Die Sache mit der Uhrzeit

Kanada ist ein großes Land. Es erstreckt sich über sechs Zeitzonen, wobei eine Zeitzone nur eine halbe ist. Die Newfoundland Time ist 3 Stunden und 30 Minuten zur Greenwich Time versetzt. Bitte verstellen Sie Ihre Uhr um 30 Minuten! Dass es so etwas gibt?

Wir radeln in zwei Zeitzonen. Alberta hat die Mountain Time, 7 Stunden früher als Greenwich Time und British Columbia hat die Pacific Time, 8 Stunden früher als Greenwich Time.

Am Eingang zum Robson Nationalpark, am „Yellowhead Pass“ verließen wir Alberta und radelten nach British Columbia.

Schilder am Straßenrand sagten uns, dass wir an der Uhr drehen müssen.

Wir überschritten aber nicht nur eine Zeitzone, sondern auch die „Great Divide“. Die „Great Divide“ ist die große Wasserscheide zwischen dem Pazifischen und dem Atlantischen Ozean. Für die Wanderfreunde unter euch, es gibt auch einen „Great Divide Trail“. Dieser Trail führt durch die Wildnis, ist 1.130 Kilometer lang und kreuzt die „Great Divide“ mehr als 30 mal. Das ist mit unseren Fahrradklickschuhen aber gerade nicht unser Konzept.

Ab jetzt fließen alle Flüsse in den Pazifik. Frau Traumradlerin überprüft das mal am Fraser River.

Der Yellowhead Pass ist mit seinen 1.133 Höhenmetern eine der niedrigsten Querungen der Rockies und der „Great Divide“. Seinen Namen soll er von einem blonden Pelzhändler haben. Der blonde Pelzhändler schaut uns übrigens auch von den Schildern zum Highway 16 an.

Man gewöhnt sich an die Symbolik der Highway-Schilder und freut sich, wenn man bekannte Straßen wieder trifft. Hi, Yellowhead!

Wie war das noch mal mit den Elchen?

Bitte bleibt neugierig.

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Wir radelten übrigens am 11. Tag von Kamloops nach Falkland.

Statistik:
Tageskilometer Tag 11: 75
Tageshöhenmeter Tag 11: 1010
Gesamtkilometer: 1012
Spenden: 101,20 Euro

Icefields Parkway #2

„Schatz, haben wir eigentlich Winterreifen drauf?“
„Nein.“
„Schatz, haben wir Schneeketten eingepackt?“
„Nein. Wieso fragst du denn im Sommer solche Sachen?“
„Ach, war nur so ein Gedanke.“

Wir schlafen in Saskatchewan River Crossing am Saskatchewan River. Auch hier ist wieder „Landschaft“.

Für eine Übernachtung gäbe auch keine andere Möglichkeit. Beim Frühstück bekamen wir dann noch einen tollen Tipp. An der zweiten Parkfläche hinter der Kurve, neben dem Berg ist ein nicht ausgeschilderter schöner Wasserfall.

Wir haben ihn gefunden. Danke, liebe Franziska für den Tipp.

Langsam und gemächlich klettern wir wieder auf über 2.000 Höhenmeter. Da kann man Gletscher gucken.

Auf der einen Seite wird der Gletscher Jahr für Jahr kleiner. Auf der anderen Seite fahren die Kanadier mit Bussen und LKW die Touristen auf dem Gletscher spazieren. Das ist verrückt. Wir verzichteten auf das Herumlaufen auf dem Gletscher und bewegten uns muskelgetrieben talwärts zu den Sunwapta Falls und nach Jasper.

Ob wir wohl Bären gesehen haben?

Bitte bleibt neugierig.

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Statistik:
Tageskilometer Tag 5 und 6: 175
Tageshöhenmeter Tag 5 und 6: 1.900
Gesamtkilometer: 473
Spenden: 47,30 Euro

First Nations

In Calgary fielen uns zwei Denkmale auf. Beide erinnern an die First Nations, wir würden Indianer sagen. Zwischen den Wolkenkratzern werden die ehemals in Massen wildlebenden Büffel dargestellt.

Man schätzt, dass vor Ankunft der europäischen Siedler ca. 30 Millionen Bisons in Nordamerika lebten. Der Bestand ging bis zum Ende des 19. Jahrhunderts durch extreme Bejagung auf nur noch ca. 1.000 Tiere zurück.

Nicht weit davon steht vor einem Wolkenkratzer Sitting Eagle, Häuptling der Nakoda.

In Downtown einer modernen Millionenstadt ist für uns klar, die Indianer hatten gegen die Einwanderer nie eine Chance.

Calgary liegt am Bow River. Die Skyline ist beeindruckend.

Wir folgen dem Bow Riwer Pathway und radeln auf perfekter Infrastruktur nach Westen.

Ob wir bald die Rocky Mountains sehen?

Bitte bleibt neugierig.

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