Bücherfund und warum Pokémon Go so erfolgreich ist

Gestern haben wir einen Schrank im Keller geöffnet. Lange haben wir nicht mehr in diese Fächer geschaut. Sie waren voll mit Büchern. Darunter waren auch Bücher über Helden der Vergangenheit.

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Nie hätte ich gedacht, dass die eine Gruppe der „Helden“ ein so beachtliches „come back“ feiert. Damit sind nicht die Radfahrer gemeint.

Der Erfolg von Pokémon Go ist leicht nachzuvollziehen. Es ist das erste Spiel, welches erfolgreich und massenwirksam die Realität ganz vieler Menschen erweitert.

Wie erweitert das Spiel unsere reale Welt?

Pokémon Go blendet via Smartphonebildschirm kleine süße Monster weltweit in unsere Realität ein. Das Spiel ergänzt die reale Welt um Zusatzinformationen. Man spricht dabei von „augmented reality“. Dadurch wird für die Spieler jede Straße und jeder Weg zum Spielplatz.

Warum ist das Spiel so erfolgreich?

1. Pokémon Go spricht den Sammel- und Jagdinstinkt in uns an.
2. Pokémon Go ist durch seine Erweiterung der Realität innovativ und neu. Es spricht somit unsere Neugierde an.
3. Pokémon Go ist „niedlich“. Damit löst es bei den Spielern eine Emotion der Fürsorge aus.
4. Die Pokémons sind bekannt und schon Kult. Das Ur-Pokémon-Spiel wurde bereits 1996 veröffentlicht und erreichte damals vor allem unter Kindern und Jugendlichen eine gigantische Verbreitung. 20 Jahre später kann Pokémon Go so auf dieser breiten Basis aufbauen. Selbst in unserem Haushalt gibt es ja Pokémonprodukte, wie das Bild oben beweist ;-).

Auch wir konnten uns auf unserer Osttour dem Reiz von Pokémon Go nicht entziehen. Ein Moskauer erklärte uns abends gegen 22 Uhr das Spiel. Das ist verrückt. Man muss bedenken, dass zu dem Zeitpunkt das Spiel in Russland noch gar nicht veröffentlicht war.

Pockemon

So trifft im Gorkipark unser kleiner „Deichbiber“ (Der ist real.) ein Pummeluff (Das ist nicht real.). Verrückte Welt, oder?

Wir sind uns ziemlich sicher, dass die Scorpions in ihrem Lied „Wind of Change“ nicht von dem Spiel Pokémon Go gesungen haben.

Könnt ihr den Hype um das Spiel nachvollziehen? Bitte bleibt neugierig :-).

 

Die unendliche Rundfahrt – Bismarckturm Mragowo/Sensburg

Auf unserer Osttour 2016 konnten wir nach dem Bismarckturm in Osterode auch den Bismarckturm in Mragowo, früher Sensburg „discovern“.

Der Turm steht im heutigen General Wladyslaw Sikorski Park von Mragowo bei den Geokoordinaten N53° 51.970′ E21° 17.820′ .

Wladyslaw Sikorski war ein polnischer Offizier, Oberbefehlshaber, Politiker und Ministerpräsident Polens. Der Turm ist eingezäunt und verschlossen. An Bismarck erinnert nichts mehr.

Da es in Strömen regnete, haben wir schnell die zwei Fotos geschossen. So konnten wir zwei der vier Bismarcktürme, die es heute noch im polnischen Teil von Ostpreußen gibt, besuchen. Gibt es in eurer Nähe auch einen Bismarkturm?

Bitte bleibt neugierig.

zu noch viel mehr Bismarcktürmen

Moskauer Impressionen

Im letzten Beitrag sind wir Metro gefahren. Nun steht die Abreise unmittelbar bevor. Moskau ist wirklich riesig.

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Einheimische sprachen davon, dass in Moskau inwischen 15 Millionen Menschen leben. Die offizielle Zahl von 12 Millionen sei längst überholt. Natürlich gibt es nicht nur das glitzernde Moskau in der City, sondern auch riesige Plattensiedlungen in den äußeren Stadtbezirken.

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Als wir durch solche Siedlungen liefen  …

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… mussten wir gelegentlich auch schmunzeln.

