Die unbeachtete Challenge

Nach dem Sommer sind fünf Landkreise „discovert“. Ihr fragt, worum geht es eigentlich?

Wir riefen im Frühjahr auf, Landkreisschilder beim Radeln zu beachten. Wenn ihr ein solches Landkreisschild seht, könnt ihr euer Fahrrad mit Landkreisschild fotografieren. Wer uns dann noch das Foto schickt (deutschlandtour@traumradeln.de) oder es im Kommentar verlinkt, nimmt an der Challenge teil.

zur Traumradeln Deutschland-Challenge

Wir konnten uns bisher über fünf Fotos freuen.

Wir selber haben natürlich ab und zu beim Erreichen einer Landkreisgrenze angehalten und auch ein Foto „erbeutet“ :-).

 

Da wir selber außerhalb der Konkurrenz an der Challenge teilnehmen, sind die Landkreise „Börde“ und „Harz“ noch nicht vergeben.

Wir haben auch festgestellt, es gibt Landkreise, die haben auf allen Straßen an der Landkreisgrenze Schilder aufgestellt. Es gibt Landkreise, da findet man nur an wenigen Straßen Landkreisschilder und es gibt Landkreise, da findet man gar keine Schilder.

Natürlich freuen wir uns auch über Kommentare, wie: Wir haben kein „Oberhavel“-Landkreisschild gefunden. Wir könnten dann ja mal den betreffenden Landkreis anschreiben und fragen, warum er keine Schilder hat ;-). Auf unserer interaktiven Karte haben wir heute die fünf vergebenen Landkreise grün markiert.

Mal sehen, ob diese Challenge auch in Zukunft eher unbeachtet bleibt. Wir werden auch weiterhin Fotos von Landkreisschildern schießen.

Vielleicht radelt ihr ja auch mal an einem Landkreisschild  vorbei. Bitte bleibt neugierig :-).

Hohenwulsch?

Hohenwulsch! Wer kennt es nicht?

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Wikipedia schreibt unter anderem über Hohenwulsch:

„Hohenwulsch wurde durch einen Sketch des Komikerduos Herricht & Preil bekannt. Hierbei fiel der Name des Ortes beim Lesen des Kursbuchs im Sketch „Die Reisebekanntschaft“: „Oh, hier ist was Hübsches, Herr Preil, hören Sie mal: Hohenwulsch!“ – „Bitte, was ist los?“ – „Hohenwulsch. Das ist überhaupt die Idee, ich war in meinem ganzen Leben noch nie in Hohenwulsch, ich fahre mal nach Hohenwulsch.“

… und genau das habe ich mir auch gedacht. Ich fahre mal nach Hohenwulsch!

Die Bahnlinie, die im Sketch eine Rolle spielt gibt es nicht mehr, trotzdem halten in Hohenwulsch sogar Regionalexpresszüge.

Nur zwei Kilometer entfernt von Hohenwulsch liegt Bismark.

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Und schon sind wir wieder bei meinen aktuellen Lieblingsradzielen, den Bismarcktürmen. 3 Kilometer vor Salzwedel liegt versteckt im Wald noch ein wirklich hübsches Exemplar. Da ich vorher nicht so genau auf die Karte geschaut hatte und der Akku meines Smartphones natürlich gerade mal wieder seine Arbeit beendete, war ich sehr froh einen Wegweiser auf mein Ziel zu finden.

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Drei Kilometer leicht bergan und da war er.

Das Wappen derer zu Bismarck und der Altmark prangen über dem Eingang.

Herr Herricht hatte Recht. Eine Fahrt nach Hohenwulsch ist toll :). Wart ihr schon mal in Hohenwulsch?

Hier kommt ihr zur „Traumradelnkarte“ oder zu einem weiteren Bismarckturm. Bitte bleibt neugierig :-).

Osttour invers – Heimreise

Wie mussten also unsere Osttour abbrechen. Heute kann man zum Glück sehr flexibel einen Flug buchen. Der nächste Flughafen war Vilnius. Bei airBaltic bekamen wir problemlos einen Direktflug nach Berlin. Für die Fahrradmitnahme berechnete die Fluggesellschaft knapp 35 Euro je Rad. Für uns beide bezahlten wir incl. Fahrräder und Gepäck 305 Euro. Wir finden das in Ordnung.

Bei regnerischem Wetter radelten wir die letzten 34 Kilometer unserer Tour nach …

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… zum Flughafen.

