Liebster Blog Award #2

„Was ist der “Liebster Award”? Der “Liebster Award” wurde ins Leben gerufen, um kleine Blogs mit bis zu 400 Followern etwas bekannter zu machen. Der Leser hat mithilfe eines Interviews die Möglichkeit, ein wenig mehr über den Autor des nominierten Blogs zu erfahren. Dies ist für Neulinge im Blogger-Universum eine nette Idee der Vernetzung. Für „alte Hasen“ im übrigen auch.“ (Zitat vom Blog  „alltagseinsichten“)

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Vielen Dank an Kerstin für die Nominierung. Es war nach 10 Monaten die zweite. Bei der ersten habe ich die Fragen beantwortet, aber die Nominierung der neuen Blogs bin ich schuldig geblieben (sorry). Mal sehen, wie es dieses Mal läuft. Fangen wir mal mit der Beantwortung der Fragen von Kerstin an.

1.Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

Im Sommer 2014 haben wir unsere Urlaubsradtour, unsere NordTour von Rostock mit dem Fahrrad an das Nordkap, mit einer Spendenaktion für den Behindertensport in Sachsen-Anhalt verbunden. Für jeden geradelten Kilometer haben wir einige Cent gespendet und haben Freunde gefragt, ob sie es uns gleich tun. Am Ende beteiligten sich 83 Freunde. Die Aktion wurde ein großer Erfolg. Wir wollten die Spender an unserem Vorankommen und unseren Erlebnissen teilhaben lassen. Da kam uns die Idee mit dem Blog. Das Bloggen hat uns dann so viel Spaß gemacht, dass wir bis heute dabei geblieben sind.

2.Was wünscht Du Dir für Deinen Blog?

Ziele in Zahlen habe ich für traumradeln.de nicht. Mögen die Leser ihn authentisch und ehrlich finden. Das wäre schon sehr viel.

3.Liebstes Hobby neben dem Bloggen?

Das ist einfach. Fahrradfahren und Fotografieren und Geocachen und …

4. Würdest Du gern oder hast Du schon mal jemanden von Deinen Blogger-Kollegen kennen gelernt?

Eine Blogger-Kollegin kenne ich. Allerdings wusste ich am Anfang gar nicht, dass sie bloggt. Irgendwann las ich einen Artikel und mir wurde klar, mensch das muss doch … geschrieben haben. Zum Kennenlernen würde ich aber nie drängen.

5.Schnittblumen oder Topfpflanze?

Ehrlich? Weder noch. Gutes Werkzeug, das ist klasse!

6.Was möchtest Du in Deinem Leben auf alle Fälle noch tun?

Ich möchte gerne mit meiner Frau auf dem Fahrrad über den roten Platz in Moskau fahren. (Daran arbeiten wir. Vielleicht lest ihr darüber auf diesem Blog.)

7.Würdest Du gern eine Deiner Entscheidungen ändern? Warum?

Nein. Da wo ich jetzt bin, ist das Ergebnis aller Entscheidungen, die ich getroffen habe. Ich möchte keine missen.

8.Beschreibe Dich in drei Worten.

Das kann ich nicht. Sorry. Bitte fragt dazu Familie oder Freunde.

9.Gibt es etwas, das Du beim/durchs Bloggen gelernt hast?

Ja, ich lese sehr viele tolle Geschichten von anderen Bloggern und ich denke, dass ich dabei immer wieder dazu lerne.

10.Wie und wo siehst Du Dich in zwei Jahren?

Da alles ziemlich gut passt, hoffe ich, dass ich in zwei Jahren immer noch hier bin und ihr immer noch den einen oder anderen Artikel von mir lest.

11.Wenn Du in Deinem Land eine Sache ändern könntest, was wäre das?

