt mir noch ein Kinderreim ein.

Sieben kecke Schnirkelschnecken
saßen einst auf einem Stecken,
lachten ho ho ho.
Doch vom vielen ho ho Lachen, Schnirkelschneckenwitzemachen
fielen sie von ihrem Stecken,
Sieben kecke Schnirkelschnecken.

Und wie viele Schnecken haben sich hier zum Gruppenfoto vor unserer Linse versammelt?

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Morgen wollen wir mal schauen, ob wir im Osten Polens auch Bunker besuchen können (zum Tag 10). Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 67, Gesamtkilometer: 920
Tageshöhenmeter: 519, Gesamthöhenmeter: 4.065
Standort N 53°59.241 O 22° 01.200
Spendenstand: 145 Cent

zum Tag 10 – weiter nach Osten

Bretonen auf unserer Osttour

Wir haben in Olsztyn nicht gleich beim Einchecken bezahlt. Vielleicht bleiben wir ja zwei Nächte und machen einen Ruhetag. Das Zimmer war aber so warm, dass wir diesen Gedanken verwarfen. Zum Ausgleich entschieden wir uns die Etappen zu verkürzen. So war heute Mrągowo, das frühere Sensburg, unser Ziel.

Uuuuuups, meine Scheibenbremsen hatten fast gar keine Wirkung mehr – vorn und hinten. Ich vermutete, dass sich irgend etwas „Fettiges“ auf die Bremsbeläge gelegt hat. Also baute ich die Räder aus, suchte das Flickzeug mit einem kleinen Stück Sandpapier und schliff die Bremsbeläge etwas an. Wirkung: Jetzt bremst es noch schlechter. Toll. Schlussfolgerung: An einem Fettfilm auf den Bremsbelägen kann der Bremskraftverlust nicht gelegen haben. Ich justiert die Abstände der Bremsbeläge neu und alles war wieder gut. Wie sich Vorder- und Hinterradbremse zur selben Zeit verstellt haben können bleibt ein Rätsel. Egal.

Unterwegs trafen wir erstmals Tourenradler. So wenige Tourenradler, wie auf dieser Tour, haben wir noch nie getroffen. Ob das an der Route liegt? Ist sie wirklich so ungewöhnlich ;)? Jedenfalls unterhielten wir uns mit Alain und Luis.

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Die beiden sind am 11. Juni in der Bretagne losgeradelt und wollen nach Tallin. Respekt.

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Da die Sonne brannte, trafen wir uns unter Brücken. Bei der zweiten Rast sagte uns Alain, dass er einen Blog hat. Und schon hatte er ein Foto von uns gepostet. Er meint mit jungem Paar uns :). Die zwei machen längere Etappen, so wünschten wir gute Reise.

Gegen 13:30 Uhr waren wir im Hotel mit Blick auf den See. Wir nutzten ihn sofort zum Baden. Und am Abend gab es den Fussbalkrimi Deutschland – Italien.

Morgen werden wir eine Regenetappe haben.

Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 63, Gesamtkilometer: 853
Tageshöhenmeter: 390, Gesamthöhenmeter: 3.546
Standort N 53°52.000 O 21° 18.000
Spendenstand: 145 Cent

zum Tag 9 – weiter nach Osten

Über die Seelower Höhen nach Gorzów Wielkopolski

Hinter Fürstenwalde konnten wir auf alte Bahntrassen der Oderbruchbahn abbiegen. Sie wurden zum Radweg umfunktioniert. Eben, wenig Kurven, einsam, ein perfekter Genuss!

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Am Wegesrand sahen wir die verlassenen Bahnhöfe.

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Ihre Zeit ist vorbei. Eine andere Zeit ist auch vorbei. In Seelow schauten wir uns das Denkmal zur Schlacht um die Seelower Höhen an.

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Dienstag, 16. April 1945, nie zuvor hat es eine größere Konzentration von Artillerie gegeben. Am frühen Morgen pünktlich um 3 Uhr eröffneten mehr als 9000 schwere Geschütze und Raketenwerfer auf einer Länge von 30 Kilometern das Feuer. Eine Millionen Soldaten auf sowjetischer Seite, 10-fach überlegen, griffen an. 45.000 junge Männer überlebten die viertägige Schlacht nicht. Was mag in den Köpfen der Angreifer und der Verteidiger in diesen Tagen vor sich gegangen sein? Wir können uns das nicht vorstellen.

Wir stiegen wieder auf die Räder und rollten die wenigen Höhenmeter Richtung Oder auf der B1 hinab. Am Straßenrand sahen wir ein Zeichen für unsere Osttour.

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Die Richtung ist also klar. Ach ja, die erste Panne hatten wir 100 Meter vor der deutsch-polnischen Grenze. Der Schlauchwechsel gestaltete sich beim Plausch mit einem Tourenradler sehr kurzweilig. Dann erreichten wir Polen.

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Hurra, wir haben unser Nachbarland erreicht. Unser heutiges Ziel war Gorzów Wielkopolski, das ehemalige Landsberg.

Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 105, Gesamtkilometer: 329
Tageshöhenmeter: 295, Gesamthöhenmeter: 1159
Standort 52°44.000 15° 14.000
Spendenstand: 135 Cent (neue Spender: Agneta Eitel, Ines Riemann-danke)
zum Spendenaufruf

zum Tag 4 – weiter nach Osten