#Festive500 – 2017 #2

Die 500 Rennradkilometer ( #festive500 ) zwischen Heiligabend und Silvester hatte ich mir viel einfacher vorgestellt. Grauer Himmel, einsame Landstraßen, Wind und gelegentlich Regen. Viel Zeit, um genau zu sein gute 21 Stunden, für Gedanken über sich und die Welt.

rps20171228_184823_063.jpg

Aber, wir hatten kein Eis, keinen Schnee und ab und zu sogar Sonne. Großartig!

315 Kilometer waren am Abend des 28. Dezember auf meiner Uhr. Die Kilometer sammelte ich auf vier Fahrten am 25.,26.,27. und 28. Dezember mit einer Länge von 58, 84, 88 und 85 Kilometern . Frau Traumradlerin hatte schon 349 Kilometer geschafft. Am heiligen Abend hatte sie mich abgehängt und einen Vorsprung von 35 Kilometern herausgefahren.

Ohne Urlaub hätte ich die #festive500 nicht geschafft. In der Rückschau war das Wetter gut. Trotzdem war es doch schwer sich an jedem Tag aufzuraffen. Die Kinder waren wieder abgereist und wir frühstückten morgens ausgiebig und gemütlich. „Möchtest du noch ein gekochtes Ei zu den aufgebackenen Brötchen?“

Beim Blick aus dem Fenster, wenn draußen gelegentlich Schauer durch das Bild zogen, war die Versuchung riesig im Warmen sitzen zu bleiben und sinnlos Qualitätsfernsehen zu schauen.

Doch da war diese #festive500 und es fehlten immer noch 185 bzw. 151 Kilometer. So zottelten wir auch am 29. und 30. Dezember die Rösser aus dem Stall und testeten den Belag der Landstraßen um Magdeburg und in Richtung Brandenburg. In so manchen Dörfern erfreuten wir uns über die mit Liebe aufgebauten weihnachtlichen Dekorationen.

Schneemänner und brennende Milchkannen, toll.

Wir haben noch viele schöne Motive mehr gesehen. Anhalten und fotografieren? Nein, meine Finger sind klamm und ehe ich mit kalten Händen das Foto gemacht habe, fange ich an zu frieren.

Nach den Challengeregeln hätten wir auch am Silvestertag noch Kilometer sammeln können. Dazu wollten wir  es nicht kommen lassen. Also machten wir uns am 30. Dezember in Richtung Potsdam auf den Weg. Zurück sollte es mit dem Zug gehen. Man kann ja seine Route auch mal nach dem Wind ausrichten. Wir hatten Westwind ;-). Kurz vor Potsdam in Groß Kreutz gab es eine Bäckerrast. Ich schaute auf die Bahn-App. Unser Wunschzug würde in Potsdam 40 Minuten Verspätung haben.

„Wenn wir wieder nach Brandenburg zurück fahren, bekommen wir da nicht den Zug eine Stunde früher und wären somit sogar eine Stunde und 40 Minuten eher zu Hause?“
„Was sitzt du hier noch rum?“

Nach 111 Kilometern brachte uns die DB wieder nach Hause.

rps20180104_210502.jpg

Frau Traumradlerin hatte nun einen Haken hinter ihren 500 Kilometern. Mir fehlten noch ganze 18 Kilometer. Einsam, im Dunkeln und bei Regen, alleine mit meinen Gedanken, drehte ich am selben Abend noch eine Runde über das nächste Nachbardorf.

Am späten Abend loggten wir dann bei der „Rapha Festive 500“ unsere Teilnahme. Ein gutes Gefühl. Ende Januar sollen die „finisher“ als Belohnung ein „woven badge“ erhalten. Wir freuen uns. Habt ihr schon einmal an solch einer Challenge teilgenommen?

Mal sehen, was wir im neuen Jahr so alles anstellen. Bitte bleibt neugierig.

#Festive500 – 2017

Die Feiertage sind vorüber. Die Familie war zu Besuch. Wir saßen am Weihnachtsbaum. Es war warm und gemütlich. Kontrast?

