Tangermünde, immer wieder schön!

Fährt man von Magdeburg nach Norden, so kommt man in die Altmark. Sie ist dünn besiedelt und es gibt viel flache Landschaft. Hier ist es einfach zu radeln und man kann die Seele baumeln lassen. Besonders sehenswert ist Tangermünde. Im 14. Jahrhundert war Tangermünde von 1373 bis 1378 sogar die Zweitresidenz von Kaiser Karl IV, also fast eine Hauptstadt des heiligen römischen Reiches deutscher Nation.

rps20170403_192949.jpg
Blick auf Tamü

Tangermünde ist mit seinem alten vollständig erhaltenen Stadtkern wunderschön.

Tangermünde
Neustädter Tor Tangermünde

Wer einmal an der Elbe entlang radelt, sollte hier unbedingt eine Übernachtung einplanen. Auch die kleinen Dörfer entlang der Strecke sind toll.

Schelldorf
Schelldorf

Können wir euch zu einer Flussradtour motivieren?

Bitte bleibt neugierig :-).

Fährmann,  hol über!

„Don’t pay the ferryman until he gets you to the other side.“
Bitte bleibt neugierig 😀.

Von so weit her bis hier hin!

dsc_2084-1280x791

Dornröschenschlaf

Letztes Wochenende fand der Tag des offenen Denkmals statt. Wir haben uns für einen Besuch in Dornburg entschieden. Unser Dornburg liegt nahe des Elbkilometers 300.

In Dornburg liegt ein prächtiges Schloss im Dornröschenschlaf. Wie üblich, bei Klick gibt es großes Bild.

dsc_1782-1280x853
Schloss Dornburg – Ansicht von hinten
dsc_1788-1280x853
Schloss Dornburg – Ansicht von vorn

Das Schloss wurde 1751 für die Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Zerbst, die Mutter der russischen Zarin Katharina der Großen, erbaut. Obwohl es in keinem guten Zustand ist, kann man sich an Details erfreuen.

dsc_1785-1280x813

 

… und kaufen kann man es für kleines Geld auch ;-).

Zu DDR-Zeiten wurde das Schloss als Archiv genutzt. Ein paar Dokumente von Siemens & Halske zum Beispiel über den Bau einer Wasserkraftanlage in Niederschlesien sind noch da.

dsc02004

Nach der Schlossbesichtigung hatten wir noch Zeit am schönen Elbestrande den Anglern beim Hegefischen zuzuschauen.

dsc02009-1280x853

Gibt es bei euch vielleicht auch Schlösser im Dornröschenschlaf oder ein Denkmal, welches ihr am Tag des offenen Denkmals besucht habt?

Bitte bleibt neugierig :-).

1. Mai – Elberadeltag Tangerhütte

Am 1. Mai 2016 war Tangerhütte, eine Kleinstadt in der Altmark, unser Radelziel. Seit 2002 gibt es den Elberadeltag und Tangerhütte war dieses mal ein Standort des Elberadeltages. Andreas Brom, der Bürgermeister von Tangerhütte hieß viele Menschen vor dem neuen Schloss mit seinem Team zum Elberadeltag willkommen. Wir nahmen an der angebotenen Führung teil. Im Stadtpark gab viel zu sehen und wir hörten sogar gruselige Geschichten.

DSC01001 (1280x853)
Gusseiserner Pavillion, in dem sich schon Kaiser und Zar 1889 bei der Pariser Weltausstellung trafen
DSC01007 (853x1280)
Mausoleum der Industriellenfamilie Wagenführ
DSC01011 (853x1280)
Gruft im Mausoleum, bis 1985 lagen hier noch 11 Leichen, erst als man ein Skelett auf einer Bank im Park vorfand, überführte man die Gebeine auf den örtlichen Friedhof

Womit hat die Familie Wagenführ ihr Geld verdient? Auf allen drei Bildern kann man Eisengussteile erkennen. Für ein neues Schloss, welches wir uns anschauen durften, reichte es auch noch.

DSC01014 (1280x853)

Vielen Dank an die Organisatoren in Tangerhütte. Wir hatten einen tollen Tag. Bestimmt gibt es bei euch auch tolle umliegenden Orte.

Bitte bleibt neugierig :-).

