Salzländer Kulturstempel #28 Gradierwerk Schönebeck

Wo habt ihr euer Stempelheft für den Salzländer Kulturstempel her?

Die Stempelhefte soll es bei den Geschäftsstellen der Salzlandsparkasse geben. Das hat uns aber nichts genützt, da wir meist nur am Wochenende in den Salzlandkreis radeln und da haben die Sparkassen zu. Außerdem soll es die Hefte bei den Tourist-Informationen im Salzlandkreis geben. Das können wir in einem Fall bestätigen. Wir haben unsere Heft in der Tourist-Information Bad Salzelmen, direkt am Gradierwerk gekauft.

Gradierwerk Bad Salzelmen

Ein Gradierwerk diente früher der Salzgewinnung. In einem Gerüst wurden Reisigbündel geschichtet, über die dann Sole geleitet wurde. Dabei verdunstete Wasser und der Salzgehalt in der Sole wurde größer.

Das Gradierwerk in Bad Salzelmen war mit 1837 Metern das größte jemals gebaute Gradierwerk. Heute sind noch 300 Meter erhalten und in Betrieb. Das heißt, man kann in salziger Luft spazieren gehen. Ein Besuch lohnt sich. … und eine Stempelstelle gibt es ja auch.

Bitte bleibt neugierig.

rot: haben wir noch nicht besucht, lila: besucht/ frei zugänglich, braun: besucht/nicht frei zugänglich

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Unsere salzige Tour

Gigantische Abraumberge des Kalibergbaus sind nördlich von Magdeburg als Landmarke weithin sichtbar. Die höchste Abraumhalde heißt Kalimandscharo. Der Kalimandscharo erhebt sich ca. 120 Meter über dem Gelände.

Mit Freunden erkundeten wir auf eine Führung diese Welt. Nach einem ca. 3 Kilometer langen Aufstieg erreichten wir das Gipfelplateau.


40.000 Tonnen neuen Abraum setzt der „Absetzer“ hier jeden Tag ab. So wird der Kalimandscharo bis auf ca. 150 Meter anwachsen. Verrückt.

Das geförderte Salzgestein hat im Durchschnitt 10,6 % Kalisalzanteil. Unter 8 % wäre es nicht mehr förderwürdig. (Danke Ronny für den Hinweis.) In riesigen Becken wird dann das Nutzsalz ausgewaschen. 4,2 Kilometer Förderband befördern ununterbrochen den Abraum auf die Halde.

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Zwei Kalikumpel führten uns. Einer zeigte uns, dass der Abraum nass ist. Diese Nässe ist auch die Antwort auf meine Frage, warum man den Abraum nicht wieder zum Verfüllen der geschaffenen Hohlräume unter Tage nutzt. Salz ist hygroskopisch und Feuchtigkeit ist der Untergang eines jeden Schachtes, erklärte der Kumpel.

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Nach ca. 3 Stunden kamen wir nach unserer „salzigen Tour“ wieder am Fuße der Halde an. Es war beeindruckend. Danke für das Zeigen.

Salz bedeutet Leben. Bitte bleibt neugierig.

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