
Nach unserem letzten „Kellnerwarnschildpost“ erhielten wir eine Mail mit diesem Bild. Uta, herzlichen Dank dafür. Wir lieben klare und ehrliche Botschaften :-).
Bitte bleibt neugierig!
Zum Schubfach mit den Schildbürgerbeiträgen!

Nach unserem letzten „Kellnerwarnschildpost“ erhielten wir eine Mail mit diesem Bild. Uta, herzlichen Dank dafür. Wir lieben klare und ehrliche Botschaften :-).
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Vermutlich zum letzten Mal geht es heute noch einmal um eine Radtour von Bismarckturm zu Bismarckturm. Warum zum letzten Mal? Nun, es wird immer schwerer die Herausforderung, einen Bismarckturm als erster zu „dicovern“, zu erfüllen. Aktuell wurden 125 der 175 noch existierenden Türme bereits „entdeckt“.
Inzwischen schauen wir vor einer Reise in eine ferne Gegend, ob es da noch unentdeckte Bismarcktürme gibt. Ja, das ist verrückt, aber es macht auch Spaß.
Wir waren zu einer „groooßen“ Geburtstagsfeier auf die Ehrenburg zu Brodenbach an der Mosel geladen. Ein Blick auf die Karte verriet uns, dort gibt es unentdeckte Türme, die auf uns warten. Die Räder reisten im Auto nach Rheinland-Pfalz. Am Morgen nach der Feier, zeigten wir ihnen die verdammt schöne Gegend. Als erstes erreichten wir den Bismarckturm zu Sargenroth.
Dann ging es dem Simmerbach und der Nahe folgend immer leicht bergab bis nach Kirn. Dort suchten wir erst an der völlig falschen Stelle nach dem Turm. Nicht immer gibt einem das Internet die korrekten Koordinaten. Ein netter älterer Herr brachte uns dann auf die richtige Spur und auch ein Stück des Weges.
Der Turm thronte über Kirn, allerdings nur zu sehen, wenn man weiß, wo man hinschauen muss. Der Weg dorthin war steil und zum Teil auch nur ein Trampelpfad. Egal, wir waren hier und wollten das Foto.

Die Räder geschultert ging es den Berg nach oben. Hurra, wir haben es geschafft. Mittag war vorüber und wir entschieden uns für den Rückweg. Dieses Mal ging es nur bergan. So hatten wir mehr Zeit die tolle Landschaft zu genießen. Es war toll.
Bitte bleibt neugierig :-).
Im letzten Beitrag sind wir Metro gefahren. Nun steht die Abreise unmittelbar bevor. Moskau ist wirklich riesig.

Einheimische sprachen davon, dass in Moskau inwischen 15 Millionen Menschen leben. Die offizielle Zahl von 12 Millionen sei längst überholt. Natürlich gibt es nicht nur das glitzernde Moskau in der City, sondern auch riesige Plattensiedlungen in den äußeren Stadtbezirken.
Als wir durch solche Siedlungen liefen …
… mussten wir gelegentlich auch schmunzeln.

Bei der Enge in den Siedlungen sind Parks eine wichtige und tolle Sache. Moskau hat sehr viele Parks. Wir sahen in Kolomenskoje alte Zarenresidenzen.


In der City ist der Gorkipark unbedingt einen Besuch wert.
Wir sitzen auf einer Bank und essen ein „мороженое“, ein leckeres Eis. Wir sehen den Menschen beim Bummeln zu. Zwangsläufig kommt uns hier im Gorkipark das Lied der Scorpions in den Sinn.
I follow the Moskva
And down to Gorky Park
Listening to the wind of change
An August summer night
Soldiers passing by
Listening to the wind of change
The world is closing in
And did you ever think
That we could be so close, like brothers
The future’s in the air
I can feel it everywhere
Blowing with the wind of change
Take me to the magic of the moment
On a glory night
Where the children of tomorrow dream away
In the wind of change
…
So endet unsere Osttour. Wir danken euch Lesern. Besonders danken wir allen Unterstützern unserer Spendenaktion. Vielleicht wird morgen unsere Welt ein kleines wenig besser.

