Oh, ein Myriameter!

Ein Myriameter sind 10.000 Meter. Hin und wieder findet man Kilometersteine mit der Einheit Myriameter.

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Myriamterstein bei Tochheim

Wir haben schon viel über Preußische Meilensteine und über Sächsische Postmeilensäulen geschrieben. Dieser Stein gehört zu einem weiteren System, den Anhaltischen Meilensteinen.

1874 wurden in Anhalt die Meilensteine auf Myriameter, also 10.000 Meter umgestellt.

Um diesen Stein so zu fotografieren, musste ich erst einmal das Gras herunterdrücken. So konnte ich dieses schönen Relikte der Vergangenheit am Wegesrand sehen.

Bitte bleibt neugierig.

Weisheit #3 – Insgesamt klettert man zu wenig

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Weisheit: Insgesamt klettert man zu wenig auf Bäume.

Wann seid ihr das letzte Mal auf einen Baum geklettert? Bitte fallt nicht runter und bleibt neugierig.

Weisheit #4 – Alles hängt vom Wetter ab.

Weisheit #2 – Insgesamt sitzt man zu wenig am Meer.

 

Gurkenrunde – „Da, ein Bismarckturm!“

Gleich kommt auf unserer „Gurkenrunde“ die vorletzte Rast in Burg (Spreewald). Wir sind zu dritt unterwegs. Bis zum Ziel sind es noch ca. 50 Kilometer. Vor einer Linkskurve sehe ich nur wenige Meter rechts den schönen Burger Bismarckturm. Handzeichen nach hinten, ich schere aus. Frau Traumradlerin ist verwirrt.

„Was ist los, hast du Panne?“

„Alles gut, ich will nur schnell ein Foto machen. Da, ein Bismarckturm! Wir treffen uns bei der Rast.“

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Der Burger Bismarckturm steht auf dem 62 Meter hohen Schlossberg nördlich von Burg. Wir haben ihn stolz auf unserer Traumradeln-Karte hinzugefügt:

Nach dem Spreewaldmarathon fanden wir in Lübben am Wegesrand auch noch einen Preußischen Rundmeilenstein.

Bei den 12 Meilen handelt es sich um Preußische Meilen. Eine Preußische Meile misst gut 7.532 Meter.

Bis Berlin sind es also gut 90 Kilometer, aber da radeln wir so müde, wie wir sind, nicht mehr hin.

Bitte bleibt neugierig.

zu noch viel mehr Bismarcktürmen

„Gurkenrunde“

Der Spreewald ist für seine Spreewaldgurken, Schmalzschnitten und seine Fließe bekannt. Die Gegend ist sehr flach und eignet sich hervorragend zum Radeln. So kam es, dass wir Traumradler uns entschieden, dieses Jahr beim Spreewaldmarathon mitzufahren. Damit es sich lohnt, sollte es auch gleich die große Schleife sein. Aua.

Pünktlich um 7:30 Uhr erfolgte der Start auf der Schlossinsel in Lübben.

Wir waren nicht alleine. Ein Polizeifahrzeug sorgte für einen geordneten Start, bevor es an Alleen, Wiesen, Wäldern und den typischen Fließen vorbei durch die tolle Spreewaldlandschaft ging.

Der Spreewald gehörte früher zu Sachsen. Das wurde uns bewusst, als die fünfte Rast in Lieberose direkt im Schatten einer sächsischen Postmeilensäule stattfand. Cool.

Wir mögen diese sächsischen Postmeilensäulen und haben schon in Beiträgen darüber berichtet. Die Organisation war perfekt. Wir hätten uns kugelrund futtern können.

Vielen Dank ihr lieben guten Helfer. Ein Stückchen Weg war es noch.

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Nach gut sieben Stunden bogen wir positiv geschafft wieder auf die Schlossinsel in Lübben. Freunde von uns jubelten uns entgegen. Danke dafür :-). Nachdem wir die goldene Spreewaldgurke um den Hals gehängt bekommen hatten, gab es erst einmal ein verdientes Radler. Es waren viele Stände, darunter auch Eis aus Polen, auf dem Festplatz aufgebaut.

Eine Band spielte und die Stimmung war super. Es war eine echt schöne Runde. Wir kommen gerne wieder.