500 Rennradkilometer zwischen den Feiertagen im Dezember – eine verrückte Idee!

rps20171228_184358_454.jpg

Wie kommen wir darauf? Die Firma Rapha ruft zu einer Challenge auf:

„ride 500km in the eight days between Christmas Eve and New Year’s Eve. Since then the Rapha #Festive500 has become a holiday ritual for cyclists, with tens of thousands of riders around the world attempting the distance each year. Join them.“

Mehr als 80.000 Radler auf der ganzen Welt wollen dieses Jahr an der #Festive500 teilnehmen. Die Idee ist für uns sehr herausfordernd, aber dieses Jahr habe ich Urlaub und wir wollen es versuchen.

DSC03559 (1024x683)

Übrigens, wo ist die Katze?

Wo waren wir? Ach ja, einsame Gedanken, die hat man, wenn der Wind ohne Unterlass ins Gesicht bläst.

Warum fährt man bei Regenschauern und kaltem Wind? Vielleicht nur für diesen einen Moment, wenn die Sonne kurz vor ihrem Untergang doch noch mal durch die Wolken lugt.

rps20171228_222745_742.jpg

349 Kilometer, wir haben die Herausforderung noch nicht bewältigt. Die einsamen Landstraßen warten auf uns. Auf geht’s!

Bitte bleibt neugierig.

Werden wir es schaffen?

Melancholische Landschaften

Dieser Beitrag hat irgendwie viel mit uns zu tun. Aus diesem Grund ist es unser erster „Reblog“. Viel Spaß mit den „Melancholische Landschaften“ von „Takeshi fährt Rad“. Takeshi, danke für die Erlaubnis und Grüße.

Avatar von TakeshiTakeshi fährt Rad

Guten Tag, mein Name ist Takeshi und ich bin Landkreis-süchtig. Verzeihung, das stimmt nicht ganz. Eigentlich bin ich Landkreisschild-süchtig. Kreisgrenzschild, wie man korrekt sagt. Was man auf dem Rad nicht alles lernt.

Ursprünglichen Post anzeigen 921 weitere Wörter

Wir wünschen allen schöne Weihnachten!

DSC_0017 (683x1024)

Brockenfrühstück 2017

Schlafen wird generell überbewertet. Samstag, 16. Dezember 3:45 Uhr klingelt unser Wecker. Das ist gar nicht nötig, denn wir sind schon wach und der Kaffee läuft auch schon. 4:10 Uhr, wir sitzen zu viert im Auto und sind auf dem Weg nach Schierke. 5:45 Uhr, Einfahrt in das Parkhaus. Überall stehen schon Gruppen Gleichgesinnter. 6:00 Uhr, wir machen uns an den Aufstieg.

DSC_2966 (1024x683)

Stirnlampen weisen uns den Weg durch den stockfinsteren Harzwald.

8:00 Uhr, wir holen uns Kaffee und Tee im Touristensaal des Brockenhotels. Ganz alleine sind wir nicht.

rps20171217_095301_765.jpg

8:19 Uhr die Sonne geht auf! Ämmhh, wo geht noch mal die Sonne genau auf?

DSC_2968 (1024x733)

Egal, wir sind hier und treffen viele Freunde.

DSC_2970 (1024x682)

Durch Nebel war nix oder vielmehr fast nix zu sehen.

Auch wenn die Fernsicht heute noch Luft nach oben hatte, haben wir mit vielen anderen Verrückten viel Spaß gehabt. Als Überraschung gab es sogar einen Sonderstempel der Harzer Wandernadel.

rps20171217_095052_368.jpg

Das 5. Brockenfrühstück war echt super. Danke an die Organisatoren. Beim Abstieg zwischen 9 Uhr und 11 Uhr treffen wir dann viele Wanderer, die sich bestimmt gewundert haben, dass ihnen um diese frühe Zeit so viel Verkehr entgegen kommt.

Habt ihr schon mal einen Sonnenaufgang auf einem Berg oder an einem anderen tollen Punkt erlebt?

Bitte bleibt neugierig :-).

