Hallo Mitfahrerin!

Kindersitze, Kinderhelme und Kinderfahrräder waren lange schon nicht mehr im Bestand unserer Ausrüstung, doch zum Glück wiederholt sich alles.

Nachdem wir letztes Mal beim Besuch unserer „Fingerfesthalterin“ die Räder mangels Kindersitz stehen lassen mussten, hat es ein solcher inzwischen in unseren Besitz geschafft.

Der neue Kindersitz, ein sehr einfaches Modell, war schnell montiert. So konnten wir dieses Mal standesgemäß mit dem Fahrrad auf Stadttour gehen.

Aus unserer kleinen „Fingerfesthalterin“ ist nun eine „Mitfahrerin“ geworden. Man muss ja nicht immer jeden Weg mit dem Auto fahren. Wir sind gespannt, was wir jenseits der Renn- und Crossräder mit unserer „Mitfahrerin“ so alles erleben.

Bitte bleibt neugierig :-).

längst verlassen

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In den Fenstern kann man die frühere Nutzung noch erkennen.

Die unbeachtete Challenge

Nach dem Sommer sind fünf Landkreise „discovert“. Ihr fragt, worum geht es eigentlich?

Wir riefen im Frühjahr auf, Landkreisschilder beim Radeln zu beachten. Wenn ihr ein solches Landkreisschild seht, könnt ihr euer Fahrrad mit Landkreisschild fotografieren. Wer uns dann noch das Foto schickt (deutschlandtour@traumradeln.de) oder es im Kommentar verlinkt, nimmt an der Challenge teil.

zur Traumradeln Deutschland-Challenge

Wir konnten uns bisher über fünf Fotos freuen.

Wir selber haben natürlich ab und zu beim Erreichen einer Landkreisgrenze angehalten und auch ein Foto „erbeutet“ :-).

 

Da wir selber außerhalb der Konkurrenz an der Challenge teilnehmen, sind die Landkreise „Börde“ und „Harz“ noch nicht vergeben.

Wir haben auch festgestellt, es gibt Landkreise, die haben auf allen Straßen an der Landkreisgrenze Schilder aufgestellt. Es gibt Landkreise, da findet man nur an wenigen Straßen Landkreisschilder und es gibt Landkreise, da findet man gar keine Schilder.

Natürlich freuen wir uns auch über Kommentare, wie: Wir haben kein „Oberhavel“-Landkreisschild gefunden. Wir könnten dann ja mal den betreffenden Landkreis anschreiben und fragen, warum er keine Schilder hat ;-). Auf unserer interaktiven Karte haben wir heute die fünf vergebenen Landkreise grün markiert.

Mal sehen, ob diese Challenge auch in Zukunft eher unbeachtet bleibt. Wir werden auch weiterhin Fotos von Landkreisschildern schießen.

Vielleicht radelt ihr ja auch mal an einem Landkreisschild  vorbei. Bitte bleibt neugierig :-).

Osttour – Challenge erfüllt?!

Drei Wochen sind seit unserem Abflug aus Moskau ins Land gegangen. Unsere Spenden sind inzwischen auf die Konten der Fördervereine überwiesen. Wir sind auf das Ergebnis und die Verwendung gespannt. Da wollen wir nicht versäumen, euch von unserer Herausforderung, neudeutsch Challenge, zu berichten.

Vor unserem Start trug es sich zu, dass wir folgende Mail erhielten:

„Liebe Susanne, lieber Frank,
schön dass Ihr Euch wieder auf die Radels macht, und auch wieder für einen guten Zweck.
Eurer Ziel ist schon toll. Ich spende gern 5Cent pro Kilometer.
Wenn Ihr mir von Eurer Tour ein Foto vom Gebäude der Hochschule МИСиС , Ленинский проспект 4 schickt, erhöhe ich auf 10Cent.
Schräg gegenüber, auch auf dem Leninskij Prospekt, ist der schönste Souvenirladen Moskaus. Viel Spaß auf der Fahrt, ich werde sie verfolgen.“

Das nennen wir eine Herausforderung. Definitiv trug diese Mail dazu bei, dass wir Moskau, zwar anders als gedacht, schließlich doch noch erreichten. Gleich am zweiten Tag setzten wir den Rucksack auf und machten uns auf den Weg zum „МИСиС“.

