NordTour 2014 – Tag 6 – Was ist Vansbrosimningen?

Gestern war übrigens das B&B noch zu, als wir ankamen. Davor stand Joachim, ein junger Schwede. Er hatte gerade die Telefonnummer vom Schild im Fenster angerufen. Die Betreiberin des B&B gab uns dann einen Code, der ein kleines Schlüsselschließfach öffnete. So kamen wir hinein. Joachim war ebenfalls mit dem Rad unterwegs. Seine Tour begann in Tromsø, oben in Norwegen und er hatte es fast geschafft.  Denn er wollte „nur“ noch die letzten ca. 600 km bis zum südlichsten Punkt Schwedens radeln.

Es ist schön zu wissen, dass wir nicht alleine mit derartigen Ideen sind. Wir tauschten uns über die besten Strecken aus und hatten dann eine gute Nacht. Nach dem Frühstück wünschten wir uns eine gute Fahrt.

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Wir setzten unsere Fahrt auf dem Inlandsvägen 26 fort. Alle 10 bis 15 km machten wir eine Rast. Der Verkehr war überschaubar.

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Was ist das hier in Vansbro für ein Start? Das Vansbrosimningen ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb im Langstreckenschwimmen in Schweden. Mit mehr als 4.000  Teilnehmern ist es eine der größten Schwimmveranstaltungen weltweit. Nöö, heute ist das nichts für uns.

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Beim Stichwort Rotes Pferd kann man an einen sehr simplen Partysong von Markus Becker denken. Das ist aber hier in Mora nicht angebracht. Denn hier in Dalarna handelt es sich um das weltbekannte Dalapferd. Das Dalapferd ist das häufigste Souvinier, welches von Touristen in Schweden gekauft wird. Leider sind unsere Taschen voll.

Hat sich schon jemand gefragt, wo unsere Räder schlafen?

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Heute sind sie in Gesellschaft von Startnummern des Wasa-Laufes.

Der Wasa-Lauf war eine Idee des Zeitungsredakteurs Anders Pers. Damit wollte er an die historische Flucht von Gustav I. Wasa auf Skiern vor den Soldaten des dänischen Königs Christian II. im Jahr 1521 erinnern. Der  schwedische Adelsmann Gustav Eriksson Wasa rief offen zum Widerstand gegen Dänemark auf und wurde daraufhin gefangengenommen. Doch ihm gelang die Flucht. So gelangte er in die Provinz Dalarna. Von Mora floh Gustav nach Westen. Das Volk bereute inzwischen seine Zurückhaltung gegenüber Gustav Wasa und schickte die zwei besten Skiläufer des Ortes los, um Gustav einzuholen. Im Gebiet von Sälen hatten sie nach 90 Kilometern ihr Ziel erreicht. Sie überredeten Gustav Wasa, zurückzukehren und den Kampf zu leiten. Nach mehr als zwei Jahren Krieg machte sich Schweden von Dänemark unabhängig (sinngemäß aus Wikipedia).

Heute schläft regelmäßig eine Gruppe von Teilnehmern in dem Hotel, wo wir heute schlafen und sie lassen Jahr für Jahr ihre Startnummer hier.

Statistik:
Tageskilometer: 121
Gesamtkilometer: 768
Höhenmeter: 805
Gesamthöhenmeter: 5.374
Standort N 61° 05.606 E 014° 37.499
Spendenstand 120 Cent je Kilometer

Nächste Etappe – weiter nach Norden!

NordTour 2014 – Tag 5 – Von Monitorschiffen und Kanonen

Wir haben wieder Traumwetter.

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Die Schweden sagen, dass es der heißeste Sommer seit 30 Jahren ist. Uns soll es Recht sein.

Schon nach kurzer Wegstrecke kreuzten wir die E18, die Verbindung zwischen Oslo und Stockholm. Nun wurden erwartungsgemäß Verkehr und Besiedelung noch dünner. Für uns bedeutet das schwerere Fahrradtaschen. Da wir ja nicht genau wissen, wann wieder eine Möglichkeit zum Einkaufen kommt, müssen die Vorräte für den Tag ausreichend sein. Denn auch bei uns gilt, ohne Verpflegung keine Bewegung.

Filipstad erreichten wir schnell. Dort sahen wir zwei große Kanonen, die heute wohl nur noch gegen U-Boote gerichtet sind.

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Die zwei Kanonen sollten das erste schwedische Monitorschiff bestücken. Ein Monitorschiff ist ein Kriegsschiff für flache Küstengewässer,  welches bis auf einen komplett drehbaren Geschützturm keine Aufbauten hat. Der Schiffstyp ist nach der USS Monitor benannt. Sie war das erste Panzerschiff der US-Marine und – jetzt schließt sich der Kreis – sie wurde von dem Schweden John Ericsson gebaut. Dieser Herr Ericsson hat den Schweden dann auch diese Kanonen geschenkt.