Eine schweizer Milchkuranstalt im Herbst

Unglaublich, wie warm das war. Letztes Wochenende blühten Mitte November in den Gärten noch die Primeln …

DSC_0172 (1280x853)

… und die Rosen.

DSC_0167 (1280x853)

Doch nun weht ein kräftiger Wind die Blätter von den Bäumen. In der Schweizer Milchkuranstalt ist nichts mehr los.

DSC00153 (1280x853)

Die Milchkuranstalt ist ein Biergarten in Magdeburg. Die „Milch“ wird in einem historischen Gartenhäuschen ausgeschenkt. Es wurde extra für diesen Zweck mit Blick auf die Elbe und den Dom …

DSC_0186 (1280x853).jpg

… hier wieder aufgebaut. Jetzt träumt es von lauen Sommernächten.

Habt ihr auch Lieblingsorte, an denen es jetzt ruhiger wird?

Bitte bleibt neugierig :-).

 

 

Eine Einheitsfeiertagsradtour mit Kormoran

Fragt man einen Tag vor dem Wochenende die Freunde, ob man morgen gemeinsam eine Radtour unternimmt, so hat man oft keinen Erfolg. Heute hat ein Jeder viel zu tun und es gibt viele Termine.

Aus diesem Grund haben wir die grundsätzliche Verabredung, dass wir jedes Jahr am Einheitsfeiertag oder Reformationstag und am Dreikönigsfeiertag etwas unternehmen. Entweder wir wandern oder wir radeln. Wenn man das über mehrere Jahre so handhabt, dann wird es zur Tradition. Alle, die mögen, halten sich den Tag frei. Probiert es ruhig auch einmal, eine Tradition zu begründen.

Dieses Jahr war das Radeln unser Favorit. So haben wir Uhrzeit und Treffpunkt festgelegt und waren dann zu zwölft.

Es ging zur Trogbrücke bei Magdeburg. Hier kreuzt der Mittellandkanal, der das Ruhrgebiet mit Berlin verbindet, die Elbe. Wo hat man das schon, dass ein „großes Wasser“ ein anderes „großes Wasser“ überquert? In der Größe hat man das nirgends. Mit 918 Metern, ist diese Kanalbrücke die Größte in der Welt.

DSC_0058 (1280x853)

Überall entlang des Elberadweges und des Saaleradweges gibt es an markanten Punkten überdimensionale Bilderrahmen. Sie sollen die schönsten Ausblicke fokussieren. An der Trogbrücke gibt es auch so einen Fotorahmen. Wir ließen uns von einem lieben Radfahrer fotografieren.

DSC_0060 (1280x853)

Das war dann übrigens unser zweiter Fotorahmen. Den ersten sahen wir in Sandfurth.

Schon wieder auf dem Heimweg rasteten wir am Barleber, dem Badesee von Magdeburg. Die Badegäste waren nicht mehr da, aber Kormorane kamen vor die Linse.

DSC_0074 (1280x798)

Am späten Nachmittag waren alle wieder zu Hause und der Kaffee hat nach diesem tollen Tagesausflug besonders gut geschmeckt.

Habt ihr heute am Einheitsfeiertag auch etwas Tolles entdeckt?

Bitte bleibt neugierig.

Was tut ein Wahrschauer?

Schaut man sich Stellenanzeigen, egal ob in der Zeitung oder im Netz an, so liest man ganz häufig englische Worte oder Anglizismen. Manchmal weiß man gar nicht, worum es in der Stellenanzeige geht.

Letzten Samstag las ich aber eine Stellenanzeige, da konnte ich trotz einer sehr deutschen Berufsbezeichnung nicht sofort erkennen, was hier gemeint war. Gesucht wurde eine:

Wahrschauerin/ Wahrschauer

Was muss denn bitte schön ein Wahrschauer tun?

Wahrschau kommt aus dem niederdeutschen waarschuwen und bedeutet warnen. Somit ist ein Wahrschauer ein Warner und eine Wahrschau ist eine ortsfeste Warneinrichtung. Das ganze gibt es vorwiegend in der Binnenschiffahrt. In Magdeburg gibt es vor dem Domfelsen ein Lichtsignal, damit die Binnenschiffe die Stadtfahrstrecke unfallfrei meistern.

