McDonald’s und überflüssiges Wissen

Das Jahr geht zu Ende. Viele Dinge sind noch nicht geschrieben. In Japan machten wir in der Sommerhitze dieses Foto.

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Es geht um eine bekannte Burgerbratkette. Was steht eigentlich unter der „Goldenen Möwe“? Ich habe nach „McDonald’s“ und „japanisch“ gegoogelt. Ich erhielt folgende sechs Zeichen in Katakana, einem der drei japanischen Alphabete:

マクドナルド

In unserer Schrift bedeuten diese sechs Zeichen Ma-ku-do-na-ru-do. Näher kommen die Japaner wohl nicht an die englische Aussprache der Firma McDonald’s heran.

Mit den russischen Buchstaben klappt das besser.

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Die zehn kyrillischen Buchstaben bedeuten Makdonalds. Das passt doch ziemlich gut, jedenfalls besser als Ma-ku-do-na-ru-do im Japanischen.

Erst als wir noch einmal auf das Bild oben sahen, erkannten wir, dass da ja ganz andere Zeichen stehen. Verdammt. Wir haben wieder das Katakana-Alphabet bemüht:

ドライブスルー Do-ra-i-bu-su-ru

Und was bedeutet das? Tante Google meint: Durchfahren. Wir denken uns, ah ein „Drive Thru“, das passt. So haben wir überflüssiges Wissen herausgeforscht und unsere eigene Welt ist an dieser Stelle wieder heile.

Ist euch McDonald’s schon einmal mit fremdartigen Schriftzeichen gegenüber getreten? Über Fotos oder Kommentare freuen wir uns immer. War das jetzt überflüssiges Wissen ;-).

Bitte bleibt neugierig.

Sind wir nicht alle Schildbürger? – Dezember

Plötzlich sind sie da, die Weihnachtsmärkte.

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Wir legen den Schalter um und genießen die Schmalzkuchen, die Poffertjes und den Glühwein. Und es gilt:

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Habt Spaß in der Vorweihnachtszeit.

Bitte bleibt neugierig.

Sind wir nicht alle Schildbürger – November?

Sommer und Winter

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Carolafelsen – Sommer
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Carolafelsen – Winter (Foto von Franz)

Wir haben Jahreszeiten. Alles ändert sich. Was für ein Glück.

Bitte bleibt neugierig.

Es „Luthert“ immer mehr

Am 31. Oktober 1517 brachte Martin Luther mit seinem Thesenanschlag am Tor der Schlosskirche zu Wittenberg die Reformation so richtig in Gang.

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Im Jahr 2017, dem 500. Jahr des Beginns der Reformation, war der 31. Oktober einmalig ein gesamtdeutscher gesetzlicher Feiertag. Davor gab es diesen Feiertag nur in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Offensichtlich gefiel den norddeutschen Ländern die Idee vom „Luthertag“ so gut, dass der Reformationstag nun auch in Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg und Niedersachsen ein Feiertag ist.

Dass Luther eine Bedeutung hat, können wir auf unseren Radtouren in vielen Orten erkennen. Beispiele? Gerne.

Bestimmt gibt es noch viel mehr „Martins“, die unterschiedlich ein Buch halten. Da halten wir die Augen offen. Egal ob Feiertag oder nicht, habt einen schönen Tag.

Bitte bleibt neugierig.

politischer Ausrutscher

Vor dem Schlafen schaue ich oft noch mal ins Internet. Gerichte urteilen: Fahrverbote müssen für „dreckige Dieselfahrzeuge“ ausgesprochen werden. Am 22. Oktober 2018 sagte unsere Kanzlerin dazu:

„Wir wollen hierzu das Bundesemissionschutzgesetz, also die entsprechenden Gesetze ändern, dass auf dieser Basis dann auch Fahrverbote unverhältnismäßig sein werden und deshalb in der Regel auch nicht ausgesprochen werden. … Wir glauben, dass in der Regel, Fahrverbote nicht verhältnismäßig sind, wenn es sich nur um Grenzwertüberschreitungen von geringerem Umfang … handelt“.

Ach so.