Ich wünsche mir Ehrlichkeit. Ein Autobauer wird Autos mit ehrlicher Software bauen. Eine deutsche Bank wird ihren Kunden mit Ehrlichkeit gegenübertreten und nicht zum Schaden der kleinen Leute Zinssätze manipulieren, Eliten wie Fussball- oder Konzernmanager zahlen ehrlich ihre Steuern. Politiker sagen immer die Wahrheit. Das wäre eine Sache, die ich so ändern würde. Ist das naiv?

Und damit zu den Nominierungen.

mitkleinenschritten, weil alles so beginnt

Ride. Breathe. live. – schöne Berichte über unser Hobby

Geowandern im Harz – das macht auch Spaß

Inchs Blog Nr. 2 – Oma … Tagträumer … Radfahrerin

BiketourGlobal – für die etwas extremeren Tourene

Schmetterlingsfamilie – berührend und lesenswert

Guter Bubi – beim Radeln, immer schön die Augen auf

Und natürlich gibt es soooo viele andere tolle Blogs. Wir können wir gar nicht alle nominieren.

Und hier die Fragen:

  1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
  2. Wie würden deine Eltern deinen Blog beschreiben?
  3. Was ist dein liebstes Hobby neben dem Bloggen?
  4. Gibt es ein Thema über das du schon lange einmal schreiben wolltest, aber es noch nicht in die Tat umgesetzt hast?
  5. Du hast drei Wünsche frei! Was würdest du dir wünschen?
  6. Was möchtest du in deinem Leben auf alle Fälle noch tun?
  7. Welche Person würdest du gerne mit etwas Zeit in einem Restaurant treffen?
  8. An welchem Ort kannst du Kraft tanken?
  9. Gibt es etwas, das du beim Bloggen gelernt hast?
  10. Wenn du in deinem Land eine Sache ändern könntest, was wäre das?
  11. Was oder wen würdest du auf einen Weltraumflug mitnehmen?

 

Wie lauten die Regeln?
Danke der Person, die Dich für den “Liebster Award” nominiert hat und verlinke die Adresse dieses Bloggers in Deinem Beitrag.
Beantworte die 11 Fragen, die Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den “Liebster Award”. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen. Schreibe diese Regeln in Deinen “Liebster Award”-Beitrag.
Informiere Deine nominierten Blogger über diesen Beitrag, z.B. über einen Kommentar.

Viel Spaß beim Lesen und bei der Award-Dankesrede.

Eure Traumradler

 

Baumbarts Verwandte #2

In der großartigen Trilogie „Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien haben wir Baumbart (original Treebeard), einen Ent, kennen lernen dürfen. Ents sind Figuren in Baumgestalt.

Gibt es auch in unserer Welt Ents? Da halten wir natürlich auf unseren Touren die Augen auf. Und was soll ich sagen, wir sehen immer wieder Bäume, die Verwandte von Baumbart sein könnten. Was haltet ihr von diesem Kandidaten?

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Eine abstraktere Version eines Baumes haben wir in Brumby bei Magdeburg entdeckt. Diese Skulptur ist von Salvador Menjibar aus dem Jahr 2005.

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„Korbweide“ heißt dieses Werk. Erkennt ihr eine Korbweide?

Diese „Korbweide“ entstand im Auftrag des AKKU e.V.. Der Verein ist ein sozio-kultureller Verein, dessen Themen Autismus, Kunst und Kultur sind. Großartig.

Auch der folgende Flaschenbaum hat es uns angetan.

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Habt ihr auch schon Ents am Rande eurer Wege gesehen?

Bitte bleibt neugierig :-).

 

Schaltauge, was ist das denn?

Wenn am Rad alles funktioniert, ist alles schick. Am letzten Wochenende rief mein Rennrad mal wieder nach etwas mehr Aufmerksamkeit.

Wir drehten eine etwas größere Runde ins Bebertal. Ca. 60 Kilometer waren geplant. So ziemlich genau auf halber Strecke, also bei der größten Entfernung von der Heimatbasis, gab es einen Ruck und ein noch nie gehörtes Geräusch.