 

Noch ein Bismarckturm und ein Brockenfrühstück im Advent

Am zweiten Advent drehten wir eine kleine Runde durch Halberstadt. In Halberstadt gibt es noch einen von uns unbesuchten Bismarckturm. Bitte schön:

Unsere Parteien versuchen eine Regierung zu bilden. Sie erklären uns ihre Standpunkte. Zum Verständnis hilft eine Weisheit von Herrn von Bismarck:

„Wenn man sagt, dass man einer Sache grundsätzlich zustimmt, so bedeutet es, dass man nicht die geringste Absicht hat, sie in der Praxis durchzuführen.“ (Otto von Bismarck)

Den Halbersädter Bismarckturm findet ihr auch auf unserer Traumradeln-Karte:

Am Samstag, den 16. Dezember geht es wieder mit mehreren Hundert Frühstaufstehern zum Frühstück auf den Brocken. Das heißt um 3:30 Uhr aufstehen und ab in den Harz nach Schierke. Dann lautet das Motto bei diesem Geocachingevent:

Walking in a Winter Wonderland

Sehen wir uns vielleicht sogar zum Sonnenaufgang um 8:19 Uhr oben auf unserem alten Blocksberg?

Ob wir mit dem Wetter wieder so ein Glück haben, wie bei unserem Brockenfrühstück 2016?

Wir werden berichten. Bitte bleibt neugierig.

Bitcoin!? Blockchain?!

Bevor wir zum Jahreswechsel über die Rapha Festive 500 nachdenken, gibt es ein paar Zeilen zum Bitcoin- und Blockchain-Hype. Die Erklärung der Begriffe könnt ihr bei Wiki oder allgemein im Internet nachlesen. Manche denken bei Bitcoin an die Spekulationschancen. Einige haben mit dem Handel von Bicoins extrem schnell viel Geld verdient.

Das wirklich Spannende sind die gesellschaftlichen Möglichkeiten, die sich mit Bitcoin und Blockchain andeuten.

Fangen wir im Heute an. Menschen sind auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Also kann es vorkommen, dass sie sich gegenseitig betrügen. Um das zu verhindern, haben wir im Laufe der letzten Jahrhunderte Instanzen geschaffen, die Geschäften zwischen „Käufer“ und „Verkäufer“ den Wert „Vertrauen“ hinzufügen.

War das zu kryptisch? Hier ein Beispiel: Ein „Verkäufer“ mit tollem Büro und super Internetauftritt verkauft eine Eigentumswohnung. Ein „Käufer“ kauft diese Eigentumswohnung. Nun könnte es ja sein, dass dem „Verkäufer“ diese Eigentumswohnung gar nicht gehört. Der „Verkäufer“ schließt einen Vertrag, nimmt den Sack voll Geld und macht sich aus dem Staub. Später merkt der „Käufer“, dass er sein Geld einem Betrüger gegeben hat.

Um solche Fälle zu erschweren hat unsere Gesellschaft Notare und die zentrale Instanz „Grundbuchamt“ erfunden. Inzwischen sind die Grundbücher digitalisiert. Die Grundbücher liegen auf den Servern des Grundbuchamtes. Die Notare, aber nicht alle Bürger, haben Zugriff auf die Grundbücher.

Created with Microsoft Fresh Paint

Den Service lassen sich Notar und Grundbuchamt gut bezahlen.

Ein weiteres Beispiel? Geld. Bargeld ist bedrucktes Papier oder gepresstes Metall. Der Wert ist nahe Null. Wir haben also ein Stück Papier auf dem steht mehr oder weniger hübsch:

50_Euro

Es gibt nun eine Instanz, die uns das Vertrauen geben soll, dass dieses Stück Papier, mit der Aufschrift 50-Euro, einen erheblich höheren Wert besitzt, als der eigentliche Papierwert. In unserm Land ist diese Instanz die „Europäische Zentralbank“.

Und jetzt stellen wir uns mal vor, es bedarf solcher Instanzen nicht mehr. Das Vertrauen in einen Wert, in ein Geschäft wird nicht mehr zentral durch eine Bank oder ein Grundbuchamt beigesteuert, sondern durch eine „komplette Kopie aller diesbezüglichen Informationen“ die „Jeder“ von uns besitzt. Das ist der Gedanke der „Blockchain“. Wenn jeder dezentral eine Kopie/das Original des Grundbuches besitzt, dann sind das zentrale Grundbuchamt und der Notar nicht mehr notwendig.