Bitte bleibt neugierig ☺.
Zur Schule des heiligen Georg sind wir mit der Metro gefahren. In Moskau fährt man Metro. Die Stationen der Moskauer Metro sind teilweise so prunkvoll, dass man sie mit Palästen vergleicht. Das können wir bestätigen. Klicken macht die Bilder größer.





Man hat soooo viel zu schauen. Nehmen wir die Metrostation Komsomolskaja. Schon wenn man mit der Rolltreppe, in unserem Fall hoch zur Station fährt, beeindrucken die Decken Mosaike.

Wenn man eine Metro verpasst ist das gar nicht schlimm, denn zwei Minuten später fährt bereits die nächste Bahn.
Es geht natürlich auch plastisch.


Ohne Lenin geht es natürlich nicht …
… und die Sowjetsymbolik ist auch allgegenwärtig.

Wir haben bestimmt noch 50 Bilder dieser Art. Dabei haben wir unsere 20-Metrofahrtenkarte für 650 Rubel, das sind weniger als 10 Euro, noch nicht einmal aufgebraucht. Habt ihr Lust auf Moskauer Impressionen?
Bitte bleibt neugierig ☺.

Wir sind von West nach durch Polen geradelt. Ist in Polen etwas anders als bei uns? Was ist uns aufgefallen?
Hier kommen unsere subjektiven Top 6:
1. Es gab auf 770 Kilometer Straßenrand beinahe keinen Müll.
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Hier liegt eines unserer Fahrräder am Straßenrand, sonst nichts. In Polen gibt es auch McDonalds und Bierdosen und Plastikverpackungen und …
2. In Polen merkt man, dass es aufwärts geht. Es wird viel gebaut und fast überall mit Hilfe der EU.
3. Die Polen messen gelegentlich die Temperatur ihrer Straßen.
4. In Polen scheinen immer alle Bewohner eines Ortes draußen auf den Beinen zu sein. Polen machte auf uns einen quirligeren und jüngeren Eindruck als Deutschland.
5. Die Polen hupen Fahrradfahrer nicht einfach so an. Wir sind nur ein einziges Mal in Polen angehupt worden. Das Auto hatte ein Wismarer Kennzeichen.
6. In Polen war es für uns immer wieder eine Überraschung, in welche Richtung Wasserhähne auf- oder zugedreht werden. Besonders „cool“ ist es, wenn in der Dusche Warmwasser- und Kaltwasserhahn in unterschiedliche Richtung geschlossen werden. Man dreht also nach dem Duschen den Warmwasserhahn zu und den Kaltwasserhahn (?)… . Das Verhalten war reproduzierbar, erst hörte ich aus der Dusche einen Schrei von Susanne bevor ich die selbe Situation ein halbe Stunde später nachstelle.
Vielleicht besucht ihr ja auch einmal Polen. Bitte bleibt neugierig ☺.
Statistik:
Gesamtkilometer: 1.200
Spendenstand: 164 Cent je geradeltem Kilometer
mehr zum Spendenaufruf
Unten haben wir mal alle Tracks unserer Osttour zusammengefügt.
Je leichter das Gepäck, um so leichter der Tritt. Wir haben also sehr wenige Sachen eingepackt. Deshalb ist jeder Tag auf unserer Osttour ein Waschtag. Wenn wir in unserer Unterkunft sind, duschen wir sofort und waschen per Hand.