Mir ist nichts passiert, aber die hintere Schaltung war komplett abgerissen und hing nur noch in der Kette.

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Sowas habe ich ja noch nie gesehen. Meine Radrunde war beendet. Frau Traumradlerin machte sich auf den Heimweg, um mich nach eineinhalb Stunden mit dem Auto einzusammeln. Puhh, mir war bei 2 Grad plus ganz schön kalt, doch so eine intensive Dorfbesichtigung hat auch etwas für sich :-).

Im ersten Moment dachte ich, das wird teuer. Doch zum Glück war nur das Schaltauge gebrochen. Das Schaltauge ist eine Art Adapter zwischen den hinteren Ausfallenden des Rahmens und der Schaltung. Hier seht ihr das neu montierte Schaltauge mit noch demontierter Schaltung.

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Es ist so schwach konstruiert, dass es brechen kann. Wenn das Rad zum Beispiel umkippt, so schützt es den Rahmen und die Schaltung vor der Zerstörung, .

Letzten Sonntag habe ich sofort bestellt. Unten seht ihr das neue und das zerstörte, alte Schaltauge.

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Beim Demontieren des defekten Schaltauges stellte ich fest, dass ich einen 10-er Torx benötigte. Diesen Schlüssel hatte ich nicht. Ich lieh mir einen und war guter Dinge, die Bastelarbeit im Keller erfolgreich zu bewältigen. Da hatte ich aber die Rechnung ohne die unterschiedlichen Hersteller gemacht.

Die drei Schrauben des neuen Schaltauges verlangten einen 8-er Torx. Also, besuchte ich meinen Kollegen erneut. Jetzt steht ein Torx-Schlüsselsatz auf meiner Oster-Wunschliste.

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Übrigens ist noch kein Radler unserem Aufruf zum Landkreisesammeln gefolgt.

Morgen wird das reparierte Rad getestet. Mal sehen, ob es sauber schaltet.

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Schön, wenn alle Teile wieder an ihrem Platz sind. Meint ihr nicht auch?

Bitte bleibt neugierig :-).

Baumbarts Verwandte #1

Diesen freundlichen Gesellen trifft man, wenn man auf dem Elberadweg hinter Magdeburg in Richtung Hohenwarthe unterwegs ist.

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Ich habe sofort gute Laune bekommen, als ich diesen Freund von Baumbart gesehen habe. Geht es euch auch so?

Ein Stück weiter trafen wir auf dieses Exemplar.

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Manch einer hat alle Tassen im Schrank und der andere hat vielleicht alle Kannen am Ast. Ich musste schmunzeln. Es gibt noch mehr Beiträge über Baumbarts Verwandte.

Habt ihr auch schon so lustige Bäume gesehen? Bitte bleibt neugierig :-).

 

Challenge Traumradeln-Deutschlandtour

Heute geht es wieder um unser Lieblingshobby, das Radeln. Die Tage werden länger und wir fiebern schon dem Saisonstart entgegen. Ist das bei euch auch so? Können wir da noch motivieren?

Wir rufen zu einer Challenge auf. Bei der Traumradeln-Deutschlandtour sollen ALLE Landkreise beradelt werden. Laut Wikipedia gibt es 295 Landkreise bzw. Kreise in Deutschland. Wer unten auf die Karte klickt, sollte eine interaktive Maps-Karte bekommen, in die man hineinzoomen kann.

Deutschlandtour

Wer sich dieser Challenge stellen möchte, kann einzelne oder mehrere Landkreise für sich gewinnen. Wie gewinnt man einen Landkreis?

An den Kreisgrenzen stehen oft Schilder, die anzeigen, dass man in einen neuen Landkreis fährt. Bitte macht von so einem Landkreisschild mit eurem Fahrrad ein Foto. Das Foto kann dann ungefähr so aussehen:

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Den Landkreis gewinnt der oder die Radlerin, der oder die uns als erste ein Foto mit Landkreisschild und dem eigenen Fahrrad an

deutschlandtour@traumradeln.de

sendet. Für jeden beradelten Landkreis gibt es für den ersten Fotoeinsender einen Punkt. Bitte nennt noch einen Namen, mit dem wir euch in eine Rangliste aufnehmen können. Die Liste werden wir auf dieser Seite veröffentlichen.

