60 Kilogramm Frischfleisch in Finnland

Im Winter 2016 träumten wir vom Sommer und unserem Plan nach Osten zu radeln. Doch hier soll noch einmal der echte Winter zu Wort kommen.

Vielleicht fragt ihr jetzt, ja wo gibt es denn heute noch einen richtigen Winter? Es gibt ihn und zwar nicht zu knapp. Wir fanden den Winter im finnischen Teil von Lappland ca. 200 Kilometer nördlich des Polarkreises. Die Natur war im strengen Frost erstarrt.

Damit wir den Frost, die Natur und das ursprüngliche Leben so richtig spüren, haben wir uns für eine viertägige Huskyschlittentour in die Wildnis entschieden. Mit sechs Gleichgesinnten und einem Guide wollen wir dieses Abenteuer im tiefverschneiten Lappland bestehen. Ganz am Anfang stehen die Schlitten.

Die Gangline, die Leine an die gleich unsere fünf Huskys kommen, liegt schon sauber im Schnee. Vor dem Start haben wir die Verpflegung für Hund und Mensch für die nächsten 3 1/2 Tage auf die Schlitten verteilt. Das waren unter anderem 60 Kilogramm Frischfleisch, 75 Kilogramm Trockenfutter und 12,5 Kilogramm Fettwürste. Ach ja und eine Kiste Menschenfutter war auch dabei.

Vom Anspannen oder dem Start habe ich keine Bilder. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie wild es zugeht, wenn 38 Hunde an sieben Schlitten dem Start entgegenfiebern. Sie werfen sich in Ihr Geschirr und freuen sich auf das Laufen und Ziehen im tiefen Schnee. Wenn dann der erste Ruck durch ist und alles sich beruhigt hat, ist es einfach nur schön.

Mein 5 Hunde hießen Lumi, Timba, Jenis, Wolga und Kof. Oben auf dem Foto seht ihr Susannes Gespann. Ihre Hunde hießen Ursus, Pünktchen, Orion, Lary und Zoya.

In Finnland gibt es viele Seen und so bleibt es nicht aus, dass wir auch darüber fuhren.

So gegen drei Uhr kamen wir an unserer ersten Hütte an. Jeder von uns spannte eine Kette, an der sich in regelmäßigen Abständen Karabiner befanden. Wir zogen unseren Hunden das Zuggeschirr aus und hakten sie an die Kette. Bisher hatten die Hunde nur Schnee gefressen. Es war Zeit, einen kleinen Snack vorzubereiten.

20 Kilogramm Frischfleisch haben wir zerkleinert und dazu gab es noch 2,5 Kilogramm Fettwurst. Mmmh, lecker.

Erst nachdem wir unsere Hunde versorgt hatten, kümmerten wir uns um uns Menschen. Das ist dann unser Thema im nächsten Beitrag-von Eislöchern und Glühstrümpen.

Bitte bleibt neugierig.

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Winternachtsträume (#3 Lettland)

Liebe Traumradelfreunde, abends nach der Arbeit haben wir bei Dunkelheit und wechselhaftem Wetter zu Draußenaktivitäten oft keine Lust und keine Kraft mehr. Kennt ihr das auch?

Allerdings sind die Wintermonate optimal zum Träumen. Was machen wir im Sommer? Wohin fahren wir im Sommer? Was wollen wir sehen und besuchen?

Im letzten Beitrag träumten wir uns nach Litauen. Wenn wir dann noch Spaß haben, können wir ja auch weiter durch Lettland fahren. Wir waren schon einmal in Riga, also können wir weiter im Süden bleiben.

Lettland

Lettland ist ein EU-Mitglied, doch man merkt durchaus schon die Nähe zu Russland. Von einer Einreise nach Weißrussland haben wir nicht geträumt.

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Ja, das ist unser Traum. 2016 radeln wir durch Lettland. Wenn wir Lettland durchradelt haben, wollen wir dann noch weiter träumen? Das wäre dann ein Thema für den nächsten Beitrag.

Ob der Traum wahr wird, werden wir sehen. Habt ihr auch schon einen Urlaubstraum für dieses Jahr?

Bitte bleibt neugierig :-).

Winternachtsträume (#2 Litauen)

Liebe Traumradelfreunde, abends nach der Arbeit haben wir bei Dunkelheit und wechselhaftem Wetter zu Draußenaktivitäten oft keine Lust und keine Kraft mehr. Kennt ihr das auch?

Allerdings sind die Wintermonate optimal zum Träumen. Was machen wir im Sommer? Wohin fahren wir im Sommer? Was wollen wir sehen und besuchen?