Es gibt natürlich auch noch das Konzept Gardinenstange, Konzept Stehlampe, Konzept Fenster, …. Im Ergebnis haben wir jeden Tag frisch gewaschene Sachen an :).
Heute wiesen uns Schilder rechts und links des Weges auf Bunker des Ostwalls hin. Wir entschieden uns, einen genauer anzuschauen. Es war ein Panzerwerk mit 20 Mann Besatzung.
Von Außen sieht man nur die mindestens 40 Zentimeter dicke Stahlpanzerung. Von Innen sieht das dann so aus.
Auch hier gilt, wir könne dankbar sein, dass wir diese Bauwerke als Besucher kennen lernen.
Kurze Zeit später erreichten wir Suwałki.

Das ist schon wieder eine große Stadt mit ca. 70.000 Einwohnern. Wir haben uns ganz oft bei den Ortsgrößen verschätzt.
Einige Kilometer hinter Suwałki erhielten wir eine Nachricht, die Einfluss auf unsere Tour hat und die wir erst noch verarbeiten müssen. Außerde feierten einen Meilenstein unserer Osttour.

Da wir ein wenig abergläubisch sind, haben wir das Blatt mit der 1.000 erst gestern Abend mit einem Kugelschreiber gemalt.
Heute schlafen wir noch in Polen. Es sind aber nur noch 4 Kilometer bis nach Litauen.
Bitte bleibt neugierig :-).
Statistik:
Tageskilometer: 114, Gesamtkilometer: 1034
Tageshöhenmeter: 727, Gesamthöhenmeter: 4.792
Standort N 54°08.644 O 23° 27.950
Spendenstand: 145 Cent
zum Tag 11 – weiter nach Osten
Wir haben heute etwas vom Hotel mitgenommen. Das macht man aber nicht, sagt ihr. Recht habt ihr. Wir wollten es auch nicht haben. Aber es wollte mit. Es war ein Band. Ein dickes Wolkenband, das sich etwa um 5.00 Uhr morgens über uns eingenistet hat. Es regnete heftig aus ihm. Und es war geduldig und hat gewartet, bis wir unser Frühstück beendet und die Sachen gepackt hatten. Auch das Googeln in allen bekannten Wetterportalen konnte es nicht abschütteln. Als wir schließlich um 10.00 Uhr vor dem Hotel saßen und es auch noch dicke Blasen regnete, war klar, dass heute so ein Tag ist, den kein Radfahrer so richtig möchte. Dauerregen. Wir ergaben uns und fuhren los.
Kurz nach dem Start gab es eine nette Unterhaltung : Ich meinte, dass ein Wassertropfen meine ganze Einstellung komplett ändern würde. Frank guckte traurig, sagte aber nichts. Etwa 2 Minuten später an einer Ampel schniefte ich und sagte denselben Satz nochmal. Diesmal fing Frank an zu lachen. Ich verstand nun gar nichts mehr. Frank erklärte, dass er dachte, dass ich wegen eines Regentropfens meine Einstellung zur Osttour grundsätzlich geändert hätte und und jetzt Hause wollte. Ich hatte aber über mein GPS geredet, bei dem ein gut platzierter heftiger Tropfen die ganze Bildschirmeinstellung verändern könnte, was gewaltig nervte. So fing der verregnete Tag doch lustig an.
Unterwegs kamen uns immer wieder Rennradfahrer mit Startnummer entgegen. An diesem Wochenende fand das Nonstopradrennen Lubomino -Sejny – Lubomino statt. Mit einer Länge von 610 km ist das ziemlich anständig. Das Wetter war ganz knapp an ideal vorbei. Aber fast alle Fahrer hatten die Kraft, mit uns einen kurzen Radfahrergruß auszutauschen.
Mittags erreichten wir Lötzen und nahmen Burg Boyen in Augenschein.
Genau an der historischen Drehbrücke in Lötzen, die der Brückenwärter noch per Handantrieb dreht, (Er tut es gerade links neben dem kleinen Wärterhäuschen.)…