Übrigens haben die Fußgängerampeln in Litauen einen „count down“. Man sieht also, wie viel Zeit eine Ampel noch grün ist. Die Tankstellen sind zum Teil nicht nur Selbstbedienungstankstellen wie bei uns, sondern auch Selbstbezahltankstellen. Man zahlt direkt an der Zapfsäule per Kreditkarte und tankt. So ist kein Personal mehr an einer Tankstelle nötig.

Der Flughafen in Vilnius ist sehr klein. Wir waren rechtzeitig da. Ich präparierte die Räder- Pedale nach innen, Lenker quer, Sattel rein, Luft raus – keinen Karton oder Tasche. Dann ging es zum Check in.

Check in: „Ja, nach Berlin fliegen wir nur mit einer kleinen Propellermaschine (Bombardier DHC-8Q-402). Daher wird nur die Mitnahme eines Fahrrades möglich sein. Deshalb haben wir auch nur für ein Fahrrad die „RESERVATION CONFIRMED“. Das zweite Fahrrad steht auf „BICYCLE IN HOLD SERVICE REQUESTED“.“

Wir: „Ach, und was bedeutet das genau?“

Check in: „Sie können entscheiden, welches Rad Sie mitnehmen und welches Rad Sie hier lassen.“

Wir: „Das ist aber gar nicht schön. Können Sie da nicht etwas machen?“

Eine wilde Telefoniererei ging los. Kann man vielleicht die beiden Räder zu einem zusammenpacken? Ein Fahrrad war ja bestätigt. Es gibt ja die Folienumwickelmaschine. Keine Ahnung, wie diese Maschinen wirklich heißen. Leider lehnte der Folienumwickelmaschinenbediener das Fahrradmitfolienumwickeln glatt weg ab. Dafür sei seine Folienumwickelmaschine nicht zugelassen.

Die nächste Idee waren unsere Schnürsenkel. Damit hätten wir die zwei Fahrräder ja auch zu einem Stück zusammenschnüren können. Übrigens wissen wir jetzt, dass es auf diesem Flughafen in all den Autovermietungen, Büros und anderen Läden unmöglich ist, Tape oder stärkere Bänder zu bekommen.

Mit offenen Schuhen standen wir also ganz am Ende der Check in time vor dem Schalter und hofften das Beste. Wir hatten Glück. Ein Chef meinte nur, die Räder kommen mit. Nun aber schnell.

Wer schon mal mit Fahrrädern geflogen ist, weiß, dass auch die Fahrräder durchleuchtet werden müssen und auf Sprengstoff geprüft werden. In der Regel passt ein normales Rad durch die Maschine. Mein Rad passt in der Regel nicht durch die Maschine, da ich mit meinen zwei Metern auch ein großes Rad habe. So war es auch in Vilnius. Man kann doch den Sattel abschrauben. Ja, kann man, wenn man das nötige Werkzeug nicht gerade als Gepäck aufgegeben hätte. Die Zeit bis zum Abflug wird knapp. So baute ich schnell das Hinterrad aus und zwängte das Fahrrad durch das Röntgengerät.

Puhhh, dann hat alles geklappt und wir sind gut in Berlin gelandet. Nach dem Zusammenbau radelten wir zum Bahnhof.

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Dort trafen wir unsere Tochter, die mir einen Liter Milch und Susanne ihr Lieblingsgetränk mitgebracht hat. Danke schön. Mit dem RE 1 ging es dann zurück nach Magdeburg.

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Mal sehen, ob uns beim Sichten der Fotos noch ein paar Fotos auffallen und mit welchem Ergebnis wir unser Spendenprojekt abschließen.
Bitte bleibt neugierig :-).

Alte Hauptstadt und unvollendete Osttour

Heute verließen wir das doch sehr große Polen. Die Einreise nach Litauen gestaltete sich problemlos.

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Wir spürten deutlich, dass wir in einem anderen Land sind. So waren plötzlich die Häuser nur noch selten aus Stein, sondern aus Holz …

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… und die Ortschaften wirkten weniger lebendig.

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Unser Tagesziel war die alte Hauptstadt Trakai. Die Stadt hat ganz viel Festung. Die brauchte man, um sich gegen uns Teutonen zu wehren. Trakai liegt unheimlich malerisch an einem See und die Festungen liegen am See und auf einer Insel im See.

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Gestern haben wir die Nachricht erhalten, dass Susannes Papa verstorben ist. Ein Leben hat sich vollendet. So muss unsere Osttour unvollendet bleiben.