Hier ist schon mal ein Foto vom Lenin Prospekt.

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Übrigens gibt es in Moskau noch deutlich breitere Straßen, als diese 10-spurige.

Voilà, hier sind unsere Fotos vom Misis.

Was macht das „МИСиС“so besonders? Auch hier wollen wir unseren Unterstützer zitieren:

„Liebe Susanne, lieber Frank,
die Hochschule MISIS hat eine Schlüsselrolle für die Metallurgie des 20. Jahrhunderts. Der Kurzname bedeutet: Moskauer Institut für Stähle und Legierungen.
Es hat wissenschaftliche Beziehungen u.a. zur Bergakademie Freiberg. Das heutige Hauptgebäude ist ein eher uninteressanter Betonklotz aus den 70er Jahren.
Einer seiner bedeutendsten Mitarbeiter war Professor Smirnow. Er hat als Aspirant den Stahl für den legendären Panzer T34 entwickelt.
Ihr werdet auf Eurem Weg viele Spuren aus der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges, so bezeichnen die Russen noch heute den 2.Weltkrieg, sehen.“

Natürlich haben wir vom Fahrrad auf unserem Weg nach Moskau immer wieder die Spuren des „Großen Vaterländischen Krieges“ gesehen. In unseren Beiträgen über die Seelower Höhen und die Bunker des Ostwalls berichteten wir darüber. Die beschriebenen T34 standen natürlich auch am Wegesrand.

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Es gibt so viele Gedanken, denen man auf so einer Fahrradtour in den Osten nachhängen kann. Herzlichen Dank, für diese tolle Herausforderung, die wir sehr, sehr gerne erfüllt haben!!!

Bitte bleibt neugierig :-).

Noch mal zum Start? 

 

Die unendliche Rundfahrt – Bismarckturm Mragowo/Sensburg

Auf unserer Osttour 2016 konnten wir nach dem Bismarckturm in Osterode auch den Bismarckturm in Mragowo, früher Sensburg „discovern“.

Der Turm steht im heutigen General Wladyslaw Sikorski Park von Mragowo bei den Geokoordinaten N53° 51.970′ E21° 17.820′ .

Wladyslaw Sikorski war ein polnischer Offizier, Oberbefehlshaber, Politiker und Ministerpräsident Polens. Der Turm ist eingezäunt und verschlossen. An Bismarck erinnert nichts mehr.

Da es in Strömen regnete, haben wir schnell die zwei Fotos geschossen. So konnten wir zwei der vier Bismarcktürme, die es heute noch im polnischen Teil von Ostpreußen gibt, besuchen. Gibt es in eurer Nähe auch einen Bismarkturm?

Bitte bleibt neugierig.

zu noch viel mehr Bismarcktürmen

Osttour – 6 Dinge, die uns in Polen aufgefallen sind

Wir sind von West nach durch Polen geradelt. Ist in Polen etwas anders als bei uns? Was ist uns aufgefallen?

Hier kommen unsere subjektiven Top 6:

1. Es gab auf 770 Kilometer Straßenrand beinahe keinen Müll.

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Hier liegt eines unserer Fahrräder am Straßenrand, sonst nichts. In Polen gibt es auch McDonalds und Bierdosen und Plastikverpackungen und …

2. In Polen merkt man, dass es aufwärts geht. Es wird viel gebaut und fast überall mit Hilfe der EU.

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3. Die Polen messen gelegentlich die Temperatur ihrer Straßen.

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4. In Polen scheinen immer alle Bewohner eines Ortes draußen auf den Beinen zu sein. Polen machte auf uns einen quirligeren und jüngeren Eindruck als Deutschland.

5. Die Polen hupen Fahrradfahrer nicht einfach so an. Wir sind nur ein einziges Mal in Polen angehupt worden. Das Auto hatte ein Wismarer Kennzeichen.