Created with Microsoft Fresh Paint

Auch hier kommen wir mit unseren Vorstellungen aus der „Offline-Welt“ an Grenzen. Es gibt nicht mehr ein Original aller Grundstückstransaktionen, welches das Grundbuchamt hält, sondern es gibt beliebig viele Originale, die jeder besitzt. Die Informationen werden permanent synchronisiert und nur wenn sie in allen Kopien/Originalen identisch sind, hat die Transaktion einen Wert.
Wenn jeder von uns eine Kopie/das Original aller Geldbewegungen einer Währung besitzt, dann ist für den normalen Zahlungsverkehr keine Bank mehr notwendig.

Vor ein paar Tagen spiegelte mir Google+ in meinen Stream ein Bild mit folgendem Text:

Fuchs (651x480)

Darunter gab es lachende Smilies und lustige Kommentare nach dem Motto: Schade, dass ich nicht vor dir stand.

Würde es in dem Beispiel nicht um Euro, sondern um Bitcoin gehen, hätten wir eine komplett andere Gedankenwelt. Bei der Kryptowährung Bitcoin gibt es keine Banken im althergebrachten Sinne mehr. Niemand würde mehr auf die Idee kommen sein Geld zu einer Bank zu tragen, nur um es irgendwann mal wieder abzuholen. Warum auch?

Vielleicht ist der Bitcoin bald viel mehr wert oder überhaupt nichts mehr. Das ist Spekulation.

Aber, neue Technologien wie die Blockchain werden offensichtlich oder im Verborgenen unser Leben verändern. Wir können uns entscheiden, ob diese Veränderung mit oder ohne unsere Kenntnis von Statten geht. Die Politik muss steuern, wie sozial unsere Gesellschaft mit den neuen Technologien umgeht. Fragen? Ich bin neugierig.

Bitte bleibt neugierig.

unsere Landkreischallenge #3

Am 22. September berichteten wir das letzte Mal in einem Beitrag über unsere Landkreischallenge. Fünf Teams hatten damals 36 Landkreise erobert.

Inzwischen stehen wir bei 47 „discoverten“ Landkreisen. 11 weitere Landkreise habt ihr hinzugefügt. Wahnsinn!

Hier die Beweisbilder:

Auf einigen Fotos kann man schon deutlich den Herbst erkennen.

Wir freuen uns sehr. Alle grüngefärbten Kreise sind erobert.

lkc_deutschland

Ein wenig Wettbewerb soll Ansporn sein, auch in der kalten Jahreszeit das Radel nicht einstauben zu lassen. Unsere Landkreis-Challenge-Rangliste:

Platz Radler Landkreise
1 Takeshi 26
2 Jesko 9
3 Franz und Franzi 5
4 Petra 3
4 Kaliumchlorid 3
6 Miriam 1

Jesko hat den Abstand zu der souverän führenden Takeshi verkürzen können. Dahinter gibt es ein breites nicht uneinholbares Mittelfeld :-).

Vielleicht gibt es in eurer Nähe nicht fotografierte Landkreisschilder. Bis zur Kreisgrenze ist es nur selten eine riesige Radtour. 248 unentdeckte Landkreise (leider haben nicht alle Schilder) warten noch.

Eine Mail oder ein Kommentar und ihr seid bei unserer Deutschlandtour dabei. Wir halten weiter die Augen offen und hier geht es zum nächsten Beitrag.

Bitte bleibt neugierig

Jungfrauen in der Stadt

Das Wappen unserer Stadt ziert eine Jungfrau. Diese Jungfrau steht zwischen zwei spitzbedachten Türmen einer Burg über geöffnetem, goldenen Tor und hochgezogenem schwarzen Fallgatter.

Als ich neulich durch die Stadt radelte, sah ich plötzlich mehrfach unser Stadtwappen.

Gibt es Magdeburger unter euch? Vielleicht erkennt ihr die Orte oder wisst, wo es weitere Wappen gibt. Ich finde Wappen und deren Geschichten toll.

Bitte bleibt neugierig.

9.11. – Mauerfall 28 Jahre später

Entlang der ehemaligen Grenze erinnern große Schilder an die Teilung Europas.

Wir erlebten diese spannende Zeit aus Sicht der DDR-Bürger. Die Grenzöffnung verlief friedlich! Es ist also möglich, Machtstrukturen friedlich zu verändern. Das ist großartig und kann gar nicht genug Wert geschätzt werden!

Wir freuen uns jedes mal, an so einem Schild vorbei zu radeln. Habt ihr diese Schilder auch schon mal gesehen?

Bitte bleibt neugierig.