Wir sind auf dem Weg nach Ostfriesland. Die Räder sind im Auto verstaut. Es ist ein Stück Weg. Wo machen wir Rast? Bei Walsrode lockt ein Bismarckdenkmal.
Bismarckdenkmal Walsrode
In der Mittagszeit drehen wir eine schöne Herbstrunde.
Vom alten Kanzler sind viele Zitate überliefert. Wie wäre es mit dem?
Nun haben wir einen weiteren Bismarckturm besucht. Es sind noch genügend übrig.
Es gibt in dem Regal Legobausätze und Tonies, aber keine Kopfhörer. Kennt ihr Tonies? Die Tonie-Figuren enthalten einen NFC-Chip zur Identifikation, nichts weiter.
Mit einer Toniebox können Kinder Märchen oder Musik abspielen, die durch die Figuren symbolisiert werden. Das ist wieder mal eine gut funktionierende Geschäftsidee.
Mit dem Auto geht es nach Benneckenstein. Ach nein, vorher halten wir noch einmal kurz vor Tanne. Zu Fuß machen wir einen kleinen Abstecher auf den Kapitelsberg.
HWN 44 – Kapitelsberg
Nun parken wir aber in Benneckenstein und radeln wieder Richtung Tanne und dann nach Sorge. Die Stempelstelle am Grenzmuseum ist unser Ziel.
HWN 46 – Grenzmuseum
Nun radeln wir über die ehemalige Grenze nach Niedersachsen zum Hahnestein.
HWN 206 – Hahnestein
Wenn wir schon mal bei Hohegeiß sind, dann nehmen wir auch in strömendem Regen die Stempelstelle im Wolfsbachtal mit.
HWN 45 -Dicke Tannen
Obwohl wir eigentlich nicht mittagessen wollten, gönnten wir uns doch Schnitzel und heiße Schokolade bei netten Niederländern in der Wolfsbachmühle.
Da gibt es noch eine Stempelstelle die ziemlich abseits schon in Thüringen im Steinmühlental liegt. Schaffen wir die noch?
HWN 96 – Ehemalige Steinmühle
Die letzten Kilometer zurück zum Parkplatz in Benneckenstein gehen ganz schnell. Wir hatten Spaß mit dem Fahrrad über so manchen Stein von Stempelstelle zu Stempelstelle zu fahren.
Grete Minde geschieht bitteres Unrecht. Sie wird Anfang des 17. Jahrhunderts in altmärkischen Stadt Tangermünde …
Neustädter TorRathaus
… um ihr Erbe betrogen.
In der Novelle „Grete Minde“ von Theodor Fontane legt die junge Grete aus Verbitterung und Vergeltungsdrang in Tangermünde ein Feuer. Sie kommt gemeinsam mit vielen Tangermündern in den Flammen um.
Vor dem Rathaus steht Grete Minde als Skulptur.
Grete Minde
Bei perfektem Wetter radelten wir heute nach Tangermünde und sammelten Kilometer für unsere Stadtradelnteams.
Kennt ihr Tangermünde? Habt ihr schon mal von Grete Minde gehört? Habt ihr schon mal beim Stadtradeln mitgemacht?
Corona verhinderte viele kleine und große Radtouren. Nun scheint wieder mehr Bewegung zu sein.
Jesko auf der „Transcontinental“ #TCRNo8
Wir freuen uns über neue, tolle Fotos. Grenzschilder mit Fahrrad sind Zeuge von schönen Urlaubserlebnissen oder herausfordernden Radtouren. Lieber Kettenpeitscher, willkommen. Jesko und Joas, Glückwunsch zu euren Touren.
Willkommen Kettenpeitscher
Takeshi wurde just vom ersten Platz verdrängt. Ob wir von ihr noch ein Foto bekommen? Voilá, da ist ja schon eins.