Gibt es etwas zu gewinnen? Ja, viel Ehre! Es geht um die Ehre als Sieger aus der ersten Traumradeln-Deutschlandtour hervorzugehen.

Es gilt, möglichst viele der 295 Landkreisschilder mit eigenem Fahrrad zu fotografieren. Es gibt 295 Punkte zu vergeben. Wir sind gespannt, ob wir überhaupt einen Landkreispunkt vergeben können.

weitere Anmerkungen:

Diese Challenge ist nicht nur im traumradeln-Blog sondern auch auf Facebook unter traumradeln veröffentlicht. Wenn euch die Idee der Challenge gefällt, dann teilt sie. Nur so kann es wirklich herausfordernd werden.

Am Anfang der Challenge könnt ihr bestimmt ganz oft gleich zwei Landkreise gewinnen und zwar den Kreis, den ihr gerade verlasst und den Kreis in den ihr einradelt.

Kreisfreie Städte sind keine Landkreise.

Jedes Fahrrad, Kinderrad, E-Bike oder Holländerrad ist möglich.

Und nun:

Viel Spaß beim Landkreise sammeln!

 

 

Winternachtsträume (#3 Lettland)

Liebe Traumradelfreunde, abends nach der Arbeit haben wir bei Dunkelheit und wechselhaftem Wetter zu Draußenaktivitäten oft keine Lust und keine Kraft mehr. Kennt ihr das auch?

Allerdings sind die Wintermonate optimal zum Träumen. Was machen wir im Sommer? Wohin fahren wir im Sommer? Was wollen wir sehen und besuchen?

Im letzten Beitrag träumten wir uns nach Litauen. Wenn wir dann noch Spaß haben, können wir ja auch weiter durch Lettland fahren. Wir waren schon einmal in Riga, also können wir weiter im Süden bleiben.

Lettland

Lettland ist ein EU-Mitglied, doch man merkt durchaus schon die Nähe zu Russland. Von einer Einreise nach Weißrussland haben wir nicht geträumt.

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Ja, das ist unser Traum. 2016 radeln wir durch Lettland. Wenn wir Lettland durchradelt haben, wollen wir dann noch weiter träumen? Das wäre dann ein Thema für den nächsten Beitrag.

Ob der Traum wahr wird, werden wir sehen. Habt ihr auch schon einen Urlaubstraum für dieses Jahr?

Bitte bleibt neugierig :-).

Winternachtsträume (#2 Litauen)

Liebe Traumradelfreunde, abends nach der Arbeit haben wir bei Dunkelheit und wechselhaftem Wetter zu Draußenaktivitäten oft keine Lust und keine Kraft mehr. Kennt ihr das auch?

Allerdings sind die Wintermonate optimal zum Träumen. Was machen wir im Sommer? Wohin fahren wir im Sommer? Was wollen wir sehen und besuchen?

Im letzten Beitrag träumten wir uns nach Polen. Wenn wir dann noch Spaß haben, können wir ja auch weiter durch Litauen fahren. Wir waren noch nie in Vilnius, eine Weltkulturerbestadt. Und wer hätte gedacht, dass in der Nähe von Vilnius der geografische Mittelpunkt Europas liegt (Quelle Wikipedia). Hättet ihr den Mittelpunkt Europas in Litauen gesucht?

Litauen

Wenn man als Radler nicht auf der einen großen Fernverkehrsstraße unterwegs sein will, findet man sich im Baltikum ganz schnell auf einer Schotterpiste wieder.

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Ja, das ist unser Traum. Im Sommer 2016 radeln wir durch Litauen. Wenn wir Litauen durchradelt haben, wollen wir dann noch weiter träumen? Das wäre dann ein Thema für den nächsten Beitrag.

