Las Cataratas de Topes de Collantes

Auf dem Weg zwischen Cienfuegos und Trinidad trafen wir eine kanadische Radgruppe, die für einen Computertomographen in die Pedale trat.

Ein paar Kilometer radelten wir gemeinsam, bevor wir badeten.

image

In Trinidad, einer weiteren Stadt mit Weltkulturerbestatus, blieben wir zwei Tage. An unserem „Ruhetag“ bestellten wir uns ein Taxi und ließen uns in die Sierra del Escambray fahren. Wir kennen aus den Alpen Steigungen bis 20%. In England haben wir schon 25% erlebt. Hier waren es mehr als 30%. So ein altes Lada Taxi kommt da kühlungstechnisch schon an sein Limit. Der Kubaner ist nicht dumm. Er hilft seinem Auto mit ein paar Eimern Wasserkühlung.

image

Oben angekommen kann man dann wiederum 400 Meter in ein Tal absteigen und unter einem Wasserfall schwimmen.

image

Das ist übrigens in jeder Beziehung sehr cool.

Morgen berichten wir von der besten Kaffeebar in der Karibik.

Übernachtung: Casa particular: Lic. Damaris Aroche Juviel, Ruben Martinez Villena #91, e/Pablo Pichs Giron y Ciro Reddondo, Trinidad S.Spritus, Cuba

Mehr von unserer Kubatour?

Konterrevolution und Weltkulturerbe

Unser Abstecher zur Schweinebucht führte uns die Geschichte vor Augen. Hier versuchte die CIA am 17. April 1961 mit 1.500 schwerbewaffneten Exilkubanern die sozialistische Regierung unter Fidel und Che zu stürzen. Das Unternehmen scheiterte kläglich. Das Gewehr von Che hatten wir schon in Havanna gesehen.

image

Es war gut heiß und irgendwann brauchten wir Wasser. In Playa Giron gab es viele Strände und Stände, doch kein Wasser. Immerhin konnten wir die üblichen Militärgeräte bewundern. Wir glauben, dass dies genau das Konzept ist. Hast du Hunger, schaue dir einen Panzer an. Gegen Durst gibt es ein Flugzeug.

image

Dann führte uns unser Weg in eine weitere Weltkulturerbestadt, Cienfuegos.

image

Hier haben die Kubaner dem Großvater aller Mixer ein Denkmal gesetzt.

image

Übernachtung: Casa particular Jorge de la Pena, Calle 39, #1206 e/.12 y 14 Pta Gorda, Cienfuegos, Kuba

Morgen berichten wir vom Schwimmen im Gebirge.

Quiz

In der Nacht wurden wir vom Krähen der Hähne geweckt. Ein Hahn begann gegen 2 Uhr. Es antwortete der nächste und so ging es immer Reih herum. Jeder hat in Kuba auf dem Land Hühner. Als wir morgens unsere Gastmutter Margarita darauf ansprach meinte sie mit einem Lächeln „los gallos cantare“- toll.

Heute haben wir mal Lust auf ein Quiz.  Wir bieten, wie bei „Wer wird Millionär“, vier Antworten an, aber nur eine ist richtig.

Was kann man an einem kubanischen Strand nie sehen?

A) Palmen B) ein Rennrad C) Facebooksurfer D) Bunker

Weil die Frage so brutal schwer ist,  gibt es ein Foto von einem kubanischen Strand zur Hilfe.

image

Auf dem Foto müsstet ihr drei der oben genannten Dinge finden. Die richtige Lösung wäre dann der verbleibende Buchstabe. Wer es hat, ruft bitte auf keinen Fall für nur 49 Cent irgendwo an.

Nach dem Baden gab es heute den ersten Mojito. Der Mojito ist ein kubanischer Longdrink. Er ist ein Cocktail aus hellem kubanischem Rum, in unserem Fall Havanna Club, Limettensaft, Minze, Rohrzucker und Sodawasser.

image

Das Foto ist technisch nicht geglückt. Unklar ist, ob es am Blutalkohol des Fotografen oder am Einfluss des letzten Abendmahls über Susanne lag.

Erwähnenswert bleibt noch, dass der Hund unserer Gastmutter Polen hieß. Als wir lecker Abendbrot vor uns stehen hatten, schaute uns Polen mit großen Augen an. Wenn ihr also irgendwann für euren Begleiter einen Namen sucht, wie wäre es mit … ;-).

Mehr von unserer Kubatour?

