9.11. – Das Schweigen der Lämmer

Heute bin ich mal allegorisch. Wölfe haben die Macht. Dazu schweigen die Lämmer.

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Der Mauerfall vor 30 Jahren war etwas ganz anderes und deshalb so besonders. Die Lämmer haben nicht geschwiegen und die Wölfe haben nicht getötet. Die Grenztore gingen auf.

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Puh, was für ein extrem seltener historischer Moment. Und was tun die Wölfe heute? Was machen die Lämmer?

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Bitte bleibt neugierig.

Kleine fleißige Kinderhände

Letztes Wochenende blieben Cross- und Rennrad stehen. Dieses Setup war für die Enkel angesagt.

Kinder wie die Zeit vergeht. Wir haben gebacken.

Es ist total schön, wenn kleine wuselige und oft noch ungeschickte Kinderhände die Plätzchen formen.

… und wie das duftet.

Die ersten Plätzchen im Jahr schmecken am besten. Ganz schnell waren unsere Plätzchen verschwunden :-).

Habt ihr auch schon gebacken?

Bitte bleibt neugierig.

Gibt es eine GPX-Datei mit Bismarcktürmen?

Wir waren im Vogtland. Während unserer Anreise haben wir den Bismarckturm in Jena „discovert“. Hier ist mein Fahrrad vor dem Turm. Der marode Turm ist mit Gittern zugestellt und in keinem guten Zustand.

Hätte es in der Nähe der Göltzschtalbrücke …

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… auch einen Bismarckturm gegeben? Die Gölzschtalbrücke liegt bei Netzschkau. Mal schauen. Irre, Netzschkau hat einen Bismarckturm. Wir saßen auf dem Fahrrad und hätten keine 6 Kilometer entfernt einen von uns unentdeckten Bismarckturm besuchen können.

Was tun, damit wir beim nächstes Mal einen so nahen Turm nicht übersehen? Unser GPS sollte die Türme kennen. Eine GPX-Datei mit allen Bismarcktürmen ist die Lösung. Ich finde im Internetz tatsächlich keine Bismarkturm-GPX-Datei.

Die Aufgabe ist klar. Wir haben hier bei Traumradeln schon über viele Bismarcktürme berichtet. Zu einigen weiteren Türmen haben wir schon recherchiert. Voila unsere GPX-Datei mit 146 Bismarcktürmen ist fertig.

Jetzt haben wir auch den Süden eingepflegt. Wer mag, hier ist unsere verpackte GPX-Datei zum Download.

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Wir freuen uns schon auf viele weitere Türme. So haben wir immer ein Ziel. … das hätten wir sonst aber auch 🙂

Bitte bleibt neugierig.

Und was ist mit Morgenröthe-Rautenkranz?

Als Kinder hat uns der Flug des ersten Deutschen in das Weltall begeistert. „Jähn flog am 26. August 1978 in der sowjetischen Raumkapsel Sojus 31 zusammen mit Waleri Fjodorowitsch Bykowski zur sowjetischen Raumstation Saljut 6. Der Flug dauerte 7 Tage, 20 Stunden, 49 Minuten und 4 Sekunden.“ (Quelle Wikipedia zu Sigmund Jähn)

Sigmund Jähn wurde in Morgenröthe-Rautenkranz geboren. Ein Freund schrieb uns: „Morgenröthe- Rautenkranz liegt nicht weit von Klingenthal weg. Da gibt es eine Wetterstation und das einzige Raumfahrtmuseum in Deutschland.“

Auf nach Morgenröthe-Rautenkranz.


Sigmund Jähn haben wir nicht mehr getroffen, da er vor knapp einem Monat am 21. September 2019 verstorben ist. Alles Gute, Sigmund.

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Aktuell begeistern uns die Falcon-9- und Falcon-Heavy-Raketenstarts. Dabei faszinieren vor allem die punktgenauen Landungen der Booster. Alles entwickelt sich.

Falls ihr mal im Vogtland seid, schaut mal in Morgenröthe beim einzigen deutschen Raumfahrtmuseum vorbei.

Bitte bleibt neugierig.

Und was ist mit Vogtland?

„Gibt es eigentlich noch einen Landkreis in Sachsen, in dem wir noch nie waren?“
„Ja, wir waren noch nie im Vogtland.“

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„Hey, wir besuchen das Vogtland!“
„Was wollen wir uns genau angucken?“
„In Klingenthal gab es die Seydel-Skisprungschanze und die legendäre Aschbergschanze. Heute ist die Weltcupschanze Vogtlandarena einen Besuch wert.“

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„Seydel, da klingelt was. Klingenthal ist für seine Harmonikaproduktion bekannt. Wollen wir uns die älteste Mundharmonikafertigung anschauen? Hattest du nicht mal eine Mundharmonika?“
„Ich habe keine Ahnung, wo meine Mundharmonika abgeblieben ist.“

„Jetzt hast du eine neue Mundharmonika :-). Toll, dass die Amerikaner, die extra aus Kalifornien anreisten, uns auf die Idee mit dem Besuch bei Seydel und Söhne gebracht haben.“

„In Markneukirchen werden ganz viele Musikinstrumente hergestellt. Das ist hier der Musikwinkel.“
„Ja, aber in Markneukirchen gibt es etwas anderes. Schaue mal da hinten. Siehst du ihn auf dem Hügel in der Mitte?“

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„Puh, ist das steil hier. Voila, wir haben einen weiteren Bismarckturm „discovert“.

