Dieser Dezember, der dunkelste Sommermonat

Liebe Traumradelfreunde, es ist Dezember. Holt den Grill aus der Winterruhe!

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Heute traf ich frei laufende Kamele in der Stadt. Ist das schon eine Folge der klimatischen Erwärmung? 🙂 (Nein, ein Zirkus ist in der Stadt.)

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Wir wünschen euch eine schöne Weihnacht.

Bitte bleibt neugierig :-).

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19. Dezember ’15, 8:19 Uhr – keine Sonne auf dem Brocken

Schlafen wird generell überbewertet. Nach unserer Anreise trafen wir uns heute gegen 5:40 Uhr mit einer ganzen Menge Freunde auf einem Parkplatz in Schierke. Dann wanderten wir auf den Brockengipfel.

Es wirkt surreal, wenn durch den stockfinsteren Harzwald Lichtpunkte schweben. Dabei handelte es sich um unsere Stirnlampen, die uns den Weg durch den stockfinsteren Tann wiesen.

Zwei Stunden später saßen wir mit vielen Hundert Frühaufstehern im Touristensaal des Brockenhotels.

Um 8:19 Uhr ging die Sonne auf. Wo?

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verrückte Frühaufsteher feiern auf dem Brocken den Sonnenaufgang

Durch Nebel war nix oder vielmehr fast nix zu sehen.

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Brockenhotel bei Sonnenaufgang
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Brockenmuseum bei Sonnenaufgang

Auch wenn die Fernsicht heute noch Luft nach oben hatte, haben wir mit vielen anderen Verrückten viel Spaß gehabt. Manchmal muss man sich etwas aus seiner Komfortzohne heraus begeben. Dazu möchte ich immer wieder ermutigen.

Jede Wanderung beginnt mit einem ersten Schritt. Vielleicht macht ihr ja auch mal wieder eine Wanderung.

Bitte bleibt neugierig :-).

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Blick in den mystischen Brockenwald beim Abstieg

 

Sonnenaufgang auf dem Brocken?

Heinrich Heine bezeichnete ihn als den „deutschesten aller Berge“. Goethe ließ im Faust Hexen auf den „Blocksberg“ fliegen. Die Rede ist von unserem Brocken. Nun gibt es von Geocachern die Idee, gemeinsam den Sonnenaufgang auf dem Brocken zu erleben.

Rechnet man mit ca. 2 Stunden Zeit für den Aufstieg, müsste man im Sommer sehr, sehr früh aufstehen. Im Winter ist das deutlich später. Kurz vor Weihnachten haben wir die längsten Nächte. Ein Samstag sollte es auch sein. Also ist der 19. Dezember 2015 der ideale Zeitpunkt für so ein Event, denn die Sonne geht erst gegen 8:19 Uhr auf.

Hier findet ihr den Eventaufruf: Sonnenaufgang auf dem Brocken: 3. Brockenfrühstück

Wir werden nächsten Sonnabend kurz nach 4 Uhr mit dem Auto aufbrechen und uns gegen 6 Uhr von Schierke aus zu Fuß zum Gipfel des Brockens aufmachen. Den atemberaubenden Sonnenaufgang erwarten wir dann mit vielen Freunden oben gegen 8:19 Uhr.

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Im letzten Jahr waren wir auch schon dabei. Allerdings hatten wir nahezu keine Sicht.

Mal sehen, wie die Sicht vom höchsten norddeutschen Berg dieses Jahr ist.

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Wer mag und nicht zu weit weg wohnt, ist eingeladen uns zu begleiten. Wir werden hunderte Frühaufsteher jenseits der Komfortzohne sein. Vielleicht gelingen mir ein paar schöne Fotos, dann mache ich einen Beitrag über unseren Brockenaufstieg.

Bitte bleibt neugierig :-).

 

 

 

Traumradeln in die Geschichte

In meinem letzten Beitrag wollte ich im fahrradunfreundlichen Dezember einfach mal wieder ein Bild von einem Fahrrad vor schönem Hintergrund posten. Da wir dieses Jahr auf Kuba waren, wurde es das Bild „Fahrrad auf Kokosnuss am Karibikstrand“. Um dem Ganzen mehr Substanz zu geben, fragte ich, ob ich zur Geschichte des Strandes etwas schreiben solle und in der Tat, wurde ich in einem Kommentar darum gebeten. So will ich mit diesem Beitrag mein Versprechen gerne einlösen.

Ein Ausflug in die Geschichte eröffnet uns Sichten auf aktuelle oder gar künftige politische Entwicklungen. Winston Churchill sagte: „Je weiter man zurückblicken kann, desto weiter wird man vorausschauen.“ Dann schauen wir doch mal knapp 60 Jahre zurück.

Am 1. Januar 1959 hatte die kubanische Revolution unter Fidel Castro über das verhasste Batista Regime gesiegt. Nun sah sich die US-Regierung  auf Kuba, direkt vor ihrer eigenen Haustür, einer nicht durch sie kontrollierten Regierung gegenüber. Das geht doch gar nicht.