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Irgendwann überschritten wir den 60. Breitengrad. Wir waren noch nie im Leben so weit im Norden.

Bisher war unser nördlichsten Punkt Sankt Petersburg, die nördlichste Metropole der Welt. Sankt Petersburg liegt auf dem 59. Breitengrad sogar nördlicher als Stockholm.

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Jetzt geht gerade ein ordentlicher Gewitterregen herunter. Wir sitzen behütet in einem B&B.

Statistik:
Tageskilometer: 119
Gesamtkilometer: 647
Höhenmeter: 1.057
Gesamthöhenmeter: 4.569
Standort N 60° 14.930 E 014° 10.668
Spendenstand 120 Cent je Kilometer (neu: Christian Keßner, 1 Cent, Danke)

Nächster Tag – weiter nach Norden!

NordTour 2014 – Tag 4 – Frauenarbeit am Götakanal

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit bei solch einer Tour. Schließlich wird hier die Basis für den Tag gelegt. Heute hat alles gepasst.

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Der Göta Kanal ist eine der bekanntesten und bestbesuchten Touristenattraktionen Schwedens und wurde zum schwedischen Bauwerk des Jahrtausends ausersehen. Insgesamt 58.000 Soldaten waren am Bau des Kanals von 1810 bis 1832 beteiligt (www.gotakanal.se).

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Bei Sjötorp trafen wir auf den Kanal. Die Straße ging auf und viele Segelboote kreuzten unsere Route.

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Uns fiel auf, dass die Boote immer von Frauen in die Schleusen getreidelt wurden ;-).

Auch heute können wir bestätigen,  für Sonne und Hitze müssen wir nicht nach Mallorca.  Da darf es auch Värmland sein.

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Schlafen werden wir in einem Hotel unweit des Vänernsee in Kristinehamn.

Statistik:
Tageskilometer: 118
Gesamtkilometer: 528
Höhenmeter: 689
Gesamthöhenmeter: 3.512
Standort N 59° 19 371 E 014° 05.520
Spendenstand 119 Cent je Kilometer (neu: Karin Bartels 1 Cent)

Nächste Etappe – weiter nach Norden!

NordTour 2014 – Tag 3 – Vätternrundan und ein Trabant

Die Vätternrundan mit 300 Kilometern  ist die größte Amateurfahrradtour der Welt. Sie wurde 1966 zum ersten Mal mit nur 344 Teilnehmern ausgetragen. Am Wochenende vor dem Mittsommernachtsfest nehmen jedes Jahr tausende Radfahrer die Herausforderung an, den sechstgrößten See Europas, den Vätternsee, zu umrunden. 2013 waren es ca. 20.000 Radfahrverrückte. Das Rennen startet und endet in Motola. Motola, eine Stadt mit ca. 30.000 Einwohnern verdreifacht seine Größe während des Radrennwochenendes. Da Motola am Ostufer des Vättern liegt, werden wir es nicht durchradeln.

In Jönköping erreichten wir den Vätternsee.

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2014 wollte man auch in Deutschland eine vergleichbare Tour anbieten. Die „MECKLENBURGER SEEN RUNDE“ über 300 Kilometer fand am 23. und 24. Mai 2014 das erste Mal statt.

Unser Ziel ist dieses Jahr nicht die Umrundung des Vättern und auch nicht die Mecklenburger Seen Runde. Wir setzten Kurs Nordost in Richtung Vänernsee. Heute merkten wir erstmals das Profil. Es ging immer mal wieder gern 50, 60 Höhenmeter hoch und runter. Bei Lichtschutzfaktor 50- Wetter war das nicht zu verachten.

Ach ja, die DDR haben wir auch wiedergefunden.

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Eine ungarische Familie betreibt vor Mullsjö einen Imbiss. Den Trabi haben sie in Stralsund gekauft und sich dann auf das Dach gesetzt.

Den Tag beschließen wir im Hotel Quality Inn Prisma in Skövde in der Provinz Västergötland. Wir werden jetzt regenerieren und morgen überqueren wir den Götakanal und erreichen Värmland.

Statistik:
Tageskilometer: 140
Gesamtkilometer: 410
Tageshöhenmeter: 1.050
Gesamthöhenmeter: 2.823
Standort N 58° 23.280 E 013° 51.455
Spendenstand: 118 Cent je Kilometer

nächster Tag – weiter nach Norden!