Nach dem Rennen musste natürlich auch noch ein Foto der Postmeilensäule von Lübben her.

Solch eine RTF, eine Radtourenfahrt, ist ein tolle Sache und bringt viel Spaß. Wer wollte, hätte am Sonntag auch gleich noch einen Marathon laufen können. Verrückt und für uns undenkbar. Wir sind sooo happy und müssen jetzt erst einmal ausgiebig regenerieren.

Bitte bleibt neugierig.

Weisheit #2 – Insgesamt sitzt man zu wenig am Meer

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Weisheit: Insgesamt sitzt man zu wenig am Meer.

Wann fahrt ihr das nächste mal ans Meer? Bitte bleibt neugierig.

Weisheit #3 Insgesamt klettert man zu wenig

Weisheit #1 Insgesamt geht man zu wenig in den Zoo

Danke für 100 (!) Fotos von Landkreisgrenzschildern

Schild 96

Es gab einen harten Kampf um den Landkreis Fulda. Mehrere Teilnehmer der Challenge waren in einer viel größeren Mission, dem „Candy B. Graveller“ unterwegs. So trug es sich zu, dass wir erstmals am selben Tag vom selben Landkreis ein Foto erhielten. So mussten wir auf die Zeitstempel schauen. Takeshis Mail erreichte uns am 14. April um 16:06 Uhr nur wenige Stunden vor Jeskos Kommentar. Glückwunsch Takeshi zum Landkreis Fulda.

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Fulda geht am 14.04.18 an Takeshi

Schild 97

Ganz weit im Süden ist monmue fleißig und hat innerhalb von sechs Tagen bis zum 14. April den 8. Platz erkämpft. Danke für das Foto vom Grenzschild des Landkreises Konstanz.

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Schild 98

Okoloman will den 8. Platz nicht kampflos aufgeben und ist am 15. April mit der Eroberung des Ostalbkreises wieder alleiniger Achter. Danke und Grüße.

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Schild 99 und 100

Jetzt scheint es täglich neue Eroberungen zu geben. Uli B. gewinnt am 16. April die Grafschaft Bentheim und den Landkreis Emsland. Herzlichen Dank.

 

Das Schild vom Landkreis Emsland ist in unserer Challenge das 100. (!) Kreisgrenzschild. Uns macht es riesigen Spaß von uns bekannten und auch manchmal unbekannten Landkreisen zu lesen. Danke euch Teilnehmern und Lesern.

Bitte bleibt neugierig und vielleicht radelt ihr ja auch mal zufällig an einem Kreisgrenzschild vorbei :-).

Hier geht es zu unserer Challengeseite.

Haben Sie WLAN?

Im Restaurant „Zur Düne“ direkt hinter einer Ostseedüne in Boltenhagen in Mecklenburg:

Ich: „Haben Sie WLAN?“

Bedienung: „Nein, nur Bratkartoffeln mit Speck und Hausfrauensouße.“

Ich: „???“

Ich: „Haben Sie vielleicht Internet?“

Die Bedienung lacht. Sie hatte verstanden, dass ich nach „vegan“ gefragt hätte.

Was haben wir gelernt? In der „Düne“ gibt es weder WLAN noch vegan.

… aber es gibt lecker Fisch und alles ist prima.

Bitte bleibt neugierig.

Von grünen Wiesen und Imagekampagnen

Fährt man von Magdeburg nach Norden, erreicht man nach gut 35 Kilometern die Altmark. In Kehnert, hinter dem Landkreisgrenzschild ….

… begrüßt uns das Schild der Imagekampagne „Die Altmark – Grüne Wiese mit Zukunft“.

Ach so? Ist es positiv mit der Aussage zu werben, eine Wiese zu sein? Ja, mir gefallen Imagekampagnen, an denen man sich reiben kann.

Die Altmark ist eine der am dünnsten besiedelten Regionen in Deutschland. Hier wird wegen des Bevölkerungsrückganges Infrastruktur aufgegeben. Eine Autobahn ist Fehlanzeige.

Aber das ruhige und weite Land bietet auch Chancen. In Kehnert fiel uns ein altes Rittergut mit Schloss auf.

Die Verantwortlichen versuchen mit der Imagekampagne den Tourismus zu unterstützen. Hier an der Elbe ist es einfach schön zu radeln und man kann die Seele baumeln lassen.