Wir haben für morgen den nächsten möglichen Direktflug mit Fahrradmitnahme von Vilnius nach Berlin gebucht. Gleichzeitig hatten wir Kontakt mit Lidia, einer Lehrerin aus der Schule des Heiligen Georg, der Schule für schwer geistig behinderte Menschen in Moskau. Diese Schule soll auch von unserem Spendenprojekt profitieren. Unser Besuch in der Schule sollte ein Höhepunkt unserer Tour sein.

Viele Kilometer nach Osten werden nun nicht mehr geradelt und viele Erfahrungen, auf die wir uns gefreut haben, werden nicht gemacht.

Aber, wir hatten 11 tolle und sehr intensive Tage und wir wollen ein ganz klein wenig von unserem Glück durch unsere eigene Spende, aber auch durch die Osttour-Spendenaktion weitergeben.

Auch wenn die 156 Cent je Kilometer noch nicht erreicht wurden, werden wir unseren eigenen Beitrag verdoppeln und jeweils zur Hälfte nach Russland und Deutschland gehen lassen. Über das Ergebnis der gesamten Spendenaktion werden wir hier natürlich berichten.

Herzlichen Dank an euch Spender und danke auch euch Lesern unseres Blogs.

Statistik:
Tageskilometer: 134 – Zum Flughafen nach Vilnius kommen morgen noch gute 30 km hinzu. Gesamtkilometer: 1.200
Tageshöhenmeter: 766, Gesamthöhenmeter: 5.558
Standort N 54°38.324 O 24° 55.958
Spendenstand: 147 Cent (neuer Spender: Sven Uschmann – danke)

zum Tag 12 – weiter nach Osten

Bretonen auf unserer Osttour

Wir haben in Olsztyn nicht gleich beim Einchecken bezahlt. Vielleicht bleiben wir ja zwei Nächte und machen einen Ruhetag. Das Zimmer war aber so warm, dass wir diesen Gedanken verwarfen. Zum Ausgleich entschieden wir uns die Etappen zu verkürzen. So war heute Mrągowo, das frühere Sensburg, unser Ziel.

Uuuuuups, meine Scheibenbremsen hatten fast gar keine Wirkung mehr – vorn und hinten. Ich vermutete, dass sich irgend etwas „Fettiges“ auf die Bremsbeläge gelegt hat. Also baute ich die Räder aus, suchte das Flickzeug mit einem kleinen Stück Sandpapier und schliff die Bremsbeläge etwas an. Wirkung: Jetzt bremst es noch schlechter. Toll. Schlussfolgerung: An einem Fettfilm auf den Bremsbelägen kann der Bremskraftverlust nicht gelegen haben. Ich justiert die Abstände der Bremsbeläge neu und alles war wieder gut. Wie sich Vorder- und Hinterradbremse zur selben Zeit verstellt haben können bleibt ein Rätsel. Egal.

Unterwegs trafen wir erstmals Tourenradler. So wenige Tourenradler, wie auf dieser Tour, haben wir noch nie getroffen. Ob das an der Route liegt? Ist sie wirklich so ungewöhnlich ;)? Jedenfalls unterhielten wir uns mit Alain und Luis.

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Die beiden sind am 11. Juni in der Bretagne losgeradelt und wollen nach Tallin. Respekt.

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Da die Sonne brannte, trafen wir uns unter Brücken. Bei der zweiten Rast sagte uns Alain, dass er einen Blog hat. Und schon hatte er ein Foto von uns gepostet. Er meint mit jungem Paar uns :). Die zwei machen längere Etappen, so wünschten wir gute Reise.

Gegen 13:30 Uhr waren wir im Hotel mit Blick auf den See. Wir nutzten ihn sofort zum Baden. Und am Abend gab es den Fussbalkrimi Deutschland – Italien.

Morgen werden wir eine Regenetappe haben.

Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 63, Gesamtkilometer: 853
Tageshöhenmeter: 390, Gesamthöhenmeter: 3.546
Standort N 53°52.000 O 21° 18.000
Spendenstand: 145 Cent

zum Tag 9 – weiter nach Osten

Meridiane auf unserer Osttour

Am Ende eines Beitrages nennen wir immer unsere aktuellen Geokoordinaten. Auf unserer Osttour ist natürlich das Ansteigen der Ostkoordinate spannend. Magdeburg liegt auf 11,37 Grad östlicher Länge. Heute Morgen waren wir in Bydgoszcz. Bydgoszcz liegt exakt auf 18 Grad östlicher Länge. Das ist etwas Besonderes. Da gibt es doch bestimmt auch ein Denkmal. Voilà, da haben wir es.

