Letzte Woche radelten wir durch Schönhausen. Schönhausen ist ein kleiner Ort an der Elbe. Hier wurde am 1. April 1815 Otto von Bismarck geboren. Heute zeugen ein Park und ein kleines Museum davon.
Bismarckpark Schönhausen
Bismarckmuseum
Ein paar Meter an der selben Straße weiter treffen wir auf ein jüngeres Zeugnis unserer Geschichte. An der Hauptstraße des Dorfes steht ein Denkmal für die Rote Armee.
Denkmal für die Rote Armee
„СЛАВА ДОВЛЕОТНОЙ КРАСНОИ АРМИИ 1941 – 1945 г“
Inschrift auf Denkmal
Vor genau 75 Jahren war der Wahnsinn vorbei. Da kann man schon inne halten.
Trefft ihr auf Ausflügen auch auf Zeitzeugen und habt ihr die Muße zu schauen?
Bitte bleibt neugierig.
Für „ДОВЛЕОТНОЙ“ haben wir keine Übersetzung gefunden. Wenn jemand die genaue Übersetzung kennt, wir würden uns über einen Kommentar freuen.
Neulich entdeckten wir mal wieder einen Bismarckturm. Den kennen wir noch nicht.
Dieses Schmuckstück steht auf dem Petersberg bei Halle. Man sieht den Petersberg von der A14. Ich habe es noch im Ohr:
„Gucke mal, da ist der Petersberg. Das ist die höchste Erhebung zwischen hier und dem Ural.“
Die Aussage hat es auch zu Wikipedia geschafft, allerdings mit der Korrektur, dass sie nicht stimmt. Trotzdem, der 250 Meter hohe Petersberg ist ein verdammt hoher Berg für diese Region.
Wir waren im Vogtland. Während unserer Anreise haben wir den Bismarckturm in Jena „discovert“. Hier ist mein Fahrrad vor dem Turm. Der marode Turm ist mit Gittern zugestellt und in keinem guten Zustand.
Hätte es in der Nähe der Göltzschtalbrücke …
… auch einen Bismarckturm gegeben? Die Gölzschtalbrücke liegt bei Netzschkau. Mal schauen. Irre, Netzschkau hat einen Bismarckturm. Wir saßen auf dem Fahrrad und hätten keine 6 Kilometer entfernt einen von uns unentdeckten Bismarckturm besuchen können.
Was tun, damit wir beim nächstes Mal einen so nahen Turm nicht übersehen? Unser GPS sollte die Türme kennen. Eine GPX-Datei mit allen Bismarcktürmen ist die Lösung. Ich finde im Internetz tatsächlich keine Bismarkturm-GPX-Datei.
Die Aufgabe ist klar. Wir haben hier bei Traumradeln schon über viele Bismarcktürme berichtet. Zu einigen weiteren Türmen haben wir schon recherchiert. Voila unsere GPX-Datei mit 146 Bismarcktürmen ist fertig.
Jetzt haben wir auch den Süden eingepflegt. Wer mag, hier ist unsere verpackte GPX-Datei zum Download.
Wir freuen uns schon auf viele weitere Türme. So haben wir immer ein Ziel. … das hätten wir sonst aber auch 🙂
„Gibt es eigentlich noch einen Landkreis in Sachsen, in dem wir noch nie waren?“
„Ja, wir waren noch nie im Vogtland.“
„Hey, wir besuchen das Vogtland!“
„Was wollen wir uns genau angucken?“
„In Klingenthal gab es die Seydel-Skisprungschanze und die legendäre Aschbergschanze. Heute ist die Weltcupschanze Vogtlandarena einen Besuch wert.“
„Seydel, da klingelt was. Klingenthal ist für seine Harmonikaproduktion bekannt. Wollen wir uns die älteste Mundharmonikafertigung anschauen? Hattest du nicht mal eine Mundharmonika?“
„Ich habe keine Ahnung, wo meine Mundharmonika abgeblieben ist.“
„Jetzt hast du eine neue Mundharmonika :-). Toll, dass die Amerikaner, die extra aus Kalifornien anreisten, uns auf die Idee mit dem Besuch bei Seydel und Söhne gebracht haben.“
„In Markneukirchen werden ganz viele Musikinstrumente hergestellt. Das ist hier der Musikwinkel.“
„Ja, aber in Markneukirchen gibt es etwas anderes. Schaue mal da hinten. Siehst du ihn auf dem Hügel in der Mitte?“
„Puh, ist das steil hier. Voila, wir haben einen weiteren Bismarckturm „discovert“.
