Bundestagswahl 2017 – War da was?

Obwohl unsere Zeit so spannend ist (Digitalisierung, Einwanderung, Finanzen, globale Konflikte), ist der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 sehr langweilig. Von den Plakaten schauen uns freundlich lächelnde Kandidaten an. Das war es dann auch schon. Konkrete Aussagen sind selten.

Typisch für diese Wahl ist dieses Wahlplakat.

Die CDU trifft gar keine Aussagen zu ihren Zielen, vielmehr gibt sie auf ihrem Plakat lediglich eine einfache Wahlverfahrensinformation. Die Partei ist sehr traurig.

Die Parteien kamen mit diesen Wahlplakaten im Vergleich zur Bundestagswahl 2013 auf folgende Ergebnisse:

Partei20132017
CDU/CSU41,532,9
SPD25,720,5
Linke8,69,2
Grüne8,48,9
FDP4,810,2
AfD4,712,5

Nach dem Motto „Herr Lindner sieht gut aus.“ hat die FDP mehr Stimmen erhalten. Alle Parteien grenzen die AfD aus. So stärkt man sie.

Bitte bleibt neugierig.

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Ist unser System „Autobahn“ noch ok?

Innerhalb weniger Tage hatten wir in gemütlicher Runde jeweils ein gleiches trauriges Thema.

Am 5. September berichtete eine Nachbarin, dass gerade zwei freiwillige Feuerwehrleute auf der A2 zwischen Brandenburg und Netzen unter ihrem umstürzenden Feuerwehrfahrzeug getötet wurden. Ein LKW raste auf das Feuerwehrauto.

Unser „System Autobahn“ kostet Menschenleben. Es ist richtig und gut, dass heute weniger Menschen im Straßenverkehr sterben, als noch vor 10 Jahren. Die Autos sind inzwischen besser konstruiert. Man stirbt nicht mehr so leicht.

Trotzdem ist jeder einzelne Todesfall einer zu viel. Akzeptieren wir das? Ich glaube, ja. Eine Einflussgröße wäre ein generelles Tempolimit. Es muss ja nicht bei 130 km/h liegen, auch 160 oder 180 km/h wären eine Maßnahme.

Am 12. September saß ich mit Kollegen in Bielefeld zusammen. Einer von ihnen berichtete von einem Massenunfall bei Oelde, ebenfalls auf der A2. Es starben zwei Menschen.

Ist unser System „Autobahn“ noch ok? Darf man im Land der „Freien Fahrt für freie Bürger“ so eine Frage stellen?

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Bitte bleibt neugierig.

Der Sachsenspiegel von Eike von Repgow

Muss man sich Reppichau anschauen? Ja.

In Reppichau, in der Nähe von Dessau wurde zwischen 1180 und 1190 Eike von Repgow geboren. Dieser verfasste das erste deutsche Rechtsbuch. In Reppichau ist das an jeder Stelle sichtbar. Man ist in einem riesigen Museum.

Das ganze Dorf ist ein Quell von Information. Ihr kennt vielleicht den Spruch „Wer zuerst kommt mahlt zuerst.“ An einer Hauswand las ich den Paragrafen aus dem dieser Spruch stammt. Er ist Teil des Verkehrsrechts im Sachsenspiegel, also einer frühen Straßenverkehrsordnung.

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Natürlich gibt es dann auch noch eine Illustration dazu.

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Das Wort „radebrechen“ hat seinen Ursprung in der mittelalterlichen Folter- und Hinrichtungsmethode des räderns.

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Die Illustration dazu:

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Am Trafohäuschen konnte ich mich über das Erbrecht informieren.

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Am Dorfteich stehen riesige kunstvolle Skulpturen.

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Es gibt noch viel mehr zu entdecken. Eine Runde mit dem Rad durch dieses tolle Dorf war wirklich super interessant.

Bitte bleibt neugierig.