„Was gibt es im Vogtland noch?“

„Die 574 Meter lange Göltzschtalbrücke ist die größte Ziegelstein­brücke der Welt. Dieses Viadukt aus 98 Bögen überspannt seit 1851 für die Bahnstrecke Leipzig–Hof das Tal der Göltzsch. Das nenne ich mal ein technisches Denkmal.“

„Kommt nicht der erste Deutsche im All auch aus dem Vogtland?“
„Ja, der kommt aus dem Vogtland, aber nicht mehr in diesem Beitrag.“

Bitte bleibt neugierig.

Ein Landkreisschild, sogar mit tschechischem Gruß, haben wir auch noch gefunden.

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Landkreis Vogtland

Amazonasrodung und was war mit unseren Urwäldern?

Bereits im 16. Jahrhundert haben unsere Vorfahren alle Wälder in der Nähe der Wirtschaftszentren komplett gerodet. Ganz oben in den Bergen der kursächsischen Territorien gab es noch Wälder, so im Vogtland.

Der Transport des Holzes erfolgte über die Flößerei. Über viele hundert Kilometer wurden Floßteiche …

… und Floßgräben angelegt.

Wenn Holz geflößt werden sollte und das Wasser in den Floßgräben nicht genügte, ließ man das Wasser aus den Floßteichen und konnte Holz über große Strecken transportieren. Zum Beispiel wurde Holz aus dem Vogtland erst über Floßgräben, dann über die Göltzsch, die Elster, den Elsterfloßgraben und die Luppe nach Leipzig und Halle transportiert. In Halle wurde das Holz für das Salzsieden genuzt. Das Salz ging dann zum Teil wieder zurück nach Sachsen.

Bei der Abholzung unserer Wälder ging es um das Überleben, um wirtschaftliche Vorteile und um Macht. In der Motivation gibt es keinen Unterschied zwischen uns Europäern und den Südamerikanern.

Die Fotos sind auf einer Radtour in der Nähe von Klingenthal im Vogtland entstanden. Der Herbst ist schön. Bitte bleibt neugierig.

2-Euro Münzen und der 3. Oktober

Am 3. Oktober 1990 traten die fünf neu gegründeten Länder auf dem Gebiet der DDR dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bei. Somit feiern wir heute den 29. Tag der deutschen Einheit. Die große Einheitsfeier richtet das Bundesland aus, welches die Bundesratspräsidentschaft inne hat.

Wann hat ein Bundesland die Feier ausgerichtet? Wir können das auf unseren Geldmünzen sehen. An dieser 2-Euro Münze können wir erkennen, dass 2006 die Einheitsfeier in Schleswig-Holstein stattfand.

Seit 2006 lässt die Bundesregierung 2-Euro-Gedenkmünzen prägen, auf denen jeweils ein Bauwerk aus dem Bundesland abgebildet ist, welches gerade den Bundesrat führt.

2006 Schleswig-Holstein
2007 Mecklenburg-Vorpommern
2008 Hamburg
2009 Saarland
2010 Bremen (fehlt uns)
2011 Nordrhein-Westphalen
2012 Bayern
2013 Baden- Würthemberg
2014 Niedersachsen
2015 Hessen
2016 Sachsen
2017 Rheinland-Pfalz
2018 Berlin

Wir habe unser Portemonnaie ausgeschüttet. Zufällig lag eine Karte der Bundesrepublik auf dem Tisch.

2019 macht die Bundesländerserie eine Pause. Dieses Jahr ist die 2-Euro- Münze dem Bundesrat in Berlin gewidmet. Der Bundesrat wird 70 Jahre alt.

2020 wird die Länderserie mit mit einem Motiv aus Brandenburg fortgesetzt. Wir machen schon mal unser Portemonnaie auf.

Wir feiern den 3. Oktober mit einer schönen Wanderung im Harz. Mal schauen, wie weit die Laubfärbung ist.

Bitte bleibt neugierig.

Anhaltischer oder anhaltinischer Rundsockelstein

Anhaltisch und anhaltinisch, beide Adjektive sind korrekt.

Letztes Wochenende trafen wir uns mit Freunden im Kyffhäuserkreis …

… zum Matrix-Geocachen. Dabei radelten wir auch mehrfach in den Unstrut-Hainich-Kreis. Dieser Kreis hat offensichtlich keine Kreisgrenzschider. Schade.