… konnten wir uns bei einem Italiener vor dem Regen verstecken. Dann fand er uns nicht wieder. Juhu.
Bei nasser Straße fangen Schnecken an, über den Asphalt zu kriechen.
Auffallend war, dass es nur Weinberschnecken und Schnirkelschnecken gab. Die hässlichen spanischem braunen oder deutschen schwarzen Nacktschnecken tauchten hier überhaupt nicht auf.
Leider wird wohl kaum eine Schnecke den Weg über die Landstraße überlebt haben, denn wenn sie wirklich den Kampf gegen die Autos gewonnen hat, wartet auf der Wiese neben der Straße ein Storch.
Zu den Schnecken fällt mir noch ein Kinderreim ein.
Sieben kecke Schnirkelschnecken
saßen einst auf einem Stecken,
lachten ho ho ho.
Doch vom vielen ho ho Lachen, Schnirkelschneckenwitzemachen
fielen sie von ihrem Stecken,
Sieben kecke Schnirkelschnecken.
Und wie viele Schnecken haben sich hier zum Gruppenfoto vor unserer Linse versammelt?
Morgen wollen wir mal schauen, ob wir im Osten Polens auch Bunker besuchen können (zum Tag 10). Bitte bleibt neugierig :-).
Statistik:
Tageskilometer: 67, Gesamtkilometer: 920
Tageshöhenmeter: 519, Gesamthöhenmeter: 4.065
Standort N 53°59.241 O 22° 01.200
Spendenstand: 145 Cent
zum Tag 10 – weiter nach Osten
Hinter Fürstenwalde konnten wir auf die alte Bahntrasse der Oderbruchbahn abbiegen. Sie wurde zum Radweg umfunktioniert. Eben, wenig Kurven, einsam, ein perfekter Genuss!
Am Wegesrand sahen wir die verlassenen Bahnhöfe.
Ihre Zeit ist vorbei. Eine andere Zeit ist auch vorbei. In Seelow schauten wir uns das Denkmal zur Schlacht um die Seelower Höhen an.
Dienstag, 16. April 1945, nie zuvor hat es eine größere Konzentration von Artillerie gegeben. Am frühen Morgen pünktlich um 3 Uhr eröffneten mehr als 9000 schwere Geschütze und Raketenwerfer auf einer Länge von 30 Kilometern das Feuer. Eine Millionen Soldaten auf sowjetischer Seite, 10-fach überlegen, griffen an. 45.000 junge Männer überlebten die viertägige Schlacht nicht. Was mag in den Köpfen der Angreifer und der Verteidiger in diesen Tagen vor sich gegangen sein? Wir können uns das nicht vorstellen.
Wir stiegen wieder auf die Räder und rollten die wenigen Höhenmeter Richtung Oder auf der B1 hinab. Am Straßenrand sahen wir ein Zeichen für unsere Osttour.
Die Richtung ist also klar. Ach ja, die erste Panne hatten wir 100 Meter vor der deutsch-polnischen Grenze. Der Schlauchwechsel gestaltete sich beim Plausch mit einem Tourenradler sehr kurzweilig. Dann erreichten wir Polen.
Hurra, wir haben unser Nachbarland erreicht. Unser heutiges Ziel war Gorzów Wielkopolski, das ehemalige Landsberg.
Bitte bleibt neugierig :-).
Statistik:
Tageskilometer: 105, Gesamtkilometer: 329
Tageshöhenmeter: 295, Gesamthöhenmeter: 1159
Standort 52°44.000 15° 14.000
Spendenstand: 135 Cent (neue Spender: Agneta Eitel, Ines Riemann-danke)
zum Spendenaufruf
Gestern hatten wir die Chance, einen Blick in eine „Oldtimerfabrik“ zu werfen. Hier entstehen wahre Schmuckstücke.




Besonders spannend war es, einen Einblick in die Gewerke zu bekommen. Da ist zum Beispiel die Sattlerei mit vielen Nähmaschinen und Lederballen.


Es ist schon irre, wie viel Arbeit und Liebe in so einem restaurierten Schmuckstück steckt.
Bitte bleibt neugierig :-).