Verschellen

Wenn man feststellt, dass jemand unauffindbar verschwunden ist, kann man sagen, er ist verschollen. Aber wie heißt die Präsensform? Wir haben uns auf verschellen geeinigt und fühlen uns auch ein wenig so. Wir verschellen also  gerade.

Im Reiseführer stand, dass Matanzas eine kleine verschlafene Provinzhauptstadt ist. Kompletter Unsinn. Wir haben noch nie eine so lebendige Stadt gesehen. Gefühlt waren in jeder Straße und auf jedem Platz sämtliche 120 Tausend Einwohner inklusive aller Verwandten anwesend. Unglaublich.

Natürlich waren die ersten drei Casa Particular belegt. Nun durften wir das Netzwerken der Casa- Eigner erleben. Es wurde telefoniert und vermittelt und kurze Zeit später hatten wir ein Quartier.

image

Diesmal nahmen wir das Angebot, in der Casa zu essen, an und haben es nicht bereut.

Dienstag früh baten wir die Gastgeber um zwei große Wasserflaschen und ab ging es nach Jagüey Grande, so dachten wir.

Ob Genosse Vladimir Iljitsch Lenin im kalten Sankt Petersburg klar war, dass knapp 100 Jahre später Bananenplantagen in der Karibik nach ihm benannt sein würden.

image

Es kam, wie es uns oft passiert. 10 km vor dem Tagesziel trafen wir ein deutsch/rumänisches Pärchen. Sie erzählten uns vom tollen Strand in der Schweinebucht. Auf die zusätzlichen 30 km kommt es in der karibischen Hitze auch nicht an. Fidel hat sich davon ja auch nicht schrecken lassen. Als wir uns in das azurblaue Wasser stürzten parkten unsere treuen Räder unter Palmen.

image

Es war eine gute Entscheidung. Unserer Casa hätten wir nie selber so ausgesucht. Margarita saß wohl den ganzen Tag mit einem Schild an der Straße. Wir ließen uns ansprechen und dann in die dritte Reihe führen.

Und im nächsten Bericht gibt es ein Kubarätsel.

Strecke am 03.02.15 Matanzas- Playa Larga

Übernachtung: Hostel Margarita, Playa Larga, KM33 frente al Hotel de Playa Larga, Cienaga de Zapata (war ok, aber nicht top)

Mehr von unserer Kubatour?

Casa Blanca und Bananen

Die Räder sind montiert. Wir können die Fahrradverpackung in der Casa lassen. Super. Mary, unsere Vermieterin wünscht uns ein gute Reise. Wir fahren den Malecon, die Strandstraße von Havanna entlang. Die Bucht von Havanna unterfahren die Autos durch einen Tunnel. Wir nehmen die Fähre. Die Fähre ist nicht ausgeschildert. Wir finden sie trotzdem. Am Eingang stehen vier Polizisten, die unsere Taschen kontrollieren. Ob sie staunten, was Radfahrer so in den Taschen haben? Unsere Fähre war die nach Casa Blanca.

image

Die Fähre durfte ich nicht fotografieren. Als ich das versuchte, kam sofort ein Polizist und drohte. In diesem Moment wurde ich glatt unsicher und fragte mich, ob dieses uralte rostige Boot in Deutschland durch den TÜV gekommen wäre.

In Casa Blanca angekommen, hätten wir den Zug nehmen können.

Von Nahem sah der Zug aus, als ob er sich keinen Meter mehr aus eigener Kraft bewegt. Wir radelten lieber los.

Militär ist ganz wichtig.

image

Unsere Sorge, dass wir auf schlechte Straßen treffen könnten, war unbegründet. Gut fanden wir auch die Zeitzähler an den Ampeln. So wussten wir immer, ob sich ein Beschleunigen vor der Ampel lohnt :-).

image

In diesem Fall hatten wir es für das Foto gelassen.

Unser Ziel hieß Matanzas. Unterwegs hat Susanne noch ein Staude mit ca. 50 kleinen Bananen für 1 CUC von einem Straßenhändler erstanden.

image

Manchmal kommt mir Monkey Island in den Sinn.

Übernachtung: Casa prarticular Raisa Rodriguez e Hijos, Calle 85 (Medio) #29215 e/ 292 (Zaragoza) y 294 (Manzaneda), Matanzas, Cuba

Strecke am 02.02.15: Havanna-Matanzas 114 km

Mehr von unserer Kubatour?

