Die unendliche Rundfahrt – Bismarckturm Schnarsleben

Wenn man sich beim Radeln umschaut, sieht man ganz häufig Bismarcktürme. Bismarck ist wegen seiner Bedeutung für die Einigung der Deutschen, für die Einführung der Sozialversicherung oder seiner Russlandpolitik immer einen Post wert. Hier geht es um die nach ihm benannten Türmen.

Es soll 240 Bismarcktürme gegeben haben, von denen es heute noch 173 gibt. Einer steht ganz in der Nähe von Magdeburg auf dem Großen Wartberg zwischen Niederndodeleben und Irxleben. Da wir am 1. April den 200. Geburtstag von Otto von Bismarck feierten, haben wir mal wieder diesen Bismarckturm besucht.

Bismarck

Der Große Wartberg ist mit 145 Metern in unserer Gegend schon ziemlich hoch. So hat man einen tollen Blick über die Stadt Magdeburg. (Karte mit Bismarcktürmen, preußischen Meilensteinen und „Lost Badeanstalten“) Ein Besuch lohnt sich und dann sind da ja noch die anderen 172 Bismarcktürme :-). Zum Beispiel dieser hier.

Wann besucht ihr einen Bismarckturm?

Bitte bleibt neugierig :-).

Sind wir nicht alle Schildbürger? (Teil 3)- oder Es gibt keine „Kinder“ mehr.

Heute geht es um unsere Sprache. Früher gab es nur Tabletts. Das waren so flache Bretter, auf denen man Geschirr transportieren konnte. Heute ist klar, dass diese Dinger, die auch flach sind, allerdings auf der einen Seite ständig andere Bilder zeigen, einen neuen Namen benötigen. Da bietet sich dann das Wort Tablet an. So haben wir sogar noch ein „t“ gespart.

Wundern tue ich mich allerdings über so manch andere Entwicklung. In der Innenstadt schreiben die Händler etwas von SALE. Sind sie inzwischen in ihrer eigenen Sprache sprachlos?

Das schöne Wort Kinder scheint sich auch keiner mehr leisten zu können. So gibt es offenbar nur noch Kids.

Kids

Was treibt die evangelische Stiftung, sich von „Kindern“ ab- und „Kids“ zuzuwenden?

Unsere Stadt folgt diesem Trend ebenfalls. Vor ein paar Jahren tauchte plötzlich der CITYRING auf.

Cityring

Die Bezeichnung Stadtring wäre doch auch schön und verständlich gewesen. Vielleicht hatte Halberstadt Glück, dass es nicht auch gleich in HALFTOWN oder vielleicht HALFCITY umbenannt wurde.

Natürlich muss sich Sprache verändern und immer wieder der Gegenwart anpassen. Aber, wir haben eine schöne Sprache und wir sollten uns ihrer bewusst sein. Nutzen wir sie mit Spaß und Verstand. Wie seht ihr das? Kennt ihr auch solche Beispiele?

Immer schön neugierig bleiben.

von Magdeburg nach Tangermünde – ein Stück Elberadweg

Die Elbe ist der Fluss durch meine Heimatstadt, Magdeburg. Die Elbe ist ein toller Fluss. Sie ist noch nicht kanalisiert, so wie alle anderen vergleichbaren Flüsse in Deutschland.

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Entlang der Elbe gibt es den Elberadweg. Für mich ist es der schönste Flussradweg. Natürlich, das ist subjektiv. Radelt man auf dem Elberadweg entlang, so gibt es immer etwas zu entdecken.

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Baumbart grüßt freundlich. Sofort bekommt man gute Laune. Wenn ich die vielen anderen Bäume in der Aue sehe, bin ich ganz sicher, dass es nicht der einzige Ent hier ist. Schließlich sprechen wir hier ja auch von Mittelelbe :-).

Fährt man von Magdeburg nach Norden, so kommt man in die Altmark. Sie ist sehr dünn besiedelt und es gibt ganz viel flache Landschaft. Es ist einfach zu fahren und man kann die Seele baumeln lassen. Absolut sehenswert ist Tangermünde. Im 14. Jahrhundert war Tangermünde von 1373 bis 1378 sogar der Zweitresidenz von Kaiser Karl IV, also fast eine Hauptstadt des heiligen römischen Reiches deutscher Nation.