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Das deutsche Wort „Bier“ hat es in kyrillischen Buchstaben zwischen die englischen Worte „The“ und „Shop“ geschafft.

Bei der Enge in den Siedlungen sind Parks eine wichtige und tolle Sache. Moskau hat sehr viele Parks. Wir sahen in Kolomenskoje alte Zarenresidenzen.

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aus Stein

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und aus Holz

In der City ist der Gorkipark unbedingt einen Besuch wert.

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Wir sitzen auf einer Bank und essen ein „мороженое“, ein leckeres Eis. Wir sehen den Menschen beim Bummeln zu. Zwangsläufig kommt uns hier im Gorkipark das Lied der Scorpions in den Sinn.

I follow the Moskva
And down to Gorky Park
Listening to the wind of change

An August summer night
Soldiers passing by
Listening to the wind of change

The world is closing in
And did you ever think
That we could be so close, like brothers

The future’s in the air
I can feel it everywhere
Blowing with the wind of change

Take me to the magic of the moment
On a glory night
Where the children of tomorrow dream away
In the wind of change

So endet unsere Osttour. Wir danken euch Lesern. Besonders danken wir allen Unterstützern unserer Spendenaktion. Vielleicht wird morgen unsere Welt ein kleines wenig besser.

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Ein Foto von den Spatzen im Gorkipark geht noch ;).

Bitte bleibt neugierig ☺.

 

Die Moskauer Metro ist eine Reise wert

Zur Schule des heiligen Georg sind wir mit der Metro gefahren. In Moskau fährt man Metro. Die Stationen der Moskauer Metro sind teilweise so prunkvoll, dass man sie mit Palästen vergleicht. Das können wir bestätigen. Klicken macht die Bilder größer.

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Metrostation Kiewskaja

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drei Damen pflücken Obst

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Erzieherinnen bei der Arbeit?

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mein Favorit – Arbeiter, die mit einer Maßleere einen Radsatz prüfen

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… oder doch die Erntefrauen?

Man hat soooo viel zu schauen. Nehmen wir die Metrostation Komsomolskaja. Schon wenn man mit der Rolltreppe, in unserem Fall hoch zur Station fährt, beeindrucken die Decken Mosaike.

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Metrostation Komsomolskaja

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Wenn man eine Metro verpasst ist das gar nicht schlimm, denn zwei Minuten später fährt bereits die nächste Bahn.

Es geht natürlich auch plastisch.

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Zug fährt in Metrostation „Platz der Revolution“ ein

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Das Huhn der Bäuerin mögen viele.

Ohne Lenin geht es natürlich nicht …

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… und die Sowjetsymbolik ist auch allgegenwärtig.

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Metrostation Pawelskaja

Wir haben bestimmt noch 50 Bilder dieser Art. Dabei haben wir unsere 20-Metrofahrtenkarte für 650 Rubel, das sind weniger als 10 Euro, noch nicht einmal aufgebraucht. Habt ihr Lust auf Moskauer Impressionen?

Bitte bleibt neugierig ☺.

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… oder sind doch die Damen mit dem großen Gemüse die Nummer 1?

Die Schule des Heiligen Georg in Moskau

Moskau mit seinen ca. 15 Millionen Einwohnern ist riesig. Die Schule des Heiligen Georg liegt im Südwesten ca. 15 Kilometer vom Roten Platz entfernt. Wir fahren mit der Metro und werden von Sveta, einer Lehrerin, von der Metro-Station abgeholt. Von außen sieht die Schule so aus.

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Die Schule ist eine Privatschule, die sich um mehrfach (Downsyndrom, Epilepsie, Enzephalitis) geistig behinderte Kinder und junge Erwachsene kümmert. Da jetzt gerade Ferien sind, konnten wir keine Schüler treffen, aber Olga. Sie ist ebenfalls Lehrerin.

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Olga führte uns durch alle Klassenräume.

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Hier wurde Geburtstag gefeiert.

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Die Schule versucht die Schüler durch Kunst (malen, musizieren, basteln) zu ereichen.

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Wir waren am Montag, понедельник …

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… zu Besuch.  Am Ende der Führung gab es für uns eine Tasse Tee und Kuchen. Wir erzählten über unser Spendenprojekt und übergaben unseren Wimpel aus Magdeburg und ein „Osttour-shirt“.