Ein Tag in Havanna – Part 2

Der Verfall der Bausubstanz ist extrem. So sehen normale Straßen in Havanna Centro aus.

image

Nur in Havanna Vieja, dem UNESCO Weltkulturerbe, ist die Stadt genial schön. Susanne hatte beim Spaziergang immer ihre Kanone dabei.

image

Natürlich gab es an allen Ecken ganz viel zu sehen: uralte Läden,

image

(Man beachte auch den Kunden, den man vermutlich nach karibischer Art etwas zu lange warten ließ.) und kleine grüne Oasen

image

(Hier reitet Sancho Pansa vor kubanischen Hochhäusern.).

Schließlich benahmen wir uns wie Touristen und mieteten ein rosa 1954-er Mercury Cabrio.

image

Eine Stunde ging es damit durch die Stadt. Großartig.

Abends trafen wir 100 Meter von unserer Casa Particular entfernt Geocacher aus Deutschland und Kuba. Das war kein Zufall, denn wir hatten zum Event am Denkmal von Antonio Maceo eingeladen. Na ja, wir waren dann doch nur zu siebent, wobei immerhin ein Cacher aus Kuba war. Wenn man bedenkt, dass GPS-Geräte in Kuba verboten sind und Internet extrem teuer ist, dann ist es schon cool,  dass es überhaupt Geocacher in Kuba gibt.

Frank, der kubanische Cacher erzählte, dass er von 20 CUC im Monat lebt. Juan, der Taxifahrer vom ersten Tag, erzählte uns, dass er als Ingenieur für Maschinenbau in einem Staatsunternehmen 80 CUC im Monat verdient. Wir haben in Havanna Preise für eine Pizza von 15 CUC gesehen. Eine Stunde Internet kostete uns 7 CUC, fast die Hälfte des Monatsbudgets, das Student Frank zum Leben hat. Mir kommt Monkey Island in den Sinn. Die Insel ist verrückt.

Und im nächsten Bericht geht sie los unsere Fahrradtour durch Kuba. Sie startet mit einer Fährfahrt.

Ein Tag in Havanna

Landung in Havanna. Warme Luft schlug uns entgegen. Die Einreisemodalitäten waren kein Problem. Viel Personal in schmucken Uniformen fertigte uns ab. Zwei unserer vier kleinen Fahrradgepäcktaschen haben uns als Handgepäck begleitet. Die anderen zwei drehten auf dem Gepäckband schon ihre Runden. Wo können wir unsere Fahrräder bekommen? Susanne fragt an der Gepäckausgabe. Dort zeigte man nur weiter nach hinten in die Halle. Mitten in der Halle standen sie, unsere zwei Fahrradtaschen.

Unsere erste Unterkunft in der „Casa de Mary“ hatten wir für 52 Euro (plus zwei Euro Verwaltungsgebühr) für zwei Nächte von zu Hause aus schon gebucht. Gleichzeitig haben wir auch ein Taxi bestellt. Tatsächlich, da steht ein Mann der ein Schild mit unserem Namen hochhält. Er begrüßt uns und bringt uns zu einem Geldwechselbüro. Geduldig wartet er, während wir unsere ersten CUC erwerben. Dann bringt er uns zu einem klapprigen Lada. Die Taschen mit unseren Rädern laden wir lieber selber ein. Es wird extrem eng in dem Lada. Dann geht sie los unsere erste Fahrt in das nächtliche Havanna. Die Straßen sind hell beleuchtet.

Die ersten zwei Tage schauten wir uns Havanna zu Fuß, ohne Fahrrad an.

Nach dem guten Frühstück schauten wir aus dem Fenster. Wenn man genau hinschaut (Klick auf Bild macht es größer) so sind beinahe alle Häuser extrem renovierungsbedürftig.

image

Heute wollten wir zu Fuß Havanna erkunden. Es ging am Malecon entlang zum alten Zentrum. Selbst am frühen Vormittag hört man überall Musik.

image

Von Freunden haben wir ein Maskottchen geschenkt bekommen. Es ist ein Deichbiber und der wollte gerne auf einer Kanonenkugel reiten.

image

Kanonen sind übrigens was ganz Wichtiges. Sie werden überall im Straßenbau als Poller verwendet.

image

Na das ist ja mal eine sinnvolle Nachnutzung für militärische Ausrüstung.
Auf einem wunderschönen Platz sahen wir gaaaaaaanz viele Bären aus Deutschland.

image

Die Aktion heißt United Buddy Bears und wirbt für das gegenseitige Kennenlernen.
Und wenn wir irgendwann noch einmal 60 Minuten langsames Internet haben, berichten wir mehr über die ersten zwei Tage in Havanna.