Ob der Traum wahr wird, werden wir sehen. Habt ihr auch schon einen Urlaubstraum für dieses Jahr?

Bitte bleibt neugierig :-).

Winternachtsträume (#1 Polen)

Liebe Traumradelfreunde, abends nach der Arbeit haben wir bei Dunkelheit und wechselhaftem Wetter zu Draußenaktivitäten oft keine Lust und keine Kraft mehr. Kennt ihr das auch?

Allerdings sind die Wintermonate optimal zum Träumen. Was machen wir im Sommer? Wohin fahren wir im Sommer? Was wollen wir uns ansehen?

Im letzten Jahr dachten wir zu dieser Zeit über eine Tour „end-to-end“ nach. Das ist eine Radtour die eine komplette Durchquerung Großbritanniens in Nord-Südrichtung oder umgekehrt beinhaltet. Es geht von einem Ende in Cornwall, Land’s End zum anderen Ende ganz nach oben in Schottland, John o‘ Groats. Auf der Straße ist diese Tour ungefähr 1.400 Kilometer lang. Diese Idee blieb 2015 ein Traum.

Auch 2016 wird daraus nichts. Wir beginnen gerade einen anderen Traum zu träumen. Radeln wir doch durch Polen.

Polen

Polen ist ein schönes Land. Meine Oma hat immer von ihrer Kindheit an der Weichsel geschwärmt. Hinter Bydgoszcz würden wir dann die Weichsel überqueren.

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Ja, das ist unser Traum. Im Sommer 2016 radeln wir durch Polen. Wenn wir Polen durchradelt haben, wollen wir dann noch weiter träumen? Das wäre dann ein Thema für den nächsten Beitrag.

Ob der Traum wahr wird, werden wir sehen. Habt ihr auch schon einen Urlaubstraum für dieses Jahr?

Bitte bleibt neugierig :-).

 

 

 

Radeln im Winter

Gestern Abend hat es bei uns kräftig geschneit. Lassen wir das Fahrrad stehen?

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Oder drehen wir eine Runde? Dann müssen wir uns aber warm anziehen.

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Das Rad unten gefällt mir natürlich besser :-). Auf dem Sattel liegen Handschuhe und auf dem Gepäckträger habe ich Winterradschuhe. Die sind Luxus. Jahrelang sind wir im Winter mit Eisfüßen unterwegs gewesen. Die Reifen mit dem richtigen Profil habe ich ja schon im Oktober aufgezogen.

Bitte fahrt/rutscht vorsichtig und bleibt neugierig :-).

 

Traumradeln in die Geschichte

In meinem letzten Beitrag wollte ich im fahrradunfreundlichen Dezember einfach mal wieder ein Bild von einem Fahrrad vor schönem Hintergrund posten. Da wir dieses Jahr auf Kuba waren, wurde es das Bild „Fahrrad auf Kokosnuss am Karibikstrand“. Um dem Ganzen mehr Substanz zu geben, fragte ich, ob ich zur Geschichte des Strandes etwas schreiben solle und in der Tat, wurde ich in einem Kommentar darum gebeten. So will ich mit diesem Beitrag mein Versprechen gerne einlösen.

Ein Ausflug in die Geschichte eröffnet uns Sichten auf aktuelle oder gar künftige politische Entwicklungen. Winston Churchill sagte: „Je weiter man zurückblicken kann, desto weiter wird man vorausschauen.“ Dann schauen wir doch mal knapp 60 Jahre zurück.

Am 1. Januar 1959 hatte die kubanische Revolution unter Fidel Castro über das verhasste Batista Regime gesiegt. Nun sah sich die US-Regierung  auf Kuba, direkt vor ihrer eigenen Haustür, einer nicht durch sie kontrollierten Regierung gegenüber. Das geht doch gar nicht.