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Zum Abschied drückten wir Olga und Sveta. Sie schenkten uns einen Kuchen. Es war eine tolle Begegnung und für uns ein unvergesslicher Moment. Danke an Sveta und Olga. Jetzt schauen wir uns Moskau an. Dafür nutzen wir natürlich die Metro. Über die Metro handelt der nächste Beitrag.

Bitte bleibt neugierig ☺.

Osttour – 6 Dinge, die uns in Polen aufgefallen sind

Wir sind von West nach durch Polen geradelt. Ist in Polen etwas anders als bei uns? Was ist uns aufgefallen?

Hier kommen unsere subjektiven Top 6:

1. Es gab auf 770 Kilometer Straßenrand beinahe keinen Müll.

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Hier liegt eines unserer Fahrräder am Straßenrand, sonst nichts. In Polen gibt es auch McDonalds und Bierdosen und Plastikverpackungen und …

2. In Polen merkt man, dass es aufwärts geht. Es wird viel gebaut und fast überall mit Hilfe der EU.

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3. Die Polen messen gelegentlich die Temperatur ihrer Straßen.

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4. In Polen scheinen immer alle Bewohner eines Ortes draußen auf den Beinen zu sein. Polen machte auf uns einen quirligeren und jüngeren Eindruck als Deutschland.

5. Die Polen hupen Fahrradfahrer nicht einfach so an. Wir sind nur ein einziges Mal in Polen angehupt worden. Das Auto hatte ein Wismarer Kennzeichen.

6. In Polen war es für uns immer wieder eine Überraschung, in welche Richtung Wasserhähne auf- oder zugedreht werden. Besonders „cool“ ist es, wenn in der Dusche Warmwasser- und Kaltwasserhahn in unterschiedliche Richtung geschlossen werden. Man dreht also nach dem Duschen den Warmwasserhahn zu und den Kaltwasserhahn (?)… . Das Verhalten war reproduzierbar, erst hörte ich aus der Dusche einen Schrei von Susanne bevor ich die selbe Situation ein halbe Stunde später nachstelle.

Vielleicht besucht ihr ja auch einmal Polen. Bitte bleibt neugierig ☺.

Statistik:
Gesamtkilometer: 1.200
Spendenstand: 164 Cent je geradeltem Kilometer
mehr zum Spendenaufruf

Unten haben wir mal alle Tracks unserer Osttour zusammengefügt.

Neue Pläne und eine Challenge für unsere Osttour

Durch unseren Trauerfall haben wir unsere Osttour nach 1.200 traumhaften Fahrradkilometern abrupt und plötzlich abgebrochen. Nun haben wir alles Nötige geordnet. Bis zum Wochenende wird sich alles finden.

Und schon ist die Idee geboren, doch noch Moskau zu erreichen. Man hat ja auch nicht jeden Monat ein für Russland gültiges Visum in seinem Reisepass. Mit dem Fahrrad klappt das nun leider nicht mehr. Aber es gibt ja auch Flugzeuge. Ein Flug nach Osten ist gebucht.

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Wir waren 1986 das letzte Mal in Moskau. Da ist es bestimmt spannend, diese Stadt wieder zu sehen.

Ein Spender hat uns zu einer (Achtung Anglizismus) Challenge herausgefordert. Wenn wir ein Foto von MISIS posten, verdoppelt er seinen Spendenbetrag. Dazu mehr, wenn es uns gelingt dieses Foto zu machen.

Ihr seht, es gibt gute Gründe für uns nach Moskau zu reisen. Falls wir etwas Spannendes oder Schönes erleben, wollen wir auch hier berichten. Unsere Osttour ist also noch nicht ganz zu Ende.

Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Gesamtkilometer: 1.200
Spendenstand: 162 Cent je geradeltem Kilometer

mehr zum Spendenaufruf

Osttour invers – Heimreise

Wie mussten also unsere Osttour abbrechen. Heute kann man zum Glück sehr flexibel einen Flug buchen. Der nächste Flughafen war Vilnius. Bei airBaltic bekamen wir problemlos einen Direktflug nach Berlin. Für die Fahrradmitnahme berechnete die Fluggesellschaft knapp 35 Euro je Rad. Für uns beide bezahlten wir incl. Fahrräder und Gepäck 305 Euro. Wir finden das in Ordnung.