Wir haben aber auf unserer Anreise in Ballenstedt am Harz, der Wiege Anhalts, diesen anhaltische Rundsockelstein entdeckt. Der Rundsockelstein trägt die Inschrift „XI Meilen von Dessau“.

Eine anhaltische Meile entspricht etwa 7,5 Kilometer. In Halberstadt haben wir auch schon mal einen solchen Stein gesehen.

Dieser Art von Meilensteinen folgten ab 1874 in Anhalt Myriametersteine.

Der Nullpunkt des anhaltischen Meilensteinsystems befindet sich am Leopold-Denkmal auf dem Schlossplatz in Dessau. Hier haben wir eine Karte zu Meilensteinen und Postmeilensäulen.

Wir haben übrigens die ganze Geocaching-Matrix geschafft.

Bitte bleibt neugierig.

Bielefeld? Das gibt’s doch gar nicht.

Wir haben der „Bielefeldverschwörung“ geglaubt. Am 21. August 2019 hat die Stadt Bielefeld dem eine Million Euro versprochen, der die Nichtexistenz der Stadt Bielefeld beweist. Das Geld wurde nicht ausgezahlt.

Als ich das vermeintlich nicht existierende Bielefeld besuchte, machte ich mich natürlich auf den Weg zum Bismarckturm. Am Ortsausgang wurde ich unsicher.

Ist vielleicht das Gegenteil der „Bielefeldverschwörung“ richtig und wir können Bielefeld nie wieder verlassen? Zweifel und Sorge stiegen in mir auf.

Der „Eisernen Anton“ wurde 1895 als Bismarckturm vom Bielefelder Maschinenfabrikanten Heinrich Fricke gestiftet.

Der „Eiserne Anton“ ist bisher unser einziger Bismarckturm aus Stahl. Gibt es noch mehr?

Puh, ich haben es geschafft, Bielefeld wieder zu verlassen. Nun haben wir einen Bismarckturm mehr auf unserer Karte besucht. Das gibt’s ja gar nicht.

Bitte bleibt neugierig.

zu noch viel mehr Bismarcktürmen

Warten

Eine dreiwöchige Radtour mit Gepäck über Berge, unterschiedliche Bodenbeläge und Täler gehen an unseren Crossrädern nicht spurlos vorbei. Auf der Tour erledigen wir nur die nötigsten Reparaturen. Vor dem Wechseln des Schlauches bei einer Panne kann man sich irgendwie auch nicht drücken.

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Sonst fahren wir auf Verschleiß. Ein paar Wochen sind ins Land gegangen. Unsere Räder warten auf das Warten.

Beim Flug ist mein Rücklicht demoliert worden. Wir haben nur ein einfaches Batterierücklicht am Gepäckträger. Auch wenn wir im Sommerurlaub nicht in der Dunkelheit fahren, so sollen die Räder doch verkehrssicher sein und noch wichtiger, wir wollen in Tunneldurchfahrten gesehen werden. Ein neues Rücklicht für unter 20 Euro ist schnell montiert.

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Zum Ende der Tour war ein kraftvollen Antritt auf einigen Ritzeln nicht mehr möglich. Ja, das lag an meinen Beinen, aber auch an der verschlissenen Kette und den ausgeleierten Zähnen mehrerer Ritzel. Eine neue Kassette in der Qualität, wie wir sie fahren, kostet mehr als 50 Euro. Ich habe mich für den Tausch der dreiverschlissenen eher kleinen Ritzel entschieden. Die drei haben mich ca. 10 Euro gekostet. Die Ritzel mit 13, 15 und 16 Zähnen sind neu. Vielleicht könnt ihr es auf dem Foto sehen. Verblitzt euch nicht die Augen 😉

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Es ist übrigens auch verständlich, dass die kleineren Ritzel schneller verschleißen. Läuft doch die Kette bei einer Kurbelumdrehung doppelt so oft über jeden Zahn eines 15-er Ritzels im Vergleich zu einem Ritzel mit 30 Zähnen.

Der Schaltbowdenzug war schon vor der Tour geknickt und erste Drähte gerissen. Da er noch gut funktionierte, traute ich mich nicht, ihn vor unserem Urlaub zu ersetzen. Jetzt musste es sein. Ich gönnte mir sogar eine rote Endkappe. Hey, wie cool.

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Ca. 30 Euro haben die Ersatzteile gekostet. Nun ist mein treues Crossrad, welches mich schon zum Nordkap, durch Kuba, Russland, Japan und jetzt auch Kanada getragen hat, wieder fit für unsere Straßen. Ups, da sind doch schon ein paar Kilometer zusammen gekommen. Wie viele das wohl sein mögen? … Wie lange und wie viel fahrt ihr eure Räder?

Bitte bleibt neugierig.