Noch ein Bismarckturm und ein Brockenfrühstück im Advent

Am zweiten Advent drehten wir eine kleine Runde durch Halberstadt. In Halberstadt gibt es noch einen von uns unbesuchten Bismarckturm. Bitte schön:

Unsere Parteien versuchen eine Regierung zu bilden. Sie erklären uns ihre Standpunkte. Zum Verständnis hilft eine Weisheit von Herrn von Bismarck:

„Wenn man sagt, dass man einer Sache grundsätzlich zustimmt, so bedeutet es, dass man nicht die geringste Absicht hat, sie in der Praxis durchzuführen.“ (Otto von Bismarck)

Den Halbersädter Bismarckturm findet ihr auch auf unserer Traumradeln-Karte:

Am Samstag, den 16. Dezember geht es wieder mit mehreren Hundert Frühstaufstehern zum Frühstück auf den Brocken. Das heißt um 3:30 Uhr aufstehen und ab in den Harz nach Schierke. Dann lautet das Motto bei diesem Geocachingevent:

Walking in a Winter Wonderland

Sehen wir uns vielleicht sogar zum Sonnenaufgang um 8:19 Uhr oben auf unserem alten Blocksberg?

Ob wir mit dem Wetter wieder so ein Glück haben, wie bei unserem Brockenfrühstück 2016?

Wir werden berichten. Bitte bleibt neugierig.

Trainspotting beim Cross – Radeln im Harz

Eher selten verstauen wir unsere Räder im Auto. Am letzten Wochenende war es aber mal wieder so weit. Ich demontierte die Laufräder. Die Räder kamen ins Auto und es ging nach Blankenburg in den Harz. Die umgebenden Hügel waren unser Ziel.

Die Wege waren richtig herbstlich.

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Auf der Otto-Ebert-Brücke, einer Brücke über die Gleise der Rübelandbahn, standen ungefähr 10 Männer wie angewurzelt. Eine Frau war auch dabei. Sie lief aber nur hin und her. Die Männer standen hinter mächtigen Stativen mit noch mächtigeren Fotoapparaten. Das sind bestimmt Trainspotter dachte ich. Sie warten auf eine alte Dampflok.

Ich: „Was machen Sie denn hier?“
erster Trainspotter in der Reihe:“Wir warten.“
Ich: „Warten Sie auf einen Zug?“ (Ich war neugierig.)
erster Trainspotter in der Reihe: „Ja“
Ich: „Kommt ein Zug mit Dampflok?
erster Trainspotter in der Reihe: „Ja“
Ich: „Wissen Sie wann?“
erster Trainspotter in der Reihe: „Nein, wir stehen hier schon mehr als zwei Stunden.“

Wenn man schon mehr als zwei Stunden auf der (Achtung Wortspiel) zugigen Brücke steht, findet man vielleicht neugierig fragende Radler nicht so lustig.

Wir holten uns noch einen Stempel für die Harzer Wandernadel.

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HWN 79 – Otto-Ebert-Brücke

Da hörte ich ein entferntes Dampflokpfeifen.

Schnell stellte ich mich in die Reihe der Trainspotter und holte meine kleine Sony-Kompaktkamera aus der Trikottasche. Beim Einschalten gab sie ein kurzes „Piep“ von sich. Sofort wurde ich unfreundlich gebeten, mich woanders hin zu stellen. Ich lächelte höflich und verhielt mich ganz ruhig. Da kam doch tatsächlich eine Dampflok heran geschnauft. Wie immer gibt es mit Klick ein größeres Bild.

Wir sahen einen dampfbespannter Güterzug auf der Steilstrecke der Rübelandbahn. Gezogen wurde er von der „Bergkönigin“, der Dampflok 95 027. Großartig.

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Die Dampflok ist fast 100 Jahre alt. Kaum war der Zug vorbei, packten die Trainspotter ihr Equipment ein, räumten die Brücke und liefen zügig zu ihren Autos.

