Die Mecklenburger Seen Runde – Finale und Regenbogen

was vor 11:55 Uhr passierte

11:55 Uhr: Es ist fünf vor 12 und ich bin mit dem Auto in Malchow. Die Natur bietet ein tolles Schauspiel. Ob das die Radfahrer auch genießen?

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Susanne habe ich das letzte Mal an der Verpflegungsstation in Röbel bei Kilometer 128 gesehen. Übrigens muss Susanne gar nicht alleine fahren. Sie hat Hilfe von Ralf, einem Radlerfreund. Übrigens sind die Straßen nicht abgesperrt. Dieses „Radrennen“ über 28 Stunden findet komplett im öffentlichen Straßenverkehr statt.

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Nun geht es zur Verpflegung bei Kilometer 176. Unsere Tochter wird mit Mann dort sein. Gemeinsam wollen wir Susanne anfeuern.

13:20 Uhr: Juliane und ihr Mann sind da, die Freude ist groß. Es sind nur noch 134 Kilometer und einige Regenschauer. Die Natur ist wirklich ein Traum.

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16:48 Uhr: Ich erhalte eine SMS: „Bitte mit grüner Tasche zu Km 260.“ Dort befindet sich die vorletzte Verpflegungsstation. Sofort bin ich unterwegs. Mit dem Auto versuche ich extra nicht die Strecken zu fahren, die die Radler nehmen. Es wäre gefährlich. Es gibt viele Hügel und viele Kurven, so dass ein Überholen nicht möglich ist. Spaß macht ein hinterhertuckerndes Auto weder den Radlern, noch dem Autofahrer. Ich komme zusammen mit Susanne an der Verpflegungsstation an. In der Tasche habe ich Wechselsachen. Dies ist ein Luxus. Ich sehe viele Radler durchnässt zittern. Noch 40 Kilometer.

20:00 Uhr: Susanne rollt über den Zielstrich. Klasse.

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Immer wieder regnete es. Hagel war auch dabei. Da gab es auch gerne mal einen Regenbogen.

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Für mich war dieser Tag total berührend. Wie groß müssen die Emotionen bei den Teilnehmern erst gewesen sein? Viele Fahrer haben heute emotional und körperlich eine Grenzerfahrung gemacht.

Ich hörte wie ein Finisher sagt: „Mir war noch nie im Leben so elend. Das mache ich nächstes Jahr wieder.“

Was bringt uns Menschen dazu?

Danke an die Helfer

Die Mecklenburger Seen Runde – 300.000 Meter zum Ziel

3:35 Uhr, Unser Wecker würde zwar erst in ein paar Minuten klingeln, doch Susanne und ich ziehen uns schon mal an. Es ist ja Samstag und da muss man ja nicht so lange im Bett rumliegen. Wir sind in Neubrandenburg, in Mecklenburg und stehen halt früher auf. Schlaf haben wir nicht viel gehabt. Wir sind aufgeregt.

Im Oktober letzten Jahres müssen wir auch unter Schlafmangel gelitten haben. Wir haben uns bei der MSR, der Mecklenburger Seen Runde angemeldet. Das ist eine Art Radrennen um die Mecklenburger Seen. Allerdings starten nicht alle Teilnehmer zur selben Zeit sondern zwischen Freitag 21:00 Uhr und Samstag 8:00 Uhr. Warum so ein großes Startfenster? Die MSR ist halt etwas länger. Sie führt über 300 (!) km. Das Vorbild der MSR ist die Vättternrundan. Wie wir auf die Idee einer Teilnahme gekommen sind, weiß ich gar nicht mehr genau. Vielleicht hat das mit unserem Besuch am Vätternsee im letzten Jahr zu tun.

4:00 Uhr, Das Hotel hat Kekse, Riegel und heiße Getränke zum Frühstück bereit gestellt. Vermutlich frühstücken sonst nicht so viele Leute um diese Zeit. Susanne trinkt und isst etwas, während ich ein Fahrrad aus dem Auto hole. Nur ein Fahrrad für Zwei?

Vor knapp 6 Wochen wollten sich mein Knie und mein Chirurg ganz intensiv kennenlernen. Leider bedeutete das für mich, dass ich von der MSR nur noch träumen durfte. Allerdings war das auch für Susanne nicht lustig. Wir sind immer zusammen gefahren. Wenn dann ein Partner plötzlich als Radfahrer komplett ausfällt, so hat das für den Verbliebenen Auswirkungen auf die Motivation. Ganz nebenbei hat sie auch ihre Schmerzpunkte. Es war jedenfalls gar nicht leicht.