Kurz danach schlief ich ein und träumte, dass es künftig für Dopingsünder mit „geringen Grenzwertüberschreitungen“ keine Sperre mehr geben wird. Andere Fälle kamen mir in den Sinn. Der Parkschein ist abgelaufen, nur „geringfügig“. Wir zahlen eine Steuerschuld nicht zu 100% oder halt geringfügig später oder … .

Grenzen und Gerichtsurteile verlieren ihre Bedeutung. Sie werden „geringfügig“ missachtet. Ich wachte auf und dachte, das ist doch bestimmt nur ein politischer Ausrutscher. Zukünftig macht unsere Politik ihre Hausaufgaben und nimmt die Verursacher eines Problems in die Pflicht. Kann das wahr werden?

Bitte bleibt neugierig.

Wir stellen unsere GPX-Dateien gerne zum Download bereit.

Heute ist es wieder etwas technisch. Gelegentlich erhalten wir Anfragen nach GPX-Dateien unserer Touren. WordPress, unsere Blogsoftware, unterstützt das Dateiformat GPX nicht. Wir versenden die GPX-Dateien dann gerne per Mail.

Nun haben wir zu unserer Herbsttour durch Belgien und die Niederlande wieder eine Frage nach GPX-Daten erhalten. Wir haben etwas probiert. Gepackte ZIP-Dateien können wir gut in unseren Blog einbinden. Hinter folgendem Bild …

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… haben wir den Link zu einem Zipfile hinterlegt. In diesem Zipfile befinden sich die acht GPX-Dateien unserer Herbstradtour von Aaachen über Maastricht, Brüssel, Nimegen, Arnheim nach Osnabrück. Klickt ihr auf den Link, so wird die Datei auf euer Endgerät heruntergeladen. Nun könnt ihr die Dateien auspacken und sie auf eigene Navigationsgeräte oder für die eigene Tourenplanungen nutzen.

… und falls es Bedarf an GPX-Dateien zu weiteren Touren (Japan, Russland, Nordkap, …) gibt, eine Kommentar hier oder eine Mail an info(at)traumradeln.de und wir werden uns Mühe geben 🙂 .

Die GPX-Dateien zur Japan- und Russlandradtour sind inzwischen hinterlegt.

Bitte bleibt neugierig.

Sag mir wo die Blumen sind.

Tag 2 unserer Herbstradtour. Auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof von Margraten bei Maastricht liegen die sterblichen Überreste von etwa 8.800 Gefallenen. Mir fiel sofor das Lied von Marlen Dietrich ein.

Sag mir wo die Männer sind
Wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Männer sind
Was ist gescheh’n?
Sag mir wo die Männer sind
Zogen fort, der Krieg beginnt
Wann wird man je versteh’n?
Wann wird man je versteh’n?

Sag wo die Soldaten sind
Wo sind sie geblieben?
Sag wo die Soldaten sind
Was ist gescheh’n?
Sag wo die Soldaten sind
Über Gräben weht der Wind
Wann wird man je versteh’n?
Wann wird man je versteh’n?

Sag mir wo die Gräber sind
Wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Gräber sind
Was ist gescheh’n?
Sag mir wo die Gräber sind
Blumen wehen im Sommerwind
Wann wird man je versteh’n?
Wann wird man je versteh’n?

Sag mir wo die Blumen sind
Wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Blumen sind
Was ist gescheh!n?
Sag mir wo die Blumen sind
Mädchen pflückten sie geschwind
Wann wird man je versteh’n?
Wann wird man je versteh’n?

(This songtext is a cover of „Where Have All the Flowers Gone?“ by Pete Seeger.)

Bitte bleibt neugierig.

zum nächsten Beitrag 

Herbstzeit

Es ist wieder so weit. Wir finden überall an den Straßenrändern saftige Birnen und essen uns daran satt.

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Wespen naschen auch gerne von den Birnen. Das haben wir in einem Birnbaum noch nie gesehen, ein so großes Wespennest.

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Das Gedicht ist immer wieder schön.

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.

Er fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ’ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn‘ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ’ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Ein schöner Gedanke. Habt ihr dieses Jahr schon frische, saftige Birnen gegessen? Bitte bleibt neugierig.