DSC_0041 (1280x867)

Ein Wahrschauer überwacht also derartige Warneinrichtungen und sorgt für sicheren Schiffsverkehr.

Bitte bleibt neugierig.

Extremwerte und die Elbe

An Rhein und Mosel wird wegen der niedrigen Wasserstände Weltkriegsschrott sichtbar. Da habe ich an unserer Elbe geschaut. Auch bei uns wird Schrott geborgen.

DSC_0003 (853x1280)

Und was ist das mitten im Fluß?

DSC_0002 (1280x853)

Ihr seht den Domfelsen von Magdeburg.

In der Mathematik gibt es Extremwertaufgaben mit lokalen und globalen Minima und Maxima. Übertragen wir dieses Konzept auf den Elbepegel, so würden die jährlichen Hoch- und Niedrigwasser die lokalen Maxima und Minima darstellen.

Das globale Maximum wäre der höchste jemals gemessene Wert. Das globale Minimum wäre der niedrigste jemals gemessene Wert. Da finde ich ein Bild vom Elbepegel Magdeburg aus dem Jahr 2002. Es zeigt einen Pegel von 660 cm.

kant1004

Damals sprach man von einem „Jahrhunderthochwasser“. Wir hatten am Dienstag, den 20. August 2002 in Magdeburg ein globales Maximum von 6,72 Meter.

Ärgerlich war, dass 11 Jahre später offensichtlich schon wieder 100 Jahre vergangen waren, denn wir hatten schon wieder ein Jahrhunderthochwasser. Der Pegel erreichte am 9. Juni 2013 ein neues globales Maximum mit 7,47 Meter.

IMG_0343

Auf dem Foto blicken wir vom Balkon eines Hauses in der Bleckenburgstraße auf einen aufgegebenen Sandsackwall. Die Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen.

Heute stehe ich trockenen Fußes auf dem Domfelsen. Die Elbe führt knapp 7 Meter weniger Wasser.

DSC_0014 (1280x853)

Verrückt. Der Pegel zeigt lächerliche 51 cm.

DSC_0006 (1280x853)

Diese 51 cm verfehlen den Status eines globalen Minimums nur knapp. Das Internet verrät, dass am 22. Juli 1934 nur 48 cm gemessen wurden.

Vermutlich werden wir vermehrt Extreme erleben. Wie sieht es an euren Flüssen aus?

Bitte bleibt neugierig :-).

von Magdeburg nach Tangermünde – ein Stück Elberadweg

Die Elbe ist der Fluss durch meine Heimatstadt, Magdeburg. Die Elbe ist ein toller Fluss. Sie ist noch nicht kanalisiert, so wie alle anderen vergleichbaren Flüsse in Deutschland.

201010 Herbst 001

Entlang der Elbe gibt es den Elberadweg. Für mich ist es der schönste Flussradweg. Natürlich, das ist subjektiv. Radelt man auf dem Elberadweg entlang, so gibt es immer etwas zu entdecken.

P1040321

Baumbart grüßt freundlich. Sofort bekommt man gute Laune. Wenn ich die vielen anderen Bäume in der Aue sehe, bin ich ganz sicher, dass es nicht der einzige Ent hier ist. Schließlich sprechen wir hier ja auch von Mittelelbe :-).

Fährt man von Magdeburg nach Norden, so kommt man in die Altmark. Sie ist sehr dünn besiedelt und es gibt ganz viel flache Landschaft. Es ist einfach zu fahren und man kann die Seele baumeln lassen. Absolut sehenswert ist Tangermünde. Im 14. Jahrhundert war Tangermünde von 1373 bis 1378 sogar der Zweitresidenz von Kaiser Karl IV, also fast eine Hauptstadt des heiligen römischen Reiches deutscher Nation.

P1040697

Tangermünde ist mit seinem alten vollständig erhaltenen Stadtkern wunderschön. Wer einmal an der Elbe entlang radelt, sollte hier unbedingt eine Übernachtung einplanen. Auch die kleinen Dörfer entlang der Strecke sind toll. Übrigens steht in Sandfurth am Schifferdenkmal ein Fotorahmen, der zum innehalten und fotografieren animieren soll.

P1040704

Jede Region in Deutschland ist besonders. Macht euch auf den Weg. Unsere Heimat ist schön!