Über Bushaltestellen und eine schöne Stadt

Im Film Forest Gump sitzt Forest Gump an einer Bushaltestelle und erzählt sein Leben. Habt ihr das schon mal gemacht? Wir nicht. … aber so ein ganz klein wenig, vielleicht schon.

Es gibt Länder, da hat man an den Bushaltestellen kleine Häuschen für die Wartenden zum Schutz vor Regen und Sonne gebaut. Auf unseren Touren sind sie oft willkommene Rastplätze und gelegentlich kommt man mit Wartenden ins Gespräch.

Heute  hätte es mit einem langen Gespräch in einer Bushaltestellen klappen können. Wir waren da!

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Es hat geregnet. Man sieht den Regen nicht? Zweiter Versuch:

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Eine gute Stunde hatten wir Muße unseren Gedanken nachzuhängen und den Kundenstrom im gegenüberliegenden Tante-Emma-Laden zu beobachten. Übrigens gibt es diese hier in Polen noch in wirklich jedem Dorf.

Irgendwann kam die Sonne wieder heraus und wir machten uns weiter auf den Weg nach Osten. Bydgoszcz, früher Bromberg, war unser Ziel.

Wir waren überrascht, wie groß Bydgoszcz mit 360.000 Einwohnern ist. Nach dem Duschen schauten wir uns die Stadt an der Braha und der Weichsel an. Sehenswert.

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Brücke über die Braha
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Speicher
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Kathedrale St. Martini und Nikolai

Ausklingen ließen wir den Abend auf dem Marktplatz …

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… bei leckeren Piroggen und einem heimischen Gerstengetränk.

Mal sehen, was wir noch alles erleben. Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 120, Gesamtkilometer: 563
Tageshöhenmeter: 555, Gesamthöhenmeter: 2009
Standort 53°07.000 18° 00.000
Spendenstand: 145 Cent (neue Spender: Christoph Baur, Astrid Wessler, Birgit und Thomas Steeger – danke)

zum Tag 6 – weiter nach Osten

NordTour 2014 – Epilog

Der Rückweg: Wir rollten, immer noch auf unseren treuen Rädern, glücklich den Nordkappfelsen hinunter. Es zog gewaltig.

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Wir schliefen noch eine Nacht in der Jugendherberge in Honningsvag.

Am Sonntag schauten wir uns in Ruhe Honningsvag an. Wir sahen riesige Stockfischregale. Hier trockneten Fischköpfe. Die Fischköpfe werden gemahlen und dann nach Nigeria exportiert. Dort decken sie den Eiweißbedarf. Es roch durchaus so, wie es aussieht.

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Um 15:10 Uhr fuhr unser Linienbus von Boreal von Honningsvag nach Alta. Die Fahrradmitnahme war überhaupt kein Problem. Der Busfahrer wies auf die Gepäckklappen an seinem Bus und wir luden die Räder ein.

Es ist sehr angenehm, wenn an einem die Landschaft vorbeizieht, durch die man vor wenigen Tagen mit dem Rad gestrampelt ist. In Olderfjord, dem großen Busdrehkreuz hatten wir vor einigen Tagen das Foto unten geschossen. Nun saßen wir selber in einem der Busse.

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Der Bus erreichte gegen 19:00 Uhr Alta. Unser Flug ging am Montag um 7:30 Uhr. Um unsere Räder einzuchecken, wollten wir kurz nach 6:00 Uhr am Schalter sein. So entschieden wir uns, in einem kleinen Waldstück in direkter Nähe des kleinen Flughafens zu zelten. So kam unser kleines Notzelt doch noch zu einem Einsatz.

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Wir waren hier auch nicht alleine. Als wir später noch einmal aus dem Zelt schauten stand gar nicht weit das nächste Zelt. Am Montagmorgen gab es dann in der Flughafentoilette nur eine kurze Katzenwäsche. Vor dem Flug sahen wir Max wieder, der ebenfalls bis Berlin flog. So hatten wir auch noch Einiges zu beschnacken.

Fliegen mit Fahrrad

Wir hatten bei SAS einen Flug Alta 7:35 Uhr mit Zwischenlandung in Oslo 12:40 und dann ab 11:05 Uhr weiter nach Berlin (12:40 Uhr) gebucht. Um bei einer eventuellen Flugumbuchung das bezahlte Geld nicht zu verlieren, entschieden wir uns für die „Plus”- Option und zahlten 495,- Euro für beide Flüge, für beide Erwachsenen. Die „Plus-Option“ hatte den Vorteil, dass wir für unsere zwei Fahrräder nichts bezahlen mussten. Das war uns gar nicht so bewusst, denn das zweite Gepäckstück, bei uns das Rad, war durch die Plus-Option bereits bezahlt.

Der Flughafen in Alta ist klein. Wir stellten an unseren Rädern die Lenker quer, drehten die Pedale nach innen und ließen die Luft aus den Reifen. Dann schoben wir die Räder zum Checkin-Schalter und gaben sie unverpackt ab.

Der Flieger landete in Tromsö zwischen. Damit gab es zwei Mal Frühstück, sehr prima.

Wir und unsere Räder kamen gut und wohlbehalten in Berlin an. Der Fahrradtransport mit SAS war hier kein Problem.

Wir radelten dann noch den schon bekannten Weg zum Bahnhof Zoo, erreichten die Regionalbahn nach Magdeburg und sahen bald wieder die uns so gut vertraute Landschaft. Es war ein unvergesslicher Urlaub!!!