Ist unser System „Autobahn“ noch ok?

Innerhalb weniger Tage hatten wir in gemütlicher Runde jeweils ein gleiches trauriges Thema.

Am 5. September berichtete eine Nachbarin, dass gerade zwei freiwillige Feuerwehrleute auf der A2 zwischen Brandenburg und Netzen unter ihrem umstürzenden Feuerwehrfahrzeug getötet wurden. Ein LKW raste auf das Feuerwehrauto.

Unser „System Autobahn“ kostet Menschenleben. Es ist richtig und gut, dass heute weniger Menschen im Straßenverkehr sterben, als noch vor 10 Jahren. Die Autos sind inzwischen besser konstruiert. Man stirbt nicht mehr so leicht.

Trotzdem ist jeder einzelne Todesfall einer zu viel. Akzeptieren wir das? Ich glaube, ja. Eine Einflussgröße wäre ein generelles Tempolimit. Es muss ja nicht bei 130 km/h liegen, auch 160 oder 180 km/h wären eine Maßnahme.

Am 12. September saß ich mit Kollegen in Bielefeld zusammen. Einer von ihnen berichtete von einem Massenunfall bei Oelde, ebenfalls auf der A2. Es starben zwei Menschen.

Ist unser System „Autobahn“ noch ok? Darf man im Land der „Freien Fahrt für freie Bürger“ so eine Frage stellen?

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Bitte bleibt neugierig.

Wie viele Ghost Bikes gibt es?

Heute geht es um ein trauriges Thema.

Ein (neudeutsch) „Ghost Bike“ ist ein weiß gestrichenes Fahrrad, welches als Mahnmal für im Straßenverkehr verunglückte Radfahrer aufgestellt wurde. Die Idee des Aufstellens von weißen Fahrrädern am Unglücksort stammt 2003 aus St. Louis (Missouri).

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Das Fahrrad oben steht in Magdeburg an der Auffahrt zum Magdeburger Ring, einer Schnellstraße. Hier starb am 14.04.2008 ein junger Mann durch einen rechtsabbiegenden LKW. Beide hatten grün, der Radfahrer fuhr über die grüne Ampel geradeaus und der LKW bog rechts ab. Ich kam dazu, als es schon geschehen war, sah aber noch den LKW und die abgesperrte Unfallstelle.

Ich finde die Idee der „Ghost Bikes“ prima. Es gibt sie in vielen Städten. Wenn ihr mögt, könnt ihr ja mal lesen, was Wikipedia über die Gohst Bikes so schreibt. Gibt es auch bei euch „Weiße Fahrräder“.

Wenn ja, rufe ich euch auf, einen kleinen Blog darüber zu schreiben. Ich würde ihn verlinken. Oder, ihr schickt mir ein Foto von dem „Ghost Bike“ an:

info@traumradeln.de

Es wäre doch toll, viele aktuelle Fotos zusammen zu bekommen.  Vielleicht wird es ja sogar eine Art „Ghost-Bike-Challenge“. Wer findet und fotografiert die meisten „Ghost Bikes“?

Mal sehen wie, viele Fotos von Ghost Bikes zusammen kommen? Bitte seid aber vorsichtig, schließlich stehen die Räder oft an gefährlichen Kreuzungen.

Bitte bleibt neugierig und fahrt vorsichtig.

Rahmenbruch – auch Schutzengel haben zu tun

Vor ein paar Tagen gab es hier ein Bild zum Pedalarmbruch an Susannes Rad. Gestern berichtete ein Freund, dass an seinem top gewarteten Rad während der Fahrt der Rahmen brach (danke für das Foto).

Rahmenbruch

In dem Moment wurde alles schwammig. Instinktiv bremste er vorne und dadurch schob sich das Rad zusammen und er kam zum Stehen und nichts weiter ist passiert. So ein Rahmenbruch kann in voller Fahrt auch deutlich schlechter ausgehen. Das ist dann wohl der Moment, wo man seinem Schutzengel danken sollte.

Die Moral von der Geschichte ist, dass man rechtzeitig in ein neues Fahrrad investiert. Dann macht man seinem Schutzengel nicht so viel Arbeit. Fahrt schön vorsichtig und falls ihr auch solche Bilder oder Geschichten habt, sendet sie uns.