Bismarcktürme auf unserer Osttour

Kennt ihr die „unendliche Rundfahrt“? Nein, damit ist nicht unsere Osttour gemeint, auch wenn es sich für uns gerade so anfühlt.

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Die „unendliche Rundfahrt“ ist eine Aufforderung, Bismarcktürme mit dem Fahrrad anzuradeln. Wer das als erster tut, gewinnt einen Punkt. Einen Punkt heben wir schon gewonnen.

Vorab noch ein wenig Theorie: Otto von Bismarck, erster deutscher Kanzler, starb 1898. Nach seinem Tod begann eine nie dagewesene Verehrung. Zu seinen Ehren sammelten die Menschen, besonders in der Zeit bis zum ersten Weltkrieg, Geld und bauten Denkmäler und Türme. Es entstanden 240 Bismarcktürme. Davon sind heute noch 173 vorhanden.

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass in Deutschland schon fast alle Türme „discovert“ sind. Da wittern wir unsere Chance. Hier im ehemaligen Ostpreußen gibt es doch bestimmt noch den einen oder anderen Bismarckturm, den noch niemand mit Fahrrad besucht hat. Bingo, in Ostróda steht ein Bismarckturm. Ostróda lag heute genau auf unserer Strecke.

Leider fanden wir im Netz keine Koordinaten. Die Suche in der Mittagshitze war gar nicht so leicht. Die Polen kennen ihren Turm natürlich nicht unter dem Namen Bismarckturm. So fuhren wir jeden Weg und jede Straße im vermuteten Zielgebiet ab. Schließlich standen wir vor dem Turm. Hurra. Schnell noch ein Foto gemacht …

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Ostróda N53° 42.448′ E19° 56.840

… oder auch zwei.

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Übrigens befindet sich in Osterode der Startpunkt des Oberländischen Kanals.

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Dieser Kanal ist wegen seiner fünf Rollberge bekannt. Rollberge ersetzten Schleusen. Auf großen Wagen fahren dabei die Schiffe über Land den Berg hoch. Ja, so etwas gibt es.

Unser Haupt betten wir heute in Olsztyn, dem ehemaligen Allenstein. Morgen werden wir die ersten Tourenradler auf unserer Osttour treffen.

Gibt es bei euch in der Nähe vielleicht auch einen Bismarckturm? Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 119, Gesamtkilometer: 790
Tageshöhenmeter: 757, Gesamthöhenmeter: 3.156
Standort N 53°47.000 O 20° 29.000
Spendenstand: 145 Cent

zum Tag 8 – weiter nach Osten

Rathenow – Der Gärtner war’s

Bis zum 11. Oktober könnt ihr die Bundesgartenschau in der Havelregion besuchen. Diese Buga findet an fünf Orten gleichzeitig statt. Wir haben nach Havelberg jetzt Rathenow besucht. Auch Rathenow ist eine kleine Reise wert. Als erstes schauten wir uns den Bismarkturm an. Umgeben von Blütenpracht hat man von ihm einen tollen Blick.

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N52° 35.894′ E12° 19.945′

Nach dem Bismarckturm auf Großen Wartberg ist dieser der zweite Bismarckturm, von dem wir dieses Jahr schauten. Jeder Turm ist anders.

Die Buga in Rathenow besteht aus zwei großen Parks, die durch eine neu gebaute Brücke miteinander verbunden sind. „Der Gärtner war’s“, so steht es an vielen Stellen in Rathenow geschrieben. Das wird wohl stimmen.

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Rathenow ist die Stadt der Optik. Im „Optikpark“ spielt die Buga mit Farben. Toll.

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Aber man sieht auch ein mächtiges Fernrohr, den Rathenower Refraktor.

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Wikipedia führt dazu folgende technische Daten auf:

  • Öffnung: 70 cm (Platz 9 unter den TopTen der großen Öffnungen der Refraktoren weltweit)
  • Brennweite: 20,6 m (Platz 2 unter den Refraktoren, nach dem „Riesenfernrohr“ in Berlin-Treptow)
  • Tubuslänge: 10,15 m
  • Höhe insgesamt: 11,5 m

Übrigens wurde die Weltzeituhr auf dem Berliner Alexanderplatz in Rathenow geplant und auch größtenteils gebaut. Der erste deutsche Hersteller von Fresnel-Linsen für Leuchttürme, Feuerschiffe und Positionslaternen war eine Firma aus Rathenow. Ja, so etwas erfährt man auf einem Rundgang über die Buga.

Natürlich kann man auch gaaaanz viele tolle Blumen sehen. Bitte bleibt neugierig.

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Die unendliche Rundfahrt – Bismarckturm Schnarsleben

Wenn man sich beim Radeln umschaut, sieht man ganz häufig Bismarcktürme. Bismarck ist wegen seiner Bedeutung für die Einigung der Deutschen, für die Einführung der Sozialversicherung oder seiner Russlandpolitik immer einen Post wert. Hier geht es um die nach ihm benannten Türmen.

Es soll 240 Bismarcktürme gegeben haben, von denen es heute noch 173 gibt. Einer steht ganz in der Nähe von Magdeburg auf dem Großen Wartberg zwischen Niederndodeleben und Irxleben. Da wir am 1. April den 200. Geburtstag von Otto von Bismarck feierten, haben wir mal wieder diesen Bismarckturm besucht.

Bismarck

Der Große Wartberg ist mit 145 Metern in unserer Gegend schon ziemlich hoch. So hat man einen tollen Blick über die Stadt Magdeburg. (Karte mit Bismarcktürmen, preußischen Meilensteinen und „Lost Badeanstalten“) Ein Besuch lohnt sich und dann sind da ja noch die anderen 172 Bismarcktürme :-). Zum Beispiel dieser hier.

Wann besucht ihr einen Bismarckturm?

Bitte bleibt neugierig :-).