Takeshi in Dänemark
Wir freuen uns über jedes Foto für unsere Weltchallenge. Es gibt ja so viele Länder. Viel Spaß beim Ländersammeln wünschen die Traumradler.
Da sich der Titicacasee auch in Bolivien befindet und wir noch nie in Bolivien waren buchten wir uns eine Buspassage nach Bolivien.
Tag 9: Busfahrt nach Bolivien: An der Grenze mussten wir aussteigen und zu Fuß die beiden Grenz- und Coronakontrollen passieren. Wir möchten nicht wissen, was bei einem positiven Coronabefund passiert wäre. Wären wir im im „Niemandsland“ gestrandet?
Peru ist nach Brasilien und Argentinien das drittgrößte Land Südamerikas und etwa 3,5 mal größer als Deutschland.
Die Währung in Peru heißt Sol. Für einen Euro bekommen wir ungefähr 4 Soles.
Colectivos sind Transporter, die an zentralen Stellen warten. Manchmal fahren sie nach Zeit, aber eigentlich immer erst, wenn sie voll sind. Wenn das nicht ökologisch ist? Mit Colectivos sind wir mehrfach sehr günstig (10 und 20 Soles) gereist.
Peru ist die Heimat der größten fliegenden Vögel der Welt, den Condoren.
Der Titicacasee ist auf ca. 3.800 Metern über dem Meeresspiegel der höchste schiffbare See der Erde.
In Peru findet man mit ca. 3.200 Metern Tiefe den tiefsten Canyon der Welt. Es ist der Cotahuasi Canyon. Er ist ungefähr doppelt so tief wie der Grand Canyon in Arizona. Wir begnügten uns mit dem zweittiefsten Canyon der Welt.
Colca-Canyon
Das Bruttoinlandsprodukt je Kopf liegt in Peru bei gut 6.000 Euro (Deutschland ca. 45.000 Euro). In Peru gibt es Aufstände wegen steigender Propangaspreise.
Ein Nein zu steigenden Lebenshaltungskosten, Energiepreisanstiegen oder zu Monopolen in der Lebensmittelproduktion wären doch auch für Deutschland wichtige Ziele, oder?
Es gibt ungefähr 10 Millionen Alpakas auf der Welt. 3/4 davon leben in Peru.
Dieses Alpaca gehörte zu unserem Hotel La Cupula in Copacabana in Bolivien. Hier steppte der Tourismus mit Bananenbootfahrten, Kitesurfen und solchen Dingen.
Tag 10: Dieser Tag war eigentlich zum Ausruhen gedacht. Wir verbrachten den Tag mit Telefonieren mit Deutschland, da bei uns zu Hause eingebrochen wurde. Nach unserer persönlichen Betroffenheit war die Kriminalität in Deutschland höher als in Bolivien. Trotzdem machten wir noch einen Ausflug zu einem Inkabauwerk und tranken den einen oder anderen Latte macchiato an der Playa.
Tag 11: Mit dem Nachtbus reisen wir wieder über Puno nach Cusco.
Wir sind in der „Nähe“, darum wollen wir den größten und höchstgelegenen schiffbaren See Südamerikas besuchen.
Titicacasee
Tag 7: Für 120 Soles geht es mit einem Touristenbus von NativaExpress über den Patapampapass von Chivay nach Puno an den Titicacasee.
Im Bus schreiben wir gegen 18 Uhr unser Hotel an und bitten um einen Pickup-Service. Unser Bus kommt um 19:40 Uhr in Puno an und ein Taxifahrer hält ein großes Smartphone mit unserem Namen hoch. Für 25 Soles müssen wir unsere drei Rucksäcke nicht durch die fremde Stadt tragen.
die Uros-Insel Mauri
Bei der guten Erfahrung fragen wir an der Rezeption gegen 21 Uhr nach einem Ausflug zu den schwimmenden Uros-Inseln.