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Tangermünde ist mit seinem alten vollständig erhaltenen Stadtkern wunderschön. Wer einmal an der Elbe entlang radelt, sollte hier unbedingt eine Übernachtung einplanen. Auch die kleinen Dörfer entlang der Strecke sind toll. Übrigens steht in Sandfurth am Schifferdenkmal ein Fotorahmen, der zum innehalten und fotografieren animieren soll.

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Jede Region in Deutschland ist besonders. Macht euch auf den Weg. Unsere Heimat ist schön!

Sind wir nicht alle Schildbürger #2? oder Straßenschilder!

Schilder und Hinweise am Wegesrand sind wichtig. Warum?

Schilder lösen Emotionen aus. Nehmen wir an, es gibt eine Brückensanierung. Die Stadt informiert in Presse und Internet, dass ab dem 23. Juni 2014 eine Brücke saniert wird. Über Monate ruht die Baustelle. Und dann plötzlich passiert sichtbar etwas.

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Der Starttermin der Sanierung wird auf dem Schild abgedeckt. Warum nur muss jemand nach mehr als einem halben Jahr eine Leiter nehmen um das Startdatum abzukleben? Ein Schelm, wer Böses denkt.

Wenn wir mit dem Rad durch Ostelbien fahren, freuen wir uns über das Schild „Achtung Biberkröte“.

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Die Wortschöpfung Biberkröte ist übrigens nicht von mir. Ich finde sie aber prima. Und auch manches Hauptstraßenschild ist wirklich gelungen.

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Kennt ihr auch interessante Schilder?

Bitte bleibt neugierig :-).

Zwei Walzen im Alltag

Innerhalb nur weniger Monate (irre) haben wir Schweden und Kuba besucht. Die Eindrücke können widersprüchlicher nicht sein. So begegnete uns als Tourist in beiden Ländern das Konzept zweier Walzen. In Schweden dienten sie zum optimalen Entleeren einer Tube geräucherter Kaviarcreme. Kaviarcreme gehört laut Werbung in Schweden auf jeden Essenstisch.

wpid-20140723_071724.jpg(Das Bild ist übrigens mit dem Blogbeitrag aus Schweden verlinkt.)

In Kuba sahen wir ebenfalls die zwei Walzen. Hier wurde mit ihnen dem Zuckerrohr sehr mühsam der Saft abgerungen. Der Zuckerrohrsaft wurde dann für einen Peso (ca. 4 Euro Cent) verkauft.

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Die Menschen in Kuba sind arm. Als wir Mitte Februar wieder in Berlin landeten, wurde in den Nachrichten über die steigende Armut in Deutschland berichtet. Wir dachten an die „Walzen im Alltag“ und eines war klar; die Welt ist brutal widersprüchlich.

Falls ihr Bilder über „Walzen im Alltag“ vor die Kamera bekommt und ihr sie uns schickt, würden wir uns freuen.

Sind wir nicht alle Schildbürger? #1

Schilder am Wegesrand sind wichtig. Ich habe festgestellt, dass wir immer wieder Schilder fotografiert haben.

Warum?

Schilder lösen Emotionen aus.

Wenn man das erste Mal mit dem Rad in Russland hineinradelt ist das Emotion pur. Hinter einem ist die Grenzübergangsstelle, an der gerade noch ein Grenzer mit MPi neben einem stand. Dort war fotografieren verboten und als Radtourist hält man sich natürlich daran. Nun sieht man das erste Schild und wird begrüßt.

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Wenn man das erste Mal in Norwegen ganz weit oben im Norden, aus Finnland kommend, hineinradelt ist das Emotion pur.

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Aber es gibt natürlich auch Schilder, die einem aus anderen Gründen auffallen. Sie haben eine Botschaft.

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Aber ihr müsst nicht immer weit wegfahren, um tolle Schilder zu finden. Wir fanden in der heimatlichen Börde, ihr erkennt das an den Windrädern im Hintergrund,  folgenden  „Fernwegweiser“. Ich musste schmunzeln und habe keinen Plan, wie wir da mit dem Rad hinkommen sollen.

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Wer auch tolle Schilder fotografiert hat, kann sich gerne melden. Wir wünschen euch, dass ihr immer neugierig bleibt.

Bitte bleibt neugierig :-).

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