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Denkmal für den 18. Meridian in Bydgoszcz

Stockholm, Dubrovnik und Kapstadt liegen ebenfalls auf dem 18. Längengrad. Wenn das mal kein unnützes Wissen ist. Übrigens beträgt der Abstand zwischen zwei Längengraden auf unserer Breite ca. 70 Kilometer. Wir sind schon 8° nach Osten gereist :).

Heute Morgen radelten wir Richtung Weichsel und überquerten sie. Die Weichsel ist ein großer Fluss.

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Danach ging es durch flaches Land …

rps20160630_205215_920.jpg… nach Brodnica.

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Turm der Burg des Deutschen Ordens in Brodnica

Es war heiß und der Verkehr war teilweise sehr dicht.

Gerade sind die Polen aus der Fußball-EM augeschieden. Auch sie hatten oft ihre Flagge an den Autos. Morgen kommen wir in die Masuren. Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 108, Gesamtkilometer: 671
Tageshöhenmeter: 390, Gesamthöhenmeter: 2399
Standort N 53°15.000 O 19° 24.000
Spendenstand: 145 Cent

zum Tag 7 – weiter nach Osten

Über Bushaltestellen und eine schöne Stadt

Im Film Forest Gump sitzt Forest Gump an einer Bushaltestelle und erzählt sein Leben. Habt ihr das schon mal gemacht? Wir nicht. … aber so ein ganz klein wenig, vielleicht schon.

Es gibt Länder, da hat man an den Bushaltestellen kleine Häuschen für die Wartenden zum Schutz vor Regen und Sonne gebaut. Auf unseren Touren sind sie oft willkommene Rastplätze und gelegentlich kommt man mit Wartenden ins Gespräch.

Heute  hätte es mit einem langen Gespräch in einer Bushaltestellen klappen können. Wir waren da!

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Es hat geregnet. Man sieht den Regen nicht? Zweiter Versuch:

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Eine gute Stunde hatten wir Muße unseren Gedanken nachzuhängen und den Kundenstrom im gegenüberliegenden Tante-Emma-Laden zu beobachten. Übrigens gibt es diese hier in Polen noch in wirklich jedem Dorf.

Irgendwann kam die Sonne wieder heraus und wir machten uns weiter auf den Weg nach Osten. Bydgoszcz, früher Bromberg, war unser Ziel.

Wir waren überrascht, wie groß Bydgoszcz mit 360.000 Einwohnern ist. Nach dem Duschen schauten wir uns die Stadt an der Braha und der Weichsel an. Sehenswert.

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Brücke über die Braha
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Speicher
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Kathedrale St. Martini und Nikolai

Ausklingen ließen wir den Abend auf dem Marktplatz …

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… bei leckeren Piroggen und einem heimischen Gerstengetränk.

Mal sehen, was wir noch alles erleben. Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 120, Gesamtkilometer: 563
Tageshöhenmeter: 555, Gesamthöhenmeter: 2009
Standort 53°07.000 18° 00.000
Spendenstand: 145 Cent (neue Spender: Christoph Baur, Astrid Wessler, Birgit und Thomas Steeger – danke)

zum Tag 6 – weiter nach Osten

Impressionen von der Osttour

Der Tag begann mit einem Platten. Es war das selbe Hinterrad wie gestern. Vielleicht hätte ich keinen schon geflickten Schlauch mitnehmen sollen?

Wir möchten euch Impressionen aus den ersten Tagen unserer Osttour zeigen.

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Diskonnect – unterbrochene Stromleitungen an der stillgelegten Bahnstrecke Magdeburg-Loburg. Das passt!

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Der Flaeming Skate ist ein ca. 230 Kilometer langes Wegesystem im Landkreis Teltow-Fläming aus feinstem Asphalt. Perfekt für Skateboard, aber auch Radfahrer.

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Das Schild hätten wir fast übersehen ;-).

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Zwei Arme der Warthe, echt schön. Bei Küstrin fließt die Warthe in die Oder.

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Auch die Polen sparen nicht mit Schildern. Der Radweg endet und nach der Straße beginnt er wieder, der Radweg.

Wir radelten bei leichtem Rückenwind bis Trzcianka, ehemals Schönlanke. Nachdem die letzten beiden Tage unser Hotel direkt an einer Hauptstraße lag, freuten wir uns heute über einen See. Natürlich sprangen wir noch in den selben.