Im letzten Beitrag träumten wir uns nach Polen. Wenn wir dann noch Spaß haben, können wir ja auch weiter durch Litauen fahren. Wir waren noch nie in Vilnius, eine Weltkulturerbestadt. Und wer hätte gedacht, dass in der Nähe von Vilnius der geografische Mittelpunkt Europas liegt (Quelle Wikipedia). Hättet ihr den Mittelpunkt Europas in Litauen gesucht?

Litauen

Wenn man als Radler nicht auf der einen großen Fernverkehrsstraße unterwegs sein will, findet man sich im Baltikum ganz schnell auf einer Schotterpiste wieder.

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Ja, das ist unser Traum. Im Sommer 2016 radeln wir durch Litauen. Wenn wir Litauen durchradelt haben, wollen wir dann noch weiter träumen? Das wäre dann ein Thema für den nächsten Beitrag.

Ob der Traum wahr wird, werden wir sehen. Habt ihr auch schon einen Urlaubstraum für dieses Jahr?

Bitte bleibt neugierig :-).

Mondlicht

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In Berlin entdeckt. Das Motiv hat mich angesprochen. Lampenladen halt.

Winternachtsträume (#1 Polen)

Liebe Traumradelfreunde, abends nach der Arbeit haben wir bei Dunkelheit und wechselhaftem Wetter zu Draußenaktivitäten oft keine Lust und keine Kraft mehr. Kennt ihr das auch?

Allerdings sind die Wintermonate optimal zum Träumen. Was machen wir im Sommer? Wohin fahren wir im Sommer? Was wollen wir uns ansehen?

Im letzten Jahr dachten wir zu dieser Zeit über eine Tour „end-to-end“ nach. Das ist eine Radtour die eine komplette Durchquerung Großbritanniens in Nord-Südrichtung oder umgekehrt beinhaltet. Es geht von einem Ende in Cornwall, Land’s End zum anderen Ende ganz nach oben in Schottland, John o‘ Groats. Auf der Straße ist diese Tour ungefähr 1.400 Kilometer lang. Diese Idee blieb 2015 ein Traum.

Auch 2016 wird daraus nichts. Wir beginnen gerade einen anderen Traum zu träumen. Radeln wir doch durch Polen.

Polen

Polen ist ein schönes Land. Meine Oma hat immer von ihrer Kindheit an der Weichsel geschwärmt. Hinter Bydgoszcz würden wir dann die Weichsel überqueren.

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Ja, das ist unser Traum. Im Sommer 2016 radeln wir durch Polen. Wenn wir Polen durchradelt haben, wollen wir dann noch weiter träumen? Das wäre dann ein Thema für den nächsten Beitrag.

Ob der Traum wahr wird, werden wir sehen. Habt ihr auch schon einen Urlaubstraum für dieses Jahr?

Bitte bleibt neugierig :-).

 

 

 

56 Kelvin – unglaublich

Liebe Traumradelfreunde, bisher waren wir einmal in Finnland. Wir waren ganz weit oben im Norden und reisten in Karesuando, aus Schweden kommend in Finnland ein. Es war Sommer und es war hell und warm.

In zwei Wochen wollen wir wieder nach Finnland. Wir werden wieder im Norden, in der Nähe von Kittilä sein. Ich habe diese Woche nach der Temperatur in Kittilä geschaut.

-35 Grad am Nachmittag, ob da das kleine Handgepäck 🙂 reicht?

Da wir im letzten Jahr um diese Zeit in Kuba waren, guckte ich auch mal nach dem Wetter zur selben Zeit in Havanna.

56 Grad Celsius Temperaturdifferenz. Es muss einen kleinen Unterschied zwischen dem Wetter in der Karibik und dem Wetter in Finnland geben :-). Frau Traumradlerin meinte dazu, dass man Temperaturdifferenzen in Kelvin angibt. Stimmt und wir wollen ja korrekt sein! 56 Kelvin also! Das ist viel.

So werden wir in zwei Wochen nicht mit dem Rad unterwegs sein, sondern mit Schlitten. Wir freuen uns drauf. Die für Finnland typischen Moltebeeren werden wir unter dem Schnee nicht finden.

In Finnland wird es toll und einen Blogbeitrag wird es auch geben. Die nächsten Tage heißt es packen. Kennt ihr das auch, dass man vor dem Urlaub an ganz viele Dinge denkt und Sorge hat, etwas zu vergessen?