Bei regnerischem Wetter radelten wir die letzten 34 Kilometer unserer Tour nach …

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… zum Flughafen.

Übrigens haben die Fußgängerampeln in Litauen einen „count down“. Man sieht also, wie viel Zeit eine Ampel noch grün ist. Die Tankstellen sind zum Teil nicht nur Selbstbedienungstankstellen wie bei uns, sondern auch Selbstbezahltankstellen. Man zahlt direkt an der Zapfsäule per Kreditkarte und tankt. So ist kein Personal mehr an einer Tankstelle nötig.

Der Flughafen in Vilnius ist sehr klein. Wir waren rechtzeitig da. Ich präparierte die Räder- Pedale nach innen, Lenker quer, Sattel rein, Luft raus – keinen Karton oder Tasche. Dann ging es zum Check in.

Check in: „Ja, nach Berlin fliegen wir nur mit einer kleinen Propellermaschine (Bombardier DHC-8Q-402). Daher wird nur die Mitnahme eines Fahrrades möglich sein. Deshalb haben wir auch nur für ein Fahrrad die „RESERVATION CONFIRMED“. Das zweite Fahrrad steht auf „BICYCLE IN HOLD SERVICE REQUESTED“.“

Wir: „Ach, und was bedeutet das genau?“

Check in: „Sie können entscheiden, welches Rad Sie mitnehmen und welches Rad Sie hier lassen.“

Wir: „Das ist aber gar nicht schön. Können Sie da nicht etwas machen?“

Eine wilde Telefoniererei ging los. Kann man vielleicht die beiden Räder zu einem zusammenpacken? Ein Fahrrad war ja bestätigt. Es gibt ja die Folienumwickelmaschine. Keine Ahnung, wie diese Maschinen wirklich heißen. Leider lehnte der Folienumwickelmaschinenbediener das Fahrradmitfolienumwickeln glatt weg ab. Dafür sei seine Folienumwickelmaschine nicht zugelassen.

Die nächste Idee waren unsere Schnürsenkel. Damit hätten wir die zwei Fahrräder ja auch zu einem Stück zusammenschnüren können. Übrigens wissen wir jetzt, dass es auf diesem Flughafen in all den Autovermietungen, Büros und anderen Läden unmöglich ist, Tape oder stärkere Bänder zu bekommen.

Mit offenen Schuhen standen wir also ganz am Ende der Check in time vor dem Schalter und hofften das Beste. Wir hatten Glück. Ein Chef meinte nur, die Räder kommen mit. Nun aber schnell.

Wer schon mal mit Fahrrädern geflogen ist, weiß, dass auch die Fahrräder durchleuchtet werden müssen und auf Sprengstoff geprüft werden. In der Regel passt ein normales Rad durch die Maschine. Mein Rad passt in der Regel nicht durch die Maschine, da ich mit meinen zwei Metern auch ein großes Rad habe. So war es auch in Vilnius. Man kann doch den Sattel abschrauben. Ja, kann man, wenn man das nötige Werkzeug nicht gerade als Gepäck aufgegeben hätte. Die Zeit bis zum Abflug wird knapp. So baute ich schnell das Hinterrad aus und zwängte das Fahrrad durch das Röntgengerät.

Puhhh, dann hat alles geklappt und wir sind gut in Berlin gelandet. Nach dem Zusammenbau radelten wir zum Bahnhof.

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Dort trafen wir unsere Tochter, die mir einen Liter Milch und Susanne ihr Lieblingsgetränk mitgebracht hat. Danke schön. Mit dem RE 1 ging es dann zurück nach Magdeburg.

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Mal sehen, ob uns beim Sichten der Fotos noch ein paar Fotos auffallen und mit welchem Ergebnis wir unser Spendenprojekt abschließen.
Bitte bleibt neugierig :-).

Alte Hauptstadt und unvollendete Osttour

Heute verließen wir das doch sehr große Polen. Die Einreise nach Litauen gestaltete sich problemlos.

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Wir spürten deutlich, dass wir in einem anderen Land sind. So waren plötzlich die Häuser nur noch selten aus Stein, sondern aus Holz …

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… und die Ortschaften wirkten weniger lebendig.