6. In Polen war es für uns immer wieder eine Überraschung, in welche Richtung Wasserhähne auf- oder zugedreht werden. Besonders „cool“ ist es, wenn in der Dusche Warmwasser- und Kaltwasserhahn in unterschiedliche Richtung geschlossen werden. Man dreht also nach dem Duschen den Warmwasserhahn zu und den Kaltwasserhahn (?)… . Das Verhalten war reproduzierbar, erst hörte ich aus der Dusche einen Schrei von Susanne bevor ich die selbe Situation ein halbe Stunde später nachstelle.

Vielleicht besucht ihr ja auch einmal Polen. Bitte bleibt neugierig ☺.

Statistik:
Gesamtkilometer: 1.200
Spendenstand: 164 Cent je geradeltem Kilometer
mehr zum Spendenaufruf

Unten haben wir mal alle Tracks unserer Osttour zusammengefügt.

Bretonen auf unserer Osttour

Wir haben in Olsztyn nicht gleich beim Einchecken bezahlt. Vielleicht bleiben wir ja zwei Nächte und machen einen Ruhetag. Das Zimmer war aber so warm, dass wir diesen Gedanken verwarfen. Zum Ausgleich entschieden wir uns die Etappen zu verkürzen. So war heute Mrągowo, das frühere Sensburg, unser Ziel.

Uuuuuups, meine Scheibenbremsen hatten fast gar keine Wirkung mehr – vorn und hinten. Ich vermutete, dass sich irgend etwas „Fettiges“ auf die Bremsbeläge gelegt hat. Also baute ich die Räder aus, suchte das Flickzeug mit einem kleinen Stück Sandpapier und schliff die Bremsbeläge etwas an. Wirkung: Jetzt bremst es noch schlechter. Toll. Schlussfolgerung: An einem Fettfilm auf den Bremsbelägen kann der Bremskraftverlust nicht gelegen haben. Ich justiert die Abstände der Bremsbeläge neu und alles war wieder gut. Wie sich Vorder- und Hinterradbremse zur selben Zeit verstellt haben können bleibt ein Rätsel. Egal.

Unterwegs trafen wir erstmals Tourenradler. So wenige Tourenradler, wie auf dieser Tour, haben wir noch nie getroffen. Ob das an der Route liegt? Ist sie wirklich so ungewöhnlich ;)? Jedenfalls unterhielten wir uns mit Alain und Luis.

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Die beiden sind am 11. Juni in der Bretagne losgeradelt und wollen nach Tallin. Respekt.

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Da die Sonne brannte, trafen wir uns unter Brücken. Bei der zweiten Rast sagte uns Alain, dass er einen Blog hat. Und schon hatte er ein Foto von uns gepostet. Er meint mit jungem Paar uns :). Die zwei machen längere Etappen, so wünschten wir gute Reise.

Gegen 13:30 Uhr waren wir im Hotel mit Blick auf den See. Wir nutzten ihn sofort zum Baden. Und am Abend gab es den Fussbalkrimi Deutschland – Italien.

Morgen werden wir eine Regenetappe haben.

Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 63, Gesamtkilometer: 853
Tageshöhenmeter: 390, Gesamthöhenmeter: 3.546
Standort N 53°52.000 O 21° 18.000
Spendenstand: 145 Cent

zum Tag 9 – weiter nach Osten

Über Bushaltestellen und eine schöne Stadt

Im Film Forest Gump sitzt Forest Gump an einer Bushaltestelle und erzählt sein Leben. Habt ihr das schon mal gemacht? Wir nicht. … aber so ein ganz klein wenig, vielleicht schon.

Es gibt Länder, da hat man an den Bushaltestellen kleine Häuschen für die Wartenden zum Schutz vor Regen und Sonne gebaut. Auf unseren Touren sind sie oft willkommene Rastplätze und gelegentlich kommt man mit Wartenden ins Gespräch.