Ich: „Geht es zur nächsten Station?“
Trainspotter: „Ja..“
Ich „Viel Glück dabei.“
Trainspotter: „Danke“.

Ich finde es klasse, wenn Menschen mit Begeisterung ihrem Hobby nachgehen. Für uns ging es „cross“ durch den Wald zurück nach Blankenburg. Was für ein schöner Tag?

Bitte bleibt neugierig.

Everesting am Brocken

Der Mount Everest ist 8848 Meter hoch. Everesting am Brocken bedeutet, diese 8848 Höhenmeter durch wiederholtes Brockenhochradeln zu sammeln. 18 Auffahrten von Schierke und mehr als 340 Kilometer sind dazu notwendig.

Nein, 18 mal haben wir das nicht hinbekommen. Aber an diesem Osterregensamstag habe ich mich von zu Hause auf den Weg gemacht. Auf dem Weg „discoverte“ ich im Regen kurz vor Schleibnitz bei N52° 04.557 E011° 29.797 einen weiteren preußischen Ganzmeilenstein.

N 52° 04.557 E 011° 29.797

Irgendwann kam ich am letzten öffentlichen Parkplatz an der Brockenstraße zum Basiscamp der Aktion. Dort traf ich viele Gleichgesinnte. Grüße nach Sachsen.

Die Organisatoren sammeln für ein Kinderhospiz in Leipzig. Na dafür schwitze ich doch gerne und gebe ein paar Euro. 500 Höhenmeter weiter gab es Nebel. Mein treues Crossrad steht in einer Pfütze.

Ich habe es bei nur einer Auffahrt belassen. Danke liebe Ideengeber. Ich hatte einen coolen Tag, auch wenn ich mich zwischenzeitlich wie ein in einen Teich gefallene Milchbrötchen gefühlt habe.

Bitte bleibt neugierig 😀.

Preußische Meilensteine #3 – Emseloh

Die preußischen Ganzmeilensteine begeistern mich. So habe ich letztes Wochenende geschaut, ob es nicht am Wegesrand ein neues Exemplar zu entdecken gibt. Siehe da, in Emseloh, unweit Sangerhausen steht ein schöner Meilenstein. Diese Ganzmeilensäule wurde 1826 beim Bau der Kunststraße Langenbogen- Nordhausen aufgestellt.

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Ganzmeilenstein Emseloh

Die preußischen Kunststraßen oder auch Chausseen sind die Vorläufer unser heutigen Bundesstraßen. Sie wurden erstmals ingenieurmäßig geplant und verliefen deutlich geradliniger als die alten Land- und Poststraßen. Erst mit den Kunststraßen erreichte man in Europa wieder das Niveau der alten Fernstraßen aus der Römerzeit.

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28 preußische Meilen bis Berlin

 

Wir werden auf unseren Radtouren die Augen nach weiteren Meilensteinen offen halten. Auf unserer Traumradelnkarte tragen wir unsere Funde ein. Über Tipps, Anregungen und Hinweise freuen wir uns immer.

Bitte bleibt neugierig :-).

zum Beitrag „Preußische Meilensteine #2“ oder „Peußische Meilensteine #4“

Sonnenaufgang auf dem Brocken!

Samstag 3:45 Uhr, der Wecker klingelt. 4:10 Uhr, wir sitzen im Auto und fahren gen Harz. 5:35 Uhr, Einfahrt in das Parkhaus in Schierke. Nach und nach kommen die anderen. 6:00 Uhr, die Stirnlampen sind eingeschaltet und die Wanderung beginnt. 7:50 Uhr, wir sind oben auf dem Brocken und das Wetter sieht so gut aus.

Bald geht die Sonne auf.

Wir haben den perfekten Tag erwischt.

Bitte bleibt neugierig :-).

Wer hat Lust? Sonnenaufgang auf dem Brocken!

Heinrich Heine bezeichnete ihn als den „deutschesten aller Berge“. Goethe ließ im Faust Hexen auf den „Blocksberg“ fliegen. Die Rede ist von unserem Brocken. Nun gibt es von Geocachern die Idee, gemeinsam den Sonnenaufgang auf dem Brocken zu erleben.