NordTour 2014 – Tag 2 – Frühstück auf der Veranda

In unserer Pension gab es ab 8:00 Uhr ein leckeres Frühstück. Die Wirtin begrüßte uns mit der Aussage, dass sie den Ofen angeheizt hätte. In der Tat wärmte ein kleiner Dauerbrandofen zum Frühstück. So macht man das halt in Schweden, auch im heißen Sommer.

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Die Frühstücksveranda war sehr liebevoll eingerichtet.

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Dann radelten wir los. Wir verließen die Provinz Schonen und erreichten Småland. Michel haben wir nicht getroffen. Es sah aber überall so aus, als ob er gleich aus einem roten Schuppen springt.

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Über Markaryd,  Ljungby und Värnamo erreichten wir Klevshult. Auch heute stand die Sonne hoch und ein leichter Wind blies uns stetig ins Gesicht.

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Die Straßen sind perfekt. Im Hotel angekommen waschen wir sofort dreckige Wäsche. Diesmal haben wir Hocker und Stuhl vor das Fenster gestellt.

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So trocknet es bis morgen bestimmt. Nun strecken wir die Glieder aus und freuen uns auf morgen.

Statistik:
Tageskilometer: 130
Gesamtkilometer: 270
Tageshöhenmeter: 759
Gesamthöhenmeter: 1.773
Standort N 57° 21.085 E 014° 05.851
Spendenstand 118 Cent je Kilometer (mehr zur Spendenaktion)

nächster Tag – weiter nach Norden?

… oder einen Tag zurück?

NordTour 2014 – Sonntag, Tag 1 – Fährfahrt nach Schweden

Auf der „Tom Sawyer“ hatten wir rechtzeitig eine Kabine gebucht. Das ist unbedingt zu empfehlen. Man spart eine Übernachtung und bewegt sich trotzdem seinem Ziel entgegen. Ich legte mich hin und dann war der erste Gegenstand klar, den wir vergessen hatten. Oropax wären nett. Irgendwann schliefen wir. Um 5 Uhr begrüßte uns der Bordfunk fröhlich. Es blieb Zeit für ein Frühstück. Dann haben wir den Zähler auf 0 gesetzt.

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Gegen 6 Uhr verließen wir die Fähre.

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Am Sonntag kurz nach 6 Uhr sind die Straßen in Südschweden total leer.  Was machen die Schweden bloß um die Zeit?

Wie geplant stellten wir den Kurs auf Nord. Heute war permanente hochdosierte UV-Strahlung mit der dazugehörigen Temperatur unser Begleiter.

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Kurz vor unserem Tagesziel hatte ich nach einer etwas schärferen Bremsung auf heißem Asphalt die erste Panne. Zum Glück sind wir ja darauf vorbereitet.

Jetzt sitzen wir in einem gemütlichen B&B in Scånes Värsjo und sind müde.

Statistik:
Tageskilometer: 140
Tageshöhenmeter: 1.014
Standort N 56° 20.186 E 013° 26.024
Spendenstand: 118 Cent, neue Spender: Norman Müller und Julian von Eye (mehr zur Spendenaktion)

nächste Etappe- weiter nach Norden?

Nordtour – noch 0 Tage

Die Zugfahrt nach Rostock hat super geklappt. Da wir bis zur Abfahrt der Fähre noch ein wenig Zeit haben,  gibt es zur Stärkung im Rostock Stadthafen noch eine leckere Pizza.

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Nordtour – noch einen Tag

Heute ist letzter Arbeitstag und morgen geht es los :-). Unser Spendenbarometer ging durch die Decke. Ihr unterstützt die Idee (http://www.jedes-jahr-ein-treffer.de) mit unglaublichen 106 Cent. Die 1 Euro-Grenze ist geknackt.

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NordTour – noch zwei Tage

Gestern hat eine Kollegin (Vielen Dank dafür!) ein paar Fotos von uns gemacht. Auf gehts! (Infos zur Spendenaktion unter http://www.jedes-jahr-ein-treffer.de)

spass klein 2 Spass klein

unsere Nordtour – noch 3 Tage

Wenn wir mit dem Rad auf unserer Nordtour unterwegs sind, können wir unsere Webseite nicht mehr aktualisieren. Deshalb rufen wir diesen Blog unter www.traumradeln.de ins Leben. Hier könnt ihr sehen, wie es uns auf unserer Tour immer in Richtung Norden geht (sofern wir Strom und Internet haben :-)). Natürlich könnt ihr den Blog auch über www.jedes-jahr-ein-treffer.de erreichen.

Übrigens steht das Spendenbarometer bei 80 Cent. DANKE!

Los geht’s, ab zum Kap :-).