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Das ist doch Urlaub pur. Morgen geht es weiter nach Osten.

Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 114, Gesamtkilometer: 443
Tageshöhenmeter: 295, Gesamthöhenmeter: 1454
Standort 53°02.000 16° 28.000
Spendenstand: 139 Cent (neue Spender: Marlene und Hans-Jürgen Rasehorn, Brigitte Leneke – danke)

mehr zu unserem Spendenaufruf

zum Tag 5 – weiter nach Osten

Über die Seelower Höhen nach Gorzów Wielkopolski

Hinter Fürstenwalde konnten wir auf die alte Bahntrasse der Oderbruchbahn abbiegen. Sie wurde zum Radweg umfunktioniert. Eben, wenig Kurven, einsam, ein perfekter Genuss!

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Am Wegesrand sahen wir die verlassenen Bahnhöfe.

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Ihre Zeit ist vorbei. Eine andere Zeit ist auch vorbei. In Seelow schauten wir uns das Denkmal zur Schlacht um die Seelower Höhen an.

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Dienstag, 16. April 1945, nie zuvor hat es eine größere Konzentration von Artillerie gegeben. Am frühen Morgen pünktlich um 3 Uhr eröffneten mehr als 9000 schwere Geschütze und Raketenwerfer auf einer Länge von 30 Kilometern das Feuer. Eine Millionen Soldaten auf sowjetischer Seite, 10-fach überlegen, griffen an. 45.000 junge Männer überlebten die viertägige Schlacht nicht. Was mag in den Köpfen der Angreifer und der Verteidiger in diesen Tagen vor sich gegangen sein? Wir können uns das nicht vorstellen.

Wir stiegen wieder auf die Räder und rollten die wenigen Höhenmeter Richtung Oder auf der B1 hinab. Am Straßenrand sahen wir ein Zeichen für unsere Osttour.

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Die Richtung ist also klar. Ach ja, die erste Panne hatten wir 100 Meter vor der deutsch-polnischen Grenze. Der Schlauchwechsel gestaltete sich beim Plausch mit einem Tourenradler sehr kurzweilig. Dann erreichten wir Polen.

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Hurra, wir haben unser Nachbarland erreicht. Unser heutiges Ziel war Gorzów Wielkopolski, das ehemalige Landsberg.

Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 105, Gesamtkilometer: 329
Tageshöhenmeter: 295, Gesamthöhenmeter: 1159
Standort 52°44.000 15° 14.000
Spendenstand: 135 Cent (neue Spender: Agneta Eitel, Ines Riemann-danke)
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zum Tag 4 – weiter nach Osten

Aufregender Tag – grandioser Abschied

5:00 Uhr, wir können nicht mehr schlafen. Wir sind zu aufgeregt. Was soll man da sinnlos im Bett liegen, also haben wir frisch Kaffee gekocht und ein ausgiebiges Frühstück genossen. Dann hatten die Fahrräder einen Fototermin zum Kilometer 0 unserer Tour.

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10 Uhr, wir sind auf dem Alten Markt. Es ist der „offizielle“ Start unserer Osttour vor unserem Rathaus in Magdeburg. Da wir diesen Termin in einem Post erwähnten, standen 25 Freunde und Unterstützer vor dem Rathaus. Wir waren überwältigt.

Wir hatten unseren Oberbürgermeister gefragt, ob er uns einen Wimpel für die Fahrt mitgibt. Der OB hat zugesagt und Holger Platz überreichte uns den Wimpel. Bestimmt mache wir noch ein paar Fotos von des Wimpels Reise :-). Die Presse war auch da und wir gaben ein Interview. Krass.

Ganz am Ende klatschten alle und wünschten uns alles Gute.

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Liebe Freunde, ihr wart großartig. Ganz, ganz lieben Dank. (Astrid, danke für das Foto.)

Wir bogen ein mal nach Osten ab und dann hatten wir unsere Richtung, die uns bis Jüterbog führte.

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20:00 Uhr, wir sitzen auf dem Marktplatz im Freien. Vor uns steht ein „Schmiedteller“ mit einer erlesenen Steakauswahl. Ein aufregender Tag geht zu Ende. Mal sehen, was das Morgen so bringt?

Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 122
Tageshöhenmeter: 431
Standort N 51° 59.186 E 013° 05.750
Spendenstand: 128 Cent (neue Spender: Brigitte Lösecke, Katja Schraml)
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zum Tag 2 – weiter nach Osten