Rechnet man mit ca. 2 Stunden Zeit für den Aufstieg, müsste man im Sommer sehr, sehr früh aufstehen. Im Winter ist das deutlich später. Kurz vor Weihnachten haben wir die längsten Nächte. Ein Samstag sollte es auch sein. Also ist dieses Jahr der 17. Dezember 2016 der ideale Zeitpunkt für so ein Event, denn die Sonne geht erst gegen 8:18 Uhr auf.

Hier findet ihr den Eventaufruf: Sonnenaufgang auf dem Brocken: 4. Brockenfrühstück Sonnenaufgang auf dem Brocken.

Wir werden nächsten Sonnabend kurz nach 4 Uhr mit dem Auto aufbrechen und uns gegen 6 Uhr von Schierke aus zu Fuß zum Gipfel des Brockens aufmachen. Den atemberaubenden Sonnenaufgang erwarten wir dann mit vielen Freunden oben gegen 8:18 Uhr.

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Im letzten Jahr waren wir auch schon dabei. Allerdings hatten wir nahezu keine Sicht. Bericht hier klicken

Mal sehen, wie die Sicht vom höchsten norddeutschen Berg dieses Jahr ist.

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Wer mag und nicht zu weit weg wohnt, ist eingeladen uns zu begleiten. Wir werden hunderte Frühaufsteher jenseits der Komfortzohne sein. Vielleicht gelingen mir ein paar schöne Fotos, die gibt es hier dann natürlich zu sehen.

Bitte bleibt neugierig :-).

Farbbild im Herbst!

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am Brocken – Bäume im Nebel

 

Sind wir nicht alle Schildbürger? (#8) – Nehmt Rücksicht!

Auf unserer letzten Brockenwanderung ist uns mal wieder ein interessantes Schild vor die Linse gekommen.

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Die Botschaft ist klar – bitte nehmt Rücksicht und freut euch auf die neue Fahrradsaison.

Auf dem Weg zum Gipfel gibt es noch mehr Schilder. Sie zeigen einem, dass man höher und dem Ziel näher kommt.

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Im nächsten Beitrag berichten wir über Baumbarts Verwandte, die wir heute auf einer Radrunde getroffen haben.

Bitte bleibt neugierig :-).

zum letzten Schildbürgerbeitrag

 

 

19. Dezember ’15, 8:19 Uhr – keine Sonne auf dem Brocken

Schlafen wird generell überbewertet. Nach unserer Anreise trafen wir uns heute gegen 5:40 Uhr mit einer ganzen Menge Freunde auf einem Parkplatz in Schierke. Dann wanderten wir auf den Brockengipfel.

Es wirkt surreal, wenn durch den stockfinsteren Harzwald Lichtpunkte schweben. Dabei handelte es sich um unsere Stirnlampen, die uns den Weg durch den stockfinsteren Tann wiesen.

Zwei Stunden später saßen wir mit vielen Hundert Frühaufstehern im Touristensaal des Brockenhotels.

Um 8:19 Uhr ging die Sonne auf. Wo?

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verrückte Frühaufsteher feiern auf dem Brocken den Sonnenaufgang

Durch Nebel war nix oder vielmehr fast nix zu sehen.

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Brockenhotel bei Sonnenaufgang

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Brockenmuseum bei Sonnenaufgang

Auch wenn die Fernsicht heute noch Luft nach oben hatte, haben wir mit vielen anderen Verrückten viel Spaß gehabt. Manchmal muss man sich etwas aus seiner Komfortzohne heraus begeben. Dazu möchte ich immer wieder ermutigen.

Jede Wanderung beginnt mit einem ersten Schritt. Vielleicht macht ihr ja auch mal wieder eine Wanderung.

Bitte bleibt neugierig :-).

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Blick in den mystischen Brockenwald beim Abstieg

 

auch Handys machen schöne Fotos

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