Vor einem offenen militärischen Überfall auf Kuba schreckten die USA zurück. Zum einen hatten sie dies in mehreren Verträgen zugesichert und zum anderen gab es die Befürchtung, dass ein derartiger Krieg unabsehbare Reaktionen in der gesamten Dritten Welt auslösen könnte.

So verfolgten die USA den Plan, dass eine militärisch gut ausgerüstete Gruppe von Exilkubanern mit Schiffen auf Kuba angelandet wird und dort einen Putsch gegen Fidel Castro unternimmt. Die Exilkubaner müssten nur ein hinreichend großes Staatsgebiet von Kuba unter ihre Kontrolle bringen. Wenn darauf eine Landebahn vorhanden wäre, würde eine „Kubanische Exilregierung“ aus Florida eingeflogen werden. Diese Exilregierung würde dann von kubanischem Territorium die USA um militärischen Beistand bitten. Dann wäre alles gut und die USA hätten offen militärisch die Regierung von Fidel Castro beseitigen können. So war der Plan.

Im Januar 1960 gründete die CIA für die Planung der Invasion eine eigene Abteilung, die im April 1961 bereits 588 Mitarbeiter umfasste.

Als Ort der der Landung der Putschisten wurde die Baha de Cochinos, die Schweinebucht, ausgewählt. An ihrer Küste befindet sich das Sumpfgebiet Ciénaga de Zapata, welches einen natürlichen Schutz gegen militärische Aktionen der kubanischen Revolutionsarmee bot. Außerdem war die Ciénaga de Zapata sehr dünn besiedelt.

Als wir in das Sumpfgebiet einradelten, begrüßte uns folgendes Schild mit der Parole: „Ciénaga de Zapata, welche Sie hier sehen, ist das Werk der Revolution“

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Am 15. April 1961 startete die CIA mit der „Operation Zapata“. US-amerikanische B-26-Flugzeuge bombardierten drei kubanische Flugplätze. Die Bomber waren mit kubanischen Hoheitszeichen versehen und sollten den Anschein einer Gegenrevolution erwecken. Am 17. April 1961 landeten dann ca. 1300 Exilkubaner, aus ihren Ausbildungslagern in Guatemala kommend, unter dem Kommando von zwei CIA-Beamten in der Schweinebucht. Die US-Marine unterstützte logistisch. Am 18. und 19. April erhielten die Angreifer weiterhin Luftunterstützung durch B-26-Flugzeuge der USA. Dabei wurde auch Napalm eingesetzt.

Die Bevölkerung der Ciénaga de Zapata,  die zum größten Teil aus der ärmsten Bevölkerungsgruppe Kubas, den Köhlern bestand, kämpfte mit der Waffe in der Hand gegen die gelandeten Invasionstruppen. Mit diesem Widerstand hatte die CIA nicht gerechnet. Diese arme Bevölkerung gehörte zu den ersten Nutznießern der Revolution durch den Bau von Schulen, medizinischer Versorgung sowie die Anbindung an die Infrastruktur. Nach nur drei Tagen waren schließlich die Invasionstruppen von der zahlenmäßig weit überlegenen kubanischen Armee aufgerieben.

Nachdem die US-Regierung vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen zunächst jede Beteiligung an der Invasion abgestritten hatte (Na, so was?), übernahm Präsident John F. Kennedy vier Tage später die volle Verantwortung für den Überfall.

In Playa Giron sind Flugzeug und Panzer als Symbol der gescheiterten Invasion ausgestellt.

Die gescheiterte Invasion in der Schweinebucht war ein Meilenstein in der Weltgeschichte. Erstmals konnte sich ein kleines Land einem Invasionsplan der USA erfolgreich widersetzen.

Ist diese reale Geschichte nicht viel spannender als jeder Hollywood-Film?

Habt ihr ein Feedback zu diesem Beitrag, würde ich mich darüber freuen.

Bitte bleibt neugierig :-).

Quelle für diesen Beitrag: https://de.wikipedia.org/wiki/Invasion_in_der_Schweinebucht

Traumradeln ist, …

… wenn nach einem wunderbaren Radeltag das Fahrrad auf einer Kokosnuss am Karibikstrand parkt.

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Wir haben uns im Februar dieses Jahres diesen Traum erfüllt. Der Strand ist sogar ein sehr geschichtsträchtiges Stück Erde. Soll ich dazu etwas schreiben?

Wir wünschen euch eine schöne 2. Adventswoche. Vielleicht habt ihr ja für das nächste Jahr Träume und Ziele. Welche sind das?

Wenn man Träume formuliert und vielleicht sogar aufschreibt, erhöht sich die Chance, dass sie wahr werden.

Bitte habt Mut und bleibt neugierig :-).

Der Winter kann kommen

Unser Heim wird meist von fossilen Brennstoffen gewärmt. Das können Öl, Gas, Kohle oder Holz sein. Außerdem gibt es Energie aus Atom, Sonne und Wind.
Wissen unsere Kinder eigentlich noch woher die Wärme in ihrem Heim kommt? Fragt sie doch mal. Habt ihr überraschende Antworten erhalten? Wenn sie einen Kommentar wert sind, gerne.

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Bei uns ist das Holz gehackt. Die Silvesterfeier kann kommen. Wir wünschen einen besinnlichen zweiten Advent.

Bitte bleibt neugierig :-).