die Welt der schwimmenden Inseln
„Kein Problem, Sie werden morgen um 7 Uhr aus dem Hotel abgeholt und dann geht es mit einem Katamaran zu den Uros-Inseln und danach auf die Insel Amantani.“
„Ab wann gibt es denn Frühstück?“
„Ab 6 Uhr.“
„Super, dann kaufen wir den Tagesausflug für 95 Soles pro Person.“
Bildungsvortrag und Werbeverkauf
Tag 8: Die Urosinseln sind schwimmende Inseln aus Schilf mit einem Durchmesser von ca. 25 Metern. Jede Insel gehört einer Familie und es leben ca. 20 Menschen auf ihr. Jeden Monat muss eine neue Lage Schilf auf die Insel, die ca. einen Meter mächtig ist.
Alicia und Frank
Übrigens holte sich Thor Heyerdahl für den Bau seiner Ra II Baumeister aus dem Volk der Aymara vom Titicacasee. Hier wurden und werden noch Schilfboote gebaut. Das sieht ungefähr so aus:
Das, was wir heute erlebten, hatte etwas von Disneyland.
sie nannten es Mercedes-Benz
Um 16:30 Uhr legten wir wieder in Puno an und sahen einen altes Schraubendampfer.
Nicht dieser, aber seine zwei Vorgänger wurden im 19. Jahrhundert im «knock-down»-Verfahren gebaut. Jedes der über 2000 Schiffsteile wurde so groß gebaut, dass es von einem Maultier getragen werden konnte. Über 350 Kilometer trugen es dann die Maultiere zum 3.800 Meter hoch gelegenen See. Dort wurden dann die zwei Schiffe wieder zusammen gebaut.
Schraubendampfer Ollanta
Neun Jahre vergingen, bis die peruanische Marine ihre zwei in England gebauten Schiffe auf dem Titicacasee nutzen konnte. Verrückt.
Wir hatten einen tollen Tag im Disneyland Uros-Inseln. Nun müssen wir noch zum Busbahnhof unseren Transport für morgen organisieren. Wohin?
Dieses Jahr machen wir keinen Fahrradurlaub. Frei nach dem alten Hit von UKW – „Haben wir hier schlechtes Klima, fahren wir sofort nach Lima.“ – buchten wir Flüge nach Lima. Und weil uns das nicht genügte, flogen wir gleich weiter nach Arequipa.
Arequipa, Plaza de Armas
Wir flogen vom BER um 6:15 Uhr. In Arequipa landeten wir um 20:22 Uhr am selben Tag. Das war durch die Zeitverschiebung von plus sieben Stunden möglich. Ob wohl dieser Tag mit 31 Stunden Länge der längste Tag unseres Lebens war?
Am Flughafenausgang hielt ein Taxifahrer unser Namenschild in die Höhe und in hupender und um Milimeter kämpfender Fahrt ging es zu unserem Hostal. Wir hatten es direkt an der Plaza de Armas gebucht.
Blick vom Balkon Hostal Casablanca
Am Tag 2 war nach dem Frühstück auf der Dachterasse ein Stadtrundgang Pflicht. Arequipa liegt auf 2.300 Höhenmetern und wird von Vulkanen mit über 6.000 Höhenmetern eingerahmt.
Iglesia de la Compañía
Weißes vulkanisches Tuffgestein findet man an vielen Bauten in der Stadt. Daher wird Arequipa auch die weiße Stadt genannt.
Arequipa, MarkthalleFrüchte im Überfluss
Die Straßen sind voll von Leben, aber in der Markthalle San Camillo war es noch mal bunter und quirliger.
Übrigens nehmen es die Peruaner mit den Hygienemaßnahmen ernster als wir Deutschen.
Natürlich besuchten wir das Kloster Santa Catalina.
Müde ging unser erster voller Tag in Südamerika zu Ende. Morgen wollen wir nach Chivay.