Unser Tagesziel war die alte Kaiserstadt Tangermünde.

„Tamü“ an der Elbe ist immer wieder toll und wir hatten Spaß auf der „grünen Wiese“. Gibt es bei euch auch Imagekampagnen mit überraschenden Aussagen?

Bitte bleibt neugierig.

In Carcassonne

In Carcassone halten wir an einer roten Ampel. „Warum stehen hier so viele Reporter und schwer bewaffnete Polizisten?“

Direkt neben uns sehen wir ein Blumenmeer vor der Gendarmerie und die Antwort war klar. Vor zwei Tagen, am 23. März 2018, wurde hier der 44-jährige Polizist Arnaud Beltrame getötet, der sich dem islamistischen Geiselnehmer als Austausch für die letzte verbliebene Geisel angeboten hatte.

In der südfranzösischen Provinz starben vier Menschen durch diesen Terroristen. Plötzlich vor dem Blumenmeer zu stehen, war ein extrem berührender Moment.

In Carcassonne muss man einfach …

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Es gibt so viel zu sehen.

Kennt ihr ja das Brettspiel „Carcassonne“? Die Festung gibt es wirklich und sie ist gigantisch.

Bitte bleibt neugierig.

La Légende du pont diable

La Légende du pont diable

Im Südwesten von Frankreich: Regen und Nebel ziehen nördlich der Pyrenäen über das Land.

Wir wollen nach Andorra. Unser Fahrer biegt routiniert von der schmalen Hauptstraße in die noch viel schmalere Nebenstraße ab. Unser Weg schlängelt sich an der Ariège entlang.

Im einsamen Tal der Ariège trug sich folgendes zu. Der Count von Foix beauftragte einen seiner Barone innerhalb eines Monats eine Brücke über eben die Ariège zu bauen. Er gab dem Baron dafür einen Monat Zeit. Würde er fehlen, würde er hängen.

Der Baron, ein Träumer hatte kein Geld, weder für Arbeiter noch für das Material. Der Monat neigte sich dem Ende entgegen und unser Baron hatte keine Lösung für seine Aufgabe gefunden. In seiner Verzweiflung schloss er einen Pakt mit dem Teufel. Der Teufel versprach ihm die Brücke in einer Nacht zu bauen, im Tausch für die erste Seele, die über diese Brücke kommen würde. Der Baron akzeptierte und am nächsten Morgen sollte die Brücke über die Ariège gebaut sein.

Schon wenig später fühlte sich unser Baron bei dem Gedanken, eine unschuldige Seele an den Teufel auszuliefern, schuldig. So begab er sich in die nahe Kirche von Saint-Volousian. Dort vertraute er seine Sünde dem Abt an. Anstatt ihn zu verurteilen, flüsterte ihm der Abt etwas ins Ohr. Das brachte unseren Baron zum Lächeln.

Am nächsten Morgen war die Brücke fertig gebaut und der Teufel wartete geduldig auf die erste Seele, die über die neue Brücke kommen würde.

Als der Teufel unseren Baron kommen sah, rief er ihm entgegen:

„Du Baron? Du wirst also der erste sein.“

„Nein, nein, das wird sie sein.“

Der Baron hatte einen Korb in seiner Hand. Er öffnete ihn und eine riesige Katze sprang heraus. Um ihre Taille war eine Soßenpfanne gebunden. Erschreckt vom Scheppern der Soßenpfanne, rannte die Katze als erste über die Brücke.

Der Teufel war geschlagen. Er löste sich auf und ward im Tal der Ariège nie mehr gesehen.

Am verregneten Märztag schauten wir auf die uralte Felssteinbrücke und es war gar nicht schwer, dieser Geschichte zu glauben.

In allen Regionen auf der Welt gibt es solche oder ähnliche „Teufelsbrückengeschichten“. Sie zeugen von der Sehnsucht der Menschen, dem Schicksal ein Schnäppchen zu schlagen.

Wir schafften es an diesem Tag nicht mehr nach Andorra. Starker Schneefall machte das unmöglich. Wir wurden pitsche, patsche nass. Trotzdem hatten wir einen unvergesslichen Tag und werden wohl immer an die Teufelsbrücke an der Ariège denken.

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Bitte bleibt neugierig.

nach Carcassonne