Heute  hätte es mit einem langen Gespräch in einer Bushaltestellen klappen können. Wir waren da!

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Es hat geregnet. Man sieht den Regen nicht? Zweiter Versuch:

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Eine gute Stunde hatten wir Muße unseren Gedanken nachzuhängen und den Kundenstrom im gegenüberliegenden Tante-Emma-Laden zu beobachten. Übrigens gibt es diese hier in Polen noch in wirklich jedem Dorf.

Irgendwann kam die Sonne wieder heraus und wir machten uns weiter auf den Weg nach Osten. Bydgoszcz, früher Bromberg, war unser Ziel.

Wir waren überrascht, wie groß Bydgoszcz mit 360.000 Einwohnern ist. Nach dem Duschen schauten wir uns die Stadt an der Braha und der Weichsel an. Sehenswert.

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Brücke über die Braha

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Speicher

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Kathedrale St. Martini und Nikolai

Ausklingen ließen wir den Abend auf dem Marktplatz …

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… bei leckeren Piroggen und einem heimischen Gerstengetränk.

Mal sehen, was wir noch alles erleben. Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 120, Gesamtkilometer: 563
Tageshöhenmeter: 555, Gesamthöhenmeter: 2009
Standort 53°07.000 18° 00.000
Spendenstand: 145 Cent (neue Spender: Christoph Baur, Astrid Wessler, Birgit und Thomas Steeger – danke)

zum Tag 6 – weiter nach Osten

Impressionen von der Osttour

Der Tag begann mit einem Platten. Es war das selbe Hinterrad wie gestern. Vielleicht hätte ich keinen schon geflickten Schlauch mitnehmen sollen?

Wir möchten euch Impressionen aus den ersten Tagen unserer Osttour zeigen.

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Diskonnect – unterbrochene Stromleitungen an der stillgelegten Bahnstrecke Magdeburg-Loburg. Das passt!

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Der Flaeming Skate ist ein ca. 230 Kilometer langes Wegesystem im Landkreis Teltow-Fläming aus feinstem Asphalt. Perfekt für Skateboard, aber auch Radfahrer.

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Das Schild hätten wir fast übersehen ;-).

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Zwei Arme der Warthe, echt schön. Bei Küstrin fließt die Warthe in die Oder.

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Auch die Polen sparen nicht mit Schildern. Der Radweg endet und nach der Straße beginnt er wieder, der Radweg.

Wir radelten bei leichtem Rückenwind bis Trzcianka, ehemals Schönlanke. Nachdem die letzten beiden Tage unser Hotel direkt an einer Hauptstraße lag, freuten wir uns heute über einen See. Natürlich sprangen wir noch in den selben.

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Das ist doch Urlaub pur. Morgen geht es weiter nach Osten.

Bitte bleibt neugierig :-).

Statistik:
Tageskilometer: 114, Gesamtkilometer: 443
Tageshöhenmeter: 295, Gesamthöhenmeter: 1454
Standort 53°02.000 16° 28.000
Spendenstand: 139 Cent (neue Spender: Marlene und Hans-Jürgen Rasehorn, Brigitte Leneke – danke)

mehr zu unserem Spendenaufruf

zum Tag 5 – weiter nach Osten

im Keller – noch 5 Tage

Auf unserer Checkliste stand „Fahrräder für die Tour“ vorbereiten. Es wurde Zeit. So verbrachte ich einige Stunden mit Schrauben, Putzen und Fetten.

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Beide Räder haben jetzt zwei Flaschenhalter. – check
Beide Räder haben eine Luftpumpe am Rahmen. – check
Beide Räder haben eine Satteltasche mit Reifenheber, Multitool und zwei Ersatzschläuchen. – check
Beide Räder haben gefettete Ketten.- check
Beide Räder haben Gepäckträger und Stecklichthalterungen. – check

Im Laufe der Woche machen wir noch eine letzte Probefahrt und dann kann sie starten unsere Sommerradtour nach Osten.

Bitte bleibt neugierig :-).

Unser Spendenbarometer steht bei 120 Cent. Danke schön.