Was machen wir an einem langen Wochenende mit Freunden? Wir haben uns dieses Jahr für Helsinki entschieden. Helsinki liegt auf 60° nördlicher Breite. Anfang Juli sind die Nächte kurz und beinahe weiß.
In nur 33 Minuten bringt uns der Zug der Linie I vom Flughafen-Vantaa zum Hauptbahnhof. Riesige Art-deco-figuren begrüßen uns am Haupteingang.
Hauptbahnhof von Helsinki
Noch mit unseren Rucksäcken geht es zur nur ein paar Meter entfernten Oodi Bibliothek (Insgesamt besucht man zu wenig Bibliotheken). Es gibt viel Platz zum Arbeiten aber auch entspannen. Wir stärken uns hier mit einem Tagesmenü (Tipp: Kaffee und Speise ohne Limit zum guten Preis) und entdeckten tolle Architektur.
Oodi – öffentliche Zentralbibliothek
Das bekanntesten Wahrzeichen Helsinkis ist der 1852 fertiggestellte klassizistische, lutherische Dom von Helsinki. Die Uspenski-Kathedrale befindet sich auf einem Felsen am westlichen Zentrum. Auf dem Felsen sitzen im Sommer die Menschen und genießen die Wärme und die langen Tage.
Dome in Helsinki
Helsinki liegt am Finnischen Meerbusen. Dieser Teil der Ostsee kann zufrieren. Im Winter braucht man Eisbrecher. Die ganze Flotte von sieben Eisbrechern liegt still in der Stadt.
finnische Eisbrecher
Ab 1778 haben die Schweden die Festung Sveaborg (Schwedenburg) auf 6 miteinander verbundenen Inseln angelegt. 1808 übernahmen die Russen die Festung. 1918 kam die Festung mit der finnischen Unabhängigkeit zu Finnland. Heute heißt die Festung Suomenlinna (Finnenburg) und ist Weltkulturerbe.
Suomenlinna
GC72, Sun Gear: Den ältesten Geocache Finnlands haben wir gut 23 Kilometer nördlich von Helsinki ganz einsam im finnischen Wald gefunden.
ältester Geocache von Finnland
Die Temppeliaukio-Kirche ist eine sehr moderne Felsenkirche. Sie wurde 1961 fertiggestellt.
Felsenkirche
Für den bekanntesten finnischen Komponisten gibt es im Norden von Helsinki an einem Fjord, in dem man baden, segeln oder rudern kann, ein Denkmal aus ganz vielen Pfeifen.
Sibelius-Monument
Geschlafen haben wir im Eurohostel (Jugendherberge). Montag flogen wir mit mit vielen Eindrücken wieder nach Hause. Mal schauen, wo es uns nächstes Jahr hin verschlägt.
Wir haben viele 100 Stunden in Bibliotheken zugebracht. Erst in Kinderbibliotheken, dann in allen Stadtteilbibliotheken, die wir erreichen konnten und schließlich in der Unibibliothek. Heute hat sich das geändert. Die leichtkonsumierbare Medienwelt genügt und lässt kaum Platz für Bibliotheksbesuche.
Auf Reisen gucken wir aber doch.
Wir besuchen Bibliotheken und das ist klasse. Wir sind in Dublin und betreten das Trinity College. Dieses College wurde 1592 nach dem Vorbild von Oxford und Cambridge gegründet und ist eines der weltweit renommiertesten Colleges.
Trinity College, Dublin
„Schau, das Buch möchte ich sehen.“
„Was für ein toller Raum?“
Long Room of the Library, 64 Meter lang
Die Iren haben es mit Harfen. Im Staatswappen, auf Euromünzen und auch am Guinnessbier finden wir Harfen. Voilà, hier ist die älteste, irische „Urharfe“.
Brian Boru Harp
Diese Harfe ist unglaubliche 1.000 Jahre alt. Ja, insgesamt besucht man zu wenig Bibliotheken.
Könnt ihr Bibliotheken empfehlen, die man unbedingt besuchen sollte?