Bitte bleibt neugierig.

auf zu den Huskys

Sind wir nicht alle Schildbürger (#7) – Dönerbürger

Beim Jimbo Grill in Neubrandenburg auf dem Weg zur MSR haben wir folgendes Werbeplakat gesehen. Neben Döner, Schnitzel und Salat gibt es auch „Bürger“ – mmh lecker.

 

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Liebe Bürger, lasst euch nicht in einem Dönerimbiss verspeisen.

Habt ihr auch schon mal solche Schilder gesehen?

Bitte bleibt neugierig :-).

zu älteren Schildbürgerschildern

 

 

Radeln im Winter

Gestern Abend hat es bei uns kräftig geschneit. Lassen wir das Fahrrad stehen?

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Oder drehen wir eine Runde? Dann müssen wir uns aber warm anziehen.

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Das Rad unten gefällt mir natürlich besser :-). Auf dem Sattel liegen Handschuhe und auf dem Gepäckträger habe ich Winterradschuhe. Die sind Luxus. Jahrelang sind wir im Winter mit Eisfüßen unterwegs gewesen. Die Reifen mit dem richtigen Profil habe ich ja schon im Oktober aufgezogen.

Bitte fahrt/rutscht vorsichtig und bleibt neugierig :-).

 

Cannabis und Liebstöckel

DSC00047 (1280x853)– Tonschilder für eure Cannabispflanzen –

… auf einem Töpfermarkt in der Niederlausitz gesehen.

Bitte bleibt neugierig :-).

 

Teneriffa – Lost Places

Liebe Traumradelfreunde, drei Beiträge habe ich über unseren Teneriffatrip im Dezember 2015 veröffentlicht. Eigentlich wollte ich es bei dem Beitrag über die Tunnel belassen. Doch dann schaute ich mir heute noch einmal Fotos an und dachte, dass Impressionen und Kommentare über verlorene Orte doch einen Beitrag wert sein könnten.

El Gordo (N 28° 23.937 W 016° 35.152)

Auf einem Felsen nicht weit weg von Puerto de la Cruz ca. 80 Meter tiefer steht eine Ruine. Sie ist ca. 100 Jahre alt. An diesem Platz stand die erste Dampfmaschine Teneriffas. Sie pumpte frisches Wasser aufwärts. Heute ist es ein mystischer Ort.

 

El esqueleto (N 28° 27.878 W 016° 27.232)

An der Nordküste Teneriffas im Bezirk La Matanza befindet sich ein nicht vollendetes Bauwerk. Das unvollendete Gebäude ist zu einem großen Haufen Metall und Beton geworden. Die Einheimischen nennen es „Das Skelett“. Besonders haben mich die nur noch an einer Seite hängenden Decken beeindruckt.

 

Unvollendetes Hotel (N 28° 24.965 W 016° 18.038)

Unweit der Inselhauptstadt Santa Cruz kann man in einem wirklich großen unvollendeten Hotel einchecken. Es gibt keine Geländer, keine Türen und Fenster und auch nur teilweise Treppenstufen. Dafür gibt es herunterhängende Deckenteile und tiefe Löcher. Ein falscher Schritt ist hier lebensgefährlich. Das Gebäude ist seit Jahrzehnten „lost“ und in dementsprechend schlechtem Zustand. Da wollten wir natürlich hin.

 

Das Geisterdorf (N 28° 08.847 W 016° 25.969)

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts, baute man eine Leprastation. Als sie fertig war, gab es aber keine Leprakranken mehr. So wurde sie als normale Krankenstation genutzt. Zu Zeiten des Generalissimo Franco existierte hier schon ein kleines Dorf. Die Bewohner wurden gezwungen, ihre Häuser zu verlassen, damit die Armee dort einziehen konnte. Sie benutzte das Dörfchen viele Jahre, um Straßenkampf zu üben. Das Militär baute sogar zusätzliche Häuser, um es wie ein wirkliches Dorf aussehen zu lassen. Schließlich baute man sogar eine Kirche. Seit vielen Jahren wird das Gelände aber jetzt nicht mehr benutzt. So schauten wir uns um.

Als letztes verweise ich natürlich auf den vergessenen Staudamm, dem ich einen eigenen Artikel gewidmet habe.

Vielleicht war für euch etwas Interessantes dabei. Ganz sicher gibt es abseits der üblichen Touristenplätze eine Menge zu entdecken. Norman, Uwe, vielen Dank für die unvergessliche Woche und für eure tollen Fotos.

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Falls ihr Fragen oder Hinweise habt, immer her damit.

Bitte bleibt neugierig :-).