4:10 Uhr Susanne fährt den Kilometer zum Start. Didi Senft, der Teufel begrüßt uns.

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4:45 Uhr, Alle 10 Minuten geht eine Gruppe von ca. 50 Radlern auf die Strecke. Die Startgruppe von Susanne geht jetzt auf die Runde.

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Lieber Schatz, ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute!!!!

5:16 Uhr, Es beginnt kräftig zu regnen, ohne wäre ja auch zu einfach.

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6:12 Uhr, Ich bin nach dem Start noch einmal ins Hotel gegangen und schreibe diese Zeilen. Wenn ich diesen Beitrag fertig habe, gehe ich frühstücken und dann werde ich mich ins Auto setzen und zu einer der 7 Verpflegungsstationen fahren und gucken, ob meine durchweichte Frau noch Radfahren kann und mag. Ich wünsche euch allen einen schönen guten Morgen.

Wie es weiter geht, lest ihr im nächsten Blogbeitrag.

Die unendliche Rundfahrt – Bismarckturm Schnarsleben

Wenn man sich beim Radeln umschaut, sieht man ganz häufig Bismarcktürme. Bismarck ist wegen seiner Bedeutung für die Einigung der Deutschen, für die Einführung der Sozialversicherung oder seiner Russlandpolitik immer einen Post wert. Hier geht es um die nach ihm benannten Türmen.

Es soll 240 Bismarcktürme gegeben haben, von denen es heute noch 173 gibt. Einer steht ganz in der Nähe von Magdeburg auf dem Großen Wartberg zwischen Niederndodeleben und Irxleben. Da wir am 1. April den 200. Geburtstag von Otto von Bismarck feierten, haben wir mal wieder diesen Bismarckturm besucht.

Bismarck

Der Große Wartberg ist mit 145 Metern in unserer Gegend schon ziemlich hoch. So hat man einen tollen Blick über die Stadt Magdeburg. (Karte mit Bismarcktürmen, preußischen Meilensteinen und „Lost Badeanstalten“) Ein Besuch lohnt sich und dann sind da ja noch die anderen 172 Bismarcktürme :-). Zum Beispiel dieser hier.

Wann besucht ihr einen Bismarckturm?

Bitte bleibt neugierig :-).

von Magdeburg nach Tangermünde – ein Stück Elberadweg

Die Elbe ist der Fluss durch meine Heimatstadt, Magdeburg. Die Elbe ist ein toller Fluss. Sie ist noch nicht kanalisiert, so wie alle anderen vergleichbaren Flüsse in Deutschland.

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Entlang der Elbe gibt es den Elberadweg. Für mich ist es der schönste Flussradweg. Natürlich, das ist subjektiv. Radelt man auf dem Elberadweg entlang, so gibt es immer etwas zu entdecken.

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Baumbart grüßt freundlich. Sofort bekommt man gute Laune. Wenn ich die vielen anderen Bäume in der Aue sehe, bin ich ganz sicher, dass es nicht der einzige Ent hier ist. Schließlich sprechen wir hier ja auch von Mittelelbe :-).

Fährt man von Magdeburg nach Norden, so kommt man in die Altmark. Sie ist sehr dünn besiedelt und es gibt ganz viel flache Landschaft. Es ist einfach zu fahren und man kann die Seele baumeln lassen. Absolut sehenswert ist Tangermünde. Im 14. Jahrhundert war Tangermünde von 1373 bis 1378 sogar der Zweitresidenz von Kaiser Karl IV, also fast eine Hauptstadt des heiligen römischen Reiches deutscher Nation.

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Tangermünde ist mit seinem alten vollständig erhaltenen Stadtkern wunderschön. Wer einmal an der Elbe entlang radelt, sollte hier unbedingt eine Übernachtung einplanen. Auch die kleinen Dörfer entlang der Strecke sind toll. Übrigens steht in Sandfurth am Schifferdenkmal ein Fotorahmen, der zum innehalten und fotografieren animieren soll.

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Jede Region in Deutschland ist besonders. Macht euch auf den Weg. Unsere Heimat ist schön!