Vor einem offenen militärischen Überfall auf Kuba schreckten die USA zurück. Zum einen hatten sie dies in mehreren Verträgen zugesichert und zum anderen gab es die Befürchtung, dass ein derartiger Krieg unabsehbare Reaktionen in der gesamten Dritten Welt auslösen könnte.

So verfolgten die USA den Plan, dass eine militärisch gut ausgerüstete Gruppe von Exilkubanern mit Schiffen auf Kuba angelandet wird und dort einen Putsch gegen Fidel Castro unternimmt. Die Exilkubaner müssten nur ein hinreichend großes Staatsgebiet von Kuba unter ihre Kontrolle bringen. Wenn darauf eine Landebahn vorhanden wäre, würde eine „Kubanische Exilregierung“ aus Florida eingeflogen werden. Diese Exilregierung würde dann von kubanischem Territorium die USA um militärischen Beistand bitten. Dann wäre alles gut und die USA hätten offen militärisch die Regierung von Fidel Castro beseitigen können. So war der Plan.

Im Januar 1960 gründete die CIA für die Planung der Invasion eine eigene Abteilung, die im April 1961 bereits 588 Mitarbeiter umfasste.

Als Ort der der Landung der Putschisten wurde die Baha de Cochinos, die Schweinebucht, ausgewählt. An ihrer Küste befindet sich das Sumpfgebiet Ciénaga de Zapata, welches einen natürlichen Schutz gegen militärische Aktionen der kubanischen Revolutionsarmee bot. Außerdem war die Ciénaga de Zapata sehr dünn besiedelt.

Als wir in das Sumpfgebiet einradelten, begrüßte uns folgendes Schild mit der Parole: „Ciénaga de Zapata, welche Sie hier sehen, ist das Werk der Revolution“

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Am 15. April 1961 startete die CIA mit der „Operation Zapata“. US-amerikanische B-26-Flugzeuge bombardierten drei kubanische Flugplätze. Die Bomber waren mit kubanischen Hoheitszeichen versehen und sollten den Anschein einer Gegenrevolution erwecken. Am 17. April 1961 landeten dann ca. 1300 Exilkubaner, aus ihren Ausbildungslagern in Guatemala kommend, unter dem Kommando von zwei CIA-Beamten in der Schweinebucht. Die US-Marine unterstützte logistisch. Am 18. und 19. April erhielten die Angreifer weiterhin Luftunterstützung durch B-26-Flugzeuge der USA. Dabei wurde auch Napalm eingesetzt.

Die Bevölkerung der Ciénaga de Zapata,  die zum größten Teil aus der ärmsten Bevölkerungsgruppe Kubas, den Köhlern bestand, kämpfte mit der Waffe in der Hand gegen die gelandeten Invasionstruppen. Mit diesem Widerstand hatte die CIA nicht gerechnet. Diese arme Bevölkerung gehörte zu den ersten Nutznießern der Revolution durch den Bau von Schulen, medizinischer Versorgung sowie die Anbindung an die Infrastruktur. Nach nur drei Tagen waren schließlich die Invasionstruppen von der zahlenmäßig weit überlegenen kubanischen Armee aufgerieben.

Nachdem die US-Regierung vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen zunächst jede Beteiligung an der Invasion abgestritten hatte (Na, so was?), übernahm Präsident John F. Kennedy vier Tage später die volle Verantwortung für den Überfall.

In Playa Giron sind Flugzeug und Panzer als Symbol der gescheiterten Invasion ausgestellt.

Die gescheiterte Invasion in der Schweinebucht war ein Meilenstein in der Weltgeschichte. Erstmals konnte sich ein kleines Land einem Invasionsplan der USA erfolgreich widersetzen.

Ist diese reale Geschichte nicht viel spannender als jeder Hollywood-Film?

Habt ihr ein Feedback zu diesem Beitrag, würde ich mich darüber freuen.

Bitte bleibt neugierig :-).

Quelle für diesen Beitrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Invasion_in_der_Schweinebucht