„Was gibt es im Vogtland noch?“
„Die 574 Meter lange Göltzschtalbrücke ist die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Dieses Viadukt aus 98 Bögen überspannt seit 1851 für die Bahnstrecke Leipzig–Hof das Tal der Göltzsch. Das nenne ich mal ein technisches Denkmal.“
„Kommt nicht der erste Deutsche im All auch aus dem Vogtland?“
„Ja, der kommt aus dem Vogtland, aber nicht mehr in diesem Beitrag.“
Bitte bleibt neugierig.
Ein Landkreisschild, sogar mit tschechischem Gruß, haben wir auch noch gefunden.
Wir haben der „Bielefeldverschwörung“ geglaubt. Am 21. August 2019 hat die Stadt Bielefeld dem eine Million Euro versprochen, der die Nichtexistenz der Stadt Bielefeld beweist. Das Geld wurde nicht ausgezahlt.
Als ich das vermeintlich nicht existierende Bielefeld besuchte, machte ich mich natürlich auf den Weg zum Bismarckturm. Am Ortsausgang wurde ich unsicher.
Ist vielleicht das Gegenteil der „Bielefeldverschwörung“ richtig und wir können Bielefeld nie wieder verlassen? Zweifel und Sorge stiegen in mir auf.
Der „Eisernen Anton“ wurde 1895 als Bismarckturm vom Bielefelder Maschinenfabrikanten Heinrich Fricke gestiftet.
Der „Eiserne Anton“ ist bisher unser einziger Bismarckturm aus Stahl. Gibt es noch mehr?
Puh, ich haben es geschafft, Bielefeld wieder zu verlassen. Nun haben wir einen Bismarckturm mehr auf unserer Karte besucht. Das gibt’s ja gar nicht.
Mein Schatz radelt hinter einem preußischen Rundmeilenstein und vor dem Brocken gen Harz. Das ist ziemlich perfekt.
Unser Brocken, der Blocksberg ist der höchste Punkt im Hintergrund.
Heute war die alte Fachwerkstatt Osterwieck unser Ziel. Um genau zu sein, wir wollten heute mal wieder einem Bismarckturm einen Besuch abstatten.
Vorher schauten wir noch in Anderbeck. ob bei der LPG „Karl Marx“ im Objekt 2 alles in Ordnung ist.
Bis auf ein wenig Rost, passt es. Als der Bismarckturm aus dem Blütenmeer vor uns auftauchte, war klar, die Radtour hat sich gelohnt.
Dieser Bismarckturm steht nördlich von Osterwieck auf dem Kirchberg, am südlichen Fallsteinhang auf 170 Meter über NN.
Osterwieck
Durch die Aussichtskuppel mit den vier halbrunden Öffnungen ist eine guter Blick auf das Harzpanorama mit Brocken, die Stadt Osterwieck und das nördliche Harzvorland möglich.
Sehr cool :-).
Für die Rücktour wurden wir bequem und ließen uns von der Bahn nach Hause bringen. Was für ein schöner Osterfeiertag. Nun haben wir einen Bismarckturm mehr auf unserer Karte :-).
Wie weit ist der nächste Bismarckturm von eurer Homezone weg?
Wer hier schon länger liest, weiß, dass wir „Bismarcktürme“ sammeln. Wir starteten unsere Herbstradtour in Aachen und besuchten natürlich den dortigen Bismarckturm.
Bismarckturm Aachen N 50° 44.795′ E 006° 06.385′
Der Turm stellt ein stilisiertes „B“ dar und er steht mitten auf einem Friedhof. Beides ist besonders.
Nach einer Woche Fahrradtour durch Belgien und die Niederlande erreichten wir Osnabrück, die Stadt des Friedens.
1648 wurde hier das Prinzip Recht vor Macht angewendet und der 30-jährige Krieg wurde durch den Westfälischen Frieden beendet.