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Unser Tagesziel war die alte Hauptstadt Trakai. Die Stadt hat ganz viel Festung. Die brauchte man, um sich gegen uns Teutonen zu wehren. Trakai liegt unheimlich malerisch an einem See und die Festungen liegen am See und auf einer Insel im See.

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Gestern haben wir die Nachricht erhalten, dass Susannes Papa verstorben ist. Ein Leben hat sich vollendet. So muss unsere Osttour unvollendet bleiben.

Wir haben für morgen den nächsten möglichen Direktflug mit Fahrradmitnahme von Vilnius nach Berlin gebucht. Gleichzeitig hatten wir Kontakt mit Lidia, einer Lehrerin aus der Schule des Heiligen Georg, der Schule für schwer geistig behinderte Menschen in Moskau. Diese Schule soll auch von unserem Spendenprojekt profitieren. Unser Besuch in der Schule sollte ein Höhepunkt unserer Tour sein.

Viele Kilometer nach Osten werden nun nicht mehr geradelt und viele Erfahrungen, auf die wir uns gefreut haben, werden nicht gemacht.

Aber, wir hatten 11 tolle und sehr intensive Tage und wir wollen ein ganz klein wenig von unserem Glück durch unsere eigene Spende, aber auch durch die Osttour-Spendenaktion weitergeben.

Auch wenn die 156 Cent je Kilometer noch nicht erreicht wurden, werden wir unseren eigenen Beitrag verdoppeln und jeweils zur Hälfte nach Russland und Deutschland gehen lassen. Über das Ergebnis der gesamten Spendenaktion werden wir hier natürlich berichten.

Herzlichen Dank an euch Spender und danke auch euch Lesern unseres Blogs.

Statistik:
Tageskilometer: 134 – Zum Flughafen nach Vilnius kommen morgen noch gute 30 km hinzu. Gesamtkilometer: 1.200
Tageshöhenmeter: 766, Gesamthöhenmeter: 5.558
Standort N 54°38.324 O 24° 55.958
Spendenstand: 147 Cent (neuer Spender: Sven Uschmann – danke)

zum Tag 12 – weiter nach Osten

Wäsche und Bunker auf unserer Osttour

Je leichter das Gepäck, um so leichter der Tritt. Wir haben also sehr wenige Sachen eingepackt. Deshalb ist jeder Tag auf unserer Osttour ein Waschtag. Wenn wir in unserer Unterkunft sind, duschen wir sofort und waschen per Hand.

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Konzept Wäscheleine

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Konzept Deckenlampe (klassisch)

Es gibt natürlich auch noch das Konzept Gardinenstange, Konzept Stehlampe, Konzept Fenster, …. Im Ergebnis haben wir jeden Tag frisch gewaschene Sachen an :).

Heute wiesen uns Schilder rechts und links des Weges auf Bunker des Ostwalls hin. Wir entschieden uns, einen genauer anzuschauen. Es war ein Panzerwerk mit 20 Mann Besatzung.

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Von Außen sieht man nur die mindestens 40 Zentimeter dicke Stahlpanzerung. Von Innen sieht das dann so aus.

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Auch hier gilt, wir könne dankbar sein, dass wir diese Bauwerke als Besucher kennen lernen.

Kurze Zeit später erreichten wir Suwałki.

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Alexanderkirche in Suwałki

Das ist schon wieder eine große Stadt mit ca. 70.000 Einwohnern. Wir haben uns ganz oft bei den Ortsgrößen verschätzt.

Einige Kilometer hinter Suwałki erhielten wir eine Nachricht, die Einfluss auf unsere Tour hat und die wir erst noch verarbeiten müssen. Außerde feierten einen Meilenstein unserer Osttour.

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Osttour 1.000 Kilometer für uns und einen guten Zweck nach Osten

Da wir ein wenig abergläubisch sind, haben wir das Blatt mit der 1.000 erst gestern Abend mit einem Kugelschreiber gemalt.

Heute schlafen wir noch in Polen. Es sind aber nur noch 4 Kilometer bis nach Litauen.

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Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 114, Gesamtkilometer: 1034
Tageshöhenmeter: 727, Gesamthöhenmeter: 4.792
Standort N 54°08.644 O 23° 27.950
Spendenstand: 145 Cent

zum Tag 11 – weiter nach Osten