Sind wir nicht alle Schildbürger? – September

Neulich auf der B1, die Bundesstraße war im Ortskern von Irxleben voll gesperrt und mitten auf der Straße stand dieses Schild.

Auch wenn es für die Anwohner nicht immer lustig ist, musste ich schmunzeln. Mit meinem Traumradel konnte ich sogar noch wenden ;-).

Bitte bleibt neugierig.

Wahlplakate #2 – Äußerlichkeiten

Auf meinem Arbeitsweg machte ich vier Fotos.

Welches Foto gehört nicht dazu? Tipp: Am Bart der Abgebildeten ist es nicht zu erkennen.

Bitte bleibt neugierig.

zu Wahlplakate Bundestagswahl 2017 #1

unsere Landkreischallenge lebt doch noch

Am 4. März 2016 haben wir aufgerufen, Landkreisschilder mit Fahrrad zu fotografieren. Inzwischen dachten wir, niemand hat Interesse an so einer „absonderlichen“ Idee. An Landkreisschildern mit dem Radel zu halten und auch noch zu fotografieren, verrückte Sache.

Nur ein Team hatte uns bisher 5 Fotos von Landkreisschildern gesendet. Doch am 24. August 2017 kamen gleich zwei Mails von Takeshi mit sage und schreibe 23 Fotos zu unserer Challenge. Hier nur 6 davon:

Wir freuen uns sehr. Neugierig? Hier geht es zu unserer Landkreisschilder-Challenge.

Es gibt noch zwei, drei 😉 unentdeckte Landkreisschilder, vielleicht auch in eurer Gegend.

Bitte bleibt neugierig :-).

eine alte Brauerei

Da steht er, der Sudturm unserer alten Brauerei.

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Am Eingang sieht man, wie weit sich die Natur eine Treppe zurück holt.

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Rechts und links der Treppe stehen Säulen auf denen man noch eine gemauerte Gerstenähre und Hopfen erkennt.

Die riesigen Sudbehälter, die zwei Etagen hoch waren, sind verschwunden, aber man kann sie sich gut vorstellen.

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Schaut man sich um, ist man umgeben vom morbiden Charakter eines LP.

Mal sehen, wann dieser Platz in „Loftwohnungen“ umgewandelt oder ganz verschwinden wird. Ich sage dann mal Prost auf die alte Brauerei und regionale Biere.

Bitte bleibt neugierig.

Wahlplakate #1 Bundestagswahl 2017

Da sind sie wieder, die Großwahlplakate für unsere Bundestagswahl im September.

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„Für gute Arbeit und gute Löhne.“ Ist denn irgend eine andere Partei gegen „gute Arbeit und gute Löhne“? Solche Aussagen sind Allgemeinplätze und man kann sie getrost „wegkürzen“.

Ein Plakat las ich aus dem Augenwinkel und dachte, wirklich? Ich drehte um und las erneut.

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„Bildung darf nichts kosten.“ Irgendwie stelle ich mir gleich einen Finanzminister vor, der kein Geld für genügend Lehrerstellen oder Schulgebäude freigibt. „Außer etwas Anstrengung.“ Bildung soll also nur „etwas“ anstrengend sein.

Natürlich erschließt sich, was die Plakatgestalter meinen und was sie sich für eine Wirkung beim Wähler erhoffen. Lest ihr Wahlplakate?

Bitte schaut genau hin und bleibt neugierig.

mehr Plakate zur Bundestagswahl 2017

Brombeere in einer alten Industriemühle

Heute haben wir wieder ein Bild von einem verlassenen Ort, einer alten Industriemühle, in der es leider schon gebrannt hat.

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Die Erkenntnis ist und bleibt: Am Ende ist alles wieder Natur und die Ordnung von uns Menschen löst sich auf.

In the end everything is nature again.

Bitte bleibt neugierig.

Schau mir in die Augen!

Schaue ich in diese Augen, ist für einen Moment alles schön.

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Bitte bleibt neugierig 😀.