Auch in der Nähe von Osnabrück gibt es einen Bismarckturm.
Tecklenburg
Bismarckturm Tecklenburg
Das ist der Bismarckturm von Tecklenburg. Er steht auf einem Höhenzug des Teutoburger Waldes. Ja, hier ist es hügelig. Wir freuen uns über jeden neuen Turm.
Wir haben eine Anfrage nach GPX-Dateien erhalten. Die stellen wir gerne bereit. Gebt uns bei Bedarf ein Signal. Darum kümmern wir uns jetzt.
Es ergab sich die Gelegenheit zu einer Fahrradrunde durch den Kyffhäuserkreis und den Landkreis Nordhausen.
Kyffhäuserkreis
Landkreis Nordhausen
Dabei schaute ich nicht nur nach den reifen sehr leckeren Pflaumen ….
… sondern vor allem nach Bismarcktürmen. Einen fand ich in Auleben (N 51°25.090′ E 10° 56.115′).
da hinten
Bismarckturm Auleben N 51° 21.453′ E 10° 52.195′
Blick vom Bismarckturm Auleben
Der Blick über die „Goldene Aue“ war großartig.
Einen zweiten Bismarckturm konnte ich in Sondershausen entdecken. Diesen Turm musste ich mir am Ende hart erwandern und erschieben. Der Turm steht auf dem 366 Meter hohen Spatenberg und ist auch als Spatenbergturm (N 51° 21.453′ E 10° 52.195′) bekannt.
Bismarckturm Sondershausen N 51° 21.453′ E 10° 52.195′
Die Runde durch die Goldene Aue und entlang der Hainleite war echt schön.
Spannende Ziele motivieren zu spannenden Touren. Für uns sind Bismarcktürme spannende Ziele.
In einiger Entfernung von unseren Heimatkoordinaten liegt der Bismarckturm von Wittmar auf der Asse. Dieser Turm wurde von den Braunschweiger Bürgern gestiftet. Der Turm wird gerade saniert. Insofern haben wir nur ein Foto mit Verhüllung.
Bismarckturm auf der Asse
Bismarckturm Wittmar
Außerdem kam uns der Bismarckturm von Lichtenfels in Franken vor die Linse.
Bismarckturm Lichtenfels
Der Turm steht ganz versteckt im Wald nördlich von Lichtenfels und südlich von Coburg. Es gibt nur einen unwegsamen Waldweg, keine Straße. Wir erradelten ihn während eines Wochenendtreffens mit Freunden in Bad Staffelstein.
Zu guter Letzt wollen wir euch ein Bild vom Bismarckturm von Tecklenburg zeigen. Dieser Turm steht nördlich von Münster.
Bismarckturm Tecklenburg
Liebe Jutta, vielen Dank für dein Bild. Es gibt überall tolle Dinge zu entdecken. Somit haben wir drei weitere Bismarcktürme auf unsere Traumradeln-Karte „eingezeichnet“.
Vielleicht gibt es in eurer Nähe auch einen Bismarckturm.
Gleich kommt auf unserer „Gurkenrunde“ die vorletzte Rast in Burg (Spreewald). Wir sind zu dritt unterwegs. Bis zum Ziel sind es noch ca. 50 Kilometer. Vor einer Linkskurve sehe ich nur wenige Meter rechts den schönen Burger Bismarckturm. Handzeichen nach hinten, ich schere aus. Frau Traumradlerin ist verwirrt.
„Was ist los, hast du Panne?“
„Alles gut, ich will nur schnell ein Foto machen. Da, ein Bismarckturm! Wir treffen uns bei der Rast.“
Der Burger Bismarckturm steht auf dem 62 Meter hohen Schlossberg nördlich von Burg. Wir haben ihn stolz auf unserer Traumradeln-Karte hinzugefügt:
Nach dem Spreewaldmarathon fanden wir in Lübben am Wegesrand auch noch einen Preußischen Rundmeilenstein.
Bei den 12 Meilen handelt es sich um Preußische Meilen. Eine Preußische Meile misst gut 7.532 Meter.
Bis Berlin sind es also gut 90 Kilometer, aber da radeln wir so müde, wie wir sind, nicht mehr hin.