 

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31. Dezember 2018 – Finale unserer Landkreischallenge

Seit Frühjahr 2016 läuft unsere Landkreis- Challenge. Wir durften uns inzwischen über 194 Fotos von unterschiedlichen Landkreisgrenzschildern mit Fahrrädern freuen. Hier sind die drei jüngsten Fotos.

Das Land ist gut beradelt. Alle „discoverten“ Landkreise sind grün eingefärbt. Bei einem „Klick“ auf das Bild kommt ihr zu einer aktiven Google-Karte.

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Einige Landkreise sind nicht mehr zu erobern. Wir vermuten, dass viele der noch nicht „grünen“ Landkreise keine Kreisgrenzschilder besitzen. Somit hat das „Wettkampfgericht ;-)“ entschieden, dass wir unsere Challenge zum 31. Dezember 2018 beenden. Bis zu diesem Termin gibt es noch Punkte für unentdeckte Landkreisgrenzschilder.

Apropos Punkte, hier kommt die aktuelle Landkreis-Challenge-Rangliste:

Platz Radler Landkreise „discovert“
1 Takeshi 66
2 Kaliumchlorid 39
3 spass.radler 10
4 Jesko 9
4 andraktiv 9
4 Uli B. 9
4 Okoloman 9
8 Zimjoa 8
9 Cathrin 7
10 Franz und Franzi 5
11 monmue 4
11 Goradzilla 4
13 Petra 3
13 Helhesten 3
15 Miriam 2
15 Marc 2
17 Herr Leone 1
17 Fabian F. 1
17 Harald Legner 1
17 Patrick 1
17 Schoeni 1

In einen Beitrag über die Challenge gehören mehr als nur drei Bilder. Also zwei Fotos von uns, außerhalb der Konkurenz, bitte schön.

Die Challenge läuft noch 103 Tage. Mal sehen, ob wir noch Bilder erhalten. Wie auf unserer Challengeseite steht, es geht um die Ehre. … und natürlich um den eigenen Spaß 🙂

Danke euch. Bitte bleibt neugierig.

Mit der Zeit spielt man nicht.

Vor gut 125 Jahren verloren wir, wegen der aufkommenden Eisenbahn, die Freiheit, unsere Kirchturmuhren nach der Sonne zu stellen.

Deutschland führte am 1. April 1893 die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) ein. Die MEZ ist die Sonnenzeit des 15. Längengrades östlich von Greenwich. Der 15. Längengrad verläuft durch Görlitz östlich von Berlin .

Seit 1980 drehen wir zweimal im Jahr an der Uhr. Zeitumstellung, so heißt das. Ich finde die Zeitumstellung nicht toll. Da bin ich nicht alleine. Nun soll die Zeitumstellung vielleicht abgeschafft werden. Gut so.

Wir nutzen einfach das ganze Jahr unsere Mitteleuropäische Zeit (rot). Doch es wird diskutiert, ob wir nicht dauerhaft zur „Mitteleuropäische Sommerzeit“ wechseln. Sie entspricht der „Osteuropäischen Zeit“ (gelb).

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Dabei denken wir an die schönen langen und hellen Sommerabende. Wird die Wahl der Uhrzeit eine Lifestyle-Entscheidung?

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Das passt in unsere Zeit.

Weniger denken wir an unsere biologische Uhr. Unser Biorhythmus richtet sich nach der Sonne. Kommt es in unserem Biorhythmus zu Abweichungen, kann ich mir mindestens Schlafstörungen und Unausgeglichenheiten bei einem Teil von uns Menschen sehr gut vorstellen.

Eine Uhrzeit, die unserer biologischen Zeit am nächsten kommt, müsste doch die passendste sein. Mittags steht die Sonne in ihrem Zenit oder nahe bei. Wäre das nicht eine wünschenswerte Selbstverständlichkeit? Ich wäre für die Nutzung der Mitteleuropäischen Zeit.

Habt ihr über dieses Thema schon nachgedacht? Für welches Modell würdet ihr euch entscheiden?

Bitte bleibt neugierig.

Beitrag über den Nullmeridian in Greenwich